Mitarbeitende in Verwaltungen

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in Verwaltungen

Nachfolgend finden Sie konkrete Angebote zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Umgang mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz
  • Interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen

Angebot-Nr. 3-1-2: Vermittlung von Ideologieelementen des Rechtsextremismus und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit

Träger: cultures interactive e.V.

Die Unterbringung von Geflüchteten in vielen Städten und Gemeinden zieht eine öffentliche Diskussion nach sich, die nicht selten von Fremdenfeindlichkeit durchzogen ist. Sogenannte besorgte Bürger(innen) und etablierte rechtsextreme Kräfte mischen sich dabei ein. Wie kann mit beiden Gruppen umgegangen werden? Wie erkenne ich Rechtsextreme in meinem Kundenkreis und – was kann ich dann tun? Welche Handlungsoptionen hat eine Verwaltung, wenn im Arbeitsfeld Rechtsextreme strategisch operieren und das Thema Flucht und Asyl instrumentalisieren. Wie kann mit abwertenden oder rechtsextremen Haltungen in Gremien umgegangen werden? Wie können Mitarbeiter(innen) für ihre eigene Haltung und Äußerungen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sensibilisiert werden? Und wie reagiert man/frau richtig, bei rechtsextremen Übergriffen vor Ort?

Seminarziele

Im Seminar werden Sie sich mit dem Phänomen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) sowie des Rechtsextremismus und dessen Bedeutung in Verwaltungsangelegenheiten befassen. Lösungsansätze werden pragmatisch vermittelt. Da Mitarbeiter(innen) der Verwaltungen in verschiedenen Bereichen arbeiten, gilt es Ihre Problematik zu erkennen und daran praktische Übungsmöglichkeiten abzuleiten. Eine aktive rechtsextreme Organisation vor Ort kann nur mittels einer langfristigen Strategie erfolgreich bekämpft werden. Dazu bedarf es einer genauen Situationsanalyse und themenbezogenen Aktivierung eines Netzwerkes und einer darauf basierenden Prävention und Intervention. Nicht zuletzt sind Ideologien der Ungleichwertigkeiten oftmals ein „Einfallstor“ für eine „Toleranz“ von rechtsextremen Vorfällen. Verwaltungen müssen insofern auch ihre eigenen Strukturen reflektieren und abwertende Einstellungsmuster in Behörden bearbeiten, um nicht Ziel rechtsextremer Strategien zu werden, insbesondere in Zeiten der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussionen um Flucht und Asyl. Dafür werden pragmatische Lösungsansätze vermittelt.

Seminarinhalte

  • Erkennen von rechtsextremen Strukturen, Zeichen/Symbolen, Einstellungen
  • Strategien der Rechtsextremen im öffentlichen Raum
  • Argumentationstraining für den direkten Kundenverkehr, Reaktion/Intervention
  • Möglichkeiten des Gemeinwesen gegen rechte Präsenz u. Machtergreifungsstrategien
  • Gesetzliche Grundlagen (Duldung, Hausrecht, Schutz in öffentlichen Gebäuden)
  • Erscheinungsformen von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Konkrete Handlungsvorschläge
  • Vorstellung von Konzepten für eine demokratische Verwaltung, um rechtsextremen Ideologieelementen professionell zu begegnen

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes aus der rechtsextremen Szene, Rollenspiel, Gruppenaustauschprozesse, Argumentationstraining

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Angebot-Nr. 3-1-3: wahrnehmen * verstehen * reagieren. Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in der beruflichen Praxis

Träger: Drudel 11 e. V.

Rechtsextreme nutzen unterschiedliche Gesprächstechniken und Strategien, um ihre ideologischen Inhalte in die Gesellschaft zu transportieren. Sie bieten rhetorisch geschickt einen Dialog an und präsentieren sich als scheinbar „normale“ Bürger(innen), Antragsteller(innen), Klient(inn)en, Immobilienkäufer(innen) oder Kolleg(inn)en.

Doch wie können Mitarbeiter(innen) in der Verwaltung mit Bürger(innen) oder Klient(inn)en umgehen, die rechtsextreme Einstellungen offenlegen? Welche Argumentationsmuster und Reaktionsmöglichkeiten gibt es? Welche Möglichkeiten bietet der Berufsalltag, um eine demokratische Kultur aufzubauen und zu stärken?

Seminarziele

Im Seminar werden grundlegende Kenntnisse über den aktuellen Rechtsextremismus (Ideologie, Strategien, Ursachen) und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, ihren Erscheinungsformen und Hintergründen vermittelt. Sie werden über Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit informiert sowie sensibilisiert, diese im beruflichen Alltag wahrzunehmen. Hierzu gehört auch, sich mit der „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ auseinanderzusetzen und zu verstehen, welcher Attraktivitätswert von der rechtsextremen Szene ausgeht und welche Anwerbestrategien rechtsextreme Organisationen einsetzen. Dabei werden nicht nur allgemeine Informationen vermittelt, sondern immer auch konkrete Bezüge zu Ihrem Handlungsfeld hergestellt. Mit Hilfe von praxisnahen Übungen, Inputs und berufsspezifischen Fragestellungen werden mögliche Reaktionen analysiert sowie Ansätze zur Konfliktlösung vorgestellt.

Seminarinhalte

  • Ideologie, Strategien, Ursachen von Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Erscheinungsformen und Hintergründe
  • Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus
  • Anwerbestrategien rechtsextremer Organisationen
  • Berufsspezifische Fragestellungen und Handlungsempfehlungen
  • Ansätze zur Konfliktlösung

Methoden

PowerPoint-Präsentationen (mit Musik-, Video- und Textbeispielen), Kurzfilme, Diskussionsrunden in verschiedenen Gruppensettings, moderierter Erfahrungsaustausch, Aufklärungskoffer „Erlebniswelt Rechtsextremismus“

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Angebot-Nr. 3-1-10: Spielräume ausschöpfen. Ein Fortbildungsangebot für Verwaltungsmitarbeiter(innen) im Umgang mit der extremen Rechten

Träger: MOBIT e.V.

Verwaltungsmitarbeiter(innen) bearbeiten unterschiedlichste Sachverhalte, sitzen oftmals an den entscheidenden Stellen und können Einfluss darauf nehmen wie per Verwaltungshandeln mit Aktivitäten der extremen Rechten umgegangen wird. Sie sind mit vielfältigen Aktivitäten im Themenfeld konfrontiert, beispielsweise mit Immobilienkäufen/Anmietversuchen von Räumlichkeiten durch die extrem rechte Szene, bei Ihnen gehen Anmeldungen von neonazistischen Aufmärschen ein oder Sie führen im Jugendamt Gespräche mit Eltern, die ein extrem rechtes Weltbild proklamieren.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie werden befähigt, in Ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen sowie Ihren demokratischen Standpunkt zu festigen. Sie erlangen Wissen und erkennen Zusammenhänge, um Spielräume im Verwaltungshandeln effektiv auszuschöpfen und die extreme Rechte in Thüringen nachhaltig zurückzudrängen.

Seminarinhalte

  • Die extreme Rechte in Thüringen
    – Definition des Begriffs „Rechtsextremismus“
    – Zahlen und Statistiken, Wahlergebnisse, Organisation und Strukturen
    – NPD – Strategie und Aktionen, Personal der extremen Rechten, Immobilien
    – Neonazistische Versände
    – Rechte Erlebniswelten
  • Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene
    – Kennenlernen der inneren Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften
    – Vermittlung von Symbolen, Logos, codierten Botschaften, die Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um-)Deutung in diesen Kontexten
    – Chronologische Darstellung von Versatzstücken aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und nationalsozialistischen Bezugsrahmen sowie diverse Einflüsse durch Subkulturen und Moden
  • Vermittlung von Handlungskompetenzen:
    – Blick auf rechtliche Möglichkeiten und sich daran ableitende Handlungsmöglichkeiten
    – im Austausch untereinander Handlungssicherheit erlangen
    – Chancen und Grenzen im gemeinsamen Gespräch herausarbeiten
    – Gemeinsame Handlungsziele für Zukunft verabreden
    – Austausch über best-practise-Beispiele

Methoden

Vortrag, Zurufabfragen, Arbeit mit Metaplankarten, moderierte Plenumsdiskussion, Arbeitsgruppen, Brainstorming, Präsentation, Austausch in Kleingruppen Fallbesprechung und –beratung, Einsatz von Multimedia, Fallbesprechung und Rollenspiel, Blitzlicht

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild von MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“. Hierbei geht es besonders um das gemeinsame Erarbeiten in Abgleich mit den Vorerfahrungen der Teilnehmer(innen).

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Angebot-Nr. 3-2-2: Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur in der Verwaltung

Träger: cultures interactive e.V.

Der Umgang mit Rechtsextremismus ist für viele Kommunen aus den unterschiedlichsten Gründen schwierig. Eine lebendige starke demokratische Alltagskultur in den Städten und Gemeinden kann in diesem Feld eine intensive Unterstützung sein, Rechtsextremismus erfolgreich zurück zu drängen. Gerade in Zeiten der gesellschaftspolitischen Diskussionen um Flucht und Asyl ist eine proaktive Position hierfür unerlässlich. Aber wie kann das aussehen?

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie einen Überblick zu aktuellen Ansätzen der „aktivierenden Bürgerkommune“, zu einigen Methoden und Fördermöglichkeiten. Durch das Kennenlernen der aktivierenden und motivierenden Ansätze werden Ihnen Möglichkeiten aufgezeigt, in welcher Form Kommunen demokratische Alltagsstrukturen aufbauen können, ohne sich in ihrer Funktionsfähigkeit einzuschränken oder Mitarbeiter(innen) zu stark mit Arbeitsaufgaben zu belasten.

Seminarinhalte

  • Welche Formen von beteiligungsorientierten Verwaltungs- und Kommunikationsstrukturen sind erfolgreich in anderen Kommunen umgesetzt worden?
  • Wie sehen die Organisationsprinzipien von einer demokratischen, aktivierenden Bürgerkommune aus und wie können sie in den Verwaltungsstrukturen umgesetzt werden?
  • In welcher Form kann eine Zielentwicklung für eine demokratische Alltagskultur durch Leitbild- und Visionsentwicklung gefördert werden?
  • Welche Programme oder welche Fördertöpfe können Kommunen bei dieser Entwicklung stützen?

Methoden

Vorträge, Gruppenaustausch, Arbeit im Plenum und in Kleingruppen, Vorstellung von Modellvorhaben

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Angebot-Nr. 3-2-5: Vorgang Demokratie - Was heißt Demokratie und in welchen Bereichen tritt sie auf? Fortbildung zur Stärkung von Demokratie und demokratischer Alltagskultur

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Seminarziele

Im Seminar werden Sie Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform diskutieren. Dazu gehört ganz entscheidend, sich der eigenen Vorstellung und Rolle in der Demokratie bewusst zu werden sowie Demokratisierungsmodelle für Ihre Verwaltung zu besprechen. Besonders die Frage nach dem Leitbild ist hier entscheidend und kann neue Aspekte für Ihre Behörde liefern. Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen und Formen für gelingende Kommunikation und Partizipation zu erleben.

Seminarinhalte

  • Demokratie und Gesellschaft
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Rolle in der Demokratie
  • Demokratie, Hierarchie und Verwaltung
  • Gefahren für die Demokratie
  • Partizipation als Grundvoraussetzung von Demokratie
  • Leitbildbetrachtung

 Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Rollenspiele

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Angebot-Nr. 3-3-5: Verwaltung menschennah denken – Anerkennung, Respekt und Perspektivwechsel auf Verwaltungsebene

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Globaler sozialer Wandel bedeutet nicht nur eine zunehmende Pluralität der Lebensstile einzelner Menschen, sondern auch die Abkehr von traditionellen Normalitätsvorstellungen. Dies wird besonders durch die aktuellen weltweiten Migrationsbewegungen und deren Auswirkungen auch auf die Verwaltungsebenen deutlich. Administratives Handeln bedeutet direkter und indirekter Kontakt mit Menschen mit unter-schiedlichen Vorstellungen, Werten und Bedürfnissen. Doch was heißt hier Norm? Wer legt diese fest? Welche Chancen haben diese Menschen und wie begegnen wir denen, die sich von „uns“ unterscheiden? Gerade Landes- oder Kommunalverwaltungen treten immer wieder mit Menschen in Kontakt, die unterschiedlichen Lebensstilen folgen, egal ob junge oder alte, große oder kleine, behinderte oder nicht behinderte oder eben People of Color.

Seminarziele

Im Seminar werden Kenntnisse über die Ursachen von Vielfalt und Diversität vermittelt. Das Nachdenken über Normalität und das Bewusstsein über die eigene Haltung sind erste Schritte zur Reflexivität, welche nicht nur im Umgang miteinander, sondern auch in Bezug auf Geflüchtete zu erproben sind. Somit werden Erfahrungsräume von Empathie und Möglichkeiten des Perspektivenwechsels geschaffen, die Sie im Sozial- und Berufsraum anwenden können. Dabei bleiben Diskriminierungsformen nicht außen vor.

Seminarinhalte

  • Auseinandersetzung mit den Dimensionen von Diversität
  • Chancen und Herausforderungen von Diversität
  • Bewusstmachen von Werten und deren Funktion
  • Rechtliche, pragmatische und ethisch-demokratische Gründe für Diversität in der Verwaltung
  • Diskriminierung und Diskriminierungsformen
  • Möglichkeiten der (Selbst-)Reflexion
  • Beispiele aus dem Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge, Positionierungen und Aufstellungen, Kleingruppen- und Plenumsgespräche, Präsentationen

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Angebot-Nr. 3-3-8: Vielfalt am Arbeitsplatz – Belastung oder Chance?

Träger: Jugendsozialwerk Nordhausen

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, die Verschiedenartigkeit von Menschen als mögliche Ursache für Kommunikationsschwierigkeiten zu verstehen. Das Seminar unterstützt Sie, die Vielfalt in Ihrem Arbeitsalltag zu beschreiben und Strategien zu entwickeln, wie Sie diesen potenziellen Reichtum konstruktiv nutzen können.

Seminarinhalte

  • Was bedeutet Diversity?
  • Wie sieht die Arbeitskultur in Ihrer Organisation aus?
  • Wie können Sie Vielfalt wahrnehmen und reflektieren?
  • Was bedeutet vorurteilsbewusst zu arbeiten?
  • Wie können Sie Vielfalt in Ihrem Arbeitsumfeld konstruktiv nutzen?

Methoden

Wechsel von Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Präsentationen, Filme, Diskussionen, Fotoarbeit, aktivierende Methoden

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Angebot-Nr. 3-3-13: Wo liegt die Krise in der „Flüchtlingskrise“? Einstellungsfragen, Praxisanalysen, Handlungsstrategien

Träger: Zentrale Wohlfahrtstelle der Juden in Deutschland

Wir leben in einer Migrationsgesellschaft, die eine Bandbreite an Weltanschauungen und Erfahrungswelten, Sprachen und Identitäten, Milieus und soziokulturellen Hintergründen mit sich bringt. Durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen geraten an vielen Orten bundesweit und auch in Thüringen, Fragen nach Bedingungen gelebter Pluralität zunehmend in den Blick. Neue Aspekte müssen bedacht und im Arbeitsalltag berücksichtigt werden, z.B. der achtsame Umgang mit Mehrsprachigkeit, Fluchterfahrung und Traumatisierung. Gerade für Verwaltungen ergibt sich daraus ein zunehmender Bedarf nach diversitätsorientierten Qualitätsstandards.

Seminarziele

Das Wissen um die Rahmenbedingungen von Vertreibung, Flucht und Asyl sowie die Sensibilität für Ressentiments und Vorbehalte der aufnehmenden Gesellschaft sind wichtige Voraussetzungen für Ihre Arbeit. Das Seminar schafft Raum für einen kollegialen Austausch, eine Praxisanalyse und Erprobung ausgewählter Handlungskonzepte. Zum Seminarbeginn wird es zunächst darum gehen, in den Blick zu nehmen, was den unvoreingenommenen Umgang mit gesellschaftlicher Pluralität erschwert. Des Weiteren stehen die Stärkung Ihrer Handlungskompetenz und die Bündnisfähigkeit aller Kooperationspartner im Seminarmittelpunkt.

Seminarinhalte

In selbstreflexiver Weise werden mitgebrachte und beobachtete Hürden im Arbeitsalltag aufgespürt sowie ein flexiblerer Umgang angestoßen. Zudem werden gesellschaftliche und strukturelle Bedingungen analysiert, um herauszufinden ob sie die eigene Arbeit befördern oder behindern und welche Umgangsweisen mit ihnen noch möglich sind. Leitende Fragen sind dabei: Welche geteilten Bilder über uns und die anderen liegen dem eigenen Handeln zu Grunde? Was hat das Thema Diskriminierung mit mir zu tun? Welche Bedeutung haben die Themen Flucht und Asyl individuell und gesellschaftlich? Was motiviert mich zur Beschäftigung damit und was hemmt mich in meinem alltäglichen Tun?

Methoden

Gruppendynamische Interaktionsformen, Elemente der Beratung und Supervision, Beantwortung von Fragen, Input, Rollenspiele, Fallbesprechungen, Diskussionen, Arbeit mit Medien

Buchung

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Angebot-Nr. 3-4-8: Interkulturelle Öffnung – eine bereichernde Option oder schlichte Notwendigkeit?

Träger: Jugendsozialwerk Nordhausen

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, ein Verständnis für die Herausforderungen und Chancen zu wecken, vor denen Sie sowie Ihre Kolleg(inn)en im Umgang mit unterschiedlichen Kulturen – und damit ist bei weitem nicht nur die ethnische oder geografische Herkunft gemeint –stehen. Sie erhalten Anregungen, wie mit unterschiedlichen Erwartungen, Voraussetzungen und widersprüchlichen Situationen umgegangen werden kann. Das Thema kulturelle Vielfalt hat vor allem vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa an Bedeutung gewonnen. Vermutlich sind auch Sie in Ihrem beruflichen Alltag mit Folgen und Herausforderungen dieser steigenden Multikulturalität konfrontiert. Sie erhalten Anregungen und Kontakte zu Ansprechpartner(inne)n, die Ihnen helfen mit unterschiedlichen Erwartungen, Voraussetzungen und widersprüchlichen Situationen erfolgreich umzugehen.

Seminarinhalte

  • Grundbegriffe der interkulturellen Kommunikation, z.B. Kultur, Wahrnehmung, Eigenes und Fremdes, Kulturschock, Inter- und Multikulturalität, Poly- und Multikollektivität, Interkulturelle Kompetenz
  • Überprüfung der vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Kunden in Hinblick auf den bewussten Umgang mit Vielfalt
  • Gemeinsame Arbeit an Praxisfällen
  • Grundlagen für die Erarbeitung tragfähiger Handlungsoptionen für den Umgang mit Vielfalt schaffen
  • Entwicklung von Ideen zur Konzipierung interkultureller Öffnungsprozesse

Methoden

Wechsel von Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Präsentationen, Filme, Diskussionen, Fotoarbeit, aktivierende Methoden

Buchung

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Angebot-Nr. 3-4-12: Interkulturelle Kompetenz – ein Markenzeichen modernen Verwaltungshandelns

Träger: toolpool

Die interkulturelle Öffnung von Verwaltungen hat in den letzten Monaten stark an Bedeutung gewonnen, bes. für Mitarbeiter(innen) in den Bürgerbüros, Jobcentern, Sozialämtern. Die aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen bringen Verwaltungsmitarbeiter(innen) in die Situation, mit Menschen unterschiedlicher Muttersprache und Sozialisation in fast allen Bereichen des Verwaltungshandelns zu interagieren. Handlungsführend sollte dabei eine zielführende und vorurteilsfreie Kommunikation in kulturellen Überschneidungssituationen sein.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihre persönliche Handlungsoptionen erweitert und Ihre Handlungssicherheit in interkulturellen Zusammenhängen gestärkt. Zudem regt das Seminar einen Perspektivwechsel und ein selbstreflektiertes Verständnis der eigenen Identität und Rolle in einer kulturell vielfältigen Gesellschaft an. In praktischen Übungen setzen Sie sich mit vermeintlichen „Fettnäpfchen“ auseinander.

Seminarinhalte

  • Interkulturelle Sensibilisierung
  • Vermittlung von Basiskompetenzen im Bereich des Interkulturelles Lernens
  • Bedeutung der Dimension „Kultur“ für angemessenes Verwaltungshandeln
  • Reflexion von Alltagssituationen

Methoden

Multimediale und interaktive Vorträge, Selbstreflexion, inhaltliche Anregungen, Austausch und Berücksichtigung Ihrer Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag

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Angebot 3-41-6: Islamophobie: Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch?

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Das Phänomen der Islamophobie ist ein Element der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF). Der gemeinsame Kern ist eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. In Thüringen beträgt die Zustimmungsrate islamfeindlicher Einstellungen 47 % (vgl. Thür. Monitor 2014).

Seminarziele

Im Seminar wird Ihnen Wissen zur Entstehung und Manifestierung von Islamophobie vorgestellt, um Vorurteile und Ängste zu erkennen. Zusätzlich geht es um das Erkennen islamophober Argumentationsweisen, mit dem Ziel, sich Strategien zur Auflösung und/oder Entschlüsselung dieser anzueignen.

Seminarinhalte

  • GMF und seine Elemente, insbes. Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit
  • THÜGIDA – Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch? Ursachen von Abwertungstendenzen und gesellschaftliche Folgen
  • Umgang mit Informationen und Medien: „Von PI zu Pierre Vogel“
    Informationsquellen und -inhalte verstehen, einordnen und bewerten
  • Gesprächstechniken: Klassische Argumentationsmuster und Gegennarrative, Verunsicherungspädagogik
  • Genderreflektierte Ansätze als Querschnittsthema

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

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Wo soll das Seminar stattfinden?

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Angebot 3-42-6: Islam: Theologische Grundlagen und religiöse Alltagspraxis

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Für viele Muslime ist Religion ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität, der ihnen Orientierung und Halt vermittelt. Oft haben sie jedoch das Gefühl, nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Das Arbeitsfeld kann damit zum Austragungsort interreligiöser Konflikte werden. Nicht selten sind diese von gegenseitigen Vorurteilen und mangelndem Wissen um das Gegenüber geprägt.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen islamische Grundkenntnisse vermittelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen wird Ihnen mit Hilfe interaktiver Übungen Wissen vermittelt und zur Selbstreflexion angeregt.

Seminarinhalte

  • Islam in Deutschland: Strömungen und kulturelle Hintergründe
  • Religiöse Alltagspraxis
  • Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
  • Frauen und Islam

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Buchung

Alle mit * markierten Felder müssen ausgefüllt werden.

Wo soll das Seminar stattfinden?

Ansprechpartner

Angebot 3-43-6: Religiös oder extremistisch? Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierung

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

In Ihren Arbeitsbereichen kann es zu Situationen kommen, in denen Sie mit extremistischen bzw. fundamentalistischen Einstellungen und Verhaltensweisen Ihrer Klient(inn)en konfrontiert sind. Dabei ist es meist schwierig, angemessen darauf zu reagieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Extremismus und Fundamentalismus. Mit der Fortbildung wird ein weiter entwickeltes Verständnis der eigenen Berufsrolle angestrebt, das einen Dialog mit Menschen, die extremistische Denkmuster aufzeigen, ermöglicht. Der Schwerpunkt wird deshalb auf praxisrelevante pädagogische Denk- und Verhaltensweisen gelegt.

Seminarinhalte

  • Merkmale von Ideologie
  • Begriffsbestimmung: Religion, Tradition, Kultur, Fundamentalismus
  • Salafismus und Dschihadismus (Verhältnismäßigkeiten = Fakten und Zahlen) sowie Rolle und Nutzung der Medien
  • Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre Gegennarrative

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)