Mitarbeitende der Jugendhilfe

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in der Jugendhilfe

Nachfolgend finden Sie 22 Seminare zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen, menschenrechtsorientierten Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt und Toleranz, Interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen
  • Förderung von Akzeptanz vielfältiger sexueller Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Beziehungsformen

7-1-1: Kompetent Argumentieren! – gegen Diskriminierung und Neonazismus

Träger: Arbeit und Leben Thüringen e.V. Erfurt

Ob in der Werbung, bei Aussagen von rechtspopulistischen Politikerinnen und Politikern, in Kommentaren im Internet oder auf dem Schulhof: Diskriminierung kann fast überall vorkommen. Menschenverachtende Einstellungen und deren Auswirkungen sind Teil der gesamten Gesellschaft und der „Nährboden“ für eine neonazistische Ideologie und Taten. Umso wichtiger ist es, ihnen kompetent zu begegnen.

Seminarziele

Zuerst diskutieren Sie über Texte und Bilder aus Ihrem Arbeitsalltag und die eigene Betroffenheit und werden für Einschränkungen, die sie direkt betreffen oder die sie im Alltag erfahren können, sensibilisiert. Daran schließen sich Inhalte an, die mit Ihren Bedürfnissen abgestimmt werden. So kann bspw. intensiver auf neonazistische Ideologien und Strategien von Neonazis eingegangen oder die Verbreitung von menschenverachtenden Einstellungen in der Gesellschaft beleuchtet werden.

Der praxisorientierte Teil des Seminars beginnt mit dem Sammeln von Argumentationen gegen weit verbreitete diskriminierende Äußerungen aus Ihrem Erfahrungsspektrum. Eingebettet werden diese in nützliche Tipps zum Argumentieren, z.B. die Vorteile einer humanistischen Argumentationslogik gegenüber Verwertungslogik oder Wege um Rückzugsmöglichkeiten zu lassen. Anschließend wird die zuvor vermittelte Theorie angewandt und eine Situation geschaffen, in der Sie sich im Argumentieren testen können, da das praktische Ausprobieren die beste Vorbereitung für den „Ernstfall“ ist. Zudem erfahren Sie weiterführende (lokale und regionale) Unterstützungsmöglichkeiten zum Thema.

Inhalte

  • Beispiele für Diskriminierung aus dem Alltag – eigene Betroffenheit
  • Empirische Studien zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
  • Erfahrungsaustausch, thematische Beispielsammlung
  • Menschenverachtende Einstellungen als Scharnier für neonazistische Ideologien
  • Neonazistische Wortmeldungen, Argumente und Parolen
  • Menschenverachtende, neonazistische Codes, Styles, Organisationen und besetzte Themen
  • Argumentations- und Handlungstraining anhand eigener Beispiele

Methoden

Präsentationen, Bilderassoziation, Diskussion, computergestützte Präsentation, praktische Argumentationsübungen, Textarbeit

Trainer(in)-Team

Doreen Breuer, Sylvia Riemschneider und/oder Cornelius Helmert, Arbeit und Leben Thüringen e.V. Erfurt, „Netzwerk für Demokratie und Courage“

Das Netzwerk arbeitet seit 1998 mit Lehrenden, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie Schülerinnen und Schülern zusammen gegen Vorurteile und Diskriminierung. Die Trainerinnen führten bisher zahlreiche Seminare zum Thema „Demokratiepädagogik“ mit Lehrenden aller Schulformen, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern durch.

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7-1-2: Identitäre, Reichsbürger, Die Rechte oder der III. Weg? Herausforderungen des Rechtsextremismus und der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in der Jugendhilfe

Träger: cultures interactive e.V.

Seminarziele

Das Tagesseminar befasst sich mit den aktuellen Phänomenen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF), Rassismus und Rechtsextremismus. „Verhärtete Vorurteile“ der GMF sind oftmals die Vorstufe zu Vorfällen mit rechtsorientiertem Hintergrund. Dabei können Fragen im Arbeitsfeld auftreten:

  • Wie interveniere ich gegen abwertende und/oder rechtsorientierte Sprüche, Musik oder Statements auf Anziehsachen?
  • Wie reagiere ich, wenn sich Jugendliche und/oder deren Eltern sich als Reichsbürger, Identitäre oder in einer entsprechenden Partei organisieren und „outen“?
  • Wie kann ich „Fälle“ erkennen und zu einer Handlungssicherheit gelangen? Wie gehe ich pädagogisch verantwortungsvoll mit dem einzelnen Jugendlichen als auch einer Gruppe um, die rechtsextrem gefährdet oder orientiert ist.

Hierzu wird es im Seminar konkrete Arbeitsvorschläge geben. Das Seminar vermittelt Grundkenntnisse über das Handlungsfeld GMF sowie über Symbole, Zeichen und Strategien der rechtsextremen Szenen. Darüber hinaus werden Ideen für eine eigene Haltung und Handlungskompetenzen angeregt, um professionell die Herausforderungen im eigenen Arbeitsfeld zu bearbeiten.

Inhalte

  • Erkennen von Zeichen, Symbolen und Strategien aus der rechtsextremen Szene
  • Theoretische Auseinandersetzung und praktische Anwendung verschiedener pädagogischer Konzepte der Prävention und Intervention, Reflektion eigener Vorurteilsbildungen
  • Einordung des Phänomens Rechtsextremismus und GMF als gesamtgesellschaftliches Problem sowie Vorschläge zu konstruktiver Bearbeitung und Netzwerkbildung
  • Notwendigkeit eines längerfristigen Interventionsplans
  • Zielgerichtete (narrative) Intervention

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes aus der rechtsextremen Szene, verschiedene Methodenbeispiele, Gruppenaustauschprozesse

Trainer

Peer Wiechmann, cultures interactive e.V. Weimar/Berlin

Der Trainer studierte Publizistik, Soziologie, Politologie und Teilgebiete des Rechts an der Freien Universität Berlin. Er ist seit 15 Jahren in der Rechtsextremismusprävention (in Thüringen) tätig und hat insbes. den Ansatz der Jugendkulturarbeit geprägt. Der Trainer war Landeskoordinator von „Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage“ in Berlin sowie Leiter der CIVITAS-geförderten Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus in Weimar/Weimarer Land. Heute ist er Geschäftsführer des Vereins cultures interactive e.V. mit Sitz in Weimar und Berlin.

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7-1-7: Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen

Träger: DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

„Das sind doch eh alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, die sich hier ein schönes Leben machen wollen.“ Wie gehe ich mit tatsachenwidrigen Behauptungen und diskriminierenden Parolen um, wenn mein Gegenüber Argumente vielleicht gar nicht hören will? Wie entlarve ich Widersprüchlichkeiten, unlauteres Argumentieren und Befindlichkeiten, die möglicherweise hinter diesen Parolen stehen? Warum ist eine Entgegnung – auch der sympathischen Kollegin gegenüber – so wichtig und welchen „Kniff“ gibt es, damit mir die beste Erwiderung nicht erst abends beim Schlafen gehen einfällt?

In einem Argumentationstraining bieten wir für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Jugendhilfe eine Auseinandersetzung mit dieser Problematik an. Im Workshop erarbeiten wir anhand von Beispielsituationen aus dem konkreten Arbeitsalltag, was möglicherweise hinter diskriminierenden Äußerungen stehen kann und wie sinnvolle Entgegnungen aussehen können. Wir diskutieren, wann eindeutiger Widerspruch unumgänglich ist, wo eine inhaltliche Debatte Sinn machen kann und wann Grenzen des Argumentierens erreicht sind. Mit Informationen, Rollenspielen und Auswertungen zu Argumentationsstrategien werden Sie für die Auseinandersetzung mit diskriminierenden Äußerungen gestärkt.

Seminarziele

Sie:

  • erkennen diskriminierende Äußerungen (auch als Teil ihres Arbeitssettings und Alltags)
  • reflektieren über Bedeutung und Notwendigkeit von Entgegnungen und finden ein bzw. bestärken Ihr Standing
  • lernen diskriminierende Situationen zu analysieren und erkennen relevante Aspekte für die Strategieauswahl
  • lernen Argumentationstechniken kennen und können Reaktionsstrategien diskutieren
  • entwickeln, erproben und bewerten eigene Argumentations- und Reaktionsstrategien

 

Inhalte

  • Kennzeichen von diskriminierenden Äußerungen
  • Schwierigkeiten im Umgang mit diesen
  • Argumentationsstrategien und Reaktionsmöglichkeiten
  • Ausprobieren am Beispiel von Situationen aus dem eigenen Berufsalltag

Methoden

Gruppenarbeit in verschiedenen Formaten, Kurz-Input, angeleitetes Rollenspiel, moderierte Diskussion zur Reflexion und Ergebnissicherung, Feedbackmethoden

Trainerin

Melanie Pohner, DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

Die Trainerin ist langjährig als Bildungsreferentin in der Erwachsenenbildung tätig und leitet seit vielen Jahren Argumentationstrainings für die verschiedensten Zielgruppen.

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7-1-10: "Läuft bei uns!" Jugendhilfe im Spannungsfeld von Partizipation und rechter Propaganda

Träger: MOBIT e.V.

Mitarbeitende in der Jugendarbeit und Jugendhilfe stehen in Kontakt zu Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und sind auf vielfältige Weise mit ihrer professionellen Betreuung und Begleitung beauftragt: Sie stehen ihren Klienten und deren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite und vermitteln nebenbei Werte des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Spezifische fachliche Kenntnisse, zum Beispiel ein auf das System gerichteter Blick oder Ansätze und Ideen zur Stärkung nicht rechter Jugendkultur sind neben einem eigenen demokratischen Standpunkt notwendig.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie werden befähigt, in ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen sowie Ihren demokratischen Standpunkt zu festigen.

Inhalt

Die extreme Rechte in Thüringen

  • Vermittlung eines gesamtgesellschaftlichen Blicks auf Rechtsextremismus: Definitionen des Begriffs, Vorstellung von Studien und des Thüringen-Monitors
  • Darstellung von Struktur(en), Relevanz sowie Ideologie und strategische Ausrichtung von Parteien, Organisationen und Gruppierungen der extrem rechten und neonazistischen Szene in Thüringen
  • Darstellung von neurechten und rechtspopulistischen Bewegungen und Akteurinnen und Akteuren
  • Immobilien und deren Nutzung durch die extrem rechte Szene

Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene

  • Kennenlernen der inneren Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften
  • Vermittlung von Symbolen, Logos, codierten Botschaften, die Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um)Deutung in diesen Kontexten
  • Chronologische Darstellung von Versatzstücken aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und nationalsozialistischen Bezugsrahmen sowie diverse Einflüsse durch Subkulturen und Moden

Erlebniswelt RechtsRock

  • umfassende Darstellung rechter Musik als wichtiges Rekrutierungsinstrument der extremen Rechten
  • Kennenlernen, Interpretation und Einordnung von Kennzeichen, Inhalten und Funktionen neonazistischer Musik

Erarbeitung von Handlungskompetenzen

  • Erarbeitung von Handlungsschritten, die zur Problemlösung beitragen können
  • Besprechung von Fallbeispielen
  • Schwerpunkte können sein: Vereinbarungen über einen adäquaten und Umgang mit extrem rechten Vorfällen, Entwicklung von Projektideen zur Stärkung nicht rechter Jugendkultur

Methoden

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild von MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“.

Trainer(in)-Team

Ziel der Arbeit von MOBIT ist die Stärkung des bürgerlichen, demokratischen Engagements in Thüringen und die konkrete Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Darüber hinaus informiert MOBIT über aktuelle Entwicklungen in der rechtsextremen Szene.

Die Trainerinnen und Trainer (Sozialpädagogik, Politikwissenschaft, Pädagogik, Jugend- / Erwachsenenbildung) verfügen über umfangreiche Kenntnisse im Bereich extreme Rechte und im Bereich zivilgesellschaftlicher Prozesse sowie in der Beratungsarbeit. Sie weisen langjährige Erfahrungen in der Fortbildung auf.

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7-11-2: Vom Genderwahn in extrem rechten Bewegungen - Gender als thematische Kampfzone von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus sowie Ansätze einer genderreflektierten Präventions- und Distanzierungsarbeit

Träger: cultures interactive e.V.

Die extreme Rechte nutzt Genderthematiken – wie die Frage nach Rollenvorstellungen oder persönlichen Lebensentwürfen teilweise aggressiv, um demokratische Grundrechte zu attackieren. Gleichzeitig spielen Genderthematiken für jene, die sich rechtsextremen Szenen zuwenden eine wichtige Rolle.

Seminarziele

In dem Tagesseminar geht es darum, die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer genderspezifischen Rechtsextremismus-Prävention zu vermitteln. Lernziele sind:

  • Vermittlung von Hintergründen zu genderrelevanten Thematiken der extremen Rechten wie die Ablehnung von Gender Mainstreaming, Feminismus, geschlechtlicher Vielfalt
  • Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen im Rechtsextremismus und deren ideologische Bedeutung: Ideologie der Volksgemeinschaft als zentrale Grundlage, Kampf gegen Strategien der Gleichberechtigung von Mann und Frau (Anti-Gender-Mainstreaming-Kampagnen) und gegen die Gleichberechtigung von LSBT*(lesbisch, schwulen, bi- und transsexuellen)-Menschen
  • Geschlechtsspezifische Rollenverteilungen in rechtspopulistischen und rechtsextremen Bewegungen und zahlenmäßige Verteilung von Männern und Frauen in offenen Szenezusammenhängen (Identitäre Bewegung u.a.), Kameradschaften und Parteien
  • Bedeutung von Frauen im Rechtspopulismus und Rechtsextremismus: Frauen werden als Akteurinnen häufig übersehen. Dabei setzen sie sich strategisch und besonders laut in bestimmten Themenfeldern für die „nationale Sache“ ein, z.B. in Debatten um sexuellen Missbrauch / Pädophilie, familiäre Sicherheit und Erziehungsbereiche und gehen bewusst in soziale Berufe, z.B. in Kindergärten, Schulen, Jugend- und Gemeinwesenarbeit
  • Geschlechtsspezifische Aspekte der Hinwendung und Teilnahme in rechtsextremen Szenen, verschiedene Identifikations-, Zugehörigkeits- und Erlebnisangebote für Jungen und Mädchen
  • Genderreflektierte Ansätze von Präventions- und Distanzierungsangeboten, die in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe ansetzen, um junge Frauen und Männer zu unterstützen, sich von rechtsextremen Haltungen und Szenen zu distanzieren.
  • Praxisorientierte Präventions- und Interventionsmethoden, um genderspezifischen Strategien des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus argumentativ und pro aktiv begegnen zu können insbes. für die Jugendhilfe und Gemeinwesen orientierte Jugendarbeit

Methoden

Durch PowerPoint-Vorträge, Übungen, Kleingruppenarbeit, Reflexionsrunden werden die Handlungskompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestärkt und Möglichkeiten angeregt, professionell Problematiken im eigenen Arbeitsfeld zu bearbeiten.

Trainerin

Silke Baer, cultures interactive e.V.

Die Trainerin studierte Publizistik, Kommunikationswissenschaften und Nordamerikanistik sowie Sozialpädagogik (FH). Sie ist zertifizierte Mediatorin sowie Mitbegründerin und pädagogische Leiterin von cultures interactive e.V. Seit 2001 arbeitet sie in der Jugendkulturarbeit, Rechtsextremismus- und Gewaltprävention, konzeptioniert, leitet und evaluiert Modellprojekte. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Bearbeitung von rechtsextremen Phänomenen, Strategien der Präventions- und Distanzierungsarbeit, genderreflektierte Ansätze, Chancengerechtigkeit durch neue Bildungsansätze und Stärkung der politischen Teilhabe von Jugendlichen sowie sozialraumorientierte Konzepte. Sie leitete das EU-Projekt „Women in Extremism – WomEx“ und ist berufenes Mitglied des Radicalisation Awarness Network in der AG „Deradicalisation“ und Mitherausgeberin von „Verantwortlich Handeln: Praxis der Sozialen Arbeit mit rechtsextrem orientierten und gefährdeten Jugendlichen“ (Budrich, 2014).

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7-12-2: „Ey Du Opfer“ - Prävention und Intervention in der Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten und orientierten jungen Menschen

Träger: cultures interactive e.V.

„Ey! Du Opfer“, wahlweise: „Schwuchtel“, „Spast“ oder „Asylant“ sind die wiederkehrenden Sprüche von Jugendlichen, die Ihren Frustrationsgrad im Arbeitsalltag um einiges erhöhen. Wie kann bei solchen Sprüchen, diesen kurzen Momenten, eine erfolgreiche Intervention erfolgen oder ist vielleicht ein geflissentliches Überhören nicht zielgerichteter?

Haltung und Handlung sind hier geboten. Aber wie? Pädagoginnen und Pädagogen stehen vor der Entscheidung des Umgangs mit oftmals „nebenbei“ geäußerten oder zur Schau getragenen abwertenden Meinungen. Handelt es sich um eine Aussage, die einen vorhandenen „Hass“ ausdrückt oder einfach nur ein Spruch, der die „coolness“ in der Gruppe erhöht.

Seminarziele

Hier vermittelt Ihnen das Tagesseminar Handlungssicherheit und befasst sich mit den Phänomenen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) sowie den sogenannten „Grauzonen“ im Bereich des Rechtsextremismus und Rassismus in den Arbeitsfeldern der Jugendhilfe. Ihnen werden Methoden der Bearbeitung vermittelt als auch die eigene Haltung im Umgang mit den Jugendlichen reflektiert. Letztlich gilt es bei allen Vorfällen abzuwägen, ob es sich hier um eine „interventionspflichtige“ Situation handelt, weil hier offensichtlich menschenverachtende und gewaltverherrlichende Meinungen sich verstetigen. GMF ist schließlich nicht selten die Vorstufe zu Vorfällen mit rechtsorientiertem Hintergrund. Oder bedarf es nur einer „lustig-ironischen“ Bewussteinsmachung, die den Jugendlichen oder die Gruppe vielleicht auf andere Gedanken und Wege bringt, die aber zumindest unsere eigene Haltung und die der Institution klar und transparent dem Gegenüber verdeutlicht.

Inhalte

  • Methodenvermittlung für Interventionsmöglichkeiten und Prävention bei rechtsaffinen Vorkommnissen
  • Erkennen von Zeichen, Symbolen und Strategien aus der sog. „Grauzone“ der (rechtsextremen) Szene, Analyse von uneindeutigen Musiktexten
  • Theoretische Auseinandersetzung und praktische Anwendung des Konzepts der GMF
  • Einordung des Phänomens Rechtsextremismus und GMF als gesamtgesellschaftliches Problem samt entsprechender Netzwerkbildung
  • Zielgerichtete Intervention und Evaluation der eigenen Maßnahmen

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes aus der sog. Grauzone der Jugendkulturen, verschiedene Methodenbeispiele, Musikanalyse, Gruppenaustauschprozesse

Trainer

Peer Wiechmann, cultures interactive e.V. Weimar/Berlin

Der Trainer studierte Publizistik, Soziologie, Politologie und Teilgebiete des Rechts an der Freien Universität Berlin. Er ist seit 15 Jahren in der Rechtsextremismusprävention (in Thüringen) tätig und hat insbes. den Ansatz der Jugendkulturarbeit geprägt. Der Trainer war Landeskoordinator von „Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage“ in Berlin sowie Leiter der CIVITAS-geförderten Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus in Weimar/Weimarer Land. Heute ist er Geschäftsführer des Vereins cultures interactive e.V. mit Sitz in Weimar und Berlin.

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7-12-7: Grundlagenwissen Flucht und Asyl

Träger: DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., Flüchtlingsrat Thüringen e.V., Projekt [CoRa]

In der öffentlichen Debatte zum Thema „Flucht und Asyl“ liegt der Schwerpunkt häufig auf vermeintlichen Gefahren und scheinbar unlösbaren Herausforderungen für die Gesellschaft. Zur (rechtspopulistischen) Stimmungsmache gehört es, gezielte, suggestive Fehlinformation über Geflüchtete zu verbreiten. Parallel setzen sich vielerorts viele Engagierte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Geflüchtete ein. Im Seminar „Grundlagenwissen Flucht und Asyl“ werden der Stimmungsmache Fakten entgegen gesetzt und Unterstützerinnen und Unterstützer gestärkt.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Argumentationshilfen für Demokratie und Weltoffenheit und werden für das Thema „Flucht und Asyl“ sensibilisiert. Somit wird ein sachliches Gegengewicht zur (rechtspopulistischen) Stimmungsmache und gezielten, suggestiven Fehlinformation gesetzt und die Handlungssicherheit der prodemokratischen Akteurinnen und Akteure gestärkt. Sie werden zudem befähigt, sich solidarisch und menschenrechtsorientiert für und mit Geflüchtete(n) einzusetzen. Ein an humanitären und an menschenrechtlichen Standards orientierter Umgang mit den Themen „Flucht und Asyl“ und der Abbau von Vorurteilen, Rassismus und Fehleinschätzungen sind dabei zentrale Ziele.

Inhalte

  • Aktuelle Zahlen und Fakten zu Flucht und Asyl
  • Aktuelle Grundlagen des Asylrechts in Deutschland
  • Ablauf von Asylverfahren in Thüringen, Rahmenbedingungen der Aufnahme von Geflüchteten
  • Aktuelle politische Situation und Menschenrechte (auch über Thüringen hinaus)
  • Austausch über die aktuellen Debatten im Themenbereich „Flucht und Asyl“
  • Möglichkeiten der ehrenamtlichen und solidarischen Unterstützung
  • Darstellung der Perspektiven von Geflüchteten
  • Bedarfsorientierte Schwerpunkte

Methoden

PowerPoint-Vortrag, interaktive Kleingruppen- und Plenumsarbeit, moderierte Austausch- und Diskussionsrunden, Selbstreflexion, Verwendung der Methodensammlung „Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit“

Trainerinnen und Trainer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

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7-13-2: „Hate Speech“ und „Fake News“ versus Fakten und kritische Medienbildung

Kritische Auseinandersetzung mit antidemokratischen Medien(inhalten) als Basis für die Reflexion der eigenen und öffentlichen Meinungsbildung in einer demokratischen Gesellschaft

Träger: cultures interactive e.V.

Seminarziele

Im Seminar werden die Hintergründe über das Zusammenspiel von Medien- und Wahrnehmungssystem bei der politischen Meinungsbildung vermittelt. Thematisiert werden u.a. aktuelle Problemstellungen wie ›Fake News‹, ›Hate Speech‹ und ›Filterbubble‹. Auch der Umgang mit klassischen Medien, Bildern und Sprache findet im Seminar Beachtung, nicht zuletzt um den Begriff der ›Lügenpresse‹ im Rahmen der aktuell politischen Phänomene wie AFD, Identitäre sowie Pe- und Thügida auf facebook und Co. einzuordnen. Wahrheitsbildung wird als medialer Prozess – vom Ereignis zur Botschaft – spielerisch erfahren.

iKonkrete Fragen sind dabei:

  • Was sind Medien (Massenmedien…)?
  • Welche psychologischen Effekte erzeugen sie bei uns?
  • Wo liegt der Unterschied zwischen Manipulation und Information?
  • Welchen Einfluss hat unser eigenes Selektionsverhalten?
  • Gibt es so etwas wie eine Wahrheit?
  • Wie können wir uns möglichst frei ein eigenes Bild davon machen?
  • Wie entstehen unsere (Welt-) Bilder und Sichtweisen – auch auf andere Kulturen?
  • Was ist überhaupt »guter« Journalismus – und was seine Probleme (am Beispiel Auslandsberichterstattung)?
  • Wie unterscheiden sich soziale Netzwerke von klassischen Newsplattformen?
  • Was ist die Filterblase und wie komme ich aus ihr raus?
  • Diese und noch mehr Fragen werden im Seminar beantwortet – mit abwechslungsreichen Methoden, die wiederum in der Arbeit mit Jugendlichen eingesetzt werden können.

Methoden

Gruppenarbeiten, Inputreferate, szenisches Darstellung, Bilder- und Sprachspiele, Live-Experimente, Methoden der Emotionalen Distanzierung von Inhalten, Fake-News-Debatten, Ratespiele zur Unterscheidung von Genres (Berichterstattung, Satire …), Spiele zur Wahrnehmung medialer Stereotype

Trainer

Mathias Rauh, cultures interactive e.V.

Der Trainer bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Medien und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Theorie und Praxis. Neben seinem Studium in Medienwissenschaft und Psychologie war er u.a. als Journalist in Spanien und Kommunikationskonzepter für Erneuerbare Energien in Costa Rica tätig und erhielt so detaillierte Einblicke in den praktischen Medienbetrieb. Anschließend rückten vor allem medienpädagogische und (entwicklungs-)politische Bildung in den Fokus seines Engagements. Nach einem aufbauenden Master in Kommunikationsforschung an der Universität Erfurt widmet er sich speziell dem Zusammenspiel von Globalisierung, Weltbildern und Medien. Diese akademisch verankerten Themen trägt er seit drei Jahren als Bildungsreferent und Projektkoordinator für den mohio e.V. dorthin, wo die wahren Agenten der Zukunft sitzen – ins Klassenzimmer.

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7-2-5: Selbstbestimmt – Bestimmt! Weiterbildung zur Stärkung der Demokratie und demokratischen Alltagskultur

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Partizipation ist eine Grundvoraussetzung von Demokratie. Dementsprechendes Gewicht sollte beteiligungsorientierten Prozessen eingeräumt werden. Der „Lernort Demokratie“ ist demnach nicht nur ein Teil in einem Seminar, sondern spiegelt sich auch im vielfältigen Handlungsfeld der Jugendhilfe wider. Die Ziele des Seminars liegen somit in der Vermittlung von Funktions- und Wirkungsbereichen von Demokratie. Demzufolge geht es darum, Partizipationsräume sowohl im eigenen System als auch den Klienten zu entdecken. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonventionen steht dabei ebenso im Fokus, wie die Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Gefahren für den demokratischen Prozess. Im Bereich nonformaler Bildung bieten wir den Fachkräften eine Auswahl unterschiedlicher Methoden zur Förderung einer demokratisch strukturierten Beteiligung an.

Seminarziele

Die Ziele des Seminars liegen in der Vermittlung von Funktions- und Wirkungsbereichen von Demokratie. Mit Hilfe demokratischer Kommunikations- und Organisationsstrukturen können Partizipationsräume auch hinsichtlich Ihrer Institution entdeckt werden. Rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Gefahren für den demokratischen Prozess. Wir entwickeln Visionen, um demokratische Veränderungen zu ermöglichen und reflektieren über das Selbstverständnis unserer Partnerinnen und Partner. Durch Bearbeiten von Fallbeispielen bietet sich die Möglichkeit, Instrumente bzw. Lösungen für die Berufspraxis abzuleiten.

Seminarinhalte

  • Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Zivilgesellschaftlichen Bildung“
  • Beschäftigung Demokratie verstanden als Prozess
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Institution und Rolle in der Demokratie
  • Einordnung von Gefahren für die Demokratie
  • Beispiele zur Mitbestimmung und Entscheidungsfindung im Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Rollenspiele

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

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7-2-12: Soziale Arbeit als Wiege der Demokratie?! Aktuelle Herausforderungen und Chancen

Träger: toolpool

Respekt, Gewaltfreiheit, freie Meinungsäußerung, Menschenrechte, Minderheitenschutz – die Begriffe, mit denen Demokratie charakterisiert wird, sind groß und manchmal etwas sperrig. Im Alltag der Jugendhilfe sind die Bezüge oft kleiner, konkreter, klientenbezogener. Demokratie heißt in anderen Worten auch: In einer Demokratie hat jedes Individuum die Möglichkeit, sich im Rahmen demokratischer Grundrechte frei zu entfalten und selbstbestimmt seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, mit dem Ziel ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu führen. Dies klingt für Pädagoginnen und Pädagogen sicher vertraut.

Jedoch stand die Demokratie schon lange nicht mehr so auf dem Prüfstein wie aktuell. Das Erstarken des Rechtspopulismus, das Ansteigen rechter Gewalttaten und die Verzerrung von Fakten in den öffentlichen Medien sind aktuelle besorgniserregende Entwicklungen. Deshalb lädt dieses Seminar Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe dazu ein, sich neu zu versichern und Wissen darüber aufzufrischen, wie wichtig das Erlernen und Ausüben demokratischer Handlungsweisen bzw. das sich Aneignen einer demokratischen Grundhaltung ist.

Seminarziele

Der erste Teil regt die Reflexion zu demokratischen Prinzipien sowie positiven und negativen Seiten der Demokratie an. Die „Achillesferse der Demokratie“ kommt zur Sprache, aber es werden auch die Möglichkeiten diskutiert, die die Einrichtungen der Jugendhilfe als „Lernort für Demokratie“ bieten. Der zweite Teil wirft einen kritischen Blick auf das eigene (berufliche) Umfeld. Leitfragen zu Strukturen und Rahmenbedingungen führen zu einer vertieften Analyse Ihrer Rolle und Ihren Handlungsmöglichkeiten in Sachen Demokratie.

Inhalte

  • Bedeutung von Demokratie für das Miteinander im (beruflichen) Alltag
  • Demokratieanalyse zur Identifizierung von Entwicklungspotenzialen
  • Handlungs- und Wirkungsmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Demokratie
  • Elemente von Menschenrechtsbildung, Demokratiepädagogik, Betzavta
  • Konzept der „informierten Bürgerin“ / des „informierten Bürgers“ für die eigene, aufgeklärte Meinungs- und Entscheidungsfindung und das demokratische Handeln

Methoden

Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Übungen aus dem Bereich Menschenrechtsbildung, Demokratiepädagogik und Betzavta, Soziometrische Übungen, Selbstreflexion, Inputs, Austausch

Trainerin

Christin Voigt, toolpool Erfurt

Die Trainerin ist Sozialpädagogin (FH) und Konfliktmanagerin (FH). Sie arbeitet seit neunzehn Jahren im Bereich der non-formalen Bildungsarbeit und verfügt über intensive Erfahrungen in der Qualifizierung von Fachkräften auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Seit 2014 ist die Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt aktiv und hat mehr als 50 Weiterbildungsveranstaltungen erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sind Fortbildungen zum Thema „Inter- und transkulturelles Lernen“ und „Demokratie“. Ihre Erfahrungen, die sie in diesem Zusammenhang seit zehn Jahren als internationale Trainerin und aktuell als Projektberaterin für das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION gesammelt hat, bereichern das Seminar. Des Weiteren ist sie vertraut mit dem Anti-Bias- und Diversity-Ansatz sowie in der Moderation von Partizipationsprozessen. Seit 2013 ist die Trainerin mit eigener Firma toolpool selbstständig.

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7-3-1: Vielfalt ist das ganze Leben – Querschnitt der Theorie und Praxis von Diversity bis Anti-Bias

Träger: Arbeit und Leben Thüringen e.V. Erfurt

Vielfalt, Inklusion und Diversity sind Begriffe, die im Alltag immer häufiger vorkommen und als Anspruch an alle Bildungs- und Sozialeinrichtungen gestellt werden.

Seminarziele

Wir beleuchten in der Fortbildung, aus welchem Hintergrund diese Begriffe und Ansprüche entstanden sind und was diese mit Demokratie(pädagogik) zu tun haben. Dazu setzen wir uns mit dem Verständnis von Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform auseinander und diskutieren die Aufgaben an eine demokratische Gesellschaft, vor allem mit Blick auf die Arbeitsfelder der Jugendhilfe. Dabei gehen wir auch auf Diskriminierung als gesellschaftliche und vor allem berufliche Herausforderung ein.

Einen wichtigen Teil der Fortbildung bilden die demokratiepädagogischen Ansätze „Anti-Bias“, „Betzavta“ und „Social Justice“, welche den Anspruch haben, diskriminierungsärmere Räume zu schaffen. Möglichkeiten für die Umsetzung in Ihrem Berufsalltag werden zudem aufgezeigt. Durch den zeitlich begrenzten Rahmen der Fortbildung werden nur Grundgedanken der einzelnen Ansätze vorgestellt. Die Integration in den Arbeitsalltag erfordert eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ansätzen und Methoden, wozu diese Fortbildung motivieren möchte.

Inhalte

  • Überblick zu den Begriffen Demokratie, Vielfalt, Diversität und Inklusion
  • Einordnung von Diskriminierung, „Wir-Die-Konstruktionen“ und Ebenen
  • Bedeutung sozialer Kategorien, Privilegien und Machtverhältnissen für Diskriminierung
  • Kennenlernen demokratiepädagogischer Ansätze: Social Justice, Anti-Bias und Betzavta
  • Vorstellung und Anwenden von Methoden zur Sensibilisierung von Jugendlichen
  • Aufzeigen von Möglichkeiten zum positiven Erleben von Diversität im Alltag bzw. in der beruflichen Bildung von jungen Menschen

Methoden

Präsentationen, Murmelgruppen, Inputs, stumme Diskussionen, Bildergalerie, Kleingruppenarbeit, Positionierungen, Mind Map

Trainer(in)-Team

Doreen Breuer, Sylvia Riemschneider und/oder Cornelius Helmert, Arbeit und Leben Thüringen e.V. Erfurt, „Netzwerk für Demokratie und Courage“

Das Netzwerk arbeitet seit 1998 mit Lehrenden, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie Schülerinnen und Schülern zusammen gegen Vorurteile und Diskriminierung. Die Trainerinnen führten bisher zahlreiche Seminare zum Thema „Demokratiepädagogik“ mit Lehrenden aller Schulformen, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern durch.

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7-3-5: Diskriminierung erkennen - Vielfalt und Wertschätzung als Teil der Jugendhilfe der Gegenwart

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Träger der Jugendhilfe und der non-formalen Bildung haben es sich zur Aufgabe gemacht, ganz im Sinne der UN-Kinderrechtskonventionen, jedem Kind (Mensch) das Recht auf Bildung, Freizeit und Erholung zu gewähren. Das Recht darauf, unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht gleich behandelt zu werden, liegt dem zugrunde. Um Menschen vor Diskriminierung zu schützen, ist die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Vielfalt“ unumgänglich.

Seminarziele

Mittels Methoden aus dem Anti-Bias-Ansatz reflektieren Sie Ihre Erfahrungen mit Unterschiedlichkeit oder dem sogenannten „Anderen“. Ausgehend davon werden Erfahrungen mit Diskriminierungen besprochen. Grundlegend ist dabei das Hinterfragen der eigenen Haltung, um so die Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten zu schärfen aber auch „Normalität“ zu hinterfragen. Erlernt wird ein professioneller Ansatz, der Diversität im Arbeitsalltag produktiv berücksichtigt sowie eine Kultur der Anerkennung pflegt. Mit Blick auf alle Akteure und unter Berücksichtigung aktueller pädagogischer Handlungskonzepte werden im Seminar vielfaltsbewusste und diskriminierungskritische Handlungsstrategien entwickelt und erprobt. Weiterhin werden Ausgrenzungssituationen und Methoden der kollegialen Selbstreflexion im professionellen Team thematisiert.

Inhalte

  • Chancen und Herausforderungen von Vielfalt
  • Stereotype und Diskriminierungsformen
  • Möglichkeiten der (Selbst-)Reflexion
  • Auseinandersetzungen mit Wertvorstellungen in Ihrer Institution
  • Auseinandersetzungen mit eigenen Werten
  • Fallbeispiele aus dem Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Rollenspiele

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

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7-3-8: Giraffen und Elefanten in einem Haus – Chancen und Herausforderungen des Zusammenlernens und -lebens in Vielfalt

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Unsere Gesellschaft wird bunter. Bunt ist schön, aber nicht einfach, wenn Menschen mit ihrem Anderssein mit den gesellschaftlichen Normalitätsvorstellungen kollidieren und im Umfeld nicht aufgefangen werden können. Die Jugendhilfe ist mit jungen Menschen konfrontiert, die vielfältige belastende Erfahrungen gemacht haben. Zunehmend kommen spezifische Erfahrungen aus Flucht und Traumatisierung, Diskriminierung, Intoleranz und Vorbehalten hinzu. Mitarbeitende in der Jugendhilfe brauchen ein Wissen um die Rahmenbedingungen von Flucht und Asyl sowie um die Mechanismen von Diskriminierung. Sie brauchen interkulturelle Handlungskompetenz und einen Überbau, der ihnen diskriminierungsfreies Handeln im eigenen Arbeitsfeld ermöglicht.

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, zum einen Hintergrundwissen für irritierende oder problematische Situationen in Ihrem Arbeitsalltag zu vermitteln. Zum anderen werden diskriminierende Strukturen und deren Folgen aufgedeckt. Anschließend wird aufgezeigt, welche professionellen Haltungen und Herangehensweisen hilfreich für die erfolgreiche pädagogische Arbeit mit vielfältigen Menschen sind. Vorhandene positive Praktiken und Erfahrungen werden gewürdigt und darauf aufbauend weitere Maßnahmen auf dem Weg zu inklusiven Kulturen, Leitlinien und Praxis erarbeitet. Dabei wird der Selbstreflexion besondere Bedeutung zugemessen.

Inhalte

Die konkreten Seminarinhalte werden im Vorfeld mit Ihnen anhand Ihrer konkreten Bedürfnisse abgestimmt. Hier eine mögliche Auswahl:

  • Grundbegriffe der interkulturellen Kommunikation, z.B. die Kulturgebundenheit unseres Wahrnehmens, Denkens und Handelns, der Umgang mit Fremdheit, Kulturschock, interkulturelle Kompetenz, Flucht und Asyl …
  • Die Dimensionen von Vielfalt – auch in Ihrer Institution – und praktische Anregungen für den Arbeitsalltag
  • Stereotype und Diskriminierungsformen
  • Gemeinsame Erarbeitung hilfreicher Haltungen und Handlungen in multikulturellen Settings

Methoden

Impulsreferate, Rollenspiele, Reflexionsrunden, Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Fallarbeit, Filme, Fotoarbeit, Diskussionen, Übungen zur Selbsterfahrung. Sie erleben eine wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Fortbildung, jedoch keine, aus der Sie ohne die persönliche Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Ihrer eigenen Prägung und mit Ihrem Arbeitsumfeld Lernerfolge erzielen werden.

Trainer(in)

Ines Gast, Franz Funkel oder Radoslaw Romanczuk, JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Ines Gast ist Diplom-Sprachmittlerin und anerkannte Fachkraft in sozialpädagogischen Handlungsfeldern, Trainerin für den Kompetenznachweis International und in vielfältigen Zusammenhängen erfahren in der Arbeit mit internationalen und interkulturellen Gruppen. Sie ist externe Lehrbeauftragte an der Hochschule Nordhausen in den Studiengängen Gesundheit und Soziales sowie Sozialmanagement. Seit 2015 ist sie Referentin im Landesprogramm Denk Bunt.

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7-3-9: Anders ist doch jeder?! - Kultursensible pädagogische Arbeit in der Jugendhilfe

Träger: Kindersprachbrücke Jena e.V.

Die Vielfalt der kulturellen Hintergründe und Lebensentwürfe von jungen Menschen in Deutschland wächst beständig. In Einrichtungen der Jugendhilfe zeigt sich diese Vielfalt als Bereicherung, aber auch oft als Herausforderung für die Fachkräfte. Es entstehen neue Situationen und Fragen:

  • Inwieweit muss ich die kulturellen Hintergründe der Jugendlichen in meiner Arbeit berücksichtigen und einbeziehen?
  • Wie kann Kommunikation gelingen – trotz unterschiedlicher Ansichten, Sprachbarrieren oder scheinbarem Desinteresse?
  • Wie kann ich eine von Toleranz und Anerkennung gekennzeichnete Atmosphäre in der Einrichtung gestalten?

Seminarziele

In der Weiterbildung wird eine wertschätzende Auseinandersetzung mit den oben genannten Fragen angeregt. Die Arbeit an einer vorurteilsbewussten, von Toleranz gekennzeichneten Haltung wird im Seminar verbunden mit der Vermittlung von relevantem Hintergrundwissen sowie dem praktischen Transfer in Ihren pädagogischen Alltag. Konzepte kultur- bzw. migrationssensibler pädagogischer Praxis werden vorgestellt und diskutiert. Anhand von alltagsrelevanten Fällen wird eine auf professioneller Haltung beruhende Bandbreite an Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und eine größere Handlungssicherheit im Umgang mit kultureller Fremdheit erreicht. Je nach Arbeitsfeld werden die Besonderheiten stationärer Jugendhilfe, ambulanter Jugendhilfe, schulbezogener Jugendsozialarbeit oder offener Jugendarbeit berücksichtigt.

Inhalte

  • Stärkung von interkultureller Kompetenz, Toleranz und Vorurteilsbewusstsein
  • Kulturelle Prägung und kulturelle Differenz
  • Reflexion eigener Handlungsroutinen und pädagogischer Konzepte
  • Hintergrundwissen und Handlungsoptionen zum Thema junge Menschen mit Migrations- bzw. Fluchterfahrung
  • Mehrsprachigkeit im Alltag und Ideen für sprachsensibles Handeln

Methoden

Unsere Angebote sind methodisch vielfältig aufbereitet und verknüpfen grundlegende theoretische Erkenntnisse mit bewährten Ideen und Modellen aus der Praxis.

Trainerin

Antje Ebersbach, Kindersprachbrücke Jena e.V.

Seit mehr fünfzehn Jahren ist der Verein Kindersprachbücke Jena e.V. in der Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aktiv. In verschiedenen Arbeitsfeldern und Projekten wird der Ansatz des vielfaltsbewussten Arbeitens in der täglichen Praxis umgesetzt. Diese langjährige Erfahrung lässt der Verein in die Beratungs- und Weiterbildungsangebote seines neu gegründeten „Institutes für interkulturelle pädagogische Praxis (IIP)“ einfließen.

Die Trainerin ist Diplom-Sozialpädagogin und interkulturelle Trainerin und arbeitet im Bereich Weiterbildung und Fachkräfteberatung bei der Kindersprachbrücke Jena. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung von Erzieherinnen und Erziehern zu den Themen interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, globales Lernen.

Weiterführende Informationen zu dieser Fortbildung finden Sie im Flyer.

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7-3-12: Von Fremdheit zum Kennenlernen – gelingender Umgang mit inter- und transkulturellen Erfahrungen von Jugendlichen

Träger: toolpool

Interkulturelle Begegnungen in Einrichtungen der Jugendhilfe sind oft geprägt durch eine Fixierung auf Probleme, Defizite und Störungen. Jugendliche Migranten, Geflüchtete, Neuzugewanderte oder Asylsuchende benötigen oftmals die Unterstützung der Jugendhilfe in Thüringen. Dabei haben sie auch wertvolle Kompetenzen. Neuzugewanderte Kinder und Jugendliche bringen die Welt nach Thüringen. Sie haben ganz neue kulturelle Erfahrungswerte im Gepäck, sie sprechen andere Sprachen, feiern andere Feste. Sie sind erst einmal fremd für uns – genauso wie wir für sie. Ihre Sicht auf unser Land, auf unsere Art zu leben, bietet auch für uns einen spannenden Blick von außen.

Seminarziele

Was aber macht die interkulturelle Öffnung mit Fachkräften in der Jugendhilfe? Welche Fragen, neue Sichtweisen, Herausforderungen und auch Chancen hält sie für den Alltag bereit? Diesen Fragen werden im Seminar zum inter- und transkulturellen Lernen thematisiert. Es geht um einen personalen Entwicklungsprozess, in dessen Verlauf sich der Umgang mit der eigenen und fremden Kultur verändert. Ziel ist es, die persönlichen Handlungsoptionen zu erweitern und Sicherheit für das eigene Wirken zu gewinnen. Erfahrungen aus Ihrem Arbeitsalltag werden im Seminar aufgegriffen und bearbeitet. Zusätzlich werden die formalen Kriterien unterschiedlicher Förderprogramme vorgestellt, um internationale Jugendbegegnungen auch und gerade für einheimische junge Menschen zu organisieren.

Inhalte

  • Anregung zum Perspektivwechsel
  • Reflexion des eigenen Identitätsverständnisses, von Rolle und Handlungsmöglichkeiten in einer kulturell vielfältigen Gesellschaft
  • Bedeutung von Kulturdimensionen
  • Tipps und Hilfestellungen zur Förderung inter- und transkultureller Öffnung
  • Informationen und Praxisbeispiele zu Möglichkeiten und zum Mehrwert internationaler Begegnungs- und Austauschmaßnahmen

Methoden

Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Übungen aus dem Bereich Inter- und transkulturelles Lernen, Soziometrische Übungen, Selbstreflexion, Inputs, Austausch

Trainerin

Christin Voigt, toolpool Erfurt

Die Trainerin ist Sozialpädagogin (FH) und Konfliktmanagerin (FH). Sie arbeitet seit neunzehn Jahren im Bereich der non-formalen Bildungsarbeit und verfügt über intensive Erfahrungen in der Qualifizierung von Fachkräften auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Seit 2014 ist die Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt aktiv und hat mehr als 50 Weiterbildungsveranstaltungen erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sind Fortbildungen zum Thema „Inter- und transkulturelles Lernen“ und „Demokratie“. Ihre Erfahrungen, die sie in diesem Zusammenhang seit zehn Jahren als internationale Trainerin und aktuell als Projektberaterin für das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION gesammelt hat, bereichern das Seminar. Des Weiteren ist sie vertraut mit dem Anti-Bias- und Diversity-Ansatz sowie in der Moderation von Partizipationsprozessen. Seit 2013 ist die Trainerin mit eigener Firma toolpool selbstständig.

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7-31-9: Wenn es um die Wurst geht!? - Religionssensible pädagogische Arbeit mit Schwerpunkt auf Jugendliche mit muslimischem Hintergrund

Träger: Kindersprachbrücke Jena e.V.

Religiöse Vielfalt begegnet pädagogischen Fachkräften Tag für Tag. Unsicherheiten für die berufliche Praxis entstehen vor allem angesichts des Themas „Islam“. Es kommt vor, dass die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt, dann besonders herausfordernd ist, wenn muslimische Jugendliche bzw. deren Familien neue, unbekannte Sichtweisen, Traditionen oder Ansprüche mitbringen. Fragen die sich in diesem Kontext stellen sind:

  • Wie reagiere ich auf religiös begründete Wünsche, die den gewohnten, pädagogischen Routinen widersprechen?
  • Welche Rolle spielen bestimmte Feste und Feiern in den Familien?
  • Wie kann ich mit Jugendlichen und deren Familien über ihre Religion ins Gespräch kommen? Was bedeutet es für sie, Muslim zu sein?

Seminarziele

Ziel des Seminars ist eine Auseinandersetzung mit vorurteilsbewusster religionssensibler pädagogischer Arbeit, die Gemeinsamkeiten in den Blick nimmt und Ausgrenzung vermeidet. Es werden Grundlagen des Islams als Glaubenspraxis in Familien vermittelt, die die Basis für eine faktenorientierte und differenzierte Auseinandersetzung schaffen. Fragen der Identitätsbildung und Anerkennung sollen den Blick auf individuelle, situative oder familienkulturelle Zusammenhänge öffnen und die Lösung potenzieller Konflikte erleichtern. Anhand Ihrer alltagsrelevanten Fälle wird eine auf Hintergrundwissen und professioneller Haltung beruhende Bandbreite an Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und diskutiert. Ziel ist es, eine größere Handlungssicherheit im Umgang mit religiös-begründeten Themen zu erreichen.

Inhalte

  • Muslime in Deutschland – Religion und Identität im Jugendalter
  • Reflexion eigener Handlungsroutinen und pädagogischer Konzepte
  • Auseinandersetzung mit eigener religiös-kultureller Prägung
  • Anregungen zum wertschätzenden Umgang mit religiöser Vielfalt

Methoden

Die Angebote sind methodisch vielfältig aufbereitet und verknüpfen grundlegende theoretische Erkenntnisse mit bewährten Ideen und Modellen aus der Praxis.

Trainerin

Antje Ebersbach, Kindersprachbrücke Jena e.V.

Seit mehr fünfzehn Jahren ist der Verein Kindersprachbücke Jena e.V. in der Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aktiv. In verschiedenen Arbeitsfeldern und Projekten wird der Ansatz des vielfaltsbewussten Arbeitens in der täglichen Praxis umgesetzt. Diese langjährige Erfahrung lässt der Verein in die Beratungs- und Weiterbildungsangebote seines neu gegründeten „Institutes für interkulturelle pädagogische Praxis (IIP)“ einfließen.

Die Trainerin ist Diplom-Sozialpädagogin und interkulturelle Trainerin und arbeitet im Bereich Weiterbildung und Fachkräfteberatung bei der Kindersprachbrücke Jena. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung von Erzieherinnen und Erziehern zu den Themen interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, globales Lernen.

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7-4-15: Ein Glücksgefühl, so angesprochen zu werden, wie ich bin. Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung in der Jugendarbeit

Träger: Land/Staudenmeyer Bildungsarbeit (GbR)

Was ist LSBTIQ, wer ist queer und (warum) muss ich das eigentlich wissen? Was kann ich tun, wenn Jugendliche schwul als Schimpfwort verwenden? Wie kann es sein, dass lesbische, schwule, bisexuelle, transidente, intergeschlechtliche und queere Jugendliche in meiner Arbeit gar nicht auftauchen, unsichtbar sind? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich das Tagesseminar über die Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung im Aufwachsen von jungen Menschen. Wir klären, was in diesem Kontext mit Vielfalt gemeint ist, was sich hinter den oft verwendeten Begriffen verbirgt und was wir im Alltag tun können für einen vielfaltssensibleren Umgang mit den hier besprochenen Themen.

Seminarziele

  • Sensibilisierung für die Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung und deren Bedeutung in der Jugendarbeit
  • Wissenserwerb von Begriffen und Konzepten im Kontext der Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung
  • Erwerb von Wissen über die Lebenssituationen, Entwicklungsaufgaben und Bedarfe von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, intergeschlechtlichen und queeren Jugendlichen
  • Kennenlernen von Handlungsmöglichkeiten für eine vielfaltssensible Jugendarbeit und Reflexion der eigenen Praxis

Inhalte

  • Begriffe und Konzepte rund um Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung
  • Homophobie und Transphobie im Kontext weiterer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und verschiedener Ebenen von Diskriminierung
  • Rechtliche Situation von LSBTIQ-Personen, geschichtliche Entwicklung und Lebenssituation von LSBTIQ-Jugendlichen heute
  • Berücksichtigung von LSBTIQ-Jugendlichen in der Jugendhilfe aktuell
  • Arbeit an (eigenen) Fallbeispielen, Austausch über die eigene berufliche Praxis und Handlungsmöglichkeiten
  • Einblick in „Good Practice“-Beispiele in der Jugendarbeit und Überblick über die Beratungslandschaft sowie weiterführende Materialien für die Berücksichtigung der Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung

Methoden

Praktische (Selbsterfahrungs-)Übungen, multimedialer und interaktiver Input, Plenumsdiskussion, Kleingruppenarbeit, Arbeit an Fallbeispielen

Trainer(in)

Bettina Staudenmeyer oder Volker Land, Land/Staudenmeyer Bildungsarbeit (GbR)

Bettina Staudenmeyer (MA) ist freiberufliche Sozialwissenschaftlerin in Jena und arbeitet an den Schnittstellen von Forschung und pädagogischer Praxis. Seit 2011 führt sie Bildungsarbeit in den Themenbereichen Geschlecht, sexuelle Orientierung, Gleichstellung, Vielfalt/Diversität und Sexualpädagogik durch. 2016 erschien unter ihrer wissenschaftlichen Mitarbeit die Expertise „Ein Glücksgefühl, so angesprochen zu werden, wie ich bin. Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung in der Jugendarbeit in Baden-Württemberg“. Sie arbeitet unter anderem als freie Mitarbeiterin für das Forschungsinstitut tifs.

Volker Land ist freiberuflicher Trainer in der historischen und politischen Jugend- und Erwachsenenbildung und forscht zur Geschichte der Konflikte um das Asylrecht in Deutschland. Er arbeitet seit 2013 mit Jugendlichen und jungen Erwachsen u.a. in den Themenbereichen Geschlecht, sexuelle Orientierung und Kritische Männlichkeit.

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7-4-16: Das ist doch voll schwul! Umgang mit Homophobie, Queerfeindlichkeit und Gender-Vielfalt in der Sozialen Arbeit

Träger: Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Einrichtungen der Jugendhilfe sind Orte gelebter Vielfalt. Eine menschenrechtsorientierte (Jugend-)Sozialarbeit soll Menschen darin bestärken, ein positives Selbstbild zu entwickeln und sich mutig gegen jede Form von Diskriminierung behaupten zu können. Doch der Alltag sieht oft anders aus: Das Wort „schwul“ (oder auch „Schwuchtel“) ist das meist gebrauchte Schimpfwort in der Alltagssprache. „Transe“ oder „Kampflesbe“ werden unreflektiert benutzt, um Menschen abzuwerten. Das hat Auswirkungen: Trans*identisch oder homosexuell fühlende Kinder und Jugendliche sehen sich häufiger Suizidgedanken ausgesetzt. Das vom Umfeld aufgezwungene „Versteckspiel“ kann zu erhöhter Aggression führen, was negativ auf das Einrichtungsklima wirkt. Oft fehlt es bei den Fachkräften an Sensibilität im Umgang mit von der vermeintlichen „Norm“ abweichenden Identitäten und Orientierungen. Offen schwule oder lesbische Pädagoginnen und Pädagogen sind als Vorbilder kaum sichtbar.

Im aktuellen Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre geht es auch um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Ziel ist es, ein diskriminierungsfreies Lernumfeld zu schaffen und mehr gesellschaftliche Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBTTIQ*) zu fördern. Die gleichberechtigte Darstellung und Vermittlung von unterschiedlichen Lebensweisen und Familienmodellen sollte ein elementarer Bestandteil non-formaler Bildung sein.

Seminarziele

  • Sensibilisierung für das Themenfeld „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ in der Jugendhilfe oder im Gemeinwesen
  • Klärung von Begrifflichkeiten wie Geschlecht, „Sex und Gender“, Heteronormativität, geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung sowie Kenntnis über deren praktischen Bezug zur aktuellen „Gender-Debatte“
  • Sicherheit im Umgang mit sog. „Schimpfwörtern“ und beleidigenden Äußerungen in der Elternarbeit und Beratung

Inhalte

  • Wie leben lesbische, schwule, bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTTIQ*)? Welchen Nutzen hat deren Sichtbarkeit für das Umgangsklima in der Einrichtung?
  • Welche Rechtsgrundlagen existieren für die Gender-Vielfalt? (Geburtsregister, „Geschlechtsangleichung“, „Eingetragene Lebenspartnerschaft“/“Ehe für alle“, „Regenbogenfamilien“ u.a.)
  • Wie kann offen über das Themenfeld gesprochen werden? Welche Argumentation hilft gegen populistische Parolen? Wie können Queer-Personen unterstützt werden?

Methoden

interaktive und multimediale Inputs (Powerpoint und Videos), moderierte Diskussionen, Kleingruppenarbeit an Praxisbeispielen und Fallanalysen

Trainerin

Kathrin Schuchardt, Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Seit 2003 arbeitet die studierte Diplomlehrerin als freiberufliche Bildungsreferentin und Demokratiepädagogin für verschiedene Bildungsträger in Thüringen und anderen Bundesländern. Ihr praktischer Horizont als Sozialarbeiterin erstreckt sich von Erfahrungen in der Stationären Jugendhilfe, Offenen Jugendarbeit/Streetwork über Konfliktmanagement/Mediation sowie Antigewalt- und Kompetenztrainings im Strafvollzug (AKT®). Als „Queer“-Aktivistin setzt sie sich seit den 90er Jahren für die Rechte von LSBTTIQ*-Menschen ein.

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7-41-16: Das Vielfaltsspiel - Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Jugendhilfe, der non-formalen Jugend- und Erwachsenenbildung und der Sozial- und Gemeinwesenarbeit

Träger: Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Neben kulturell-religiösen Unterschieden wird auch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in unserer Gesellschaft immer mehr sichtbar. In unseren Lebens- und Arbeitswelten prallen vielfältige Werte, Rollen und Regeln aufeinander. Das wirkt oft als Störung und sorgt für Ängste und Verunsicherungen – birgt aber auch Ressourcen und Potenziale. Wenn Menschen ihre Energien darauf verschwenden, lebenswichtige Merkmale der eigenen Identität und Lebensweise zu verstecken oder andere für deren Merkmale zu diskriminieren, gehen viele Ressourcen verloren. Das hat Auswirkungen auf den Alltag – auf die Atmosphäre im professionellen Team als auch bei der jeweiligen Zielgruppe. Das offene Miteinander im Jugendklub, der Bildungseinrichtung oder Begegnungsstätte wird geschwächt oder gar lahm gelegt. Ein „Versteckspiel“ führt gerade bei Jugendlichen häufiger zu Fremd- oder Autoaggressivität – gleichgeschlechtlich empfindende junge Menschen neigen eher zum Suizid. Bildungsbiografien von Menschen gestalten sich immer vielfältiger.

Soziale Arbeit und Bildungsangebote müssen auf diese Veränderungen reagieren. Fragen nach einem konstruktiven Umgang mit der Unterschiedlichkeit von Menschen stellen sich dabei im sozialen und individuellen Lerngeschehen. Darüber hinaus sind auch die Organisationen der Jugendhilfe, Erwachsenenbildung oder der Sozial- und Gemeinwesenarbeit gefordert, Diversitätsmanagement umzusetzen.

Der Workshop trägt teilweise den Charakter eines Gruppencoachings.

Seminarziele

Das Seminar legt den Schwerpunkt auf einen offenen und reflektierten Umgang mit dem vermeintlichen „Anderssein“ im Themenfeld Homosexualität, Geschlechterrollen bis Transgender/Transidentität und dessen praktischen Nutzen für ein weltoffenes Umgangsklima. Es ermöglicht einen Blick auf das Konzept „Diversity“, sensibilisiert für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und vermittelt Handlungsansätze, wie auftretende Probleme überwunden werden können. Sie lernen Selbstsicherheit bei der Argumentation im Arbeitsalltag und können im Hinblick auf eine nachhaltige Prozessbegleitung in ein bundesweites Netzwerk eingebunden werden.

Inhalte

  • Aktivierung und Sensibilisierung für das Themenfeld
  • „Versteckspiel“ – Ursachen, Formen und Folgen von Diskriminierung
  • „Management Diversity“ – Konzept und Methodik
  • Handlungsansätze und Vernetzungswissen

Methoden

interaktiver Input mit Videos und Diskussion, Vermittlung von praktischen Methoden und Coaching-Werkzeugen, Gruppenarbeit an Fallbeispielen

Trainer

Marcus Urban, Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Der Trainer ist studierter Diplom-Ingenieur für Stadt- und Regionalplanung, praktizierender freiberuflicher Referent, Berater und Coach – ausgebildet und zertifiziert im Netzwerk des Verbandes für Coaching und Training (dvct) e.V. Seine Erfahrungen als homosexueller Ex-Profifußballer beim FC Rot Weiß Erfurt, mehrere Studien- und Arbeitsaufenthalte in Italien und die Betreuung von Menschen mit Behinderung in Hamburg ermöglichten ihm einen authentischen Zugang zum Thema Vielfalt. Als Fach- und Medienexperte kooperierte er auf Bundesebene mit Institutionen wie dem Deutschen Bundestag, dem DFB oder der Bundeszentrale für politische Bildung.

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7-31-17: Islam: Theologische Grundlagen und religiöse Alltagspraxis

Träger: Violence Prevention Network e.V.

Für viele Musliminnen und Muslime ist Religion ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität, der ihnen Orientierung und Halt vermittelt. Oft haben sie jedoch das Gefühl, nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Das Arbeitsfeld kann damit zum Austragungsort interreligiöser Konflikte werden. Nicht selten sind diese von gegenseitigen Vorurteilen und mangelndem Wissen um das Gegenüber geprägt.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen Grundkenntnisse über Begriffe des Islam vermittelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen wird Ihnen mit Hilfe interaktiver Übungen Wissen vermittelt und zur Selbstreflexion angeregt.

Inhalte

  • Theologische Grundlagen des Islam und religiöse Alltagspraxis
  • Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
  • Rolle der Frau im Islam
  • Islamische Strömungen und ihre kulturellen Hintergründe

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.

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7-32-17: Religiös oder extremistisch? Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierung

Träger: Violence Prevention Network e.V.

In Ihren Arbeitsbereichen kann es zu Situationen kommen, in denen Sie mit extremistischen bzw. fundamentalistischen Einstellungen und Verhaltensweisen konfrontiert sind. Dabei ist es meist schwierig, angemessen darauf zu reagieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Extremismus und Fundamentalismus. Es wird ein weiter entwickeltes Verständnis der eigenen Berufsrolle angestrebt, das einen Dialog mit Menschen, die extremistische Denkmuster aufzeigen, ermöglicht. Der Schwerpunkt wird deshalb auf praxisrelevante pädagogische Denk- und Verhaltensweisen gelegt. Mit handlungsreflektierten Methoden geben wir Ihnen Orientierung und Sicherheit im Themenfeld.

Inhalte

  • Überblick über die salafistische Szene und ihre differenzierten Erkennungsmerkmale
  • Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre Gegennarrative
  • Begriffsbestimmung: Religion, Traditionalismus und Fundamentalismus

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, (mediale) Fallanalysen

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.

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7-33-17: Muslim(innen)feindlichkeit und Islamkritik

Träger: Violence Prevention Network e.V.

Zuweilen gibt es auch in Thüringen Anflüge von Feindlichkeit gegenüber Musliminnen und Muslimen. Die Bandbreite reicht von abschätzigen, menschenverachtenden Äußerungen bis hin zur Eskalation von Gewalttaten. Die Grenzen zwischen der Islamkritik und dem Phänomen der Feindlichkeit gegenüber Musliminnen und Muslimen (Antimuslimischer Rassismus – GMF-) sind dabei oft fließend.

Seminarziele

  • Verhaltenssicherheit im Sinne einer Kompetenzerweiterung, Aktivierung und Professionalisierung für den Umgang mit vorurteilsmotivierten Menschen
  • Eigenständigkeit bei der Erarbeitung konkreter Strategien in der Auseinandersetzung mit radikalen, demokratiefeindlichen sowie islamophoben Phänomen in Thüringen
  • Nachhaltigkeit im Sinne einer dauerhaften Ansprechperson für den Themenbereich vor Ort

Inhalte

  • Islam und Menschen islamischen Glaubens in der Alltagswahrnehmung und in den Medien
  • Klärung und Einordnung von Begrifflichkeiten (GMF)
  • Analyse von islamkritischen und -feindlichen sowie rassistischen Positionen und ihre Gegennarrative
  • „Das Fremde und das Eigene“ – Haltung zwischen Verständnis und Grenzziehung

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.

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