Mitarbeitende der Jugendhilfe

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in der Jugendhilfe

Nachfolgend finden Sie konkrete Angebote für Mitarbeitende in der Jugendhilfe zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Umgang mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz
  • Interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen

Angebot-Nr. 7-1-1: „Kompetent Argumentieren! Gegen Diskriminierung und Neonazismus“

Träger: Arbeit und Leben Thüringen

Seminarziele

In der Werbung, durch Politiker(inne)n-Aussagen oder Internetkommentare – Diskriminierung findet überall statt. Im Seminar diskutieren Sie anhand von Texten und Bildern über Ihre eigene Betroffenheit und werden für Einschränkungen, die Sie betreffen oder im Alltag mitbekommen, sensibilisiert. Daran anschließend werden repräsentative Studien der Einstellungsforschung vorgestellt, um die gesellschaftliche Bedeutung der Alltagsbeispiele zu erfassen. Menschenverachtende Einstellungen und deren Auswirkungen sind Teil der Gesellschaft und der Nährboden für eine neonazistische Ideologie. Aus diesem Grund werden mit Hilfe einer computergestützten Präsentation die neonazistische Ideologie, Strukturen und Betätigungsfelder dieser Szene aufgezeigt.

In den politischen Zeiten, wo, ausgelöst durch weltweite Krisen an denen sich auch die Bundesrepublik beteiligt, Menschen fliehen müssen und Asyl suchen, sind Fehlinformationen, rassistische Gerüchte und falsches Wissen Bestandteil von Presseberichterstattungen, Unterhaltungen am Essenstisch oder Ursache für brennende Asylunterkünfte. Informationen und Fakten für etwaige Diskussionen erhalten Sie durch eine computergestützte Präsentation zum Thema Flucht und Asyl.

Der praxisorientierte Seminarteil beginnt mit dem Sammeln von Argumentationen gegen weit verbreitete diskriminierende Äußerungen aus Ihrem Erfahrungsspektrum. Eingebettet werden diese in nützliche Tipps zum Argumentieren, wie beispielsweise „Verwertungslogik vs. Humanismus“ oder „Rückzugsmöglichkeiten lassen“. Anschließend wird die Theorie angewandt und eine Situation geschaffen, in der Sie sich im Argumentieren erproben können. Abgeschlossen wird die Fortbildung mit weiterführenden Unterstützungsmöglichkeiten zum Thema und einer Auswertung.

Seminarinhalte

  • Beispiele für Diskriminierung aus dem Alltag – eigene Betroffenheit
  • Empirische Studien zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
  • Erfahrungsaustausch, thematische Beispielsammlung
  • Menschenverachtende Einstellung als Scharnier für neonazistische Ideologien
  • Neonazistische Wortmeldungen, Argumente und Parolen
  • Menschenverachtende/neonazistische Codes, Styles, Organisationen u. besetzte Themen
  • Argumentations- und Handlungstraining anhand eigener Beispiele

Methoden

Präsentationen, Bilderassoziation, Diskussion, computergestützte Präsentation, praktische Argumentationsübungen, Textarbeit

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Angebot-Nr. 7-1-2: Ideologieelemente des Rechtsextremismus und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in der Jugendhilfe

Träger: cultures interactive e.V.

Die Unterbringung von Geflüchteten in vielen Städten und Gemeinden zieht eine öffentliche Diskussion nach sich, die nicht selten von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus durchzogen ist. Auch junge Menschen nehmen an dieser Debatte teil und bilden sich ihre Meinung zum Thema.

Seminarziele

Im Seminar befassen Sie sich mit Phänomenen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF), des Rassismus und Rechtsextremismus in der Arbeit mit jungen Menschen. GMF ist oftmals die Vorstufe zu Vorfällen mit rechtsorientiertem Hintergrund. Sie diskutieren Handlungsstrategien im Umgang mit rechtsextremer Musik, Kleidung und Sprache: Wie intervenieren Sie bei Ausdrücken wie: Du „Opfer“ / „Jude“ / „Schlampe“ / „Asylant“? Was können Sie tun, wenn rechtsextreme Musik in Ihrer Institution gehört oder Ihre Teilnehmer(innen) rechtsextreme Kleidung tragen? Wie reagieren Sie, wenn die örtliche Kameradschaft an die „Tür klopft“? Wie kann ich Jugendliche mit Migrationshintergrund proaktiv in meinem Arbeitsfeld einbeziehen und Ausgrenzung und/oder Anfeindungen verhindern.

Es bedarf grundsätzlich eines strukturierten (Interventions-)Plans:

  • Schritt: Problematiken erkennen und situationsgerecht intervenieren
  • Schritt: die Gesamtsituation (Gefährdung einzelner Jugendlicher, familiärer und kommunaler Kontext) analysieren
  • Schritt: Bildung eines Unterstützungsnetzwerkes für die Lösung des gesamtgesellschaftlichen Problems
  • Schritt: Durchführung und Evaluation von proaktiven Maßnahmen und Methoden

Hierzu wird es im Seminar konkrete Arbeitsvorschläge geben. Zudem werden Grundkenntnisse über das Handlungsfeld GMF sowie über Symbole, Zeichen und Strategien der rechts-extremen Szenen vermittelt. Darüber hinaus werden Ideen für eine eigene Haltung und Handlungskompetenzen angeregt, um professionell die Problematiken im eigenen Arbeitsfeld zu begegnen.

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes der rechtsextremen Szene, Rollenspiel, Gruppenaustauschprozesse

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Angebot-Nr. 7-1-10: Wir übernehmen Verantwortung und gestalten lebendige Demokratie

Träger: MOBIT e.V.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie werden befähigt, in Ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen sowie Ihren demokratischen Standpunkt zu festigen.

Seminarinhalte

  • Die extreme Rechte in Thüringen – Definition des Begriffs „Rechtsextremismus“
  • Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene
  • Frauen in der extrem rechten Szene – zwischen Mütterkult und Emanzipation, weg vom klischeebeladenem Bild der rechten Szene als eine rein männliche Szene

Methoden

Arbeitsgruppen, Einsatz von Multimedien, Blitzlicht, Arbeit mit Metaplankarten, Brainstorming, Zurufabfragen oder moderierte Plenumsdiskussion

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild vom MOBIT e.V.,
dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“.

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Angebot-Nr. 7-11-1: Die politische Frau - die Bedeutung der Neonazistinnen für die Szene

Eine Fortbildung zum neonazist. Geschlechterbild, der Bedeutung von Frauen in der Szene, deren politische Aktivitäten sowie Präventionsmaßnahmen

Träger: Arbeit u. Leben Thüringen e.V.

Durch den sogenannten „Wahrnehmungsfilter“ werden Mädchen u. Frauen von Ermittlungsbehörden, Medien und nicht zuletzt der Gesellschaft als neonazistische Akteurinnen meist ausgeblendet.

Seminarziele

Die Fortbildung definiert das gesellschaftliche Geschlechterbild und verdeutlicht Überschneidungen und Anschlussstellen zum Frauenbild der Neonaziszene. Diese haben den klaren Auftrag Trägerinnen der „Volksgemeinschaft“ zu sein. Es werden verschiedene neonazistische Organisationen vorgestellt und auf deren zugrundeliegende Positionen und Handlungsweisen hin untersucht. Um Neonazistinnen sichtbarer zu machen, werden einzelne Lebensläufe und Aktionsfelder angeschaut und diskutiert.

Nach diesem Einblick in die politischen Aktivitäten werden zwei Erklärungen von Hinwendungsprozessen bzw. der Affinisierung präsentiert und unter pädagogischen Gesichtspunkten besprochen. Des Weiteren werden Präventions- und Interventionsstrategien und zielgruppenspezifische pädagogische Handlungsziele formuliert, wobei verschiedene Unterstützungs- und Hilfsangebote den Abschluss bilden.

  • Die TN erkennen Überschneidungen/Anschlussstellen von sexistischen und homophoben Meinungen/Einstellungen zwischen der Mehrheitsgesellschaft und Neonazistinnen
  • Die TN sind sensibilisiert für unterschiedliche Erscheinungsformen und Wirkungsbereiche von Neonazistinnen
  • Die TN sind sich der Gefahren bewusst, die von Neonazistinnen ausgehen
  • Die TN kennen wichtige Organisationen und Akteurinnen der neonazistischen Szene
  • Die TN wissen, wie sie strategisch präventiv gegen Neonazistinnen vorgehen können

Seminarinhalte

  • Sensibilisierung zu gesellschaftlichen Geschlechterrollen
  • Erklärung der Anschlussstellen für Neonazis über die Ideologie der Volksgemeinschaft
  • Überblick über Frauen in neonazistischen Organisationen, Verbänden und losen Gruppen
  • Sozialwissenschaftl. Erklärung der Hinwendung von Frauen zur neonazistischen Szene
  • Aufzeigen von Möglichkeiten zur Prävention und Intervention

Methoden

Präsentation, Inputs, Diskussionen, Bildergalerie, Kleingruppenarbeit, Assoziationsmethode

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Angebot-Nr. 7-11-2: Rechtsextreme Kameradinnen: Geschlechtsspezifische Rollenverteilungen, ideologische Themenbesetzungen und Genderreflektierte Ansätze der Prävention und Distanzierung von jungen Frauen und Männern

Träger: cultures interactive e. V.

Seminarziele

Im Tagesseminar werden Ihnen Notwendigkeiten und Möglichkeiten einer genderspezifischen Rechtsextremismusprävention vermittelt. Sie erhalten einen Überblick zu Phänomen von ideologisch geprägten Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen im Rechtsextremismus und im milieuspezifischen Umfeld. Außerdem werden Sie zu den geschlechtsspezifischen Rollenverteilungen in verschiedenen Szenezusammenhängen sowie zu der steigenden und sich teilweise wandelnden Bedeutung von Frauen im Rechtsextremismus sensibilisiert. Ihnen werden praxisorientiert Handlungskompetenzen zu Maßnahmen und Methoden vermittelt, um genderspezifischen Strategien von Rechtsextremen argumentativ und pro aktiv begegnen zu können. Hierbei wird insbesondere auf Institutionen der Jugendhilfe eingegangen, die wichtig für Distanzierungsangebote für rechtsextrem orientierte junge Frauen sind.

Seminarinhalte

Das Tagesseminar befasst sich mit genderspezifischen Aspekten in der Wahrnehmung und Bearbeitung von rechtsextremen Tendenzen. Dabei werden folgende Ebenen bearbeitet:

  • „Doing Gender“ in rechtsextremen Zusammenhängen:
    Geschlechtsspezifische Aspekte der Hinwendung und Teilnahme in rechtsextremen Szenen; zahlenmäßige Verteilung von Männern und Frauen in offenen Szenezusammenhängen, Kameradschaften und Parteien; verschiedene Identifikations-, Zugehörigkeits- und Erlebnisangebote für Jungen und Mädchen im aktuellen Rechtsextremismus
  • Genderaspekte im Kontext rechtsextremer Ideologie:
    Die Ideologie der Volksgemeinschaft als zentrale Grundlage traditioneller Rollenvorstellungen, Kampf gegen Strategien der Gleichberechtigung von Mann und Frau (Anti-Gender-Mainstreaming-Kampagnen) und gegen die Anerkennung von Homosexualität
  • Geschlechtsspezifische Themenbesetzung durch rechtsextreme Männer und Frauen:
    Frauen werden als rechtsextreme Akteurinnen häufig übersehen. Dabei setzen sie sich strategisch in verschiedenen Themenfeldern für die „nationale Sache“ ein, z.B. in Debatten um sexuellen Missbrauch / Pädophilie, familiäre Sicherheit und Erziehungsbereiche und gehen bewusst in soziale Berufe, z.B. in Kindergärten, Schulen, Jugend- und Gemeinwesenarbeit.
  • Präventions- und Distanzierungsangebote in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe:
    Um junge Frauen und Männer bei der Distanzierung von rechtsextremen Haltungen und einer entsprechenden Szenezugehörigkeit zu unterstützen sind genderspezifische Ansätze nötig.

Methoden

Durch PowerPoint gestützte Vorträge, Übungen, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele und Reflexionsrunden werden die Handlungskompetenzen der Teilnehmer(innen) gestärkt und Möglichkeiten angeregt, professionell Problematiken im eigenen Arbeitsfeld zu bearbeiten.

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Angebot-Nr. 7-12-2: „Ey Du Opfer“ - Prävention und Intervention in der Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten und orientierten Jugendlichen

Träger: cultures interactive e. V.

„Ey! Du Opfer“, wahlweise „Schwuchtel“, „Spast“ oder „Asylant“ sind die wiederkehrenden Sprüche von Jugendlichen, die den Frustrationsgrad im pädagogischen Arbeitsalltag um einiges erhöhen. Wie kann bei solchen Sprüchen, diesen kurzen Momenten, eine erfolgreiche Intervention erfolgen o. ist vielleicht ein geflissentliches Überhören nicht zielgerichteter?

Aktuell werden insbesondere geflüchtete Menschen durch solche Sprüche abgewertet und ausgegrenzt. Haltung und Handlung ist hier geboten. Aber wie? Pädagog(inn)en stehen hier vor einer Entscheidung des Umgangs mit oftmals „nebenbei“ geäußerten oder zur Schau getragenen abwertenden Meinungen. Handelt es sich um eine Aussage, die einen vorhandenen „Hass“ ausdrückt oder einfach nur ein Spruch, der die „coolness“ in der Gruppe erhöht.

Seminarziele

Hier soll das Tagesseminar Handlungssicherheit vermitteln. Das Phänomen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) sowie die „Grauzonen“ im Bereich des Rechtsextremismus und Rassismus werden thematisiert. Ihnen werden Methoden der Bearbeitung vermittelt als auch die eigene Haltung im Umgang mit Jugendlichen reflektiert. Letztlich gilt es bei allen Vorfällen abzuwägen, ob es sich um eine „interventionspflichtige“ Situation handelt, weil hier menschenverachtende und gewaltverherrlichende Meinungen sich verstetigen. GMF ist schließlich nicht selten die Vorstufe zu Vorfällen mit rechtsorientiertem Hintergrund. Oder bedarf es nur einer „lustig-ironischen“ Bewussteinswerdung, die den Jugendlichen oder die Gruppe vielleicht auf andere Gedanken und Wege bringt, Empathie bspw. für Geflüchtete entwickelt wird, die aber auch zumindest unsere eigene Haltung klar und transparent verdeutlicht.

Seminarinhalte

  • Erkennen von sog. Grauzonen u.a. als Strategien der rechtsextremen Szene
  • Klärung und Veranschaulichung der Begrifflichkeiten rechtsaffin, rechtsextrem orientiert und rechtsextrem gefährdet
  • Methoden zum Umgang von vorurteilsbeladenen u. menschenverachtenden Äußerungen
  • Theoretische Auseinandersetzung und praktische Anwendung des Konzepts der GMF
  • Zielgerichtete Intervention

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes aus der sog. Grauzone der Jugendkulturen, Rollenspiel, Gruppenaustauschprozesse u.a. Methoden

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Angebot-Nr. 7-12-3: wahrnehmen * verstehen * reagieren. Pädagogische Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen

Träger: Drudel 11 e. V.

Der Umgang den mit rechtsextremen Orientierungen bei Jugendlichen ist für Mitarbeiter(innen) der Jugendhilfe eine permanente Herausforderung. In nahezu allen Arbeitsfeldern und Regionen treffen sie auf Menschen, die mit Symbolen auf ihrer Kleidung, durch rassistische, antisemitische und menschenverachtende Sprüche und/oder entsprechenden Argumentationen in Gesprächen auffallen. Zusätzlich erschwert der Einfluss rechtsextremer Elternhäuser die pädagogische Auseinandersetzung mit diesen jungen Menschen. In solchen Fällen müssen Pädagog(inn)en nicht nur die Situation richtig einschätzen können, sondern auch über geeignete Handlungsmöglichkeiten verfügen.

Das Praxisseminar möchte interessierten (und betroffenen) Pädagog(inn)en hierzu eine konkrete Hilfestellung geben.

Seminarziele

Im Seminar werden Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen erarbeitet. Mit Hilfe von praxisnahen Übungsinhalten, Inputs und berufsspezifischen Fragestellungen werden zudem Reaktionsweisen auf Halbwissen, Stereotype und Stammtischparolen erprobt und anhand praktischer Beispiele trainiert. Ziel ist, dass Sie im Seminar einheitliche Absprachen entwickeln, wie in entsprechenden Situationen gehandelt werden kann. Anhand konkreter Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Rechtsextremismusprävention werden Strategien, Formen und bewährte pädagogische Methoden in der pädagogischen Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen bzw. mit Jugendgruppen vorgestellt, die Sie in Ihrer täglichen Arbeit anwenden können.

Seminarinhalte

  • Alltags- und Erlebniswelt Rechtsextremismus
  • Praxisnahe Übungsinhalte und berufsspezifische Fragestellungen
  • Möglichkeiten und Grenzen des pädagogischen Handelns
  • Einblicke in die pädagogische Praxis
  • Pädagog. Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen – Was ist entscheidend?

 Methoden

Präsentation (mit Musik-, Video- und Textbeispielen), Kurzfilme, Aufklärungskoffer „Gefährliche Exemplare?!“, Diskussionsrunden in verschiedenen Gruppensettings, moderierter Erfahrungsaustausch, „Fallgespräche“, Thementische

Hinweis: Bei diesem Fortbildungsangebot liegt das Kernanliegen auf den Schwerpunkten *verstehen und *reagieren. Das Seminar ist daher primär als Praxisseminar angelegt, Teilnehmer(innen) sollten Grundkenntnisse über Rechtsextremismus und GMF mitbringen.

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Angebot-Nr. 7-2-5: Lern-Ort Demokratie. Fortbildung zur Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Partizipation ist eine Grundvoraussetzung von Demokratie. Dementsprechendes Gewicht sollte beteiligungsorientierten Prozessen eingeräumt werden. Der „Lernort Demokratie“ ist nicht nur eine Unterrichtseinheit in der Schule, sondern spiegelt sich auch in einer Institution, in der Kommune und im Alltag wider. Das ganzheitliche Verständnis von Demokratie und Partizipation ist wichtig, damit es nicht nur heißt: „Heute steht wohl wieder Beteiligung auf dem Plan, mal schauen, ob wir wählen oder würfeln?“.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen Funktions- und Wirkungsbereiche von Demokratie vermittelt sowie Partizipationsräume auch für Ihre Organisation entdeckt. Rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Gefahren für den demokratischen Prozess. Sie erhalten anhand von praxisorientierten Fallbeispielen die Möglichkeit, Instrumente bzw. Lösungen für Ihren Arbeitsalltag abzuleiten.

Seminarinhalte

  • Hintergründe zur Partizipation von jungen Menschen
  • Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Zivilgesellschaftlichen Bildung“
  • Diskussion und Reflexion von Demokratie verstanden als Prozess
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Institution und Rolle in der Demokratie
  • Einordnung von Gefahren für die Demokratie
  • Beispiele zur Mitbestimmung und Entscheidungsfindung

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen

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Angebot-Nr. 7-3-1: Vielfalt ist das ganze Leben – Querschnitt der Theorie und Praxis von Diversity bis Anti-Bias

Träger: Arbeit und Leben Thüringen e.V.

Die Begriffe Vielfalt, Inklusion und Diversity werden oft benutzt, um dem Zusammenleben einen normativen Rahmen zu geben. Eine Klärung der Begriffe soll die damit verbundenen Aufgaben näher beschreiben. Dazu wird sich mit dem Verständnis von Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform auseinandergesetzt.

Innerhalb der Gesellschaft existieren unterschiedliche Machtverhältnisse, Privilegien und Diskriminierungen. Methoden aus dem Anti-Bias, Bezavta und dem Social Justice sensibilisieren für gesellschaftliche Ungleichgewichte, Diskriminierungen und Machtverhältnisse und motivieren zum Hinterfragen und zur Solidarität mit Betroffenen.

Seminarziele

  • Die Teilnehmenden wissen um die Bedeutung der Begriffe Demokratie, Vielfalt, Diversity und Inklusion.
  • TN kennen Ansätze der Antidiskriminierungsarbeit: Anti-Bias, Bezavta und social justice.
  • TN wissen, dass soziale Kategorien und gesellschaftliche Machtverhältnisse Diskriminierung und Privilegien mit sich bringen.
  • TN erleben die Wirkung der Methoden der Ansätze und werten diese aus.

Seminarinhalte

  • Überblick zu den Begriffen Demokratie, Vielfalt, Diversität und Inklusion
  • Kennenlernen demokratiepädagogischer Ansätze: Anti-Bias und Betzavta
  • Vorstellung und Anwenden von Methoden zur Sensibilisierung
  • Bedeutung sozialer Kategorien, Privilegien und Machtverhältnissen für Diskriminierung
  • Aufzeigen von Möglichkeiten zum positiven Erleben von Diversität im Alltag / in der beruflichen Bildung von jungen Menschen

Methoden

Präsentationen, Murmelgruppen, Inputs, stumme Diskussionen, Bildergalerie, Kleingruppenarbeit, Positionierungen, Mind Map

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Angebot-Nr. 7-3-5: Diskriminierung erkennen – Vielfalt und Wertschätzung als Teil der Jugendhilfe in der Gegenwart

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, lautet der erste Artikel der UN-Menschenrechtserklärung. Doch wir neigen dazu, nach Unterschieden zu fragen, statt über Gemeinsamkeiten zu sprechen. Durch die Verwendung von Klischees können wir „andere“ besser fassen und uns abgrenzen. Dies birgt aber auch die Gefahr des Ausschlusses „anderer“. Offene Gesellschaften hingegen leben vom Austausch über unterschiedliche Werte und Normen, die hinter Überzeugungen und Lebensweisen stehen. Gerade in Bezug auf die aktuelle Migrationsthematik ist ein diesbezüglicher Perspektivwechsel unumgänglich.

Seminarziele

Zum Seminarbeginn steht der Begriff „Vielfalt“ im Mittelpunkt: Was steckt dahinter? Was verlangt es & was hat es mit Werten zu tun? Daran schließt sich das Thema „Diskriminierung“ an: Wie erlebe oder erlebte ich Diskriminierung? Welche Gefühle sind damit verbunden? Welche persönlichen Strategien habe ich im Umgang mit Diskriminierung entwickelt? Grundlegend für diese Sensibilisierungsübungen ist das Hinterfragen der eigenen Haltung, um so die Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten zu schärfen und „Normalität“ zu hinterfragen. Des Weiteren werden im Seminar vielfaltsbewusste und diskriminierungskritische Handlungsstrategien nicht nur im Umgang miteinander, sondern auch in Bezug auf Geflüchtete entwickelt und erprobt.

Seminarinhalte

  • Chancen und Herausforderungen von Vielfalt
  • Auseinandersetzungen mit Wertvorstellungen in der Organisation
  • Auseinandersetzungen mit eigenen Werten
  • Stereotype und Diskriminierungsformen (z.B. durch Schimpfwörter)
  • Möglichkeiten der (Selbst-)Reflexion

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen

Buchung

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Angebot-Nr. 7-3-8: Giraffen und Elefanten in einem Haus? Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz

Träger: Jugendsozialwerk Nordhausen

Seminarziele

Im Seminar werden Sie für die kulturelle und ethnische Vielfalt Ihrer Klient(inn)en sensibilisiert. Sie lernen das Potenzial kennen, das sich hinter dieser Vielfalt verbirgt. Des Weiteren erarbeiten Sie tragfähige Handlungsansätze zur Nutzung der Potenziale Ihrer Teilnehmer(innen) und Klient(inn)en.

Seminarinhalte

  • Grundlagenwissen zu „Diversity“
  • Reflexion der eigenen Arbeitskultur unter „Diversity“-Aspekten
  • Informationen über Migrant(inn)engruppen in Thüringen
  • Ansätze für das erfolgreiche Nutzen der Potenziale von Vielfalt am Arbeitsplatz

Methoden

Eine große Methodenvielfalt verspricht einen abwechslungsreichen Lernprozess: Interaktives Erstellen einer Arbeitskulturlandkarte, Gruppenarbeit, Simulationsübungen, theoretische Inputs, Reflexionsrunden

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Angebot-Nr. 7-3-13: Wo liegt die Krise in der „Flüchtlingskrise“? Einstellungsfragen, Praxisanalysen, Handlungsstrategien

Träger: Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

Die Wirklichkeit der Migrationsgesellschaft und die aktuell geführten Debatten um Flucht und Asyl stellen die Jugendhilfe vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Ein Drittel aller Schutzsuchenden, die nach Deutschland kommen, sind – zum Teil unbegleitete – Kinder und Jugendliche. Die Jugendhilfe ist gefordert Wege zu finden, ein inklusives und bestärkendes Umfeld zu etablieren, diversitätsorientierte Zugänge zu sozialem Miteinander zu schaffen und Integrationsprozesse zu begleiten. Dazu braucht es unter anderem Wissen um die Rahmenbedingungen von Flucht und Asyl, Wirkung von Traumatisierungen und Intoleranz, Stimmungslagen und Vorbehalte der aufnehmenden Gesellschaft sowie Möglichkeiten der Diskriminierungsprävention im eigenen Handlungs- und Arbeitsfeld.

Seminarziele

Das Seminar geht auf folgende Fragen ein: Was bedeutet es in einer Migrationsgesellschaft zu leben? Welche Selbst- und Fremdbilder gehen damit einher? Wie lassen sich Lernräume kreieren, die auf Teilhabe, Anerkennung und Gleichwertigkeit orientiert sind? Was brauchen Pädagog(inn)en, um geflüchtete Kinder und junge Menschen in ihrer Entwicklung und Integration zu begleiten und zu bestärken? Welche Ansätze und Konzepte eignen sich dazu? Was verstehen wir unter Diskriminierungsschutz und welche Strategien sind dabei von besonderer Bedeutung? Welche Praxisideen haben sich bewährt und können auf die aktuellen Herausforderungen übertragen werden? Das eintägige Seminar bietet Raum für thematische Auseinandersetzungen, kollegialen Erfahrungsaustausch und fallbezogene Praxisanalysen.

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung ist bedarfsorientiert und kann im Gruppenprozess Ihren Fragen und Anliegen flexibel angepasst werden. Der thematische Fokus bleibt erhalten, aber die Seminarleitung hält sich und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen zu folgen und diese in den Seminarablauf zu integrieren.

Methoden

Interaktive Übungen, Gruppenarbeit, Beratung und Supervision, Fallbesprechungen

Buchung

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Angebot-Nr. 7-4-8: Interkulturelle Öffnung – eine bereichernde Option oder schlichte Notwendigkeit?

Träger: Jugendsozialwerk Nordhausen

Viele Menschen, Institutionen, Organisationen und Unternehmen schätzen die Vielfalt unserer Gesellschaft. Sie sehen die Unterschiede in Werten, Kommunikationsstilen, Bedürfnissen und Interessen, aber auch die vielen Gemeinsamkeiten, die die Bestimmung gemeinsamer Ziele und Wege ermöglichen.

Expert(inn)en betonen, dass der bewusste Umgang mit kultureller Vielfalt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Teilhabe und Demokratie leisten kann. Jedoch gibt es keine allgemeingültigen Patentlösungen für den konstruktiven Umgang dafür. Pädagog(inn)en stellen berechtigt die Frage nach einer praktischen Umsetzung für gelebte Vielfalt. Dabei spielen neben der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen auch die Aspekte der Zusammenarbeit mit den Eltern und Partnern eine Rolle. Und vor allem ist die Entwicklung der gesamten Einrichtung zu einer interkulturell lernenden in den Blick zu nehmen.

Vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa wirken sich die vielfaltbezogenen Chancen und Herausforderungen immer mehr auf die Arbeit der Pädagog(inn)en aus. Deren Bewältigung erfordert eine kontinuierliche Reflexion der eigenen Haltung als auch der Erziehungsstile, Konzepte und deren methodisch-didaktischen Umsetzung. Erleichtert wird die empathische Sicht durch ein erweitertes kulturübergreifendes und kulturspezifisches Wissen.

Seminarziele

Im Seminar wird Ihr Verständnis zu Interkulturalität und für eine wirkungsvolle interkultureller Organisationsentwicklung erweitert. Im Seminarverlauf wird ein Bogen von anspruchsvoller Theorie zu einer nachhaltigen Intervention gespannt. Sie erleben eine wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Fortbildung und setzen sich mit Ihrer kulturellen Prägung auseinander.

Seminarinhalte

  • Überprüfung der vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeit mit jungen Menschen, Eltern und Kooperationspartnern in Hinblick auf den bewussten Umgang mit Vielfalt
  • Anstoßen eines Prozesses zur Entwicklung tragfähiger Handlungsoptionen und zur nachhaltigen Integration des interkulturellen Lernens in Ihren Arbeitsalltag
  • Reflexion des eigenen interkulturellen Lernprozesses und der interkulturellen Kompetenz

Methoden

Impulsreferate, Rollenspiele, Arbeit an Fallbeispielen, Reflexionsrunden, Plenumsdiskussion

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Ansprechpartner

Angebot-Nr. 7-4-9: Wie farbig ist „bunt“? - Kulturelle Vielfalt in der Jugendhilfe

Träger: Kindersprachbrücke Jena e.V.

Unsere Gesellschaft wird vielfältiger. Junge Menschen wachsen heute in Familien mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen und Lebensentwürfen auf. Die Individualität von Jugendlichen und deren Familien zeigt sich in Bildungseinrichtungen und der Jugendsozialarbeit Tag für Tag und fordert Pädagog(inn)en auf, Wege zu finden, mit ihr umzugehen. Dabei können Fragen auftreten wie:

  • Inwieweit müssen die kulturellen Hintergründe der Jugendlichen und ihrer Familien in der Arbeit berücksichtigen und einbeziehen?
  • Wie kann Kommunikation mit Eltern und jungen Menschen/Kindern gelingen – trotz unterschiedlicher Ansichten, Sprachbarrieren oder scheinbarem Desinteresse?
  • Wie kann eine von Toleranz und Wertschätzung gekennzeichnete Atmosphäre in der Organisation gestalten werden?

Seminarziele

Im Seminar wird eine wertschätzende Auseinandersetzung mit diesen Fragen angeregt. Die Arbeit an einer vorurteilsbewussten, von Toleranz gekennzeichneten Haltung wird verbunden mit der Vermittlung von relevantem Hintergrundwissen zur Situation von Kindern, Jugendlichen und Familien mit Migrations- bzw. Fluchterfahrung sowie praktischen Handlungsoptionen für den beruflichen Alltag. Grundlegende theoretische Erkenntnisse werden mit bewährten Ideen und Modellen aus der Praxis verknüpft.

Seminarinhalte

  • Stärkung von interkultureller Kompetenz, Toleranz und Vorurteilsbewusstsein
  • Reflexion von Handlungsroutinen und Haltungen
  • Kulturbegriff und kulturelle Prägung
  • Anregungen zum Umgang mit Wertedifferenz und Fremdheitserfahrungen
  • Relevantes Hintergrundwissen und Handlungsoptionen zu den Themen Migration/Flucht und Mehrsprachigkeit

Methoden

Selbsterfahrungsübungen, thematische Inputs und Reflexionsmethoden werden mit praxisnaher, auf Ihren Erfahrungen, basierender Fallarbeit bereichert. Theoretische Erkenntnisse werden mit bewährten Ideen und Beispielen aus der Praxis verknüpft.

Weiterführende Informationen zu dieser Fortbildung finden Sie im Flyer.

Buchung

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Ansprechpartner

Angebot-Nr. 7-4-12: Interkulturelles Lernen – es muss kein Buch mit sieben Siegeln sein!

Träger: toolpool

Die aktuelle Zuwanderung und die Migration der letzten Jahre stellt Mitarbeiter(innen) der Jugendhilfe vor hohe Anforderungen. Es besteht der Anspruch und gleichzeitig der Auftrag Kinder und Jugendliche aus allen Kulturkreisen gleichberechtigt und diskriminierungsfrei zu betreuen sowie geeignete Angebote für eine umfassende Integration anzubieten. Jugendarbeit kann mit ihrem lebensweltbezogenen Ansatz eine herausragende Rolle in interkulturellen Lernprozessen spielen.

Jedoch die alltägliche Konfrontation mit den Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft sowie die Erwartung der breiten Öffentlichkeit, die erforderliche Integrationsaufgabe zu leisten, stellen besondere Erfordernisse an die Jugendarbeit. Hier sind geeignete Konzepte gefragt.

Seminarziele

Das Seminar stellt Ihnen geeignete Ansätze und Vorgehensweisen für interkulturelle Lernprozesse vor, um Ihre Handlungsoptionen zu erweitern und Ihre Handlungssicherheit in interkulturellen Zusammenhängen zu stärken. In praktischen Übungen setzen Sie sich mit vermeintlichen „Fettnäpfchen“ auseinander. Das Seminar schließt mit praktischen, theoretischen und monetären Anregungen für internationale Jugendbegegnungen, die eine bereichernde Erfahrung für junge Menschen sein können und zum Erlangen interkultureller Kompetenz beitragen.

Seminarinhalte

  • Interkulturelle Sensibilisierung
  • Vermittlung von Basiskompetenzen des interkulturelles Lernens
  • Verfahren und Ansätze zur Förderung interkultureller Öffnung
  • Informationen zu Erasmus+ JUGEND IN AKTION und sowie Praxisbeispiele für internationale Begegnungs- und Austauschmaßnahmen

Methoden

Selbstreflexion, inhaltliche Anregungen, Austausch und Berücksichtigung Ihrer Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag

Buchung

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Ansprechpartner

Angebot 7-41-6: : Islamophobie: Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch?

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Das Phänomen der Islamophobie ist ein Element der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF). Der gemeinsame Kern ist eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. In Thüringen beträgt die Zustimmungsrate islamfeindlicher Einstellungen 47 % (vgl. Thür. Monitor 2014).

Seminarziele

Im Seminar wird Ihnen Wissen zur Entstehung und Manifestierung von Islamophobie vorgestellt, um Vorurteile und Ängste zu erkennen. Zusätzlich geht es um das Erkennen islamophober Argumentationsweisen, mit dem Ziel, sich Strategien zur Auflösung und/oder Entschlüsselung dieser anzueignen.

Seminarinhalte

  • GMF und seine Elemente, insbes. Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit
  • THÜGIDA – Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch? Ursachen von Abwertungstendenzen und gesellschaftliche Folgen
  • Umgang mit Informationen und Medien: „Von PI zu Pierre Vogel“ Informationsquellen und -inhalte verstehen, einordnen und bewerten
  • Gesprächstechniken: Klassische Argumentationsmuster und Gegennarrative, Verunsicherungspädagogik
  • Genderreflektierte Ansätze als Querschnittsthema

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Buchung

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Wo soll das Seminar stattfinden?

Ansprechpartner

Angebot 7-42-6: Islam: Theologische Grundlagen und religiöse Alltagspraxis

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Für viele Muslime ist Religion ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität, der ihnen Orientierung und Halt vermittelt. Oft haben sie jedoch das Gefühl, nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Das Arbeitsfeld kann damit zum Austragungsort interreligiöser Konflikte werden. Nicht selten sind diese von gegenseitigen Vorurteilen und mangelndem Wissen um das Gegenüber geprägt.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen islamische Grundkenntnisse vermittelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen wird Ihnen mit Hilfe interaktiver Übungen Wissen vermittelt und zur Selbstreflexion angeregt.

Seminarinhalte

  • Islam in Deutschland: Strömungen und kulturelle Hintergründe
  • Religiöse Alltagspraxis
  • Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
  • Frauen und Islam

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Buchung

Alle mit * markierten Felder müssen ausgefüllt werden.

Wo soll das Seminar stattfinden?

Ansprechpartner

Angebot 7-43-6: Religiös oder extremistisch? Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierung

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

In Ihren Arbeitsbereichen kann es zu Situationen kommen, in denen Sie mit extremistischen bzw. fundamentalistischen Einstellungen und Verhaltensweisen Ihrer Klient(inn)en konfrontiert sind. Dabei ist es meist schwierig, angemessen darauf zu reagieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Extremismus und Fundamentalismus. Mit der Fortbildung wird ein weiter entwickeltes Verständnis der eigenen Berufsrolle angestrebt, das einen Dialog mit Menschen, die extremistische Denkmuster aufzeigen, ermöglicht. Der Schwerpunkt wird deshalb auf praxisrelevante pädagogische Denk- und Verhaltensweisen gelegt.

Seminarinhalte

  • Merkmale von Ideologie
  • Begriffsbestimmung: Religion, Tradition, Kultur, Fundamentalismus
  • Salafismus und Dschihadismus (Verhältnismäßigkeiten = Fakten und Zahlen) sowie Rolle und Nutzung der Medien
  • Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre Gegennarrative

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

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Wo soll das Seminar stattfinden?

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