Lehrerinnen und Lehrer

Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer

Nachfolgend finden Sie die 25 Seminare zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Umgang mit Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen und menschenrechtsorientierten Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt und Toleranz, interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen
  • Förderung von Akzeptanz vielfältiger sexueller Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Beziehungsformen

1-1-1: Kompetent Handeln! – gegen Diskriminierung und Neonazismus

Träger: Arbeit und Leben Thüringen e.V. Erfurt

Ob in der Werbung, bei Aussagen von rechtspopulistischen Politikerinnen und Politikern, in Kommentaren im Internet oder auf dem Schulhof: Diskriminierung kann fast überall vorkommen. Menschenverachtende Einstellungen und deren Auswirkungen sind Teil der gesamten Gesellschaft und der „Nährboden“ für eine neonazistische Ideologie und Taten. Umso wichtiger ist es, ihnen kompetent zu begegnen.

Seminarziele

Zuerst diskutieren Sie über Texte und Bilder aus dem (Schul)Alltag und die eigene Betroffenheit und werden für Einschränkungen, die Sie direkt betreffen oder die Sie im Schulalltag erfahren können, sensibilisiert. Daran schließen sich Inhalte an, die mit Ihren Bedürfnissen abgestimmt werden. So kann bspw. intensiver auf neonazistische Ideologien und Strategien von Neonazis eingegangen oder die Verbreitung von menschenverachtenden Einstellungen in der Gesellschaft beleuchtet werden.

Der praxisorientierte Teil des Seminars beginnt mit dem Sammeln von Argumentationen gegen weit verbreitete diskriminierende Äußerungen aus Ihrem Erfahrungsspektrum. Eingebettet werden diese in nützliche Tipps zum Argumentieren, z.B. die Vorteile einer humanistischen Argumentationslogik gegenüber Verwertungslogik oder Wege um Rückzugsmöglichkeiten zu lassen. Anschließend wird die zuvor vermittelte Theorie angewandt und eine Situation geschaffen, in der Sie sich im Argumentieren testen können, da das praktische Ausprobieren die beste Vorbereitung für den „Ernstfall“ ist. Zudem erfahren Sie weiterführende (lokale und regionale) Unterstützungsmöglichkeiten zum Thema.

Inhalte

  • Beispiele für Diskriminierung aus dem Alltag – eigene Betroffenheit
  • Empirische Studien zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
  • Erfahrungsaustausch, thematische Beispielsammlung
  • Menschenverachtende Einstellungen als Scharnier für neonazistische Ideologien
  • Neonazistische Wortmeldungen, Argumente und Parolen
  • Menschenverachtende, neonazistische Codes, Styles, Organisationen und besetzte Themen
  • Argumentations- und Handlungstraining anhand eigener Beispiele

Methoden

Präsentationen, Bilderassoziation, Diskussion, computergestützte Präsentation, praktische Argumentationsübungen, Textarbeit

Trainer(in)-Team

Trainerinnen und Trainer des „Netzwerkes für Demokratie und Courage“

Das Netzwerk arbeitet seit 1998 mit Lehrenden, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie Schülerinnen und Schülern zusammen gegen Vorurteile und Diskriminierung. Die Trainerinnen und Trainer führten bisher zahlreiche Seminare zum Thema „Demokratiepädagogik“ mit Lehrenden aller Schulformen, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern durch.

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1-1-2: Neue Rechte? Identitäre, Reichsbürger oder der III. Weg? Herausforderungen des Rechtsextremismus und der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in der Schule

Träger: cultures interactive e.V.

Seminarziele

Das Tagesseminar befasst sich mit den aktuellen Phänomenen der gruppenbe-zogenen Menschenfeindlichkeit (GMF), Rassismus und Rechtsextremismus. Es geht um das Erkennen von Zeichen, Symbolen, Musik und Aussagen und passende Interventionsformen im Schulsetting. Prekäre Situationen in Schulen stellen sich ganz unterschiedlich dar und verlangen verschiedene Handlungskompetenzen. Zum einen natürlich, wenn extreme Vorurteile direkt in der Schule und/oder im Unterricht geäußert werden: Wie gehe ich als Lehrerin und Lehrer mit der Schülerin bzw. dem Schüler um? Wie argumentiere ich vor der Klasse, die schnell zum Agitationsfeld von Rechtsextremen werden kann? Zum anderen in Bezug darauf, mit welcher Haltung die Schule auftritt und wie der Umgang mit dem Thema Politik ist: Steht das Handwerkszeug (beispielsweise die Hausordnung) dafür, Diskussionen menschenrechtsorientiert zu führen und daraus resultierende Konsequenzen zu ziehen? Welche inhaltlichen Optionen und/oder Methoden habe ich als Lehrerin und Lehrer bzw. die Schule als Institution?

Inhalte

  • Erkennen von Zeichen, Symbolen und Strategien aus der rechtsextremen Szene
  • Theoretische Auseinandersetzung und praktische Anwendung verschiedener pädagogischer Konzepte der Prävention und Intervention, Reflexion eigener Vorurteilsbildungen
  • Einordung des Phänomens Rechtsextremismus und GMF als sozialräumliche Herausforderung
  • Zielgerichtete (narrative) Intervention

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes aus der rechtsextremen Szene, verschiedene Methoden, Gruppenaustauschprozesse

Trainer

Peer Wiechmann, cultures interactive e.V. Weimar/Berlin

Der Trainer ist Geschäftsführer des Vereins cultures interactive e.V. und Leiter der Thüringer Fachstelle für Distanzierungsarbeit zur Ausstiegshilfe. Er ist seit fast 20 Jahren in der Rechtsextremismusprävention tätig und hat hier insbesondere den Ansatz der Jugendkulturarbeit geprägt. Neben der Beratungstätigkeit von Kommunen trifft er in intensiv-pädagogischen Trainingssettings auf Jugendliche mit starken Vorurteilen und aus der rechtsextremen Szene.

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1-1-7: Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen

Träger: DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

„Das sind doch eh alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, die sich hier ein schönes Leben machen wollen.“ Wie gehe ich mit tatsachenwidrigen Behauptungen und diskriminierenden Parolen um, wenn mein Gegenüber Argumente vielleicht gar nicht hören will? Wie entlarve ich Widersprüchlichkeiten, unlauteres Argumentieren und Befindlichkeiten, die möglicherweise hinter diesen Parolen stehen? Warum ist eine Entgegnung – auch der sympathischen Kollegin gegenüber – so wichtig und welchen „Kniff“ gibt es, damit mir die beste Erwiderung nicht erst abends beim Schlafen gehen einfällt?

In einem Argumentationstraining bieten wir für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Jugendhilfe eine Auseinandersetzung mit dieser Problematik an. Im Workshop erarbeiten wir anhand von Beispielsituationen aus dem konkreten Arbeitsalltag, was möglicherweise hinter diskriminierenden Äußerungen stehen kann und wie sinnvolle Entgegnungen aussehen können. Wir diskutieren, wann eindeutiger Widerspruch unumgänglich ist, wo eine inhaltliche Debatte Sinn machen kann und wann Grenzen des Argumentierens erreicht sind. Mit Informationen, Rollenspielen und Auswertungen zu Argumentationsstrategien werden Sie für die Auseinandersetzung mit diskriminierenden Äußerungen gestärkt.

Seminarziele

Sie:

  • erkennen diskriminierende Äußerungen (auch als Teil ihres Arbeitssettings und Alltags)
  • reflektieren über Bedeutung und Notwendigkeit von Entgegnungen und finden ein bzw. bestärken Ihr Standing
  • lernen diskriminierende Situationen zu analysieren und erkennen relevante Aspekte für die Strategieauswahl
  • lernen Argumentationstechniken kennen und können Reaktionsstrategien diskutieren
  • entwickeln, erproben und bewerten eigene Argumentations- und Reaktionsstrategien

Inhalte

  • Kennzeichen von diskriminierenden Äußerungen
  • Schwierigkeiten im Umgang mit diesen
  • Argumentationsstrategien und Reaktionsmöglichkeiten
  • Ausprobieren am Beispiel von Situationen aus dem eigenen Berufsalltag

Methoden

Gruppenarbeit in verschiedenen Formaten, Kurz-Input, angeleitetes Rollenspiel, moderierte Diskussion zur Reflexion und Ergebnissicherung, Feedbackmethoden

Trainerin

Melanie Pohner, DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

Die Trainerin ist langjährig als Bildungsreferentin in der Erwachsenenbildung tätig und leitet seit vielen Jahren Argumentationstrainings für die verschiedensten Zielgruppen.

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1-1-10: Schule – Kein Ort extrem rechter Erlebniswelten

Träger: MOBIT e.V.

Mitarbeitende im pädagogischen Bereich haben den (staatlichen) Auftrag, Kinder und Jugendliche zu erziehen und zu bilden. Dabei gehen von ihrer Person und von ihrem Handeln wichtige Impulse aus, sie fungieren oft als Vorbild, an dem junge Menschen ihr Denken und Handeln orientieren. Sie tragen Verantwortung für die Sozialisation der nachfolgenden Generation und können demokratische Prozesse für junge Mitglieder der Gesellschaft erfahr- und erlebbar gestalten. Umso wichtiger erscheint in diesem Licht, dass Lehrerinnen und Lehrer einen eigenen demokratischen Standpunkt vertreten und dazu befähigt werden, neonazistische, antisemitische, rassistische Äußerungen oder gar Handeln klar und entschieden zu unterbinden.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie werden befähigt, in Ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet u. fundiert umzugehen sowie Ihren demokratischen Standpunkt zu festigen.

Inhalt

Die extreme Rechte in Thüringen

  • Vermittlung eines gesamtgesellschaftlichen Blicks auf Rechtsextremismus: Definitionen des Begriffs, Vorstellung von Studien und des Thüringen-Monitors
  • Darstellung von Struktur(en), Relevanz sowie Ideologie und strategische Ausrichtung von Parteien, Organisationen und Gruppierungen der extrem rechten und neonazistischen Szene in Thüringen
  • Darstellung von neurechten und rechtspopulistischen Bewegungen und Akteurinnen und Akteuren
  • Immobilien und deren Nutzung durch die extrem rechte Szene

Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene

  • Kennenlernen der inneren Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften
  • Vermittlung von Symbolen, Logos, codierten Botschaften, die Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um)Deutung in diesen Kontexten
  • Chronologische Darstellung von Versatzstücken aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und nationalsozialistischen Bezugsrahmen sowie diverse Einflüsse durch Subkulturen und Moden

Erlebniswelt RechtsRock

  • umfassende Darstellung rechter Musik als wichtiges Rekrutierungsinstrument der extremen Rechten
  • Kennenlernen, Interpretation und Einordnung von Kennzeichen, Inhalten und Funktionen neonazistischer Musik

Erarbeitung von Handlungskompetenzen

  • Erarbeitung von Handlungsschritten, die zur Problemlösung beitragen können
  • Besprechung von Fallbeispielen
  • Schwerpunkte können sein: Vereinbarungen über einen adäquaten und Umgang mit extrem rechten Vorfällen, Entwicklung von Projektideen zur Stärkung nicht rechter Jugendkultur

Methoden

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild von MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“.

Trainer(in)-Team

Ziel der Arbeit von MOBIT ist die Stärkung des bürgerlichen, demokratischen Engagements in Thüringen und die konkrete Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Darüber hinaus informiert MOBIT über aktuelle Entwicklungen in der rechtsextremen Szene.

Die Trainerinnen und Trainer (Sozialpädagogik, Politikwissenschaft, Pädagogik, Jugend- / Erwachsenenbildung) verfügen über umfangreiche Kenntnisse im Bereich extreme Rechte und im Bereich zivilgesellschaftlicher Prozesse sowie in der Beratungsarbeit. Sie weisen langjährige Erfahrungen in der Fortbildung auf.

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1-1-13: Jude ist ein Schimpfwort – Sensibilisierung für Antisemitismus in der Schule

Träger: Zentralwohlfahrttsstelle der Juden in Deutschland (ZWST e.V.)

Antisemitismus tritt als gesamtgesellschaftliches Phänomen in diversen Sozialräumen auf. Dabei überlagern die offenen, gewaltförmigen Aggressionen gegen Jüdinnen und Juden zunehmend die subtileren Erscheinungsformen und manifestieren sich speziell in Bildungseinrichtungen besonders häufig. Antisemitismus an der Schule bekommt z.B. erst seit einigen Monaten mediale und politische Aufmerksamkeit, obwohl es seitens der Betroffenen seit Jahren beklagt wird.

In Deutschland schafft die historische Tradierung von Antisemitismus einen besonderen Kontext für die pädagogische Prävention. Jahrelang wurde Judenfeindlichkeit jedoch fast ausschließlich im Kontext von Geschichtsvermittlung behandelt. Aktueller Antisemitismus ist nach wie vor kein Lerngegenstand der pädagogischen Ausbildung. Die steigenden Fallzahlen antisemitischer Diskriminierung und Gewalt stellen jedoch die Fachkräfte vor die Herausforderung, kompetent auf diese Entwicklungen zu reagieren.

Inhalte: Die Fortbildung …

  • sensibilisiert für aktuellen Antisemitismus
  • gibt einen ersten Einblick in die aktuellen Ausdrucksformen des Antisemitismus
  • ist erfahrungsbasiert und interaktiv gestaltet
  • ermöglicht ein intensives Arbeiten entlang eigener Fragestellungen und vorangegangener Erfahrungen
  • stärkt Sie im Umgang mit antisemitischen Vorfällen
  • bietet einen geschützten Raum für Selbstreflexion, kollegialen Austausch, Fallbearbeitung sowie Methodenschulung
  • setzt Impulse für ein weiteres Arbeiten zum Thema Antisemitismus
  • setzt ressourcenorientiert und praxisnah an und trägt dazu bei in einem gemeinsamen Prozess wirksame Handlungs- sowie Gestaltungsräume auszuloten

Seminarziele: Sie können nach dem Seminar …

  • einzelne Formen und Ebenen des Antisemitismus identifizieren und klassifizieren
  • zentrale Mechanismen verstehen und einordnen
  • eigene Haltungen und Bezüge zum Antisemitismus reflektieren
  • erste Maßnahmen der Krisenintervention einleiten (Fallanalyse, Betroffenenschutz, Disziplinarmaßnahmen, Beratung und Elterngespräche, Prävention u.ä.)
  • intern über das Thema kommunizieren, externe Unterstützer(innen) wie Beratungsstellen usw. vermitteln
  • ausgewählte Methoden und Strategien praktisch anwenden

Methoden

Aufstellungsmethoden, Kollegiale Fallberatung, Kleingruppenarbeit, Diskussionen, Einsatz von Medien, Vorstellung pädagogischen Materials

Trainerin

Christiane Friedrich oder Judith Steinkühler, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., Projekt „Perspektivwechsel Plus“/ Thüringen

Christiane Friedrich studierte Philosophie und Geschichte (M.A. und Master of Education) in Leipzig, Lyon und Berlin. Sie hat eine Zusatzausbildung in Systemischer Supervision und Beratung absolviert und ist seit 2011 freie Bildungsreferentin im Projekt »Perspektivwechsel« der ZWST und seit 2015 bei »Perspektivwechsel Plus«. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Konzeption und Durchführung diverser Fort- und Weiterbildungsformate zum Thema Inklusion, Rassismus und Diversity.

Judith Steinkühler ist Diplom-Politologin, freiberufliche Dozentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung für verschiedene Träger und seit 2011 Bildungsreferentin im Modellprojekt „Perspektivwechsel“ der ZWST und ab 2015 bei „Perspektivwechsel Plus“. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: historisch-politische Bildung zum Themenbereich Nationalsozialismus; Antisemitismus und Rassismus, diskriminierungskritische und vielfaltsbewusste Bildungsarbeit, Inklusion, Anti-Bias-Ansatz.

1-11-2: Vom Genderwahn in extrem rechten Bewegungen - Gender als thematische Kampfzone von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus sowie Ansätze einer genderreflektierten Präventions- und Distanzierungsarbeit

Träger: cultures interactive e.V.

Die extreme Rechte nutzt Fragen nach den Rollenvorstellungen von Männern und Frauen oder persönlichen Lebensentwürfen, um demokratische Grundrechte in Frage zu stellen und zu attackieren. Dementsprechend ist eine Sensibilisierung zu Genderthematiken für Pädagoginnen und Pädagogen wichtig, um eine Haltung zu aktuellen Debatten um gesellschaftliche Werte und Visionen auszubauen. Nicht zuletzt spielen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit oft eine ent-scheidende Rolle für junge Menschen, die sich rechtsextremen Szenen zuwenden.

Seminarziele

In dem Tagesseminar wird dafür sensibilisiert, inwieweit Angriffe auf Gender-Mainstreaming, Feminismus und vielfältige Lebensentwürfe Strategien von extrem rechten Bewegungen sind, Menschen für ihre Themen zu gewinnen. Damit werden Menschen angesprochen, die sich irritiert fühlen von der „plötzlichen“ Vielzahl an sexuellen Orientierungen, Geschlechteridentitäten und vermengten Rollenaufteilungen zwischen Mann und Frau. Darüber hinaus werden Themen wie sexualisierte Gewalt und Migration vermischt (Übergriffe auf „unsere“ Frauen durch „Geflüchtete“ aus anderen Kulturkreisen), um Affekte zu schüren. Das beeinflusst auch viele Heranwachsende. Umso wichtiger sind Möglichkeiten der Reflexion und moderierten Diskussion in Schule zu diesen Themen. Wie diese aussehen könnten, wird im Seminar vermittelt. Lernziele und Inhalte sind:

  • Vermittlung von Hintergründen zu genderrelevanten Thematiken der extremen Rechten wie die Ablehnung von Gender-Mainstreaming, Feminismus, geschlechtlicher Vielfalt, Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen und deren ideologische Bedeutung
  • Vermittlung von Strategien der geschlechtsspezifischen Rollenverteilungen in rechtspopulistischen und rechtsextremen Bewegungen und die Bedeutung von Frauen, gerade auch bei der Einflussnahme in Gemeinwesen und Bildungsbereiche
  • Geschlechtsspezifische Aspekte der Hinwendung und Teilnahme in rechtsextremen Szenen, verschiedene Identifikations-, Zugehörigkeits- und Erlebnisangebote für Jungen und Mädchen
  • Vermittlung und Erprobung von genderreflektierten Methoden, um moderierend Diskussionen unter Jugendlichen in der Schule anregen zu können und sie darin zu bestärken, den verschiedensten Identitäten und Lebensentwürfen gegenüber offen zu sein
  • Gemeinsames Erarbeiten von Möglichkeiten in der Schule genderreflektiert auf gesellschaftliche Herausforderungen einzugehen

Methoden

Durch PowerPoint-Vorträge, Übungen, Kleingruppenarbeit, Reflexionsrunden werden die Handlungskompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestärkt und Möglichkeiten vermittelt, professionell Problematiken im eigenen Arbeitsfeld zu bearbeiten.

Trainerin

Silke Baer, cultures interactive e.V.

Die Trainerin studierte Publizistik, Kommunikationswissenschaften und Nord-amerikanistik sowie Sozialpädagogik (FH). Sie ist zertifizierte Mediatorin sowie Mitbegründerin und pädagogische Leiterin von cultures interactive e.V. Seit 2001 arbeitet sie in der Jugendkulturarbeit, Rechtsextremismus- und Gewaltprä-vention, konzeptioniert, leitet und evaluiert Modellprojekte. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Bearbeitung von rechtsextremen Phänomenen, Strategien der Präventions- und Distanzierungsarbeit, genderreflektierte Ansätze, Chancengerechtigkeit durch neue Bildungsansätze und Stärkung der politischen Teilhabe von Jugendlichen sowie sozialraumorientierte Konzepte. Sie leitete das EU-Projekt „WomEx – Genderaspekte im Rechtsextremismus und religiös begründetem Extremismus“, ist berufenes Mitglied des Radicalisation Awarness Network in der AG „Deradicalisation“, in der BAG religiös begründeter Extremismus (BAG relEX) und Mitherausgeberin von „Verantwortlich Handeln: Praxis der Sozialen Arbeit mit rechtsextrem orientierten und gefährdeten Jugendlichen“ (Budrich, 2014).

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1-12-2: "Ey du Opfer" - Prävention und Intervention im Umgang mit Jugendlichen mit Neigungen zu abwertenden Vorurteilen in der Schule

Träger: cultures interactive e.V.

„Ey! Du Opfer“, wahlweise: „Schwuchtel“, „Spast“ oder „Asylant“ sind die wiederkehrenden Sprüche im Schulkontext von Jugendlichen, die ihren Frustra-tionsgrad im Arbeitsalltag um einiges erhöhen. Sie fragen sich, wie kann bei solchen Sprüchen, diesen kurzen Momenten, eine erfolgreiche Intervention erfolgen?

Haltung und Handlung sind hier geboten. Aber wie? Pädagoginnen und Pädagogen stehen vor der Entscheidung eines Umgangs mit oftmals „nebenbei“ geäußerten oder zur Schau getragenen abwertenden Meinungen. Handelt es sich um eine Aussage, die einen vorhandenen „Hass“ ausdrückt oder einfach „nur“ ein Spruch, der die „Coolness“ in der Gruppe erhöhen soll?

Bei allen Vorfällen gilt es abzuwägen, ob es sich um eine „interventionspflichtige“ Situation handelt, weil menschenverachtende und gewaltverherrlichende Meinungen sich verstetigen könnten. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) ist schließlich nicht selten die Vorstufe zu sich entwickelnden Einstellungen mit rechtsorientiertem Hintergrund. Oder bedarf es nur einer „lustig-ironischen“ Bewusstseinsführung, die den Jugendlichen oder die Gruppe vielleicht auf andere Gedanken und (Lösungs-)Wege bringt?

Seminarziele

Das Tagesseminar vermittelt Handlungssicherheit und befasst sich mit den Phänomenen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus u.a. sowie den sogenannten „Grauzonen“ im Bereich des Rechtsextremismus. Ihnen werden sowohl Methoden der Bearbeitung vermittelt, als auch die eigene Haltung im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern reflektiert. Zudem können Strategien besprochen werden, wie eine demokratische Schulkultur gestärkt werden kann.

Inhalte

  • Methodenvermittlung für Interventionsmöglichkeiten und Prävention bei abwertenden Vorurteilsbildungen
  • Erkennen von Zeichen, Symbolen und Strategien aus der sog. „Grauzone“ der (rechtsextremen) Szene und die Analyse von „uneindeutigen“ Musiktexten
  • Theoretische Auseinandersetzung und praktische Anwendung des Konzepts der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
  • Einordung des Phänomens Rechtsextremismus als sozialraumorientierte Herausforderung
  • Zielgerichtete Interventionen

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes aus der sogenannten „Grauzone“ der Jugendkulturen, verschiedene Methodenbeispiele, Musikanalyse, Gruppenaustauschprozesse

Trainerin und Trainer

Peer Wiechmann, Judith Schiefelbein oder Stefan Bruskowski, cultures interactive e.V. Berlin/Weimar

Peer Wiechmann ist Geschäftsführer des Vereins cultures interactive e.V. und Leiter der Thüringer Fachstelle für Distanzierungsarbeit zur Ausstiegshilfe. Er ist seit fast 20 Jahren in der Rechtsextremismusprävention tätig und hat hier insbesondere den Ansatz der Jugendkulturarbeit geprägt. Neben der Beratungstätigkeit von Kommunen trifft er in intensiv-pädagogischen Trainingssettings auf Jugendliche mit starken Vorurteilen und aus der rechtsextremen Szene.

Judith Schiefelbein hat „Erziehungswissenschaften im Profilbereich Soziale Arbeit“ und „Internationale Bildungsexpertise und Bildungsforschung“ in Tübingen und Berlin studiert. Seit 2011 ist sie in der primären und sekundären Gewaltprävention in der offenen Jugendarbeit sowie in Modellprojekten des Familienministeriums aktiv. Weitergebildet ist sie im Bereich der Kultursensibilisierung sowie als tesya-Trainerin am Institut für genderreflektierte Gewaltprävention (systemisch-lösungsorientiertes Anti-Gewalt-Training). Für cultures interactive e.V. führt die Trainerin seit 2014 regelmäßig Workshops für unterschiedliche Zielgruppen, Fortbildungen sowie die Qualifizierungsreihe „Handlungskonzept für die Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen in der offenen Jugendarbeit im ländlichen Raum in Ostdeutschland (Hako_reJu)“ durch. Weiterhin ist sie seit 2015 Projektkoordinatorin im ci-Projekt DisTanZ und arbeitet in diesem Rahmen u.a. in intensivpädagogischen Settings der Distanzierungsarbeit.

Stefan Bruskowski studierte Erwachsenenbildung und ist seit 2010 pädagogischer Mitarbeiter und Koordinator bei cultures interactive e.V. Er ist in verschiedenen Modellprojekten zur Rechtsextremismusprävention tätig und zurzeit vor allem in der Teamentwicklung und als Erwachsenenbildner tätig. Darüber hinaus ist der Referent freiberuflicher politischer Bildungsreferent und Jugendkulturtrainer (Graffiti, Fussballfankultur).

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1-12-7: Grundlagenwissen Flucht und Asyl

Träger: DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., Flüchtlingsrat Thüringen e.V., Projekt [CoRa]

In der öffentlichen Debatte zum Thema „Flucht und Asyl“ liegt der Schwerpunkt häufig auf vermeintlichen Gefahren und scheinbar unlösbaren Herausforderungen für die Gesellschaft. Zur (rechtspopulistischen) Stimmungsmache gehört es, gezielte, suggestive Fehlinformation über Geflüchtete zu verbreiten. Parallel setzen sich vielerorts viele Engagierte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Geflüchtete ein. Im Seminar „Grundlagenwissen Flucht und Asyl“ werden der Stimmungsmache Fakten entgegen gesetzt und Unterstützerinnen und Unterstützer gestärkt.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Argumentationshilfen für Demokratie und Weltoffenheit und werden für das Thema „Flucht und Asyl“ sensibilisiert. Somit wird ein sachliches Gegengewicht zur (rechtspopulistischen) Stimmungsmache und gezielten, suggestiven Fehlinformation gesetzt und die Handlungssicherheit der prodemokratischen Akteurinnen und Akteure gestärkt. Sie werden zudem befähigt, sich solidarisch und menschenrechtsorientiert für und mit Geflüchtete(n) einzusetzen. Ein an humanitären und an menschenrechtlichen Standards orientierter Umgang mit den Themen „Flucht und Asyl“ und der Abbau von Vorurteilen, Rassismus und Fehleinschätzungen sind dabei zentrale Ziele.

Inhalte

  • Aktuelle Zahlen und Fakten zu Flucht und Asyl
  • Aktuelle Grundlagen des Asylrechts in Deutschland
  • Ablauf von Asylverfahren in Thüringen, Rahmenbedingungen der Aufnahme von Geflüchteten
  • Aktuelle politische Situation und Menschenrechte (auch über Thüringen hinaus)
  • Austausch über die aktuellen Debatten im Themenbereich „Flucht und Asyl“
  • Möglichkeiten der ehrenamtlichen und solidarischen Unterstützung
  • Darstellung der Perspektiven von Geflüchteten
  • Bedarfsorientierte Schwerpunkte

Methoden

PowerPoint-Vortrag, interaktive Kleingruppen- und Plenumsarbeit, moderierte Austausch- und Diskussionsrunden, Selbstreflexion, Verwendung der Methodensammlung „Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit“

Trainerin und Trainer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

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1-13-2: „Hate Speech“ und „Fake News“ versus Fakten und kritische Medienbildung

Träger: cultures interactive e.V.

Im Seminar werden die Hintergründe des Zusammenspiels von Medien- und Wahrnehmungssystemen bei der politischen Meinungsbildung vermittelt. Thematisiert werden u.a. aktuelle Problemstellungen wie „Fake News“, „Hate Speech“ und „Filterbubble“. Auch der Umgang mit klassischen Medien, Bildern und Sprache findet im Seminar Beachtung, nicht zuletzt um den Begriff der „Lügenpresse“ im Rahmen der aktuell politischen Phänomene wie AfD, Identitäre Bewegung sowie Pe- und Thügida auf facebook und Co. einzuordnen. Wahrheitsbildung wird als medialer Prozess – vom Ereignis zur Botschaft – spielerisch erfahren.

Seminarziele

Schwerpunkt des Seminars ist die kritische Auseinandersetzung mit antidemokratischen Medien(-inhalten) als Basis für die Reflexion der eigenen und öffentlichen Meinungsbildung in einer demokratischen Gesellschaft. Dabei werden unter anderem die folgenden Fragen gemeinsam bearbeitet:

  • Was sind Medien (Massenmedien)? Welche psychologischen Effekte erzeugen sie?
  • Wo liegt der Unterschied zwischen Manipulation und Information?
  • Welchen Einfluss hat Ihr eigenes Selektionsverhalten?
  • Gibt es so etwas wie die eine Wahrheit?
  • Wie können Sie sich ein eigenes Bild von einem Sachverhalt machen?
  • Wie entstehen (Welt-)Bilder und Sichtweisen – auch auf andere Kulturen?
  • Was ist überhaupt „guter“ Journalismus – und was sind seine Probleme (am Beispiel Auslandsberichterstattung)?
  • Wie unterscheiden sich soziale Netzwerke von klassischen Newsplattformen?
  • Was ist die Filterblase und wie kommen Sie aus ihr raus?

Methoden

Die Seminarinhalte werden mit abwechslungsreichen Methoden vermittelt, die in der Arbeit mit Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden können: Gruppenarbeiten, Inputreferate, szenisches Darstellung, Bilder- und Sprachspiele, Live-Experimente, Methoden der emotionalen Distanzierung von Inhalten, Fake-News-Debatten, Ratespiele zur Unterscheidung von Genres (Berichterstattung, Satire …), Spiele zur Wahrnehmung medialer Stereotype.

Trainer

Matthias Rauh, cultures interactive e.V. Berlin/Weimar

Der Trainer bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Medien und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Theorie und Praxis. Neben seinem Studium in Medienwissenschaft und Psychologie war er u.a. als Journalist in Spanien und Kommunikationskonzepter für Erneuerbare Energien in Costa Rica tätig und erhielt so detaillierte Einblicke in den praktischen Medienbetrieb. Anschließend rückten vor allem medien-pädagogische und (entwicklungs-)politische Bildung in den Fokus seines Engagements. Nach einem aufbauenden Master in Kommunikationsforschung an der Universität Erfurt widmet er sich speziell dem Zusammenspiel von Globalisierung, Weltbildern und Medien. Diese akademisch verankerten Themen trägt er seit drei Jahren als Bildungsreferent und Projektkoordinator für den mohio e.V. dorthin, wo die wahren Agenten der Zukunft sitzen – ins Klassenzimmer.

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1-2-2: „Prima Klima in der Schule!“ – Gewaltfreie Kommunikation, demokratische Lernkultur und neues Rollenverständnis

Träger: cultures interactive e.V.

Schulen spiegeln die soziokulturelle Vielfalt wider und sind konfliktreiche Lebensorte in der demokratischen Gesellschaft. Lehrerinnen und Lehrer sollen gleichzeitig Unterrichtsinhalte effektiv vermitteln und Heranwachsende bestärken, ein positives Selbstbild zu entwickeln und sich gegen Diskriminierung behaupten zu können. Doch an Sozialkompetenzen mangelt es häufig nicht nur bei Kindern und Jugendlichen aus schwierigen sozialen „Milieus“. Dauerhafte Unterrichtsstörungen durch Beleidigungen (sog. „Schimpfwörter“), Arbeitsverweigerung bis partielle Schulabstinenz belasten das Schulklima. Der Sprachverrohung und Gewaltaffinität stehen viele Lehrkräfte hilflos gegenüber – eine zielorientierte Unterrichtsgestaltung in standardisierter Form ist so schwer umsetzbar.

Die Vorstellungen darüber, wie dem sich ausbreitenden gesellschaftlichen Phänomen von Vorurteils- und Hasskulturen entgegen zu treten ist, sind auch im Kontext Schule sehr kontrovers. Unterschiedliche Erfahrungen, Werte und Haltungen der sich bisher als „Einzelkämpfer“ verstehenden Lehrkräfte prallen aufeinander und machen daher eine externe Unterstützung im Hinblick auf ein „einheitliches pädagogisches Handeln“ und ein neues Rollenverständnis notwendig.

Seminarziele

Seminarziele sind die Bearbeitung und Diskussion der folgenden Fragen: Was heißt Vielfalt an Ihrer Schule? Wie begegnen Sie Sprachverrohung und Vorurteilsbildung? Wie ticken Schülerinnen und Schüler im digitalen Zeitalter? Was können Sie als Lehrende zu einer gewaltfreien Lernkultur und einem positiven Schulklima beitragen? Wie werden Sie den neuen Rollen gerecht und wo gibt es externe Unterstützung?

Inhalte

  • Gewaltfreie Kommunikation: Umgang mit „Schimpfwörtern“ und anderen Gewaltformen, Intervention und Prävention im Schulalltag
  • Demokratische Lernkultur: Leitbild und Öffnung nach außen, Rolle von digitalen Medien und interaktive Methoden beim Lernen
  • Neues Rollenverständnis als Lehrende: pädagogische Haltung und Wertevermittlung, Umgang mit Regeln, Grenzen und Konsequenzen

Methoden

PowerPoint-Vortrag, Erfahrungsaustausch und kollegiale Fallberatung, Videoanalyse von Filmsequenzen, Vorstellen ausgewählter Feedback-Methoden u.a. „Soziometrisches Positionieren“, „Blitzlicht“, „Mindmap“, „Warme Dusche“ und “Heißer Stuhl“

Trainerin

Kathrin Schuchardt, cultures interactive e.V. Berlin/Weimar

Die Trainerin ist studierte Diplomlehrerin und arbeitet seit 2003 als freiberufliche Bildungsreferentin und Demokratiepädagogin für verschiedene Bildungsträger in Thüringen und anderen Bundesländern. Ihr praktischer Horizont als Sozialarbeiterin erstreckt sich von Erfahrungen in der stationären Jugendhilfe, offenen Jugendarbeit/Streetwork über Konfliktmanagement/Mediation sowie Antigewalt- und Kompetenztrainings im Strafvollzug (AKT®).

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1-2-5: Lernort Demokratie - Was heißt Demokratie & wie kann ich das in meiner Schule leben?

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Partizipation ist eine Grundvoraussetzung von Demokratie. Dementsprechendes Gewicht sollte beteiligungsorientierten Prozessen eingeräumt werden. Der „Lernort Demokratie“ ist demnach nicht nur eine Unterrichtseinheit in der Schule, sondern spiegelt sich auch in der Institution wieder.

Seminarziele

Ein übergeordnetes Seminarziel liegt in der Vermittlung von Funktions- und Wirkungsbereichen von Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform. Es geht also darum, Partizipationsräume in der Institution Schule zu entdecken und dies eben nicht nur für „Erwachsene“. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonventionen steht ebenso im Fokus des Seminars, wie die Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Gefahren für den demokratischen Prozess. Anhand von Fallbeispielen erhalten Sie die Möglichkeit, demokratiepädagogische Instrumente bzw. Lösungen zu erproben und für Ihre Berufspraxis abzuleiten.

Inhalte

  • Hintergründe zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen
  • Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Zivilgesellschaftlichen Bildung“
  • Diskussion und Reflexion von Demokratie verstanden als Prozess
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Institution und deren Rolle in der Demokratie
  • Einordnung von Gefahren für die Demokratie
  • Beispiele zur Mitbestimmung und Entscheidungsfindung im Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Rollenspiele

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW)

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

1-2-6: Demokratie, Lernqualität und Schulentwicklung. Demokratiepädagogik in der Praxis

Träger: Demokratisch Handeln e.V.

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es anhand von Beispielen Aspekte der Demokratiepädagogik zu diskutieren sowie gemeinsam Ideen zu entwickeln, die später für den Schulalltag eine Anregung sein können und umgesetzt werden. Es geht um die Beförderung einer Bildung, die in der Lage ist, den gegenwärtigen Herausforderungen für die Demokratie zu begegnen. Im Seminar werden die Chancen demokratiepädagogischer Methoden und Erkenntnisse in der Schule und der gesamten Bildungslandschaft aufgezeigt. Ziel ist die Entwicklung eigener Projektideen, die sich im schulischen Alltag tatsächlich verwirklichen lassen und Demokratie erlebbar machen.

Inhalte

Demokratiebildung, Schulentwicklung, Projektlernen

Methoden

Inputvortrag, Diskussionen, Arbeit an schulischen Best-Practice-Beispielen

Trainerinnen und Trainer

Kristina Banz, Maximilian Bubinger, Arila Feurich, Mario Förster oder Sophia Fruth, Demokratisch Handeln e.V.

Seit der Gründung des Förderprogramms Demokratisch Handeln haben sich bereits über 5.600 Initiativen am Wettbewerb beteiligt. Diese spiegeln ein breites Themenspektrum wider, wobei die Zugänge über historische Begebenheiten, Alltagssituationen oder politisches Interesse erfolgen und so eine zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung in der Schule und darüber hinaus stattfindet.

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1-2-12: Demokratie lernen! Demokratiepädagogische Ansätze und Handlungsmöglichkeiten in der Schule

Träger: toolpool

In einer Demokratie hat vom Ansatz her jeder Mensch die Möglichkeit, sich im Rahmen demokratischer Grundrechte frei zu entfalten und selbstbestimmt seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Laut Thüringer Bildungsplan hat Schule als Institution den Auftrag junge Menschen nicht nur mit demokratischen Grundwerten (Unantastbarkeit der Menschenwürde, Redefreiheit, freie Meinungsäußerung, aktives Wahlrecht, Minderheitenschutz, Solidarität etc.) vertraut zu machen, sondern sie durch Auseinandersetzungsprozesse und Reflexionen zu begleiten und zu unterstützen eine demokratische Grundhaltung zu entwickeln. In Zeiten tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels (Neusortierung der Weltmächte, Auswirkungen der Globalisierung, Umweltzerstörung, etc.) scheint die Auseinandersetzung mit Demokratie als Grundprinzip unseres Zusammenlebens als unabdingbar.

Seminarziele

Im Seminar lernen Sie Methoden der Demokratiepädagogik für Ihren Unterricht kennen. Die Übungen regen die Reflexion zu demokratischen Prinzipien sowie positiven und negativen Seiten der Demokratie an. Die „Achillesferse der Demokratie“ kommt zur Sprache ebenso die Handlungsmöglichkeiten der Institution Schule als einen für Demokratie geeigneten Lernort.

Inhalte

  • Bedeutung von Demokratie für das Miteinander im (schulischen) Alltag
  • Auseinandersetzung mit demokratischen Grundprinzipien und Gefahren für die Demokratie
  • Konzept der „informierten Schülerin“ / des „informierten Schülers“; Erlangung einer eigenen, aufgeklärten Meinung- und Entscheidungsfindung als Grundlage demokratischen Handelns
  • Kennenlernen geeigneter Methoden der Demokratiepädagogik, Betzavta und Menschenrechtsbildung
  • Handlungs- und Wirkungsmöglichkeiten für Lehrer und Lehrerinnen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Demokratie

Methoden

Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Übungen aus dem Bereich Menschrechtsbildung, Demokratiepädagogik und Betzavta, soziometrische Übungen, Selbstreflexion, Inputs, Austausch

Trainerin

Christin Voigt, toolpool Erfurt

Die Trainerin ist Sozialpädagogin (FH) und Konfliktmanagerin (FH). Sie arbeitet seit neunzehn Jahren im Bereich der non-formalen Bildungsarbeit und verfügt über intensive Erfahrungen in der Qualifizierung von Fachkräften auf nationaler wie internationaler Ebene. Seit 2014 ist Christin Voigt als Trainerin im Landesprogramm „Denk Bunt“ aktiv und hat mehr als 50 Seminare erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sind inter- und transkulturelle Kompetenztrainings (inkl. vorurteilsbewusster Bildung) sowie Fortbildungen im Bereich der Demokratiepädagogik. Des Weiteren ist sie vertraut mit dem Anti-Bias- und Diversity-Ansatz sowie in der Moderation von Partizipationsprozessen. Seit 2013 ist die Trainerin mit eigener Firma toolpool selbstständig.

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1-3-1: Vielfalt ist das ganze Leben – Querschnitt der Theorie und Praxis von Diversity bis Anti-Bias

Träger: Arbeit und Leben Thüringen e.V. Erfurt

Vielfalt, Inklusion und Diversity sind Begriffe, die im Alltag immer häufiger benutzt und als Anspruch an den Lernort Schule gestellt werden.

Seminarziele

Wir beleuchten in der Fortbildung, aus welchem Hintergrund diese Begriffe und Ansprüche entstanden sind und was diese mit Demokratie(pädagogik) zu tun haben. Dazu setzen wir uns mit dem Verständnis von Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform auseinander und diskutieren die Aufgaben an eine demokratische Gesellschaft, vor allem mit Blick auf die Rolle der Schulen. Dabei gehen wir auch auf Diskriminierung als gesellschaftliche und vor allem berufliche Herausforderung am Lernort Schule ein.

Einen wichtigen Teil der Fortbildung bilden die demokratiepädagogischen Ansätze „Anti-Bias“, „Betzavta“ und „Social Justice“, welche den Anspruch haben, diskriminierungsärmere Räume zu schaffen. Möglichkeiten für die Umsetzung im Schulalltag werden zudem aufgezeigt. Durch den zeitlich begrenzten Fortbildungsrahmen werden nur Grundgedanken der einzelnen Ansätze vorgestellt. Die Integration in den Arbeitsalltag erfordert eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ansätzen und Methoden, wozu diese Fortbildung motivieren möchte.

Inhalte

  • Überblick zu den Begriffen Demokratie, Vielfalt, Diversität und Inklusion
  • Einordnung von Diskriminierung, „Wir-Die-Konstruktionen“ und Ebenen
  • Bedeutung sozialer Kategorien, Privilegien und Machtverhältnissen für Diskriminierung
  • Kennenlernen demokratiepädagogischer Ansätze: Social Justice, Anti-Bias und Betzavta
  • Vorstellung und Anwenden von Methoden zur Sensibilisierung von Jugendlichen
  • Aufzeigen von Möglichkeiten zum positiven Erleben von Diversität im Schulalltag

Methoden

Präsentationen, Murmelgruppen, Inputs, stumme Diskussionen, Bildergalerie, Kleingruppenarbeit, Positionierungen, Mind Map

Trainer(in)-Team

Trainerinnen und Trainer des „Netzwerkes für Demokratie und Courage“

Das Netzwerk arbeitet seit 1998 mit Lehrenden, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie Schülerinnen und Schülern zusammen gegen Vorurteile und Diskriminierung. Die Trainerinnen und Trainer führten bisher zahlreiche Seminare zum Thema „Demokratiepädagogik“ mit Lehrenden aller Schulformen, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern durch.

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1-3-5: Diskriminierungen erkennen – Vom Umgang mit Vielfalt und Wertschätzung in der Schule

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ lautet der erste Artikel des Grundgesetztes. Doch auch im durch Vergleich geprägten schulischen Alltag besteht die Neigung, nach Unterschieden zu fragen, statt über Gemeinsamkeiten zu sprechen. Klischees helfen zwar dabei das „andere“ besser fassen zu können, sie bergen aber auch die Gefahr des Ausschlusses. Gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte über Inklusion und den Umgang mit Geflüchteten ist ein diesbezüglicher Perspektivwechsel hilfreich.

Seminarziele

Angelehnt an Methoden aus dem Anti-Bias-Ansatz wird sich im Seminar den Begrifflichkeiten „Vielfalt“, „Vielheit“ und „Diskriminierung“ praktisch angenähert. Eigene Erfahrungen mit diskriminierenden Situationen zu reflektieren, stellt dabei die Basis dar. Grundlegend für diese und andere Sensibilisierungsübungen ist das Hinterfragen der eigenen Haltung, um so die Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten zu schärfen und „Normalität“ zu hinterfragen.

Erlernt wird ein professioneller Ansatz, der Diversität im Schulalltag produktiv berücksichtigt sowie eine Kultur der Anerkennung pflegt. Übertragen wird dies auf alle Akteure des Schulalltags: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Eltern. Unter Zuhilfenahme pädagogischer Handlungskonzepte werden im Seminar vielfaltsbewusste und diskriminierungskritische Handlungsstrategien entwickelt und erprobt. So kann die Schule ein „Haus der Kinderrechte“ werden.

Inhalte

  • Wissen über die Ursachen von Vielfalt und Diversität (Sozialer Wandel)
  • Nachdenken über Normalität
  • Auseinandersetzung mit den Begriffen „Integration, Interkultur, Vielheit sowie Postmigration“
  • Kennenlernen von Diversitätskonzepten
  • Zusammenhang von Werten, Einstellungen und resultierenden Normen (z.B. Grundgesetz)
  • Möglichkeiten der (Selbst-) Reflexion und Positionierung, Erfahrungsmöglichkeit von Empathie und Perspektivwechsel
  • Praxisbeispiele aus dem Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen, Kleingruppengespräche, Biographiearbeit

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW)

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

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1-3-8: Giraffen und Elefanten in einem Haus – Chancen und Herausforderungen des Zusammenlernens und -lebens in Vielfalt

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Unsere Gesellschaft wird bunter. Kinder wachsen in Familien mit sehr unterschiedlichen Prägungen, Träumen, Erwartungen und Plänen auf. Und Kinder und Eltern bringen ganz unterschiedliche Voraussetzungen zur Bewältigung der schulischen Aufgaben mit. Lehrerinnen und Lehrer sollen jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler in ihrer / seiner Einzigartigkeit wahr- und annehmen und dabei möglichst alle in der Klasse wirksam fördern. Das wirft Fragen auf. Und ist herausfordernd. Für alle Beteiligten!

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, Hintergrundwissen für irritierende oder problematische Situationen im Schulalltag aufzuzeigen und zu verdeutlichen, welche professionellen Haltungen und Herangehensweisen hilfreich für die erfolgreiche Gestaltung von Vielfalt im schulischen Umfeld sind. Vorhandene positive Praktiken und Erfahrungen werden gewürdigt und darauf aufbauend weitere Maßnahmen auf dem Weg zu inklusiven Kulturen, Leitlinien und Praxis erarbeitet. Dabei wird der Selbstreflexion besondere Bedeutung zugemessen.

Inhalte

Die konkreten Seminarinhalte werden im Vorfeld mit Ihnen anhand Ihrer konkreten Bedürfnisse abgestimmt. Hier eine mögliche Auswahl:

  • Grundbegriffe der interkulturellen Kommunikation, z.B. Kultur, Wahrnehmung, Eigenes und Fremdes, Kulturschock, interkulturelle Kompetenz …
  • Die Dimensionen von Vielfalt und praktische Anregungen zu Ihrer Berücksichtigung im Schulalltag
  • Das Verbindende in Interkultureller Öffnung, Diversity Management und Inklusion
  • Reflexion der schulischen Praxis und Ableiten von Handlungsoptionen

Methoden

Impulsreferate, Rollenspiele, Reflexionsrunden, Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Fallarbeit, Filme, Fotoarbeit, Diskussionen, Übungen zur Selbsterfahrung. Sie erleben eine wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Fortbildung, jedoch keine, aus der Sie ohne die persönliche Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Ihrer eigenen Prägung und mit Ihrem Arbeitsumfeld Lernerfolge erzielen werden.

Trainerin und Trainer

Ines Gast, Franz Funkel oder Radoslaw Romanczuk, JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Ines Gast ist Diplom-Sprachmittlerin und anerkannte Fachkraft in sozialpädagogischen Handlungsfeldern, Trainerin für den Kompetenznachweis International und in vielfältigen Zusammenhängen erfahren in der Arbeit mit internationalen und interkulturellen Gruppen. Sie ist externe Lehrbeauftragte an der Hochschule Nordhausen in den Studiengängen Gesundheit und Soziales sowie Sozialmanagement. Seit 2015 ist sie Referentin im Landesprogramm Denk Bunt.

Franz Funkel studierte Public Management und öffentliche Betriebswirtschaftslehre. Als Projektverantwortlicher und Koordinator des Freiwilligenmanagement, insbesondere des europäischen Freiwilligendienstes im JugendSozialwerk Nordhausen e.V., konnte er vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen sammeln. Zudem war der Trainer Koordinator des Nordhäuser Netzwerks zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und ist Projektmitarbeiter im Inklusionsprojekt „Bildung und Freizeit für ALLE“. Seit 2016 ist er Referent im Landesprogramm Denk Bunt.

Radoslaw Romanczuk studierte Politikwissenschaften und Soziale Arbeit und Sozialmanagement. Im Rahmen seiner Arbeit für das Dom Spotkań im Angelusa Silesiusa in Breslau sammelte er vielfältige Erfahrungen im Bereich der politischen Bildung und Diversität (Menschenrechte) mit Jugendlichen und Erwachsenen. Als Pädagoge eines Jugendfreizeitprojektes und eines Jugendgästehauses arbeitet er mit vielfältigsten Zielgruppen und konnte besonders im internationalen Bereich viele Erfahrungen sammeln. Seit 2016 ist er Referent im Landesprogramm Denk Bunt.

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1-3-9: Vielfalt ist Klasse! – Kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Schule gestalten

Träger: Kindersprachbrücke Jena e.V.

Unsere Gesellschaft wird vielfältiger. Kinder und Jugendliche wachsen heute in Familien mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, Sprachen und Lebensentwürfen auf. Die Normalität der Vielfalt hat Auswirkungen auf die pädagogische Praxis, der wir uns in dieser Weiterbildung (selbst-)reflexiv annehmen. Die zunehmende Differenzierung der Schülerschaft wirft Fragen auf, wie:

  • Wie kann ich jedes Kind in seiner Einzigartigkeit und seinem individuellen Entwicklungsstand annehmen und trotzdem die Klasse im Blick behalten?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen mehrsprachig aufwachsende Kinder beim Wissenserwerb in der Bildungssprache Deutsch?
  • Wie stark sollte ich die einzelnen Familienkulturen in meiner Elternarbeit berücksichtigen?

Seminarziele

In der eng am Bildungsplan orientierten Weiterbildung wird eine wertschätzende Auseinandersetzung mit diesen Fragen angeregt und Ihre interkulturelle Kompetenz gestärkt. Ziel ist es, Wege zu finden und Techniken zu erlernen, mit kultureller Heterogenität in der Klasse konstruktiv umzugehen, um das Potenzial kultureller und sprachlicher Vielfalt optimal zu nutzen. Sie erhalten praktische Anregungen zum Umgang mit Vielfalt und zur Reflexion des eigenen pädago-gischen Handelns im Kontext migrationsgesellschaftlicher Bedingungen und Herausforderungen. Wir beschäftigen uns mit modernen Mehrfachzugehörigkeiten von Schülerinnen und Schülern und regen dabei zu Perspektivwechsel und Vorurteilsbewusstsein an. Im Themenfeld „Deutsch als Zweitsprache“ werden Ihnen Basiswissen vermittelt und erprobte Methoden für einen sprachsensiblen Unterricht vorgestellt.

Inhalte

  • Interkulturelle Kompetenz, Toleranz und Vorurteilsbewusstsein
  • Reflexion eigener Handlungsroutinen und pädagogischer Konzepte
  • Konzept „Familienkultur“ und Techniken kultur- bzw. migrationssensibler Elternarbeit
  • Hintergrundwissen und Handlungsoptionen zu den Themen Schülerinnen und Schüler mit Migrations- bzw. Fluchterfahrung und Mehrsprachigkeit

Methoden

Unsere Angebote sind methodisch vielfältig aufbereitet und verknüpfen grundlegende theoretische Erkenntnisse mit bewährten Ideen und Modellen aus der Praxis.

Trainer(in)

N.N., Kindersprachbrücke Jena e.V.

Seit vielen Jahren ist der Verein Kindersprachbücke Jena e.V. in der Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aktiv. In verschiedenen Arbeitsfeldern wird der Ansatz des vielfaltsbewussten Arbeitens in die Praxis umgesetzt. Diese Erfahrung lässt der Verein in die Beratungs- und Weiterbildungsangebote sein „Institut für interkulturelle pädagogische Praxis (IIP)“ einfließen.

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1-3-12: Komisch? Anders! Interkulturelle Kompetenz als Schlüssel für gelingende Inklusion in Schule

Träger: toolpool

An Thüringer Schulen werden immer mehr Kinder und Jugendliche mit vielfältigsten kulturellen Hintergründen beschult. Lehrkräfte sind in den letzten Jahren vielfältigste Herausforderungen angegangen; sei es die Sprachbarriere, ein anders gestaltetes Werte- und Normensystem oder aber die psychische Belastung die Inklusionsprozessen bei Schülerinnen und Schülern auslösen können (z.B. Kulturschock). Kulturelle Vielfalt beeinflusst also die Arbeits- bzw. Wirkungsweisen von Lehrenden in erheblichem Maße und fordert eine Erweiterung pädagogischer Kompetenzen. Die ersten Hürden sind gemeistert und es hat sich so etwas wie Alltag eingestellt. Dies gibt Fachkräften die Gelegenheit innezuhalten, das bislang Erreichte und die interkulturell eingefärbte pädagogische Praxis auf ihre Wirkung und Effektivität hin zu reflektieren. Die Fortbildung unterstützt diesen Prozess und gibt hierzu Anregungen:

  • Ist meine pädagogische Arbeit im Einklang mit dem Konzept des inter- und transkulturellen Kompetenzbegriffs und in wie weit trägt sie zu einer interkulturellen Öffnung der Schule bei?
  • Welche Rolle spielt die Kategorie Kultur und das Wissen um den erweiterten Kulturbegriff bei auftretenden Kommunikationsstörungen und Konflikten? Welche Lösungsansätze bietet in diesem Zusammenhang das Konzept des interkulturellen Lernens?
  • Kulturzentriertheit – Umgang mit der eigenen kulturellen Brille und daraus entstehenden Meinungen und Haltungen

Seminarziele

Die Fortbildung nimmt den individuellen sowie professionellen Entwicklungsprozess in den Fokus, um die erfolgreiche Begegnung mit Menschen uns mehr oder weniger fremder Kulturen zu stärken. Dabei ist genügend Raum für Ihre Reflexion und positive Erfahrungen werden verstärkt. Durch den Austausch und den Hinzugewinn neuer Erkenntnisse werden persönliche Handlungsoptionen erweitert und vertiefende Sicherheit für das eigene Wirken gewonnen. Herausfordernde Momente, Erfahrungen und Begegnungen aus Ihrem Arbeitsalltag werden im Seminar aufgegriffen und analysiert. Der Blick durch unterschiedliche kulturelle Brillen wird geschult, Verständnis für kulturell bedingte Unterschiede entwickelt und Barrieren der Verständigung abgebaut. Als Zusatz werden die formalen Kriterien unterschiedlicher Förderprogramme vorgestellt, mit deren Hilfe internationale Jugendbegegnungen für Kinder und Jugendliche umgesetzt werden können.

Inhalte

  • Stärkung inter- und transkultureller Kompetenz durch Vermittlung relevanter theoretischer Konzepte und ihrer Anwendung in der praktischen Arbeit
  • Reflexion des eigenen kulturellen Identitätsverständnisses und Wahrnehmung kultureller Filter
  • Reflexion des Umgang mit Stereotypen/Vorurteilen im interkulturellen Kontext
  • Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten in einem kulturell vielfältigen Umfeld
  • Empathiearbeit im Kontext von Flucht und eventueller Traumatisierung
  • Informationen und Praxisbeispiele zu Möglichkeiten und zum Mehrwert internationaler Begegnungs- und Austauschmaßnahmen

Methoden

In der Fortbildung wechseln sich unterschiedliche Formate gleichmäßig ab. So gibt es theoretische Inputs mit und ohne Powerpointvorträge, Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Aktivitäten und Übungen aus dem Bereich des inter- und transkulturellen Lernens und soziometrische Übungen.

Trainerin

Christin Voigt, toolpool Erfurt

Die Trainerin ist Sozialpädagogin (FH) und Konfliktmanagerin (FH). Sie arbeitet seit 19 Jahren im Bereich der non-formalen Bildungsarbeit und verfügt über intensive Erfahrungen in der Weiterbildung von Fachkräften auf nationaler wie internationaler Ebene. Seit 2014 ist sie als Trainerin im Landesprogramm „Denk Bunt“ aktiv und hat mehr als 50 Seminare erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sind inter- und transkulturelle Kompetenztrainings (inkl. vorurteilsbewusster Bildung) sowie Fortbildungen im Bereich der Demokratiepädagogik. Ihre Erfahrungen, die sie in diesem Zusammenhang als internationale Trainerin seit zehn Jahren und aktuell als Projektberaterin für das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION gesammelt hat, bereichern ihre pädagogische Arbeit im Seminar. Des Weiteren ist sie vertraut mit dem Anti-Bias Ansatz (vorurteilsbewusste Bildung) sowie in der Moderation von Partizipationsprozessen. Seit 2013 ist die Trainerin mit eigener Firma toolpool selbstständig.

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1-3-13: Zu Möglichkeiten und Grenzen von Inklusion im pädagogischen Alltag

Träger: Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST)

Inklusion ist eine politische Forderung und eine schulische Realität. Beides geht mit hohen Anforderungen an Institutionen und pädagogische Fachkräfte einher. Dahinter verbirgt sich nicht nur die Umsetzung von Menschenrechten, sondern auch die Hoffnung und Vision, dass Gleichwertigkeit im Zugang zu Bildung realisierbar ist. Der Anspruch auf weitreichende gesellschaftliche Veränderungen erfordert jedoch nicht nur einen gesetzlichen Rahmen, sondern ebenso ein abgeklärtes Selbstverständnis aller Beteiligten und lernende Strukturen.

Grundvoraussetzungen für eine inklusive Praxis sind die Anerkennung individueller Ausgangsbedingungen von Schülerinnen und Schülern – nicht als Ausnahme, sondern als Normalität – sowie der Bedarf nach einem gleichberechtigten Zugang zu Bildung. Oftmals werden jedoch pädagogische Fachkräfte ohne Begleitung mit der Umsetzung inklusiver Arbeit konfrontiert. Die Fortbildung soll Ihnen die Möglichkeit für systemische Reflexionsprozesse und die Entwicklung vielfaltsbewusster Handlungskompetenzen geben.

Das Seminar richtet sich an Lehrkräfte und alle pädagogischen und sozialarbeiterischen Fachkräfte an Schulen.

Seminarziele

Das Seminar trägt dazu bei, ressourcenorientiert und praxisnah in einem gemeinsamen Prozess ‚Inklusionshindernissen’ nachzugehen sowie inklusive Möglichkeitsräume auszuloten. Dies umfasst eine Auseinandersetzung mit eigenen (pädagogischen) Haltungen, aber auch mit Strukturen, in denen Bildung, Beratung und Erziehung stattfinden. Langfristig gesehen können Bedarfe erkannt und inklusive Lernräume etabliert werden, in welchen Schülerinnen und Schüler sich nicht trotz, sondern aufgrund ihrer Verschiedenheit anerkannt fühlen sowie individuelle Unterstützung erfahren.

Inhalte

Inklusion ist zunächst eine Haltung. Sie beginnt im Kopf und setzt umfassende Reflexionsprozesse voraus. Im ersten Schritt steht die Arbeit an subjektiven Einschätzungen, Deutungen und individuellen Lösungsansätzen für Alltagsprobleme im Fokus. Im zweiten Schritt ist der Blick auf den institutionellen Kontext und den gesellschaftlichen Rahmen bedeutsam. So können vertraute Deutungen und Arbeitsroutinen im Hinblick auf Inklusion analysiert und diskutiert werden. All das soll ermöglichen, dass der Auftrag der Inklusion nicht nur eine Vision bleibt, sondern zu einem handhabbaren Konzept wird.

Was brauchen pädagogisch Handelnde, um Schülerinnen und Schülern eine vielfaltsbewusste und inklusive Lernumgebung anzubieten? Welche Grundprinzipien bzw. Leitlinien unterstützen diesen Auftrag in seiner Umsetzung? Welche Arbeitsformen sind besonders sinnvoll, um allen Lernenden einen inklusiven Raum für ihre Entwicklung und Entfaltung zu ermöglichen?

Methoden

Aufstellungsmethoden, Kollegiale Fallberatung, Kleingruppenarbeit, Diskussionen, Einsatz von Medien, Vorstellung pädagogischen Materials, Inklusionschecklisten

Trainerinnen

Christiane Friedrich oder Judith Steinkühler, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., Projekt „Perspektivwechsel Plus“/ Thüringen

Christiane Friedrich studierte Philosophie und Geschichte (M.A. und Master of Education) in Leipzig, Lyon und Berlin. Sie hat eine Zusatzausbildung in Systemischer Supervision und Beratung absolviert und ist seit 2011 freie Bildungsreferentin im Projekt »Perspektivwechsel« der ZWST und seit 2015 bei »Perspektivwechsel Plus«. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Konzeption und Durchführung diverser Fort- und Weiterbildungsformate zum Thema Inklusion, Rassismus und Diversity.

Judith Steinkühler ist Diplom-Politologin, freiberufliche Dozentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung für verschiedene Träger. Seit 2011 Bildungsreferentin beim Modellprojekt „Perspektivwechsel“ der ZWST und ab 2015 im „Perspektivwechsel Plus“. Arbeitsschwerpunkte: historisch-politische Bildung zum Themenbereich Nationalsozialismus; Antisemitismus und Rassismus, diskriminierungskritische und vielfaltsbewusste Bildungsarbeit, Inklusion, Anti-Bias-Ansatz.

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1-31-4: Haupts(pr)ache deutsch?! Zum Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Schule

Träger: AWO Kreisverband Jena-Weimar e.V., Fachstelle Interkulturelle Öffnung

Unsere Klassenzimmer werden bunter. Vielfältige Biographien und Sprachkenntnisse der Schülerinnen und Schüler prägen den Schulalltag. Obwohl Mehrsprachigkeit in Deutschland alltäglich ist, wird sie häufig immer noch als Ausnahme betrachtet. Im Seminar wechseln wir die Perspektive und erfahren Mehrsprachigkeit als Normalfall: Wir behandeln die theoretischen Grundlagen von Mehrsprachigkeit, visualisieren Bilder über Sprachen, erforschen Diskriminierung aufgrund von Sprachverwendung und Strategien im Umgang mit Mehrsprachigkeit. Vor dem Hintergrund des Thüringer Bildungsplans diskutieren wir Methoden und Beispiele für einen wertschätzenden und konstruktiven Umgang mit sprachlicher Vielfalt im Unterricht.

Seminarziele

Auf den Grundlagen der aktuellen Mehrsprachigkeitsforschung werden im Seminar Ihr Bewusstsein für sprachliche Ideologien und diskriminierende Sprachpraktiken im (Schul-)Alltag geschärft und Ihnen Strategien zum Umgang mit Mehrsprachigkeit aufgezeigt. Ziel ist es, Sie in Ihrer Rolle als Multiplikatorin und Multiplikator im Bildungssystem zu stärken. Zudem erhalten Sie im Seminar neue Impulse, Methoden und Instrumente für die Gestaltung eines mehrsprachigkeitsoffenen Schulalltags.

Inhalte

  • Grundlagen der Mehrsprachigkeit: Definition, Typen, Bedeutung, kognitive Grundlagen, Relevanz für den Schulalltag, Bildungsplan
  • Einstellungen über Mehrsprachigkeit: Linguizismus (Diskriminierung aufgrund von Sprachverwendung), Sprachideologien
  • Strategien im Umgang mit Mehrsprachigkeit und Transfer in den Schulalltag:
    Kommunikation erleichtern z.B. durch Sprachanimation, einfache Sprache, Materialien Mehrsprachigkeit wertschätzen z.B. bei pädagogischen Angeboten, Projekten, in den Räumen der Schule

Methoden

Input, Selbsterfahrungsübungen, Gruppendiskussion, Analyse von Medieninhalten, Reflexionsfragen, Sprachanimation, Filmausschnitte, Transferübung, Ansichtsmaterial

Trainerin

Tina Czada, AWO Kreisverband Jena-Weimar e.V., Fachstelle Interkulturelle Öffnung

Die Trainerin studierte Interkulturelle Europa-Studien (M.A.) und Medien und Kommunikation (B.A.) in Deutschland und Frankreich und absolvierte die Zusatzausbildungen Mehrsprachigkeitsberatung und Internationale Handlungskompetenz. Sie studierte und arbeitete in Deutschland, Frankreich, Ecuador und Norwegen und spricht Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Norwegisch und Bairisch. Neben ihrer Tätigkeit in der Fachstelle Interkulturelle Öffnung lehrt sie an der Universität Regensburg im Zusatzstudium Mehrsprachigkeitsberatung und ist als Referentin beim Bezirksjugendring Oberpfalz zum Thema Mehrsprachigkeit tätig.

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1-31-9: „Wenn es um die Wurst geht!?“ - Religionssensible pädagogische Arbeit mit Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche mit muslimischem Hintergrund

Träger: Kindersprachbrücke Jena e.V.

Religiöse Vielfalt begegnet pädagogischen Fachkräften Tag für Tag. Unsicherheiten für die berufliche Praxis entstehen vor allem angesichts des Themas „Islam“. Es kommt vor, dass die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt, dann besonders herausfordernd ist, wenn muslimische Kinder und Jugendliche bzw. deren Familien neue, unbekannte Sichtweisen, Traditionen oder Ansprüche mitbringen. Fragen die sich in diesem Kontext stellen sind:

  • Wie reagiere ich auf religiös begründete Wünsche, die den gewohnten, pädagogischen Routinen widersprechen?
  • Welche Rolle spielen bestimmte Feste und Feiern in den Familien?
  • Wie kann ich mit Kindern und Jugendlichen und deren Familien über ihre Religion ins Gespräch kommen? Was bedeutet es für sie, Muslim zu sein?

Seminarziele

Ziel des Seminars ist eine Auseinandersetzung mit vorurteilsbewusster religionssensibler pädagogischer Arbeit, die Gemeinsamkeiten in den Blick nimmt und Ausgrenzung vermeidet. Es werden Grundlagen des Islams als Glaubenspraxis in Familien vermittelt, die die Basis für eine faktenorientierte und differenzierte Auseinandersetzung schaffen. Fragen der Identitätsbildung und Anerkennung sollen den Blick auf individuelle, situative oder familienkulturelle Zusammenhänge öffnen und die Lösung potenzieller Konflikte erleichtern. Anhand Ihrer alltagsrelevanten Fälle wird eine auf Hintergrundwissen und professioneller Haltung beruhende Bandbreite an Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und diskutiert. Ziel ist es, eine größere Handlungssicherheit im Umgang mit religiös-begründeten Themen zu erreichen.

Inhalte

  • Muslime in Deutschland – Religion und Identität im Kinder- und Jugendalter
  • Reflexion eigener Handlungsroutinen und pädagogischer Konzepte
  • Auseinandersetzung mit eigener religiös-kultureller Prägung
  • Anregungen zum wertschätzenden Umgang mit religiöser Vielfalt

Methoden

Die Angebote sind methodisch vielfältig aufbereitet und verknüpfen grundlegende theoretische Erkenntnisse mit bewährten Ideen und Modellen aus der Praxis.

Trainerin

Antje Ebersbach, Kindersprachbrücke Jena e.V.

Seit mehr fünfzehn Jahren ist der Verein Kindersprachbücke Jena e.V. in der Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aktiv. In verschiedenen Arbeitsfeldern und Projekten wird der Ansatz des vielfaltsbewussten Arbeitens in der täglichen Praxis umgesetzt. Diese langjährige Erfahrung lässt der Verein in die Beratungs- und Weiterbildungsangebote seines neu gegründeten „Institutes für interkulturelle pädagogische Praxis (IIP)“ einfließen.

Die Trainerin ist Diplom-Sozialpädagogin und interkulturelle Trainerin und arbeitet im Bereich Weiterbildung und Fachkräfteberatung bei der Kindersprachbrücke Jena. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung von Erzieherinnen und Erziehern zu den Themen interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, globales Lernen.

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1-4-5: Come in! – Sexuelle Vielfalt als Teil des Schulalltags

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Schwul“ ist nach wie eines der am häufigsten auf deutschen Schulhöfen gebauchten Schimpfwörter. Diese Tatsache steht sinnbildlich dafür, dass für Menschen, die von Normen in Bezug auf ihren Körper, ihrer Identität, ihrem Verhalten oder ihrem Begehren abweichen, ein verstärktes Risiko besteht, von Diskriminierung betroffen zu sein. Vor Allem für Kinder und Jugendliche ist es dabei wichtig, Unterstützung auch von Autoritätspersonen zu erhalten.

Unter anderem auf die Frage, wie diese Unterstützung aussehen kann, gibt dieses Seminar Antworten.

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, eine pädagogische Arbeit zu fördern, die die Einzigartigkeit von Menschen wahrnimmt und Zuschreibungen auf Grund eines zugewiesenen Geschlechts in Frage stellt. Wichtiger Teil dieses geschlechter-reflektierenden Ansatzes ist es, sich der eigenen geschlechtlichen Sozialisation gewahr zu werden. Hierzu gehört ebenso das Erlernen eines kritischen Blickes auf mediale Darstellungen von Geschlechterstereotypen, wie das eines bewussten Umgangs mit diesen.

Weiteres Anliegen des Seminars ist es, Wissenslücken über die unterschiedlichen möglichen Ausprägungen von Geschlecht und geschlechtlichen und sexuellen Identitäten zu schließen. Gemeinsam werden Phänomene wie Inter*- oder Trans*-Sexualität als Ausprägungen geschlechtlicher Vielfalt besprochen. Verdeutlicht wird nicht zuletzt, welche wichtige Rolle eine sensible Sprache dabei spielt, Menschen ohne Auf- und Abwertungen in ihrer Unterschiedlichkeit darzustellen.

Inhalte

  • Welche Rolle spielt LGBTIQ im Schulalltag?
  • Aneignung von Wissen über unterschiedliche Ausprägungen von geschlechtlicher Vielfalt, grundlegende Begriffe
  • Kriterien einer LGBTIQ-sensiblen Sprache
  • Möglichkeiten der (Selbst-)Reflexion und Positionierung, Erfahrungsmöglichkeit von Empathie und Perspektivwechsel
  • Darstellungen von Geschlecht in Medien mit Fokus auf Schulbücher
  • Sexuelle Vielfalt und Mobbing, Prävention und Unterstützungsmöglichkeiten
  • Blick in die Praxis unter Zuhilfenahme von Fallbeispielen

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Rollenspiele

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW)

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

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Ansprechpartner

1-4-14: Der große kleine Unterschied

Träger: Institut GLEICH Weimar

Früher gab es Männer und Frauen. Heute können User bei Facebook aus über 50 Möglichkeiten zur Identität wählen. Das eigene Geschlecht, die klare Grenze zwischen Männlich und Weiblich, scheint plötzlich verhandelbar zu sein. Ist das eine überfällige Befreiung oder übertriebene politische Korrektheit? In der Diskussion um den kleinen Unterschied tun sich große Gräben auf. Die plötzliche Vielfalt der Geschlechter verwirrt. Oder hat es sie schon immer gegeben? Die Wahrnehmung der Normalität verändert sich und hinterlässt Fragezeichen. Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, gesetzliche Grundlagen, dieses Seminar wird sensibilisieren und dazu beitragen eigene Erkenntnisse zu gewinnen. Bitte bringen Sie für das Seminar Ihr Lieblingskinderbuch mit, das Sie gerne vorlesen und/oder ein Schulbuch, mit dem Sie oft arbeiten.

Seminarziele

Eine an Vielfalt orientierte Bildung und Erziehung macht unterschiedliche geschlechtliche und sexuelle Identitäten sichtbar und begegnet diesen mit Wertschätzung. Sie ermöglicht es, Kindern altersgemäß über Fragen zu diesem Thema zu sprechen, gerade auch, wenn diese fühlen, dass sie nicht in die gesellschaftlich gesetzten Normen passen. Dafür benötigen Pädagoginnen und Pädagogen Gender-Kompetenz. Sie müssen Vorurteile und Stereotype erkennen können und mit den anvertrauten Kindern und Jugendlichen reflektieren. Eine Pädagogik der Vielfalt bezogen auf die Sexualerziehung hält Geschlechterrollen für historisch und kulturell definiert, sieht verschiedene Beziehungsformen als gleichwertig an, respektiert Selbstdefinitionen wie selbst gewählte Geschlechter, stellt Vielfalt repräsentierende Biografien vor und verwendet eine geschlechtergerechte Sprache. Um Sie dafür zu befähigen werden Begriffe geklärt, Werte und Vorstellungen sichtbar, verschiedene Geschlechtertypen vorgestellt. Für den eigenen Umgang mit Geschlechtervielfalt wird sensibilisiert und die eigene Haltung überprüft. Ziel des Seminars ist es, mit reflektiertem Wissen zu mehr Sicherheit im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt beizutragen und diese vermitteln zu können.

Inhalte

  • Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen
  • Geschlechtsidentitäten und Genderausdrucksformen
  • Geschlechtersensible Sprache
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Normen und Wertevorstellungen in Bezug auf Geschlechtlichkeit

Methoden

Vorträge und Selbsterarbeitung, Plenumsdiskussionen, Positionierung und Aufstellung, Erfahrungsaustausch, Kleingruppengespräche, (Selbst-)Reflektion, Buchanalyse

Trainerin

Ilona Helena Eisner, Gründerin des „Institut GLEICH“

Die Dipl.-Sozialpädagogin (FH) arbeitete u.a. als Bildungsreferentin, Geschäftsführerin und Leiterin der Thüringer Elternakademie. Mit Zusatzausbildungen in den Bereichen Spiel- und Theaterpädagogik, Suggestopädie (ganzheitliches Lernen), systemische Beratung und als diplomierte Management-Referentin erwarb sie sich weitere Grundlagen für die Erwachsenenbildung. Die Trainerin ist seit über zehn Jahre als teilselbstständige Bildungsreferentin und Moderatorin in Kindertageseinrichtungen, Bildungsinstituten und für freie Träger tätig.

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1-4-15: „Ein Glücksgefühl, so angesprochen zu werden, wie ich bin.“ Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung in der Schule

Träger: Land/Staudenmeyer Bildungsarbeit (GbR)

Was ist LSBTIQ, wer ist queer und (warum) muss ich das als Lehrkraft eigentlich wissen? Was kann ich tun, wenn Jugendliche schwul als Schimpfwort verwenden? Wie kann es sein, dass Jugendliche, die lesbisch, schwul, bisexuell, transident, intergeschlechtlich oder queer sind, in meiner Klasse gar nicht auftauchen, unsichtbar sind?

Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich das Tagesseminar über die Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung im Aufwachsen von jungen Menschen. Wir klären, was in diesem Kontext mit Vielfalt gemeint ist, was sich hinter den oft verwendeten Begriffen verbirgt und was wir im Schulalltag tun können, dass sich alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität und sexuellen Orientierung anerkannt und wohl fühlen.

Seminarziele

  • Sensibilisierung für die Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung und deren Bedeutung in der schulischen Bildung
  • Erwerb von Grundlagenwissen im Kontext der Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung
  • Erwerb von Wissen über die Lebenssituationen und Bedarfe von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, intergeschlechtlichen und queeren (LSBTIQ) Jugendlichen und deren Situation an Schulen
  • Kennenlernen von Handlungsmöglichkeiten für eine vielfaltssensible Pädagogik in der Schule und Reflexion der eigenen Praxis

Inhalte

  • Begriffe und Konzepte rund um Vielfalt von Geschlecht und sexuelle Orientierung
  • Homophobie und Transphobie im Kontext weiterer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und verschiedener Ebenen von Diskriminierung
  • Rechtliche Situation von LSBTIQ-Personen und geschichtliche Entwicklung
  • Situation von LSBTIQ-Jugendlichen an Schulen und allgemeine Lebenssituationen von LSBTIQ-Jugendlichen
  • Arbeit an (eigenen) Fallbeispielen, Austausch über die eigene berufliche Praxis und Handlungsmöglichkeiten
  • Einblick in „Good Practice“-Beispiele im schulischen Kontext und Überblick über die Beratungslandschaft sowie weiterführende Materialien für die Berücksichtigung der Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung

Methoden

Multimedialer und interaktiver Input, Plenumsdiskussion, Kleingruppenarbeit, Arbeit an Fallbeispielen, praktische Übungen

Trainerin und Trainer

Bettina Staudenmeyer oder Volker Land, Land/Staudenmeyer Bildungsarbeit (GbR)

Bettina Staudenmeyer (MA) ist freiberufliche Sozialwissenschaftlerin in Jena und arbeitet an den Schnittstellen von Forschung und pädagogischer Praxis. Seit 2011 führt sie Bildungsarbeit in den Themenbereichen Geschlecht, sexuelle Orientierung, Gleichstellung, Vielfalt/Diversität und Sexualpädagogik durch. 2016 erschien unter ihrer wissenschaftlichen Mitarbeit die Expertise „Ein Glücksgefühl, so angesprochen zu werden, wie ich bin. Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung in der Jugendarbeit in Baden-Württemberg“. Sie arbeitet unter anderem als freie Mitarbeiterin für das Forschungsinstitut tifs.

Volker Land ist freiberuflicher Trainer in der historischen und politischen Jugend- und Erwachsenenbildung und forscht zur Geschichte der Konflikte um das Asylrecht in Deutschland. Er arbeitet seit 2013 mit Jugendlichen und jungen Erwachsen u.a. in den Themenbereichen Geschlecht, sexuelle Orientierung und Kritische Männlichkeit.

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1-4-16: Das ist doch voll schwul! Vorurteilsbewusster Umgang mit Anderssein und Gendervielfalt in der Schule

Träger: Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Das Wort „schwul“ (oder auch „Schwuchtel“) ist das meist gebrauchte Schimpfwort einer verrohten Jugendsprache. „Transe“ oder „Kampflesbe“ werden unreflektiert benutzt, um Menschen abzuwerten. Oft fehlt es an Sensibilität im Umgang mit von der vermeintlichen „Norm“ abweichenden Identitäten und Orientierungen. Anders fühlende Kinder und Jugendliche sehen sich häufiger Suizidgedanken ausgesetzt. Das vom Umfeld aufgezwungene „Versteckspiel“ kann zu erhöhter Fremdaggression führen, was negativ auf Klassenklima und Schulkultur wirkt. Solange schwule Lehrer oder lesbische Sozialarbeiterinnen an Thüringer Schulen unsichtbar bleiben, können sich Vorurteile und Hass weiter verbreiten. Daher bekennt sich der Freistaat Thüringen auch zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in Art. 2 Abs. 3 der Verfassung „Niemand darf wegen … seines Geschlechtes oder seiner sexuellen Orientierung bevorzugt oder benachteiligt werden.“

Der aktuelle Thüringer Bildungsplan benennt als Ziel, ein diskriminierungsfreies Lernumfeld zu schaffen und mehr gesellschaftliche Akzeptanz von LSBTTIQ* zu fördern. Die gleichberechtigte Darstellung und Vermittlung von unterschiedlichen Lebensweisen und Familienmodellen sollte ein elementarer Bestandteil formaler Bildung sein.

Seminarziele

  • Sensibilisierung für das Themenfeld „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ an der Schule
  • Klärung von Begrifflichkeiten wie Geschlecht, „Sex und Gender“, Heteronormativität, geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung sowie Kenntnis über den pädagogischen Bezug der sog. „Gender-Debatte“
  • Sicherheit im Umgang mit sog. „Schimpfwörtern“ und beleidigenden Äußerungen, bei der Elternarbeit und der Weitergabe von Beratungsangeboten

Inhalte

  • Wie leben lesbische, schwule, bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTTIQ*)? Welchen Nutzen hat deren Sichtbarkeit für das Umgangsklima in der eigenen Schule?
  • Welche Rechtsgrundlagen existieren für die verschiedenen Lebensweisen und Familienmodelle? Was besagt das Personenstands- und Familienrecht? („Geburtsregister“, „Geschlechtsumwandlung“, „Eingetragene Lebenspartnerschaft“/“Ehe für alle“, „Regenbogenfamilien“ u.a.)
  • Wie kann mit Schüler*innen, Eltern und im Kollegium über das Themenfeld gesprochen und pädagogisch-konzeptionell gearbeitet werden? Welche Argumentation hilft gegen Vorurteile und Diskriminierung im beruflichen und privaten Umfeld?

Methoden

interaktive und multimediale Inputs (Powerpoint und Videos), moderierte Diskussionen, Kleingruppenarbeit an Praxisbeispielen und Fallanalysen

Trainerin

Kathrin Schuchardt, Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Seit 2003 arbeitet die studierte Diplomlehrerin als freiberufliche Bildungsreferentin und Demokratiepädagogin für verschiedene Bildungsträger in Thüringen und anderen Bundesländern. Ihr praktischer Horizont als Sozialarbeiterin erstreckt sich von Erfahrungen in der Stationären Jugendhilfe, Offenen Jugendarbeit/Streetwork über Konfliktmanagement/Mediation

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