Veranstaltung

Fortbildung: Vom Genderwahn in extrem rechten Bewegungen – Gender als thematische Kampfzone von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus sowie Ansätze einer genderreflektierten Präventions- und Distanzierungsarbeit

14. Oktober 2020
9:30-16:30 Uhr

In vielfältigen Angriffen gegen "Feminismus und Gender” sucht die (extreme) Rechte in den letzten Jahren Anschluss an Debatten um Geschlechterrollen und –verhältnisse in der Gesellschaft. In Diskussionen um die Öffnung der „Ehe für alle“, sexualisierte Gewalt oder ein Plädoyer für eine Gender sensible Sprache zeigen sich antifeministische Argumentationsmuster.

Seminarziele
Diese antifeministischen Argumentationsmuster und Diskusstrategien sind Inhalt des Seminars, verbunden mit unterschiedlichen Reaktionen auf diese Aussagen. Im Mittelpunktsteht dabei die Stärkung und Sichtbarmachung der eigenen Haltung, um die Vielfalt geschlechtlicher, familialer und sexueller Lebensweisen argumentativ zu verteidigen. Durch Inputs, interaktive Falldiskussionen und Übungen an Praxisbeispielen werden Sie in Ihrer strategischen und technischen Argumentationsfähigkeit gestärkt und können sich so dem aktuellen Gegenwind und Diffamierungen selbstsicher entgegenstellen.

Inhalte
- Vermittlung von Hintergründen zu genderrelevanten Thematiken der extremen Rechten wie die Ablehnung von Gender Mainstreaming, Feminismus, geschlechtlicher Vielfalt
- Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen im Rechtsextremismus und deren ideologische Bedeutung: Ideologie der Volksgemeinschaft als zentrale Grundlage, Kampf gegen Strategien der Gleichberechtigung von Mann und Frau (Anti-Gender-Mainstreaming-Kampagnen) und gegen die Gleichberechtigung von LSBT*(lesbisch, schwulen, bi- und transsexuellen)-Menschen
- Geschlechtsspezifische Rollenverteilungen in rechtspopulistischen und rechtsextremen Bewegungen und zahlenmäßige Verteilung von Männern und Frauen in offenen Szenezusammenhängen (Identitäre Bewegung u.a.), Kameradschaften und Parteien
- Bedeutung von Frauen im Rechtspopulismus und Rechtsextremismus: Frauen werden als Akteurinnen häufig übersehen. Dabei setzen sie sich strategisch und besonders laut in bestimmten Themenfeldern für die „nationale Sache“ ein, z.B. in Debatten um sexuellen Missbrauch / Pädophilie, familiäre Sicherheit und Erziehungsbereiche und gehen bewusst in soziale Berufe, z.B. in Kindergärten, Schulen, Jugend- und Gemeinwesenarbeit
- Geschlechtsspezifische Aspekte der Hinwendung und Teilnahme in rechtsextremen Szenen, verschiedene Identifikations-, Zugehörigkeits- und Erlebnisangebote für Jungen und Mädchen

Jugendberufshilfe Thüringen e.V.

Linderbacher Weg 30

99099 Erfurt

Anmeldung unter fortbildung@denkbunt-thueringen.de oder auf

https://www.jbhth.de/weiterbildung/denk-bunt-seminare/details/seminare/detail/Event/vom-genderwahn-in-extrem-rechten-bewegungen-gender-als-thematische-kampfzone-von-rechtspopulismus-1/


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