Mitarbeitende in Verwaltungen

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in Verwaltungen

Nachfolgend finden Sie 15 Seminare zu den Qualifizierungsbereichen

  • Umgang mit Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen und menschenrechtsorientierten Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt und Toleranz, interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen
  • Förderung von Akzeptanz vielfältiger sexueller Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Beziehungsformen

3-1-2: Reichsbürger nerven … Ideologieelemente des Rechtsextremismus und der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Handlungsmöglichkeiten für die Verwaltung

Träger: cultures interactive e.V.

Seminarziele

Das Tagesseminar befasst sich mit den Phänomen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) und dem Phänomen der „Reichsbürgerinnen und Reichsbürger“ sowie rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Erscheinungen in verschiedensten Bezügen zur Verwaltung. Dabei können Fragen im Arbeitsfeld auftreten:

  • Wie spreche ich adäquat über Forderungen von Reichsbürgerinnen und Reichsbürgern und vermittle meine Haltung?
  • Wie vermeide ich von Rechtspopulisten strategisch vereinnahmt zu werden?
  • Wie erlange ich einen Handlungsspielraum und persönliche Sicherheit im Umgang mit demokratiefeindlichen Haltungen und Einstellungen meines Gegenübers?

Für ein sicheres Gefühl in solchen Arbeitssituationen ist es wichtig, den Blick selbstkritisch nach innen zu lenken. Welches Handwerkszeug gibt mir meine Behörde? Gibt es Handlungsempfehlungen, relevante Hausordnungen und/oder Leitbilder? Welche Haltungen haben meine Kolleginnen und Kollegen? Insofern bietet das Seminar auch Raum für Selbstreflektionen innerhalb von Teams bis hin zu Teambuildingsmethoden. Für die konkrete Bearbeitung von Situationen bedarf es eines strukturierten Vorgehens, welches im Seminar geübt wird.

Zudem wird es im Seminar folgende konkrete Arbeitsvorschläge geben: Ihnen werden Grundkenntnisse über das Handlungsfeld GMF, Reichsbürgerinnen und Reichsbürgern, Rechtspopulismus sowie rechtsextreme Szenen vermittelt. Weiterhin werden Ideen für eine eigene Haltung und Handlungskompetenzen angeregt, um professionell den Herausforderungen im Arbeitsfeld zu begegnen.

Konkrete Inhalte sind:

  • Erkennen von Zeichen, Symbolen und Strategien aus der rechtsextremen Szene
  • Theoretische Auseinandersetzung und praktische Anwendung verschiedener Konzepte der Prävention und Intervention, Reflektion eigener Vorurteilsbildungen
  • Einordung des Phänomens Rechtsextremismus und GMF als gesamtgesellschaftliches Problem sowie Vorschläge zu konstruktiver Bearbeitung und Netzwerkbildung
  • Notwendigkeit eines Interventionsplans
  • Zielgerichtete (narrative) Intervention

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes aus der rechtsextremen Szene, Gruppenaustauschprozesse

Trainer

Peer Wiechmann, cultures interactive e.V. Weimar/Berlin

Der Trainer studierte Publizistik, Soziologie, Politologie und Teilgebiete des Rechts an der Freien Universität Berlin. Er ist seit knapp 20 Jahren in der Rechtsextremismusprävention in Thüringen und bundesweit tätig. Er berät zudem Kommunen und Jugendämter im Rahmen der Prävention und Intervention. Heute ist er Geschäftsführer des Vereins cultures interactive e.V. mit Sitz in Weimar und Berlin.

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3-1-7: Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen

Träger: DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

„Das sind doch eh alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, die sich hier ein schönes Leben machen wollen.“ Wie gehe ich mit tatsachenwidrigen Behauptungen und diskriminierenden Parolen um, wenn mein Gegenüber Argumente vielleicht gar nicht hören will? Wie entlarve ich Widersprüchlichkeiten, unlauteres Argumentieren und Befindlichkeiten, die möglicherweise hinter diesen Parolen stehen? Warum ist eine Entgegnung – auch der sympathischen Kollegin gegenüber – so wichtig und welchen „Kniff“ gibt es, damit mir die beste Erwiderung nicht erst abends beim Schlafen gehen einfällt?

In einem Argumentationstraining bieten wir für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Verwaltung eine Auseinandersetzung mit dieser Problematik an. Im Workshop erarbeiten wir anhand von Beispielsituationen aus dem konkreten Arbeitsalltag, was möglicherweise hinter diskriminierenden Äußerungen stehen kann und wie sinnvolle Entgegnungen aussehen können. Wir diskutieren, wann eindeutiger Widerspruch unumgänglich ist, wo eine inhaltliche Debatte Sinn machen kann und wann Grenzen des Argumentierens erreicht sind. Mit Informationen, Rollenspielen und Auswertungen zu Argumentationsstrategien werden Sie für die Auseinandersetzung mit diskriminierenden Äußerungen gestärkt.

Seminarziele

Sie:

  • erkennen diskriminierende Äußerungen (auch als Teil Ihres Arbeitssettings und Alltags)
  • reflektieren über Bedeutung und Notwendigkeit von Entgegnungen und finden ein bzw. bestärken Ihr Standing
  • lernen diskriminierende Situationen zu analysieren und erkennen relevante Aspekte für die Strategieauswahl
  • lernen Argumentationstechniken kennen und können Reaktionsstrategien diskutieren
  • entwickeln, erproben und bewerten eigene Argumentations- und Reaktionsstrategien

Inhalte

  • Kennzeichen von diskriminierenden Äußerungen
  • Schwierigkeiten im Umgang mit diesen
  • Argumentationsstrategien und Reaktionsmöglichkeiten
  • Ausprobieren am Beispiel von Situationen aus dem eigenen Berufsalltag

Methoden

Gruppenarbeit in verschiedenen Formaten, Kurz-Input, angeleitetes Rollenspiel, moderierte Diskussion zur Reflexion und Ergebnissicherung, Feedbackmethoden

Trainerin

Melanie Pohner, DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

Die Trainerin ist langjährig als Bildungsreferentin in der Erwachsenenbildung tätig und leitet seit vielen Jahren Argumentationstrainings für die verschiedensten Zielgruppen.

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3-1-10: Spielräume ausschöpfen. Ein Fortbildungsangebot für Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter im Umgang mit der extremen Rechten

Träger: MOBIT e.V.

Behördenmitarbeiterinnen und Behördenmitarbeiter arbeiten im Auftrag ihrer Kommune, Grundlagen für ihr Handeln sind Vorschriften und Gesetzestexte. Dennoch bietet die Gesetzeslage einen gewissen Spielraum, den Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter in ihren Entscheidungen nutzen können. Denn sie haben beispielsweise Einfluss darauf, ob extrem rechte und rechtspopulistische Parteien in kommunalen Räumlichkeiten ihre Parteiveranstaltungen durchführen können oder nicht. Verwaltungen müssen sich mit der Nutzung oder dem Kauf von Immobilien an die extreme Rechte beschäftigen. Ordnungsbehörden haben einen besonderen Bedarf, denn sie sind mit politischen Kundgebungen nach dem Versammlungsgesetz konfrontiert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamts müssen in ihrer täglichen Arbeit Beratungsgespräche mit Eltern führen, die mitunter ein extrem rechtes Weltbild vertreten. Eine Sensibilisierung hinsichtlich neonazistischer und extrem rechter Strategien ist für erfolgreiches demokratisches Handeln notwendig.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie werden befähigt, in Ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen sowie Ihren demokratischen Standpunkt zu festigen.

Inhalte

Die extreme Rechte in Thüringen

  • Vermittlung eines gesamtgesellschaftlichen Blicks auf Rechtsextremismus: Definitionen des Begriffs, Vorstellung von Studien und des Thüringen-Monitors
  • Darstellung von Struktur(en), Relevanz sowie Ideologie und strategische Ausrichtung von Parteien, Organisationen und Gruppierungen der extrem rechten und neonazistischen Szene in Thüringen
  • Darstellung von neurechten und rechtspopulistischen Bewegungen und Akteurinnen und Akteuren
  • Aussagen zu extrem rechter Infrastruktur (Internetversandhandel und Immobilien der Szene) und deren Nutzung durch die extrem rechte Szene
  • Vermittlung der Bedeutung rechter Musik (RechtsRock) anhand eines Überblick über die Thüringer Konzert- und Bandszene sowie zu RechtsRock-Open-Airs

Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene

  • Kennenlernen der inneren Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften
  • Vermittlung von Symbolen, Logos, codierten Botschaften, die Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um)Deutung in diesen Kontexten
  • Chronologische Darstellung von Versatzstücken aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und nationalsozialistischen Bezugsrahmen sowie diverse Einflüsse durch Subkulturen und Moden

Vertiefender Workshop – inhaltlich variables Modul

  • Gruppenspezifische Vertiefungsmöglichkeit je nach fachlicher Zusammensetzung der Teilnehmenden
  • Mögliche Schwerpunkte: Immobilien und deren Nutzung durch die extrem rechte Szene; Überblick über die sogenannte „Reichsbürger“-Gruppierungen und deren Schnittstellen zur extrem rechten Szene in Thüringen

Methoden

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild von MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“.

Trainer(in)-Team

Ziel der Arbeit von MOBIT ist die Stärkung des bürgerlichen, demokratischen Engagements in Thüringen und die konkrete Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Darüber hinaus informiert MOBIT über aktuelle Entwicklungen in der rechtsextremen Szene.

Die Trainerinnen und Trainer (Sozialpädagogik, Politikwissenschaft, Pädagogik, Jugend- / Erwachsenenbildung) verfügen über umfangreiche Kenntnisse im Bereich extreme Rechte und im Bereich zivilgesellschaftlicher Prozesse sowie in der Beratungsarbeit. Sie weisen langjährige Erfahrungen in der Fortbildung auf.

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3-12-7: Grundlagenwissen Flucht und Asyl

Träger: DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., Flüchtlingsrat Thüringen e.V., Projekt [CoRa]

In der öffentlichen Debatte zum Thema „Flucht und Asyl“ liegt der Schwerpunkt häufig auf vermeintlichen Gefahren und scheinbar unlösbaren Herausforderungen für die Gesellschaft. Zur (rechtspopulistischen) Stimmungsmache gehört es, gezielte, suggestive Fehlinformation über Geflüchtete zu verbreiten. Parallel setzen sich vielerorts viele Engagierte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Geflüchtete ein. Im Seminar „Grundlagenwissen Flucht und Asyl“ werden der Stimmungsmache Fakten entgegen gesetzt und Unterstützerinnen und Unterstützer gestärkt.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Argumentationshilfen für Demokratie und Weltoffenheit und werden für das Thema „Flucht und Asyl“ sensibilisiert. Somit wird ein sachliches Gegengewicht zur (rechtspopulistischen) Stimmungsmache und gezielten, suggestiven Fehlinformation gesetzt und die Handlungssicherheit der prodemokratischen Akteurinnen und Akteure gestärkt. Sie werden zudem befähigt, sich solidarisch und menschenrechtsorientiert für und mit Geflüchtete(n) einzusetzen. Ein an humanitären und an menschenrechtlichen Standards orientierter Umgang mit den Themen „Flucht und Asyl“ und der Abbau von Vorurteilen, Rassismus und Fehleinschätzungen sind dabei zentrale Ziele.

Inhalte

  • Aktuelle Zahlen und Fakten zu Flucht und Asyl
  • Aktuelle Grundlagen des Asylrechts in Deutschland
  • Ablauf von Asylverfahren in Thüringen, Rahmenbedingungen der Aufnahme von Geflüchteten
  • Aktuelle politische Situation und Menschenrechte (auch über Thüringen hinaus)
  • Austausch über die aktuellen Debatten im Themenbereich „Flucht und Asyl“
  • Möglichkeiten der ehrenamtlichen und solidarischen Unterstützung
  • Darstellung der Perspektiven von Geflüchteten
  • Bedarfsorientierte Schwerpunkte

Methoden

PowerPoint-Vortrag, interaktive Kleingruppen- und Plenumsarbeit, moderierte Austausch- und Diskussionsrunden, Selbstreflexion, Verwendung der Methodensammlung „Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit“

Trainerinnen und Trainer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

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3-2-2: Die feinen Unterschiede: zwischen Basisdemokratie, Volksentscheiden und Reichsbürgerinnen und Reichsbürgern - wie stärke ich die demokratische Alltagsstruktur in der Verwaltung

Träger: cultures interactive e.V.

Seminarziele

Das Tagesseminar befasst sich mit der Analyse der kommunalen Beteiligungsstruktur und den Potenzialen der Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens sowie mit den demokratiegefährdenden Einflüssen rechtsextremer und rechtspopulistischer Organisationen. In Abgrenzung zu deren „Pseudobeteiligungsstrategien“ sollen durch die Entwicklung von Möglichkeiten einer demokratischen Haltung und Alltagskultur in der Verwaltung Handlungsmöglichkeiten eröffnet werden. Durch die Erweiterung von Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger in der Verwaltung sowie einer repräsentativen Demokratie mit neuen Formen der Mitsprache, können viele entmutigte Bürgerinnen und Bürger wieder für die politische Teilhabe gewonnen oder motiviert werden, sich konstruktiv für ein demokratisches Gemeinwesen einzusetzen.

Inhalte

  • Gemeinsame Analyse des eigenen „Status quo“ der Kommune (hinsichtlich der Möglichkeiten einer demokratischen Alltagskultur in der Verwaltung)
  • Erkennen der Potenziale in der eigenen Verwaltung bei der Entwicklung von demokratischer Alltagskultur
  • Erste Schritte zur Entwicklung von neuen demokratischen Alltagskulturen
  • Überblick zu Unterstützungsmöglichkeiten für Demokratieentwicklung in den Kommunen

Methoden

PowerPoint-Vortrag sowie interaktive Bildungsmethoden

Trainer

Peer Wiechmann, cultures interactive e.V. Weimar/Berlin

Der Trainer studierte Publizistik, Soziologie, Politologie und Teilgebiete des Rechts an der Freien Universität Berlin. Er ist seit knapp 20 Jahren in der Rechtsextremismusprävention in Thüringen und bundesweit tätig. Er berät zudem Kommunen und Jugendämter im Rahmen der Prävention und Intervention. Heute ist er Geschäftsführer des Vereins cultures interactive e.V. mit Sitz in Weimar und Berlin.

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3-2-5: Vorgang Demokratie - Was heißt Demokratie & in welchen Bereichen tritt sie auf?

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Demokratie funktioniert nicht ohne Demokratinnen und Demokraten!“, lautet eine These in Erklärungsansätzen von Fort- und Weiterbildungen. Wie aber kann ich Demokratin und Demokrat sein und welche demokratischen Schlüsselkompetenzen sind dafür wichtig?

Seminarziele

Im Seminar wird die Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform diskutiert. Demokratisierungsmodelle für die Verwaltung werden besprochen und zugrundeliegende Leitbilder für Ihre Arbeit hinterfragt. Auch die Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und Grundhaltungen kann neue Aspekte für Ihre Behörde liefern. Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen, neue demokratischere Formen für gelingende Kommunikation und Partizipation zu erleben sowie sich der Rolle als Demokratin und Demokrat sowie Verwaltungsmitarbeiterin und Verwaltungsmitarbeiter bewusst zu werden.

Inhalte

  • Demokratie und Gesellschaft
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Rolle in der Demokratie
  • Demokratie, Hierarchie und Verwaltung
  • Gefahren für die Demokratie
  • Partizipation als Grundvoraussetzung von Demokratie
  • Leitbildbetrachtung

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Rollenspiele

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW)

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

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3-2-12: Demokratie auf Wiedervorlage - demokratisches Handeln in der Verwaltung

Träger: toolpool

In einer Demokratie hat vom Ansatz her jeder Mensch die Möglichkeit, sich im Rahmen demo-kratischer Grundrechte frei zu entfalten und selbstbestimmt seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Die demokratischen Grundwerte wie Unantastbarkeit der Menschenwürde, Redefreiheit, freie Meinungsäußerung, aktives Wahlrecht, Minderheitenschutz, Solidarität etc. sind essentiell wichtig und sichern eben diese Raum für individuelle Entfaltung ab und befördern gleichzeitig ein friedvolles Zusammenleben. Im täglichen Verwaltungshandeln sind die Bezüge oft kleiner, konkreter und bürger(innen)naher. Demokratie heißt in anderen Worten auch: In einer Demokratie hat jedes Individuum die Möglichkeit, sich im Rahmen demokratischer Grundrechte frei zu entfalten und selbstbestimmt seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Die kommunalen Verwaltungen und Behörden sorgen hier für eine regelgerechte Umsetzung und tragen aktiv dazu bei, dass alle Bürgerinnen und Bürger auf Grundlage gesetzlicher Bestimmungen gleiche Chance haben.

Seminarziele

Deshalb lädt dieses Seminar Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verwaltungen dazu ein, sich neu zu versichern, demokratisch zu stärken und das eigene Wissen als Demokratin und Demokrat aufzufrischen. Die Fortbildung regt die Reflexion und überaus spannende Diskussion zu demokratischen Prinzipien, der Demokratie als Gesellschaftssystem, das die Grundlage für unser Gemeinwohl ist, und die Auseinandersetzung nicht nur mit den positiven sondern auch den Schwachstellen der Demokratie und welchen Gefahren sie ausgesetzt ist, an. Auf Wunsch kann das demokratische Miteinander im Team betrachtet werden.

Inhalte

  • Selbstverständnis und Selbstvergewisserung als Demokratin und Demokrat
  • Auseinandersetzung mit demokratischen Grundprinzipien und Gefahren
    für die Demokratie
  • Bedeutung von Demokratie für das Miteinander im Verwaltungsalltag
  • Konzept der „informierten Bürgerin“ / des „informierten Bürgers“ für die eigene, auf-geklärte Meinungs- und Entscheidungsfindung und das demokratische Handeln

Methoden

Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Übungen aus dem Bereich Menschrechtsbildung, Demokratiepädagogik und Betzavta, soziometrische Übungen, Selbstreflexion, Inputs, Austausch

Trainerin

Christin Voigt, toolpool Erfurt

Die Trainerin ist Sozialpädagogin (FH) und Konfliktmanagerin (FH). Sie arbeitet seit 19 Jahren im Bereich der non-formalen Bildungsarbeit und verfügt über intensive Erfahrungen in der Qualifizierung von Fach-kräften auf nationaler wie internationaler Ebene. Seit 2014 ist sie als Trainerin im Landesprogramm „Denk Bunt“ aktiv und hat mehr als 50 Seminare erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sind inter- und transkulturelle Kompetenztrainings (inkl. vorurteilsbewusster Bildung) sowie Fortbildungen im Bereich der Demokratiepädagogik. Des Weiteren ist sie vertraut mit dem Anti-Bias- und Diversity-Ansatz sowie in der Moderation von Partizipationsprozessen. Seit 2013 ist die Trainerin mit eigener Firma toolpool selbstständig.

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3-3-5: Verwaltung menschennah denken – Anerkennung, Respekt und Perspektivwechsel auf Verwaltungsebene

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Globaler sozialer Wandel bedeutet nicht nur eine zunehmende Pluralität der Lebensstile einzelner Menschen, sondern auch die Abkehr von traditionellen Normalitätsvorstellungen. Dies wird auch durch die aktuellen weltweiten Migrationsbewegungen und deren Auswirkungen auf die Verwaltungsebenen deutlich. Administratives Handeln bedeutet direkten und indirekten Kontakt mit Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen, Werten und Bedürfnissen. Doch was heißt in diesem Zusammenhang Norm? Wer legt diese fest? Welche Chancen haben Menschen und wie begegnen wir denen, die sich von „uns“ unterscheiden? Gerade Mitarbeitende in Landes- oder Kommunalverwaltungen sind mit Menschen in Kontakt, die unterschiedlichen Lebensstilen folgen, egal ob junge oder alte, große oder kleine, behinderte oder nicht behinderte oder eben People of Colour.

Seminarziele

Im Seminar werden Kenntnisse über die Ursachen von Diversität vermittelt. Das Nachdenken über Normalität sowie das Bewusstsein über die eigene Haltung sind erste Schritte zur Reflexivität, welche nicht nur im Umgang miteinander, sondern auch in Bezug auf Geflüchtete zu erproben sind. Somit werden Erfahrungsräume von Empathie und Möglichkeiten des Perspektivenwechsels geschaffen, die im Sozial- und Berufsraum Anwendung finden. Gemeinsam werden Ideen für eine nachhaltige, vielfältige Verwaltungspraxis gestrickt.

Inhalte

  • Rechtliche, pragmatische und ethisch-demokratische Gründe für Diversität in der Verwaltung
  • Auseinandersetzung mit den Dimensionen von Diversität
  • Chancen und Herausforderungen von Diversität
  • Bewusstmachen von Werten und deren Funktion
  • Diskriminierung und Diskriminierungsformen
  • Möglichkeiten der (Selbst-)Reflexion
  • Beispiele aus dem Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Rollenspiele

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW)

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

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3-3-8: Giraffen und Elefanten in einem Haus - Chancen und Herausforderungen vielfältiger Gesellschaften

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Unsere Gesellschaft wird bunter. Dies bringt eine Vielfalt an Lebensstilen und -planungen hervor, die sich auch auf das Verwaltungshandeln auswirken. Die Mitarbeitenden werden zunehmend mit abweichenden Normalitätsvorstellungen konfrontiert. Das wirft Fragen auf: Was ist eigentlich normal? Wer legt das fest? Wie ändern sich Normvorstellungen? Welche Auswirkungen kann das auf das professionelle Handeln haben? Und welche Grenzen gibt es? Um mit inneren und äußeren Widersprüchen und Fragen umgehen zu können, brauchen die Mitarbeitenden in Verwaltungen Wissen um die Ursachen und Dimensionen von Vielfalt, interkulturelle Handlungskompetenz und einen Überbau, der ihnen angemessenes Handeln im Umgang mit vielfältigen Menschen auch ermöglicht.

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, Hintergrundwissen für irritierende oder problematische Situationen im Behördenalltag aufzuzeigen und zu verdeutlichen, welche professionellen Haltungen und Herangehensweisen hilfreich für erfolgreiches Verwaltungshandeln sind. Vorhandene positive Praktiken und Erfahrungen werden gewürdigt und darauf aufbauend weitere Maßnahmen auf dem Weg zu inklusiven Kulturen, Leitlinien und Praxis erarbeitet. Dabei wird der Selbstreflexion besondere Bedeutung zugemessen.

Inhalte

Die konkreten Seminarinhalte werden im Vorfeld mit Ihnen anhand Ihrer konkreten Bedürfnisse abgestimmt. Hier eine mögliche Auswahl:

  • Grundbegriffe der interkulturellen Kommunikation, z.B. die Kulturgebundenheit unseres Wahrnehmens, Denkens und Handelns, der Umgang mit Fremdheit, Kulturschock, interkulturelle Kompetenz …
  • Die Dimensionen von Vielfalt – auch in der eigenen Verwaltung – und praktische Anregungen für den Arbeitsalltag
  • Reflektion der eigenen Kulturgebundenheit sowie des eigenen Strebens nach Plausibilität und Normalität sind Basis zur Entwicklung von Verständnis und Anerkennung für die Akkulturationsleistungen zugewanderter Menschen
  • Gemeinsame Erarbeitung hilfreicher Haltungen und Handlungen in multikulturellen Settings

Methoden

Impulsreferate, Rollenspiele, Reflexionsrunden, Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Fallarbeit, Filme, Fotoarbeit, Diskussionen, Übungen zur Selbsterfahrung. Sie erleben eine wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Fortbildung, jedoch keine, aus der Sie ohne die persönliche Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Ihrer eigenen Prägung und mit Ihrem Arbeitsumfeld Lernerfolge erzielen werden.

Trainer(in)

Ines Gast, Franz Funkel oder Radoslaw Romanczuk, JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Ines Gast ist Diplom-Sprachmittlerin und anerkannte Fachkraft in sozialpädagogischen Handlungsfeldern, Trainerin für den Kompetenznachweis International und in vielfältigen Zusammenhängen erfahren in der Arbeit mit internationalen und interkulturellen Gruppen. Sie ist externe Lehrbeauftragte an der Hochschule Nordhausen in den Studiengängen Gesundheit und Soziales sowie Sozialmanagement. Seit 2015 ist sie Referentin im Landesprogramm Denk Bunt.

Franz Funkel studierte Public Management und öffentliche Betriebswirtschaftslehre. Als Projektverantwortlicher und Koordinator des Freiwilligenmanagement, insbesondere des europäischen Freiwilligendienstes im JugendSozialwerk Nordhausen e.V., konnte er vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen sammeln. Zudem war der Trainer Koordinator des Nordhäuser Netzwerks zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und ist Projektmitarbeiter im Inklusionsprojekt „Bildung und Freizeit für ALLE“. Seit 2016 ist er Referent im Landesprogramm Denk Bunt.

Radoslaw Romanczuk studierte Politikwissenschaften und Soziale Arbeit und Sozialmanagement. Im Rahmen seiner Arbeit für das Dom Spotkań im Angelusa Silesiusa in Breslau sammelte er vielfältige Erfahrungen im Bereich der politischen Bildung und Diversität (Menschenrechte) mit Jugendlichen und Erwachsenen. Als Pädagoge eines Jugendfreizeitprojektes und eines Jugendgästehauses arbeitet er mit vielfältigsten Zielgruppen und konnte besonders im internationalen Bereich viele Erfahrungen sammeln. Seit 2016 ist er Referent im Landesprogramm Denk Bunt.

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3-3-12: Interkulturelle Kompetenz – ein Markenzeichen modernen Verwaltungshandelns

Träger: toolpool

Eine moderne Verwaltung definiert sich nicht nur über bürger(innen)nahe Öffnungszeiten und Onlineformulare. Auch interkulturelle Kompetenzen der Mitarbeitenden sind Merkmale eines zeitgemäßen Verwaltungshandelns. Gesellschaftliche Veränderungsprozesse, die sich in einer größeren kulturellen Vielfalt äußern, bringen die Mitarbeitenden in Verwaltungen im Alltag immer wieder in Situationen, in denen sie mit Menschen unterschiedlicher Muttersprache und Sozialisation interagieren müssen. Dies betrifft fast alle Bereiche des Verwaltungshandelns.

Seminarziele

Die Fortbildung nimmt den individuellen Entwicklungsprozess in den Fokus, um die erfolgreichen Begegnungen mit Menschen uns mehr oder weniger fremder Kulturen herbeizuführen. Dabei ist genügend Raum für Ihre Reflexion; positive Erfahrungen werden verstärkt. Durch den Austausch und den Hinzugewinn neuer Erkenntnisse werden persönliche Handlungsoptionen erweitert und vertiefende Sicherheit für das eigene Wirken gewonnen. Herausfordernde Momente, Erfahrungen und Begegnungen aus Ihrem Arbeitsalltag werden im Seminar aufgegriffen und analysiert. Der Blick durch unterschiedliche kulturelle Brillen wird geschult, Verständnis für kulturell bedingte Unterschiede entwickelt und Barrieren der Verständigung abgebaut.

Inhalte

  • Stärkung inter- und transkultureller Kompetenz durch Vermittlung relevanter theoretischer Konzepte und ihrer Anwendung in der praktischen Arbeit
  • Reflexion des eigenen kulturellen Identitätsverständnisses und Wahrnehmung
    kultureller Filter
  • Reflexion des Umgang mit Stereotypen/Vorurteilen im interkulturellen Kontext
  • Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten in einem kulturell vielfältigen Umfeld

Methoden

In der Fortbildung wechseln sich unterschiedliche Formate gleichmäßig ab. So gibt es theoretische Inputs mit und ohne Powerpointvorträge, Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Aktivitäten und Übungen aus dem Bereich des inter- und transkulturellen Lernens und soziometrische Übungen.

Trainerin

Christin Voigt, toolpool Erfurt

Die Trainerin ist Sozialpädagogin (FH) und Konfliktmanagerin (FH). Sie arbeitet seit 19 Jahren im Bereich der non-formalen Bildungsarbeit und verfügt über intensive Erfahrungen in der Weiterbildung von Fachkräften auf nationaler wie internationaler Ebene. Seit 2014 ist Christin Voigt als Trainerin im Landesprogramm „Denk Bunt“ aktiv und hat mehr als 50 Seminare erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sind inter- und transkulturelle Kompetenztrainings (inkl. vorurteilsbewusster Bildung) sowie Fortbildungen im Bereich der Demokratiepädagogik. Des Weiteren ist sie vertraut mit dem Anti-Bias Ansatz (Vorurteilsbewusste Bildung) sowie in der Moderation von Partizipationsprozessen. Seit 2013 ist die Trainerin mit eigener Firma toolpool selbstständig.

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3-4-16: Verwaltung unterm Regenbogen. Kultursensibler Umgang mit vielfältigen Identitäten, Lebensweisen und Familienmodellen

Träger: Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Interkulturelle Kompetenzen sind für das professionelles Handeln in der Verwaltung unerlässlich. Behörden brauchen nicht nur genaue Kenntnis von Gesetzen und Ausführungsbestimmungen – sondern auch eine weltoffene Kommunikationshaltung im Umgang mit der zunehmend bunter lebenden und liebenden Bevölkerung. Das Gleichbehandlungsprinzip fordert, Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund als auch einheimischen Personengruppen und Subkulturen angemessen zu begegnen. Daher bekennt sich der Freistaat Thüringen auch zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in Art. 2 Abs. 3 der Verfassung: „Niemand darf wegen … seines Geschlechtes oder seiner sexuellen Orientierung bevorzugt oder benachteiligt werden.“

In allen Kulturen sind sog. „sexuelle Minderheiten“ von vorurteilsmotivierten Übergriffen betroffen. Sie brauchen daher den besonderen Schutz des Staates. Die Zahl der Straftaten gegen Schwule, Lesben und Trans*Personen ist 2016 in Deutschland stark angewachsen. Latente Vorurteile gibt es überall – auch in der Verwaltung. Sie trägt Verantwortung für eine diskriminierungsfreie Bürgerkommunikation als auch für ein internes Arbeitsklima ohne „Versteckspiel“. Vielfalt wird nur sichtbar, wenn offen über alle Identitäten, Lebensweisen und Familienmodelle gesprochen sowie der Nutzen für ein modernes und attraktives Behördenimage erkannt wird.

Seminarziele

  • Sensibilisierung für das Themenfeld „Sexuelle, geschlechtliche und kulturelle Vielfalt“ im Verwaltungshandeln
  • Klärung von Begrifflichkeiten wie Geschlecht, „Sex und Gender“, Heteronormativität, sexuelle Identität und Orientierung sowie Kenntnis über den rechtlichen Verwaltungsbezug der sog. „Gender-Debatte“
  • Handlungssicherheit im Umgang mit besonders schutzbedürftigen Personengruppen und Subkulturen („LSBTTQI*-Community“, „Regenbogenfamilien“, „Club Cultures“, „Cruising Areas“, Trans* und Inter*Personen, Queer-Refugees)

Inhalte

  • Welcher besonderen Situation sind sog. „sexuelle Minderheiten“ in Deutschland als auch in den verschiedenen Herkunftsländern ausgesetzt?
  • Welche Rechtsgrundlagen gibt es für Gender-Vielfalt? (Inter*Personen im Personenstandsgesetz/PStG, Geschlechtsangleichung im Transsexuellengesetz/TSG, Homosexuelle im Lebenspartnerschaftsgesetz/LPartG, „Ehe für alle“ u.a.)
  • Was ist kultursensible Bürgerkommunikation und Datenverwaltung? Wie kann behördenintern Vorurteilen begegnet werden? Wo finden Mitarbeitende in der Verwaltung verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der Zivilgesellschaft?

Methoden

interaktive und multimediale Inputs (PowerPoint und Videos), moderierte Diskussionen, Kleingruppenarbeit an Praxisbeispielen und Fallanalysen

Trainerin

Kathrin Schuchardt, Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Seit 2003 arbeitet die studierte Diplomlehrerin als freiberufliche Bildungsreferentin und Demokratiepädagogin für verschiedene Bildungsträger in Thüringen und anderen Bundesländern. Ihr praktischer Horizont als Sozialarbeiterin erstreckt sich von Erfahrungen in der Stationären Jugendhilfe, Offenen Jugendarbeit/Streetwork über Konfliktmanagement/Mediation sowie Antigewalt- und Kompetenztrainings im Strafvollzug (AKT®). Als „Queer“-Aktivistin setzt sie sich seit den 90er Jahren für die Rechte von LSBTTIQ*-Menschen ein.

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Ansprechpartner

3-41-16: Das Vielfaltsspiel. Diversity-Management im Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Verwaltung

Träger: Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

In unseren Lebens- und Arbeitswelten prallen vielfältige Werte, Rollen und Regeln aufeinander. Das wirkt oft als Störung und sorgt für Ängste und Verunsicherungen, aber es birgt auch Ressourcen und Potenziale. Neben kulturell-religiösen Unterschieden wird auch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt immer mehr sichtbar. Wenn Menschen ihre Energien darauf verschwenden, lebenswichtige Merkmale der eigenen Identität und Lebensweise zu verstecken oder andere für deren Merkmale zu diskriminieren, gehen mitunter entscheidende Ressourcen verloren. Das hat Auswirkungen auf den Alltag und damit auf die Arbeitsatmosphäre. Das offene Miteinander wird geschwächt oder gar lahm gelegt.

„Diversity-Management“ bringt auch in der Verwaltung zahlreiche Vorteile mit sich – nicht zuletzt als Maßnahme gegen den erwarteten Fachkräftemangel. Die Globalisierung und der demographische Wandel alleine stellen Deutschland daher vor komplexe Herausforderungen. Umso überzeugender wirkt es auf gestandene und neue Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzte oder Kundinnen und Kunden, wenn Verwaltungen sich bunt aufstellen und weltoffen präsentieren. Daher wird die erfolgreiche Arbeit in den Kommunen künftig noch stärker davon abhängen, wie Vielfalt bewusst gelebt, einbezogen und genutzt wird.

Das Konzept „Vielfalt“ („Diversity“ bzw. „Diversität“) sieht eine längerfristige Veränderung der Organisationskultur von Verwaltungen vor – hin zu mehr Offenheit und wertschätzendem Umgang. Diversity wird häufig mit einer Reise verglichen: Organisationen sowie einzelne Personen machen sich auf, ihr Bewusstsein für Vielfalt zu schärfen und deren Bedeutung besser zu verstehen.

Seminarziele

Das Seminar legt den Schwerpunkt auf einen reflektierten Umgang mit dem vermeintlichen „Anderssein“ im Themenfeld Homosexualität, Geschlechterrollen bis Transgender/Transidentität und dessen praktischen Nutzen für eine weltoffene Verwaltung. Es ermöglicht einen Blick auf das Konzept „Diversity“, sensibilisiert für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und vermittelt Handlungsansätze, wie auftretende Probleme überwunden werden können. Sie lernen Selbstsicherheit bei der Argumentation im Arbeitsalltag und können im Hinblick auf eine nachhaltige Prozessbegleitung in ein bundesweites Netzwerk eingebunden werden.

Inhalte

  • Aktivierung und Sensibilisierung für das Themenfeld
  • „Versteckspiel“ – Ursachen, Formen und Folgen von Diskriminierung
  • „Managing Diversity“ – Konzept und Methodik
  • Handlungsansätze im Arbeitsalltag, rechtliche Grundlagen, Beratungsangebote und Vernetzungswissen

Methoden

interaktiver Input mit Videos und Diskussion, Vermittlung von praktischen Methoden und Coaching-Werkzeugen, Gruppenarbeit an Fallbeispielen

Trainer

Marcus Urban, Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Der Trainer ist studierter Diplom-Ingenieur für Stadt- und Regionalplanung, praktizierender freiberuflicher Referent, Berater und Coach – ausgebildet und zertifiziert im Netzwerk des Verbandes für Coaching und Training (dvct) e.V. Seine Erfahrungen als homosexueller Ex-Profifußballer beim FC Rot Weiß Erfurt, mehrere Studien- und Arbeitsaufenthalte in Italien und die Betreuung von Menschen mit Behinderung in Hamburg ermöglichten ihm einen authentischen Zugang zum Thema Vielfalt. Als Fach- und Medienexperte kooperierte er auf Bundesebene mit Institutionen wie dem Deutschen Bundestag, dem DFB oder der Bundeszentrale für politische Bildung.

3-31-17: Islam: Theologische Grundlagen und religiöse Alltagspraxis

Träger: Violence Prevention Network e.V.

Für viele Musliminnen und Muslime ist Religion ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität, der ihnen Orientierung und Halt vermittelt. Oft haben sie jedoch das Gefühl, nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Das Arbeitsfeld kann damit zum Austragungsort interreligiöser Konflikte werden. Nicht selten sind diese von gegenseitigen Vorurteilen und mangelndem Wissen um das Gegenüber geprägt.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen Grundkenntnisse über Begriffe des Islam vermittelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen wird Ihnen mit Hilfe interaktiver Übungen Wissen vermittelt und zur Selbstreflexion angeregt.

Inhalte

  • Theologische Grundlagen des Islam und religiöse Alltagspraxis
  • Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
  • Rolle der Frau im Islam
  • Islamische Strömungen und ihre kulturellen Hintergründe

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.

Buchung

Alle mit * markierten Felder müssen ausgefüllt werden.

Wo soll das Seminar stattfinden?

Ansprechpartner

3-32-17: Religiös oder extremistisch? Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierung

Träger: Violence Prevention Network e.V.

In Ihren Arbeitsbereichen kann es zu Situationen kommen, in denen Sie mit extremistischen bzw. fundamentalistischen Einstellungen und Verhaltensweisen konfrontiert sind. Dabei ist es meist schwierig, angemessen darauf zu reagieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Extremismus und Fundamentalismus. Es wird ein weiter entwickeltes Verständnis der eigenen Berufsrolle angestrebt, das einen Dialog mit Menschen, die extremistische Denkmuster aufzeigen, ermöglicht. Der Schwerpunkt wird deshalb auf praxisrelevante pädagogische Denk- und Verhaltensweisen gelegt. Mit handlungsreflektierten Methoden geben wir Ihnen Orientierung und Sicherheit im Themenfeld.

Inhalte

  • Überblick über die salafistische Szene und ihre differenzierten Erkennungsmerkmale
  • Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre Gegennarrative
  • Begriffsbestimmung: Religion, Traditionalismus und Fundamentalismus

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, (mediale) Fallanalysen

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.

Buchung

Alle mit * markierten Felder müssen ausgefüllt werden.

Wo soll das Seminar stattfinden?

Ansprechpartner

3-33-17: Muslim(innen)feindlichkeit und Islamkritik

Träger: Violence Prevention Network e.V.

Zuweilen gibt es auch in Thüringen Anflüge von Feindlichkeit gegenüber Musliminnen und Muslimen. Die Bandbreite reicht von abschätzigen, menschenverachtenden Äußerungen bis hin zur Eskalation von Gewalttaten. Die Grenzen zwischen der Islamkritik und dem Phänomen der Feindlichkeit gegenüber Musliminnen und Muslimen (Antimuslimischer Rassismus – GMF-) sind dabei oft fließend.

Seminarziele

Verhaltenssicherheit im Sinne einer Kompetenzerweiterung, Aktivierung und Professionalisierung für den Umgang mit vorurteilsmotivierten Menschen

Eigenständigkeit bei der Erarbeitung konkreter Strategien in der Auseinandersetzung mit radikalen, demokratiefeindlichen sowie islamophoben Phänomen in Thüringen

Nachhaltigkeit im Sinne einer dauerhaften Ansprechperson für den Themenbereich vor Ort

Inhalte

  • Islam und Menschen islamischen Glaubens in der Alltagswahrnehmung und in den Medien
  • Klärung und Einordnung von Begrifflichkeiten (GMF)
  • Analyse von islamkritischen und -feindlichen sowie rassistischen Positionen und ihre Gegennarrative
  • „Das Fremde und das Eigene“ – Haltung zwischen Verständnis und Grenzziehung

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.