KOMREX

Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche  Integration der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Das KomRex wurde 2011 als Reaktion auf den NSU-Komplex an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gegründet. Als interdisziplinäres Zentrum erforscht es Rechtsextremismus, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration. Es gewinnt neue wissenschaftliche Erkenntnisse und macht diese für Politik, Zivilgesellschaft und demokratische Praxis nutzbar. Zudem fördert es den fachlichen Austausch und wissenschaftlichen Nachwuchs.

Womit wir uns beschäftigen

Das KomRex untersucht Ursachen und Dynamiken von Rechtsextremismus, Populismus und Radikalisierung sowie Präventionsmöglichkeiten. Im Fokus stehen zudem politische Kultur und demokratische Einstellungen, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Integration sowie digitale Radikalisierung, Desinformation und Diskriminierung. Regionale Unterschiede, gesellschaftliche Konfliktlinien und Demokratiegefährdungen in Thüringen bilden die Grundlage für Erkenntnisse zu Prävention, Demokratiebildung und Zusammenhalt.

Wie wir arbeiten

Unsere Forschungsarbeit ist interdisziplinär und methodenplural. Je nach Fragestellung nutzen wir Befragungen, Regionalvergleiche, Diskurs-, Netzwerk- und Social-Media-Analysen sowie Fokusgruppen und Interviews. Hinzu kommen Evaluationen und Forschungssynthesen. Praxispartner werden eingebunden; Open Science und wissenschaftliche Standards sind leitend.

Was unsere Arbeit leistet

Unsere Studien und Analysen machen demokratiegefährdende Entwicklungen sichtbar und helfen, Prävention und Demokratiebildung bedarfsgerecht zu gestalten. Wir stellen Publikationen, Handreichungen, fachliche Beratung und Daten bereit, begleiten und evaluieren Projekte und bringen Forschung über verschiedenste Veranstaltungsformate und Kooperationen in die Praxis. Erfahrungen von Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft fließen schließlich wieder in neue Forschungsfragen ein.

Einblick in die Arbeit – Aktuelle Forschungsfrage

Unter welchen gesellschaftlichen und regionalen Bedingungen gewinnen rechtsextreme und populistische Einstellungen an Zustimmung? Welche Rolle spielen dabei digitale Kommunikationsräume, gesellschaftliche Konfliktlinien sowie politische Entfremdung und welche Maßnahmen können einer weiteren Verbreitung solcher Einstellungen entgegenwirken?