LehrerInnen

Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer

Alle Angebote sind durch das Thillm als Fortbildung akkreditiert. Nachfolgend finden Sie konkrete Angebote zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Umgang mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz
  • Interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen
  • Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit

 

Angebot-Nr. 1-1-1: Kompetent Handeln! Gegen Diskriminierung und Neonazismus. Ein Bildungsbaustein zu Vorurteilen und Diskriminierung mit Argumentations- und Handlungshilfen für die Praxis

Träger: Arbeit und Leben Thüringen

In der Werbung, durch Politiker(inne)n-Aussagen oder Internetkommentare – Diskriminierung findet überall statt. Im Seminar diskutieren Sie anhand von Texten und Bildern über Ihre eigene Betroffenheit und werden für Einschränkungen, die Sie betreffen oder im Alltag mitbekommen, sensibilisiert. Daran anschließend werden repräsentative Studien der Einstellungsforschung vorgestellt, um die gesellschaftliche Bedeutung der Alltagsbeispiele zu erfassen. Menschenverachtende Einstellungen und deren Auswirkungen sind Teil der Gesellschaft und der Nährboden für eine neonazistische Ideologie. Aus diesem Grund werden mit Hilfe einer computergestützten Präsentation die neonazistische Ideologie, Strukturen und Betätigungsfelder dieser Szene aufgezeigt.

In den politischen Zeiten, wo, ausgelöst durch weltweite Krisen an denen sich auch die Bundesrepublik beteiligt, Menschen fliehen müssen und Asyl suchen, sind Fehlinformationen, rassistische Gerüchte und falsches Wissen Bestandteil von Presseberichterstattungen, Unterhaltungen am Essenstisch oder Ursache für brennende Asylunterkünfte. Informationen und Fakten für etwaige Diskussionen erhalten Sie durch eine computergestützte Präsentation zum Thema Flucht und Asyl.

Der praxisorientierte Seminarteil beginnt mit dem Sammeln von Argumentationen gegen weit verbreitete diskriminierende Äußerungen aus Ihrem Erfahrungsspektrum. Eingebettet werden diese in nützliche Tipps zum Argumentieren, wie beispielsweise „Verwertungslogik vs. Humanismus“ oder „Rückzugsmöglichkeiten lassen“. Anschließend wird die Theorie angewandt und eine Situation geschaffen, in der Sie sich im Argumentieren erproben können. Abgeschlossen wird die Fortbildung mit weiterführenden Unterstützungsmöglichkeiten zum Thema und einer Auswertung.

Seminarinhalte

  • Beispiele für Diskriminierung aus dem Alltag – eigene Betroffenheit
  • Empirische Studien zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
  • Erfahrungsaustausch, thematische Beispielsammlung
  • Menschenverachtende Einstellung als Scharnier für neonazistische Ideologien
  • Neonazistische Wortmeldungen, Argumente und Parolen
  • Menschenverachtende/neonazistische Codes, Styles, Organisationen u. besetzte Themen
  • Argumentations- und Handlungstraining anhand eigener Beispiele

Methoden

Präsentationen, Bilderassoziation, Diskussion, computergestützte Präsentation, praktische Argumentationsübungen, Textarbeit

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Angebot-Nr. 1-1-2: Ideologieelemente des Rechtsextremismus und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit im Kontext Schule. Erkennen und Handeln!

Träger: cultures interactive e.V.

Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit stellen an die formale Bildung/Schule ganz eigene Herausforderungen. Im Allgemeinen geht es erst einmal darum, als Lehrer(in) zu erkennen, welche Zeichen, Symbole, Musik und Aussagen erlebt werden und wann eine Intervention geboten ist.

Szenarien mit rechtsextremen Hintergrund an Schulen stellen sich aber ganz unterschiedlich dar und verlangen verschiedene Handlungskompetenzen. Zum einen natürlich, wenn der/die Rechtsextreme direkt in der Schule und/oder im Unterricht sind. Wie gehe ich mit ihm/ihr um, wie argumentiere ich und vor allen Dingen auch wo (die Klasse kann schnell zum Agitationsfeld Rechtsextremer werden)?

Aber prekär ist ebenso die Verteilung von rechtsextremen Schulhof-CDs, wenn rechtsextreme Strukturen aus dem Gemeinwesen an den Lernort Schule direkt kommen. Oder wirkt es nicht schon auf die Schule aus, wenn im Umfeld eine starke politische rechtsextreme Kraft wirkt. Sollte das Thema aufgegriffen werden? Wie verhält sich das Thema Politik und Schule überhaupt? Thematisiere ich es im Unterricht? Welche inhaltlichen Optionen habe ich? Ganz aktuell in Thüringen auch die Frage, wie eine gelungene Arbeit zwischen Lehrer(inne)n und Schulsozialpädagog(inn)en zu diesem Thema aussehen kann – welches Zusammenarbeit ist sinnvoll!?

Methoden
Inputs, Diskussionen, Bilder- und Rollenspielen, Argumentationsübungen

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Angebot-Nr. 1-1-3: wahrnehmen * verstehen * reagieren. Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit als Konfliktpunkte in der schulischen Bildungsarbeit

Träger: Drudel 11 e.V.

Der schulische Alltag hält viele komplexe Anforderungen bereit. Diese Entwicklung zeigt sich beispielsweise durch Schüler(innen), die mit Symbolen auf ihrer Kleidung oder durch rassistische, antisemitische und andere menschenverachtende Sprüche im Unterricht auffallen. Lehrende und Studierende sind daher herausgefordert, sich fortlaufend mit neuen Phänomenen und Problemstellungen zu beschäftigen, um aufmerksam und kritisch auf Tendenzen und Einstellungen ihrer Schüler(innen) reagieren zu können.

 

Doch was ist zu tun, wenn ein Jugendlicher in der Klasse durch rassistische und/oder antisemitische Äußerungen auffällt oder auch auf die übrigen Schüler(innen) einwirkt? Wie können Lehrer(innen) in einer konkreten Situation auf „rechte Sprüche“ reagieren? Welche Argumentationsmuster und Reaktionsmöglichkeiten gibt es? Wo liegen Grenzen von Toleranz und Diskussionsangeboten? Welche Möglichkeiten bietet der Schulalltag, um eine demokratische Kultur aufzubauen und zu stärken?

Seminarziele
Im Seminar werden grundlegende Kenntnisse über den aktuellen Rechtsextremismus (Ideologie, Strategien, Ursachen) und der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, ihren Erscheinungsformen und Hintergründen vermittelt. Sie werden über Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit informiert sowie sensibilisiert, diese im Schulalltag wahrzunehmen. Hierzu gehört auch, sich mit der „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ auseinanderzusetzen und zu verstehen, welcher Attraktivitätswert von rechtsextremen Szenen ausgeht. Dabei werden nicht nur allgemeine Informationen vermittelt, sondern immer auch konkrete Bezüge zum Handlungsfeld Schule hergestellt. Mit Hilfe von praxisnahen Übungen, Inputs und berufsspezifischen Fragestellungen werden Handlungsmöglichkeiten und Reaktionsweisen auf Halbwissen, Stereotypen und Stammtischparolen erprobt und anhand schulnaher Beispiele trainiert sowie Ansätze zur Konfliktlösung eröffnet.

Seminarinhalte

  • Ideologie, Strategien, Ursachen von Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Erscheinungsformen und Hintergründe
  • Alltags- und Erlebniswelt Rechtsextremismus (Lifestyle, Symbole, Codes, Musik, Internet)
  • Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus
  • Praxisnahe Übungsinhalte und berufsspezifische Fragestellungen
  • Möglichkeiten und Grenzen des pädagogischen Handelns
  • Einblicke in die pädagogische Praxis/ Handlungsempfehlungen im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen

Methoden
PowerPoint-Präsentationen (mit Musik-, Video- und Textbeispielen), Kurzfilme, Diskussionsrunden in verschiedenen Gruppensettings, moderierter Erfahrungsaustausch, Aufklärungskoffer

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Angebot-Nr.1-1-6: Rechte Rhetorik im Unterricht oder Seminar. Qualifizierter Umgang mit Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

Träger: bejm – Bund evangelischer Jugend in Mitteldeutschland

Während sich die politische Bildung in der Vergangenheit hauptsächlich auf Zeichen, Symbole und Codes der Rechten fokussiert hat, wurden sprachlich relevante Erkennungsmerkmale eher vernachlässigt. Die Ausdifferenzierung der (extremen) rechten Ideologie sowie der rechten Jugend- und Subkultur hat dazu geführt, dass Neonazis und ihre Sympathisant(inn)en nicht mehr allein über habituelle Ausdrucksformen identifizierbar sind. Zunehmend ist zu beobachten, dass rechtsorientierte Jugendliche und Erwachsene weniger durch stereotype Parolen auffallen, sondern inhaltlich als auch rhetorisch bewandert sind und Diskussionen gezielt dominieren oder stören.

Seminarziele

Nach einer Einführung in das Themenfeld und der begrifflichen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit liegt der Schwerpunkt in der Diagnostik dieser Erscheinungsformen. Zudem erarbeiten Sie Kommunikationsstrategien
und entwickeln Ihr rhetorisches Geschick in einem Argumentationstraining weiter. Wie Schule zu einem Angstraum für Betroffene von rechter Gewalt werden können und welche Möglichkeiten der Unterstützung erforderlich sind, soll abschließend in praxisorientierten
Übungen angeeignet und diskutiert werden.

Seminarinhalte

  • (Extrem) rechte Ideologieelemente und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Wie erkenne ich rechte Rhetorik und Kommunikationsstrategien?
  • Argumentationstraining gegen Strategien der Wortergreifung
  • Angstraum Schule – Perspektiven von Betroffenen rechter Gewalt
  • Handlungsoptionen im formalen Bildungsbereich

Methoden

Brainstorming, Gruppendiskussion, Medienanalyse (Videoclip, Songtext und Facebook-Präsenz), Gruppenarbeit mit Rollenspiel (optional), Fallarbeit zur Betroffenenperspektive

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Angebot-Nr. 1-1-10: Schule - Kein Ort für extrem rechte Erlebniswelten

Träger: MOBIT e.V.

Lehrer(innen) und Schulsozialarbeiter(innen) arbeiten auf den ersten Blick in einem vermeintlich unpolitischen Bereich. Im Seminar wird herausgestellt, wieso es dennoch notwendig ist, sich mit der Ideologie der extremen Rechten und mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinanderzusetzen.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie werden befähigt, in Ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen sowie Ihren demokratischen Standpunkt zu festigen. Sie erlangen Handlungssicherheit im Umgang mit rechtsorientierten Schüler(inne)n und Eltern sowie rassistischen und antisemitischen Sprüchen/Argumentationsketten.

Seminarinhalte

  • Die extreme Rechte in Thüringen
    – Definition des Begriffs „Rechtsextremismus“
    – Zahlen und Statistiken, Wahlergebnisse, Organisation und Strukturen
    – NPD – Strategie und Aktionen, Personal der extremen Rechten, Immobilien
    – Neonazistische Versände
    – Rechte Erlebniswelten
  • Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene
    – Kennenlernen der inneren Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften
    – Vermittlung von Symbolen, Logos, codierten Botschaften, die Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um-)Deutung in diesen Kontexten
    – Chronologische Darstellung von Versatzstücken aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und nationalsozialistischen Bezugsrahmen sowie diverse Einflüsse durch Subkulturen und Moden
  • RechtsRock – Identitätsangebot und Schlagwortgeber für junge Menschen
    – umfassende Darstellung rechter Musik als wichtigstes Rekrutierungsinstrument der extremen Rechten
    – Kennenlernen, Deuten und Einordnung von Kennzeichen neonazistischer Musik
    – Vermittlung des historischen Werdegangs von Musik in der neonazistischen Szene und der Bandbreite von Stilen und Inhalten
    – Vorstellung von extrem rechts adaptierten Musikstilen anhand von Hörbeispielen und anschließender Textarbeit an den Beispielsongs
    – Benennung der strukturellen Gegebenheiten und personellen Ressourcen der neonazistischen (Musik-)Szene und Kenntlichmachung von Überschneidungen mit anderen Bereichen
  • Von Thor Steinar zu Ansgar Aryan – Modemarken der extremen Rechten
    – Vertiefung des Teilbereichs neonazistischer Eigenmarken aus dem Vortrag zur Zeichensprache
    – Benennung der extrem rechten Modemarken der jüngeren Vergangenheit und Darstellung dieser in ihrem Werdegang, ihrer Geschäftspolitik und ihrer Verbreitung innerhalb der Szene
    – Behandlung der verwendeten Motive u.a. aus den Bereichen Heidentum, Germanentum, Soldatentum und Weltkriegsromantik, Kolonialzeit sowie bezüglich des Aspekts der Gewaltdarstellung bzw. -verherrlichung anhand von vielfältigen Beispielen
  • Vermittlung von Handlungskompetenzen
    – Blick auf rechtliche Möglichkeiten und sich daran ableitende Handlungsmöglichkeiten
    – Chancen und Grenzen im gemeinsamen Gespräch herausarbeiten
    – Gemeinsame Handlungsziele für Zukunft verabreden
    – Austausch über best-practise-Beispiele

Methoden

Vortrag, Zurufabfragen, Arbeit mit Metaplankarten, moderierte Plenumsdiskussion, Arbeitsgruppen, Brainstorming, Präsentation, Austausch in Kleingruppen, Fallbesprechung und –beratung, Hörbeispiele und Textarbeit, Blitzlicht

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Angebot-Nr. 1-11-1: Die politische Frau - die Bedeutung der Neonazistinnen für die Szene. Ein Fortbildung zum neonazistischen Geschlechterbild, der Bedeutung von Frauen in der Szene, deren politische Aktivitäten und Präventionsmaßnahmen dagegen

Träger: Arbeit und Leben Thüringen

Durch den sogenannten „Wahrnehmungsfilter“ werden Mädchen u. Frauen von Ermittlungsbehörden, Medien und nicht zuletzt der Gesellschaft als neonazistische Akteurinnen meist ausgeblendet.

Seminarziele

Die Fortbildung definiert das gesellschaftliche Geschlechterbild und verdeutlicht Überschneidungen und Anschlussstellen zum Frauenbild der Neonaziszene. Diese haben den klaren Auftrag Trägerinnen der „Volksgemeinschaft“ zu sein. Es werden verschiedene neonazistische Organisationen vorgestellt und auf deren zugrundeliegende Positionen und Handlungsweisen hin untersucht. Um Neonazistinnen sichtbarer zu machen, werden einzelne Lebensläufe und Aktionsfelder angeschaut und diskutiert.

Nach diesem Einblick in die politischen Aktivitäten werden zwei Erklärungen von Hinwendungsprozessen bzw. der Affinisierung präsentiert und unter pädagogischen Gesichtspunkten besprochen. Des Weiteren werden Präventions- und Interventionsstrategien und zielgruppenspezifische pädagogische Handlungsziele formuliert, wobei verschiedene Unterstützungs- und Hilfsangebote den Abschluss bilden.

  • Die TN erkennen Überschneidungen/Anschlussstellen von sexistischen und homophoben Meinungen/Einstellungen zwischen der Mehrheitsgesellschaft und Neonazistinnen
  • Die TN sind sensibilisiert für unterschiedliche Erscheinungsformen und Wirkungsbereiche von Neonazistinnen
  • Die TN sind sich der Gefahren bewusst, die von Neonazistinnen ausgehen
  • Die TN kennen wichtige Organisationen und Akteurinnen der neonazistischen Szene
  • Die TN wissen, wie sie strategisch präventiv gegen Neonazistinnen vorgehen können

Seminarinhalte

  • Sensibilisierung zu gesellschaftlichen Geschlechterrollen
  • Erklärung der Anschlussstellen für Neonazis über die Ideologie der Volksgemeinschaft
  • Überblick über Frauen in neonazistischen Organisationen, Verbänden und losen Gruppen
  • Sozialwissenschaftl. Erklärung der Hinwendung von Frauen zur neonazistischen Szene
  • Aufzeigen von Möglichkeiten zur Prävention und Intervention

Methoden

Präsentation, Inputs, Diskussionen, Bildergalerie, Kleingruppenarbeit, Assoziationsmethode

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Angebot-Nr. 1-11-2: Rechtsextreme Kameradinnen: Geschlechtsspezifische Rollenverteilungen, ideologische Themenbesetzungen und Genderreflektierte Ansätze der Prävention und Distanzierung von jungen Frauen und Männern

Träger: cultures interactive e.V.

Seminarziele

Im Tagesseminar werden Ihnen Notwendigkeiten und Möglichkeiten einer genderspezifischen Rechtsextremismusprävention vermittelt. Sie erhalten einen Überblick zu Phänomen von ideologisch geprägten Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen im Rechtsextremismus und im milieuspezifischen Umfeld. Außerdem werden Sie zu den geschlechtsspezifischen Rollenverteilungen in verschiedenen Szenezusammenhängen sowie zu der steigenden und sich teilweise wandelnden Bedeutung von Frauen im Rechtsextremismus sensibilisiert. Ihnen werden praxisorientiert Handlungskompetenzen zu Maßnahmen und Methoden vermittelt, um genderspezifischen Strategien von Rechtsextremen argumentativ und pro aktiv begegnen zu können. Hierbei wird insbesondere auf Institutionen der Jugendhilfe eingegangen, die wichtig für Distanzierungsangebote für rechtsextrem orientierte junge Frauen sind.

Seminarinhalte

Das Tagesseminar befasst sich mit genderspezifischen Aspekten in der Wahrnehmung und Bearbeitung von rechtsextremen Tendenzen. Dabei werden folgende Ebenen bearbeitet:

  • „Doing Gender“ in rechtsextremen Zusammenhängen:
    – Geschlechtsspezifische Aspekte der Hinwendung und Teilnahme in rechtsextremen Szenen, die zahlenmäßige Verteilung von und verschiedenen Rollenangebote für Männern und Frauen in offenen Szenezusammenhängen, Kameradschaften und Parteien
    – Identifikations-, Zugehörigkeits- und Erlebnisangebote für Jungen und Mädchen im aktuellen Rechtsextremismus
  • Genderaspekte im Kontext rechtsextremer Ideologie:
    Die Ideologie der Volksgemeinschaft als zentrale Grundlage traditioneller Rollenvorstellungen. Der ideologische Kampf gegen Strategien der Gleichberechtigung von Mann und Frau (Anti-Gender Mainstreaming-Kampagnen) und gegen die Anerkennung von Homosexualität.
  • Geschlechtsspezifische Themenbesetzung durch rechtsextreme Männer und Frauen:
    Frauen werden als rechtsextreme Akteurinnen häufig übersehen. Dabei setzen sie sich strategisch in verschiedenen Themenfeldern ein, wie etwa in Debatten um Sexuellen Missbrauch / Pädophilie, familiäre Sicherheit und Erziehungsbereiche und gehen bewusst in pädagogische Berufe, z.B. in Kindergärten, Schulen, Jugend- und Gemeinwesenarbeit.
  • Präventions- und Distanzierungsangebote:
    Um junge Frauen und Männer bei der Distanzierung von rechtsextremen Haltungen und einer entsprechenden Szenezugehörigkeit zu unterstützen sind genderspezifische Ansätze nötig

Methoden

Durch PowerPoint gestützte Vorträge, Übungen, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele und Reflexionsrunden werden die Handlungskompetenzen der Teilnehmer(innen) gestärkt und Möglichkeiten angeregt, professionell Problematiken im eigenen Arbeitsfeld zu bearbeiten.

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Angebot-Nr. 1-12-2: „Ey Du Opfer“ - Prävention und Intervention in der Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten und orientierten Jugendlichen

Träger: cultures interactive e.V.

„Ey! Du Opfer“, wahlweise: Schwuchtel, Spast oder Asylant, sind die wiederkehrenden Sprüche von Jugendlichen, die den Frustrationsgrad im pädagogischen Arbeitsalltag um einiges erhöhen können. Wie kann bei solchen Sprüchen, diesen kurzen Momenten, eine erfolgreiche Intervention erfolgen oder ist vielleicht ein geflissentliches Überhören nicht zielgerichteter?

Aktuell werden gerade geflüchtete Menschen durch solche Sprüche abgewertet und ausgegrenzt. Haltung und Handlung ist hier geboten. Aber wie? Pädagog(inn)en stehen hier vor einer Entscheidung des Umgangs mit oftmals „nebenbei“ geäußerten oder zur Schau getragenen abwertenden Meinungen. Handelt es sich um eine Aussage, die einen vorhandenen „Hass“ ausdrückt oder einfach nur ein Spruch, der die „coolness“ in der Gruppe erhöht.

Seminarziele

Hier soll das Tagesseminar Handlungssicherheit vermitteln und befasst sich mit den Phänomenen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF), insbesondere auch Fremdenfeindlichkeit und Sexismus, sowie den sogenannten „Grauzonen“ im Bereich des Rechtsextremismus. Ihnen werden Methoden der Bearbeitung vermittelt als auch die eigene Haltung im Umgang mit Jugendlichen reflektiert. Letztlich gilt es bei allen Vorfällen abzuwägen, ob es sich um eine „interventionspflichtige“ Situation handelt, weil hier menschenverachtende und gewaltverherrlichende Meinungen sich verstetigen. GMF ist schließlich nicht selten die Vorstufe zu Vorfällen mit rechtsorientiertem Hintergrund. Oder bedarf es nur einer „lustig-ironischen“ Bewussteinswerdung, die den Schüler(inne)n oder die Gruppe vielleicht auf andere Gedanken und Wege bringt, Empathie bspw. für Geflüchtete entwickelt wird, die aber auch zumindest unsere eigene Haltung und die der Schule klar und transparent verdeutlicht.

Methoden

PowerPoint-Vortrag, visuelle und haptische Vermittlung von Zeichen und Codes aus der sog. Grauzone der Jugendkulturen, Rollenspiel, Gruppenaustauschprozesse u.a. Methoden

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Angebot-Nr. 1-12-3: wahrnehmen * verstehen * reagieren. Pädagogische Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen

Träger: Drudel 11 e.V.

Der Umgang den mit rechtsextremen Orientierungen bei Schüler(inne)n ist für Pädagog(inn)en eine permanente Herausforderung. Sie treffen auf Menschen, die mit Symbolen auf ihrer Kleidung, durch rassistische, antisemitische und menschenverachtende Sprüche und/oder entsprechenden Argumentationen in Gesprächen auffallen. Zusätzlich erschwert der Einfluss rechtsextremer Elternhäuser die pädagogische Auseinandersetzung mit diesen jungen Menschen. In solchen Fällen müssen Pädagog(inn)en nicht nur die Situation richtig einschätzen können, sondern auch über geeignete Handlungsmöglichkeiten verfügen.

Das Praxisseminar möchte interessierten (und betroffenen) Pädagog(inn)en hierzu eine konkrete Hilfestellung geben.

Seminarziele

Im Seminar werden Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit rechtsextrem orientierten Schüler(inne)n erarbeitet. Mit Hilfe von praxisnahen Übungsinhalten, Inputs und berufsspezifischen Fragestellungen werden zudem Reaktionsweisen auf Halbwissen, Stereotype und Stammtischparolen erprobt und anhand praktischer Beispiele trainiert. Ziel ist, dass Sie im Seminar einheitliche Absprachen entwickeln, wie in entsprechenden Situationen gehandelt werden kann. Anhand konkreter Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Rechtsextremismusprävention werden Strategien, Formen und bewährte pädagogische Methoden in der pädagogischen Arbeit mit rechtsextrem orientierten Menschen bzw. mit Jugendgruppen vorgestellt, die Sie in Ihrer täglichen Arbeit anwenden können.

Seminarinhalte

  • Alltags- und Erlebniswelt Rechtsextremismus
  • Praxisnahe Übungsinhalte und berufsspezifische Fragestellungen
  • Möglichkeiten und Grenzen des pädagogischen Handelns
  • Einblicke in die pädagogische Praxis
  • Pädagogischer Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen – Was ist entscheidend?

Methoden

Präsentation (mit Musik-, Video- und Textbeispielen), Kurzfilme, Aufklärungskoffer „Gefährliche Exemplare?!“, Diskussionsrunden in verschiedenen Gruppensettings, moderierter Erfahrungsaustausch, „Fallgespräche“, Thementische

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Angebot-Nr. 1-2-2: Demokratieentwicklung an Schulen. Schüler(innen) durch Beteiligungsformen aktivieren und für Demokratie begeistern

Träger: cultures interactive e.V.

Um junge Menschen aus allen Milieus für Demokratie zu gewinnen, ist es wichtig, dass Schulen eine demokratische Alltagskultur entwickeln und demokratische Grundfähigkeiten jugendgerecht in der formalen Bildung vermitteln. Demokratievermittlung kann Spaß machen und das Lern- und Schulklima für Lehrer(innen) und Schüler(innen) erheblich verbessern. Aktuell geht es auch um den Aspekt, wie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die beispielsweise aus geflüchteten Familien stammen, beteiligt werden können.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie einen Überblick zu schulischen Ansätzen der Demokratiepädagogik, Formen gelingender und innovativer Schüler(innen)-Beteiligung sowie Beispiele von innovativen Methoden zur politischen Bildung von Schüler(inne)n.

Seminarinhalte

  • In welcher Form haben sich die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen in den letzten 20 Jahren verändert?
  • Wie gehe ich mit der gesellschaftspolitischen Diskussion um „Flucht und Asyl“ um?
  • Welche Ergebnisse zeigen die neuesten Jugendstudien zu den Themen:
    Politisches Engagement von Jugendlichen – wie wollen sich Jugendliche engagieren? Wie sehen Jugendliche ihre Zukunft?
  • Was ist eine demokratische Haltung?
  • Ansätze der Demokratiepädagogik
  • Neue Formen der Politischen Bildung
  • Wie kann ein demokratisches Beteiligungskonzept an einer Schule aussehen?

Methoden

Vorträge, Gruppenaustausch, Arbeit im Plenum und in Kleingruppen, Vorstellung von Modellvorhaben

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Angebot-Nr. 1-2-5: Lernort Demokratie – Was heißt Demokratie & wie kann ich das in meiner Schule leben?

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Partizipation ist eine Grundvoraussetzung von Demokratie. Dementsprechendes Gewicht sollte beteiligungsorientierten Prozessen eingeräumt werden. Der „Lernort Demokratie“ ist demnach nicht nur eine Unterrichtseinheit in der Schule, sondern spiegelt sich auch in der Institution wieder. Damit es nicht nur heißt: „Heute steht wohl wieder Beteiligung auf dem Plan, mal schauen, ob wir wählen oder würfeln?“.

Seminarziele

Die Ziele des Seminars liegen in der Vermittlung von Funktions- und Wirkungsbereichen von Demokratie. Demzufolge geht es darum, Partizipationsräume auch in der eigenen Institution zu entdecken und dies nicht nur für „Erwachsene“. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonventionen steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Gefahren für den demokratischen Prozess. Sie erhalten anhand von Fallbeispielen die Möglichkeit, Instrumente bzw. Lösungen für Ihre Berufspraxis abzuleiten.

Seminarinhalte

  • Hintergründe zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen
  • Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Zivilgesellschaftlichen Bildung“
  • Diskussion und Reflexion von Demokratie verstanden als Prozess
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Institution und deren Rolle in der Demokratie
  • Einordnung von Gefahren für die Demokratie
  • Beispiele zur Mitbestimmung und Entscheidungsfindung im Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen, Kleingruppengespräche, prozessorientierte

Angebot-Nr.1-2-6: Demokratisch miteinander lernen - Weiterbildung zur Förderung demokratischer Alltagskultur

Träger: bejm – Bund evangelischer Jugend in Mitteldeutschland

Demokratie wird im Seminar von der Ebene des Alltags und des Miteinanders an der Schule betrachtet. Gesellschafts- oder Regierungsform sollen eine geringe Rolle spielen, vielmehrwidmen wir uns der Demokratie als Lebensform. Wir diskutieren über Menschen- und Grundrechte und welche Rolle sie in der Demokratie und im Schulalltag spielen. Es wird eine Auseinandersetzung darüber geben, warum Phänomene wie Rechtsextremismus oder Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einem demokratischen Miteinander im Weg stehen. Gemeinsam werden wir uns den möglichen Brennpunkten im Schulalltag widmen und Strategien betrachten, diese in demokratischer Weise zu bearbeiten.

Seminarinhalte

  • Bedeutung von Demokratie im Alltag – worauf basiert sie?
  • Diskussion der Bedeutung von Menschenrechten für unser Miteinander
  • Demokratie im täglichen Miteinander mit „Betzavta“ betrachten – Demokratie als Lebensform
  • Wie sind Beteiligung, Inklusion, Respekt und Toleranz einzuordnen?
  • Gefahren für die Demokratie: Ideologieelemente des Rechtsextremismus und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit

Methoden

welcome diversity, brainstorming, Kartenabfrage, Diskussion, Betzavta-Übung, Aktivitäten „Zwiebel“ und „Aufkleber“

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Angebot-Nr. 1-3-1: Vielfalt ist das ganze Leben – Querschnitt der Theorie und Praxis von Diversity bis Anti-Bias

Träger: Arbeit und Leben Thüringen

Die Begriffe Vielfalt, Inklusion und Diversity werden oft benutzt, um dem Zusammenleben einen normativen Rahmen zu geben. Eine Klärung der Begriffe soll die damit verbundenen Aufgaben näher beschreiben, hierzu werden Leitbilder von Inklusionsschulen kurz präsentiert. Dazu wird sich mit dem Verständnis von Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform auseinandergesetzt, um Rückschlüsse auf das Zusammenleben, auch im Schulkontext zu ziehen.

Innerhalb der Gesellschaft existieren unterschiedliche Machtverhältnisse, Privilegien und Diskriminierungen. Zu welcher Gruppe Sie gehören und welche Privilegien sich für Sie daraus ergeben werden ebenso hinterfragt wie dominante Perspektiven. Die durchgeführten Methoden werden den unterschiedlichen Antidiskriminierungsansätzen zugeordnet und nach einer Reflexion mit Hinweisen zur Umsetzung an die Lehrenden ausgehändigt.

Seminarziele

  • Die TN wissen um die Bedeutung der Begriffe Demokratie, Vielfalt, Diversity und Inklusion.
  • TN kennen Ansätze der Antidiskriminierungsarbeit; AntiBias, Betzavta und Social Justice.
  • Die Teilnehmenden erleben die Wirkung der Methoden der Ansätze und werten diese aus.
  • TN wissen, dass soziale Kategorien und gesellschaftliche Machtverhältnisse Diskriminierung u. Privilegien mit sich bringen und reflektieren die eigene Position innerhalb der Gesellschaft.

Seminarinhalte

  • Überblick zu den Begriffen Demokratie, Vielfalt, Diversität und Inklusion
  • Kennenlernen demokratiepädagogischer Ansätze: Anti-Bias, Betzavta, Social Justice
  • Vorstellen und Anwenden von Methoden für die eigene schulische Arbeit
  • Bedeutung sozialer Kategorien, Privilegien u. Machtverhältnissen für Diskriminierung

Methoden

Präsentationen, Murmelgruppen, Inputs, (Stumme) Diskussionen, Bildergalerie, Kleingruppenarbeit, Positionierungen, Mind Map

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Angebot-Nr. 1-3-5: Diskriminierungen erkennen – Vom Umgang mit Vielfalt und Wertschätzung in der Schule

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ lautet der erste Artikel der UN-Menschenrechtserklärung. Doch wir neigen dazu, nach Unterschieden zu fragen, statt über Gemeinsamkeiten zu sprechen. Durch die Verwendung von Klischees können wir „andere“ besser fassen und uns abgrenzen. Dies birgt aber auch die Gefahr des Ausschlusses „anderer“. Gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte über den Umgang mit Geflüchteten ist ein diesbezüglicher Perspektivwechsel hilfreich. Eine offene Gesellschaft wie unsere lebt vom Austausch über unterschiedliche Werte und Normen, die hinter Überzeugungen und Lebensweisen stehen.

Seminarziele

Zum Seminarbeginn steht der Begriff „Vielfalt“ im Mittelpunkt: Was steckt dahinter? Was verlangt es & was hat es mit Werten zu tun? Daran schließt sich das Thema „Diskriminierung“ an: Wie erlebe oder erlebte ich Diskriminierung? Welche Gefühle sind damit verbunden? Welche persönlichen Strategien habe ich im Umgang mit Diskriminierung entwickelt? Grundlegend für diese Sensibilisierungsübungen ist das Hinterfragen der eigenen Haltung, um so die Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten zu schärfen und „Normalität“ zu hinterfragen. Dies betrifft nicht nur Schüler(innen), sondern auch Lehrkräfte und Eltern. Des Weiteren werden im Seminar vielfaltsbewusste und diskriminierungskritische Handlungsstrategien nicht nur im Umgang miteinander, sondern auch in Bezug auf Geflüchtete entwickelt und erprobt.

Seminarinhalte

  • Chancen und Herausforderungen von Vielfalt
  • Auseinandersetzungen mit Wertvorstellungen der Schule
  • Auseinandersetzungen mit eigenen Werten
  • Stereotype und Diskriminierungsformen (z.B. durch Schimpfwörter)
  • Möglichkeiten der (Selbst-)Reflexion
  • Beispiele aus dem Schulalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Kleingruppengespräche, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen

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Wo soll das Seminar stattfinden?

Ansprechpartner

Angebot-Nr. 1-3-8: Giraffen und Elefanten in einem Haus? Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz

Träger: Jugendsozialwerk Nordhausen

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, Verschiedenartigkeit von Menschen als mögliche Ursache für Kommunikationsschwierigkeiten in der Schule zu verstehen. Das Seminar unterstützt Sie, die Vielfalt in Ihrem Arbeitsalltag zu beschreiben und Strategien zu entwickeln, wie Sie diesen potenziellen Reichtum konstruktiv nutzen können.

Seminarinhalte

  • Was bedeutet Diversity?
  • Wie sieht die Arbeitskultur in Ihrer Schule aus?
  • Wie können Sie Vielfalt wahrnehmen und reflektieren?
  • Was bedeutet vorurteilsbewusst zu arbeiten?
  • Wie können Sie Vielfalt in Ihrem Arbeitsumfeld konstruktiv nutzen?

Methoden

Wechsel von Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Präsentationen, Filme, Diskussionen, Fotoarbeit, aktivierende Methoden

Buchung

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Ansprechpartner

Angebot-Nr. 1-3-13: Zu Möglichkeiten und Grenzen von Inklusion im pädagogischen Alltag

Träger: Zentrale Wohlfahrtstelle der Juden in Deutschland

Mit der Forderung nach Inklusion wird häufig ein Anspruch auf weitreichende gesellschaftliche Veränderungen erhoben. Diese Entwicklung braucht aber nicht nur den geregelten gesetzlichen Rahmen, sondern sie benötigt ein abgeklärtes Selbstverständnis aller Beteiligten, denn Inklusion ist vorerst eine Haltung, sie beginnt im Kopf und setzt umfassende Reflexionsprozesse voraus. Hierfür ist zunächst die Arbeit an subjektiven Einstellungen der erste Schritt. Im zweiten Schritt ist der Blick auf den institutionellen Kontext sehr bedeutsam. Anschließend können die ‚vertrauten’ Denkabläufe und Arbeitsroutinen im Hinblick auf Inklusionsgedanken analysiert und diskutiert werden. So ist der Auftrag der Inklusion nicht nur eine Vision, sondern gleichzeitig ein Konzept, das in erster Linie die Veränderung des Selbst und Schaffen von inklusiven Strukturen bedeutet.

Die Anerkennung individueller Ausgangsbedingungen der Kinder, nicht als Ausnahme, sondern als Normalität sowie der Bedarf nach einem gleichberechtigten Zugang zur Teilhabe sind Grundvoraussetzungen für eine inklusive Praxis. Allerdings werden Pädagog(inn)en nicht selten ohne Begleitung mit der Umsetzung inklusiver Arbeit konfrontiert.

Der Anti-Bias-Ansatz ist ein offenes Sammelbecken für Grundsätze und Methoden mit vielfaltsbewusster und inklusiver Ausrichtung. Neben seiner methodischen Vielfalt bietet er jedoch Möglichkeiten für systemische Reflexionsprozesse und die Entwicklung vielfaltsbewusster Handlungskompetenz.

Seminarziele

Das Seminar richtet sich an Lehrer(innen) und kann dazu beitragen, ressourcenorientiert und praxisnah in einem gemeinsamen Prozess ‚Inklusionshindernissen’ nachzugehen sowie inklusive Möglichkeitsräume auszuloten. Dies umfasst eine Auseinandersetzung mit eigenen (pädagogischen) Haltungen, aber auch mit Strukturen, in denen Bildung, Beratung und Erziehung stattfinden. Langfristig gesehen können Bedarfe erkannt und inklusive Lernräume etabliert werden, in welchen Schüler(innen) sich nicht trotz, sondern aufgrund ihrer Verschiedenheit anerkannt fühlen sowie individuelle Unterstützung erfahren.

Seminarinhalte

Was brauchen pädagogisch Handelnde, um Schüler(innen) eine vielfaltsbewusste und inklusive Lernumgebung anzubieten? Welche Grundprinzipien bzw. Leitlinien könnten diesen Auftrag in seiner Umsetzung unterstützen? Welche Arbeitsformen sind besonders sinnvoll, um allen Schüler(inne)n einen inklusiven Raum für ihre Entwicklung und Entfaltung zu ermöglichen? Schwierigkeiten vor denen Schüler(innen) in ihrer sozialen Identitätsentwicklung stehen, sind stets mit Gruppen verbunden, zu denen sie sich zugehörig fühlen, oder denen sie von außen zugeordnet werden. Seien es wiederkehrende Anmerkungen zu ihrer körperlichen Verfassung, Herkunft oder Muttersprache, Anspielungen auf ihre sozioökonomische Situation, sexuelle Orientierung der Eltern, oder eben unklar erscheinende geschlechtliche Zuordnung. Bei diesem Thema, das nicht nur individuelle Besonderheiten der Schüler(innen) in den Blick nimmt, sondern auch Fragen nach ihren sozialen Zugehörigkeiten aufwirft, benötigen Pädagog(inn)en tragfähige Einsichten und Handlungskonzepte, die es ihnen ermöglichen, gesellschaftliche Realitäten, die ihnen in ihrer Arbeit in pädagogischen Einrichtungen unwiderruflich begegnen, zu erkennen und zu bewältigen.

Methoden

Aufstellungsmethoden, Rollenspiele, Inklusionschecklisten, Fallbesprechungen, Kleingruppenarbeit, Diskussionen, Einsatz von Medien

Buchung

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Ansprechpartner

Angebot-Nr. 1-4-8: Interkulturelle Öffnung – eine bereichernde Option oder schlichte Notwendigkeit?

Träger: Jugendsozialwerk Nordhausen

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, ein Verständnis für die Herausforderungen und Chancen zu wecken, vor denen Sie sowie Ihre Kolleg(inn)en im Umgang mit unterschiedlichen Kulturen – und damit ist bei weitem nicht nur die ethnische oder geografische Herkunft gemeint – stehen. Das Thema kulturelle Vielfalt hat vor allem vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa an Bedeutung gewonnen. Vermutlich sind auch Sie im schulischen Alltag mit Folgen und Herausforderungen dieser steigenden Multikulturalität konfrontiert. Sie erhalten Anregungen und Kontakte zu Ansprechpartnern, die Ihnen helfen mit unterschiedlichen Erwartungen, Voraussetzungen und widersprüchlichen Situationen im Schulalltag erfolgreich umzugehen.

Seminarinhalte

  • Grundbegriffe der interkulturellen Kommunikation, z.B. Kultur, Wahrnehmung, Eigenes und Fremdes, Kulturschock, Inter- und Multikulturalität, Poly- und Multikollektivität, interkulturelle Kompetenz
  • Überprüfung der vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Kolleg(inn)en in Hinblick auf den bewussten Umgang mit Vielfalt
  • Grundlagen für die Erarbeitung tragfähiger Handlungsoptionen für den Umgang mit Vielfalt schaffen
  • Entwicklung von Ideen zur Initiierung interkultureller Öffnungsprozesse
  • Gemeinsame Arbeit an Praxisfällen

Methoden

Wechsel von Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Präsentationen, Filme, Diskussionen, Fotoarbeit, aktivierende Methoden

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Angebot-Nr. 1-4-9: Vielfalt ist Klasse! Sprachliche und kulturelle Vielfalt in der Schule gestalten

Träger: Kindersprachbrücke Jena

Unsere Gesellschaft wird vielfältiger. Kinder wachsen heute in Familien mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen und Lebensentwürfen auf. Die Vielfalt der Schüler(innen) stellt Lehrer(innen) dabei vor Fragen:

  • Wie kann ich die Einzigartigkeit und den individuellen Entwicklungsstand jeder/s Schülerin/Schülers annehmen und trotzdem die Klasse im Blick behalten?
  • Inwiefern sollte ich unterschiedliche Kulturen der Schüler(innen) im pädagogischen Alltag berücksichtigen?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen Schüler(innen) beim Wissenserwerb in der Bildungssprache Deutsch?

Seminarziele

In der eng am Bildungsplan orientierten Weiterbildung wird eine wertschätzende Auseinandersetzung mit den oben genannten Fragen angeregt und Ihre interkulturelle Kompetenz gestärkt. Die Arbeit an der professionellen Haltung wird verbunden mit der Vermittlung von relevantem Hintergrundwissen sowie dem praktischen Transfer in Ihren Schulalltag.

Seminarinhalte

  • Stärkung von interkultureller Kompetenz, Toleranz und Vorurteilsbewusstsein
  • Reflexion von Handlungsroutinen und Haltungen
  • Relevantes Hintergrundwissen und Handlungsoptionen zum Thema Kinder und Jugendliche mit Migrations- bzw. Fluchterfahrung in Schulen
  • Grundlagen im Umgang mit Mehrsprachigkeit
  • Praktische Anregungen zur Nutzung von Vielfalt für Unterrichts- und Bildungsprozesse

Methoden

Selbsterfahrungsübungen, thematische Inputs, Reflexionsmethoden, Fallarbeit. Theoretische Erkenntnisse werden mit bewährten Ideen und Beispielen aus der Praxis verknüpft.

Weiterführende Informationen zu dieser Fortbildung finden Sie im Flyer.

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Angebot 1-4-12: Interkulturelle Öffnung – es muss kein Buch mit sieben Siegeln sein!

Die aktuelle Zuwanderungswelle und die Migration der letzten Jahre stellt an Lehrer(innen) hohe und gleichzeitig interessante Anforderungen. Die Institution Schule hat den Auftrag, Kinder, Jugendliche und deren Eltern aus unterschiedlichsten Kulturkreisen nicht nur diskriminierungsfrei zu begegnen, sondern auch geeignete Integrationsangebote im Schulalltag zu finden. Dies stellt ein Kollegium auf persönlicher und organisatorischer Ebene nicht selten vor eine große Herausforderung, der man sich nicht immer gewachsen fühlt. Hier sind geeignete Konzepte gefragt.

Seminarziele

Im Seminar werden Sie mit dem Konzept des interkulturellen Lernens vertraut gemacht und Berührungspunkte für sich selbst und die Institution Schule hergestellt. Dies ermöglichen die bewusste Gestaltung von schulischen Prozessen und Abläufen, die Annäherung und ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe. Ihre Handlungsoptionen werden erweitert und Sie stärken die Handlungssicherheit in interkulturellen Zusammenhängen. Der Ansatz ermöglicht ebenso, dass gängige Ausgrenzungsmechanismen abgebaut werden. In praktischen Übungen setzen Sie sich mit vermeintlichen „Fettnäpfchen“ auseinander.

Seminarinhalte

  • Theoretische und praktische Vorstellung des Interkulturellen Lernens
  • Interkulturelle Sensibilisierung
  • Vermittlung von Basiskompetenzen im Bereich des Interkulturelles Lernens
  • Umsetzungsstrategien

Methoden

Multimediale und interaktive Vorträge, Plenumsdiskussion, Gruppenarbeit, praktische (Selbsterfahrungs-)Übungen, Arbeit an Fallbeispielen

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Angebot 1-31-13: Wo liegt die Krise in der „Flüchtlingskrise“? Einstellungsfragen, Praxisanalysen, Handlungsstrategien

Träger: Zentrale Wohlfahrtstelle der Juden in Deutschland

Die Wirklichkeit der Migrationsgesellschaft und die aktuell geführten Debatten um Flucht und Asyl stellen die Schule vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Ein Drittel aller Schutzsuchenden, die nach Deutschland kommen, sind – zum Teil unbegleitete – Kinder und Jugendliche. Sowohl schulische als auch außerschulische Bildungseinrichtungen sind gefordert Wege zu finden, ein inklusives und bestärkendes Lernumfeld zu etablieren, diversitätsorientierte Zugänge zu Bildung und sozialem Miteinander zu schaffen und Integrationsprozesse zu begleiten. Dazu braucht es unter anderem Wissen um die Rahmenbedingungen von Flucht und Asyl, Wirkung von Traumatisierungen und Intoleranz, Stimmungslagen und Vorbehalte der aufnehmenden Gesellschaft sowie Möglichkeiten der Diskriminierungsprävention im eigenen Handlungs- und Arbeitsfeld.

Seminarziele

Das Seminar geht auf folgende Fragen ein: Was bedeutet es in einer Migrationsgesellschaft zu leben? Welche Selbst- und Fremdbilder gehen damit einher? Wie lassen sich Lernräume kreieren, die auf Teilhabe, Anerkennung und Gleichwertigkeit orientiert sind? Was brauchen Pädagog(inn)en, um geflüchtete Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und Integration zu begleiten und zu bestärken? Welche Ansätze und Konzepte eignen sich dazu? Was verstehen wir unter Diskriminierungsschutz und welche Strategien sind dabei von besonderer Bedeutung? Welche Praxisideen haben sich bewährt und können auf die aktuellen Herausforderungen übertragen werden? Das eintägige Seminar bietet Raum für thematische Auseinandersetzungen, kollegialen Erfahrungsaustausch und fallbezogene Praxisanalysen.

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung ist bedarfsorientiert und kann im Gruppenprozess Ihren Fragen und Anliegen flexibel angepasst werden. Der thematische Fokus bleibt erhalten, aber die Seminarleitung hält sich und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen zu folgen und diese in den Seminarablauf zu integrieren.

Methoden

Interaktive Übungen, Gruppenarbeit, Beratung und Supervision, Fallbesprechungen

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Angebot-Nr. 1-5-7: Spezialbaustein Lokale Gedenkkultur und Bedeutung von „Heimat“

Träger: Thüringer Heimatbund

Anfang einer Epoche radikalen Wandels und extremer Spannungen („der zweite 30jährige Krieg“), die 1945 erst zu Ende ging. Zugleich erinnern wir uns in diesem Jahr an die friedliche Revolution von 1989, deren Ertrag und Erbe allerdings kontrovers diskutiert wird. Historiker(innen) sprechen vom kurzen 20. Jahrhundert (1914–1989) als „Zeitalter der Extreme“. In unserer unmittelbaren, heimatlichen Umgebung existieren bis heute zahlreiche Sachzeugen des Ersten Weltkriegs, vor allem Kriegerdenkmäler und Totentafeln (in vielen Kirchen). Sind das selbstverständliche Orte der Erinnerung oder eher sperrige und unbequeme Zeichen vergangener Geschichte(n)? Welche Rolle aber spielt die Erinnerung an die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts für unser aktuelles Heimatbewusstsein? Und ist dies nicht viel unmittelbarer geprägt durch Ereignisse und Erfahrungen der letzten 30 Jahre. Welche Rolle spielen literarische Zeugnisse für unsere Erinnerung? Und welche Werte und Normen sind prägend für unseren Umgang mit Geschichte?

Seminarziele

Im Seminar werden folgende Fragen beantwortet: Welche Geschichte hat unsere Heimat geprägt und was ist davon noch zu spüren? Was bedeutet „Heimat“ für uns heute in Zeiten rasanten gesellschaftlichen Wandels, hoher Mobilität und sozialer Unsicherheit? Können wir unsere Heimat lieben, auch wenn wir wissen, wie politisch belastet der Begriff „Heimat“ ist? Und wie verhindern wir, dass andere mit der Geschichte und unseren Heimatgefühlen undemokratische Politikkonzepte legitimieren? Ziel ist eine Horizonterweiterung der Lehrer(innen) aus den Fachbereichen Geschichte, Sozialkunde, Deutsch und Ethik, die nicht nur an der Umsetzbarkeit im schulischen Unterricht gemessen sein sollte. Es geht um einen interdisziplinären Zugang zum Thema.

Seminarinhalte

  • Begriffliche Basis (Heimat, Erinnerung, Gedenken, kollektives Gedächtnis, Identität)
  • Heimatpflege und Gedenkkultur in Deutschland (vor 1989, nach 1989), Anmerkungen zum Kontext europäischer Erinnerung
  • Denkmalstypen und Formen des Umgangs (auch mit „unbequemen“ Denkmälern)
  • Gedenkkultur in der (jeweiligen) Region, Umgang mit Denkmälern vor Ort (z.B. Kriegerdenkmäler), Vorstellung einiger Beispiele und Arbeit an konkreten Beispielen (Wünsche der Teilnehmenden werden gern berücksichtigt)
  • Diskussion der Möglichkeiten zur Anwendung und Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse, Hinweis auf Kooperations- und
  • Beratungsmöglichkeiten

Methoden

Impulsreferate, Gruppenarbeit mit Bildern und Texten, Diskussion, Erfahrungsaustausch

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Angebot 1-41-6: Islamophobie: Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch?

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

Das Phänomen der Islamophobie ist ein Element der Gruppenbezogenen Menschenfeind-lichkeit (GMF). Der gemeinsame Kern ist eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. In Thüringen beträgt die Zustimmungsrate islamfeindlicher Einstellungen 47 % (vgl. Thür. Monitor 2014).

Seminarziele

Im Seminar wird Ihnen Wissen zur Entstehung und Manifestierung von Islamophobie vorgestellt, um Vorurteile und Ängste zu erkennen. Zusätzlich geht es um das Erkennen islamophober Argumentationsweisen, mit dem Ziel, sich Strategien zur Auflösung und/oder Entschlüsselung dieser anzueignen.

Seminarinhalte

  • GMF und seine Elemente, insbes. Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit
  • THÜGIDA – Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch? Ursachen von Abwertungstendenzen und gesellschaftliche Folgen
  • Umgang mit Informationen und Medien: „Von PI zu Pierre Vogel“
    Informationsquellen und -inhalte verstehen, einordnen und bewerten
  • Gesprächstechniken: Klassische Argumentationsmuster und Gegennarrative, Verunsicherungspädagogik
  • Genderreflektierte Ansätze als Querschnittsthema

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

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Angebot 1-42-6: Islam: Theologische Grundlagen und religiöse Alltagspraxis

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Für viele Muslime ist Religion ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität, der ihnen Orientierung und Halt vermittelt. Oft haben sie jedoch das Gefühl, nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Das Arbeitsfeld kann damit zum Austragungsort interreligiöser Konflikte werden. Nicht selten sind diese von gegenseitigen Vorurteilen und mangelndem Wissen um das Gegen-über geprägt.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen islamische Grundkenntnisse vermittelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen wird Ihnen mit Hilfe interaktiver Übungen Wissen vermittelt und zur Selbstreflexion angeregt.

Seminarinhalte

  • Islam in Deutschland: Strömungen und kulturelle Hintergründe
  • Religiöse Alltagspraxis
  • Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten,
    Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
  • Frauen und Islam

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

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Angebot 1-43-6: Religiös oder extremistisch? Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierung

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

In Ihren Arbeitsbereichen kann es zu Situationen kommen, in denen Sie mit extremistischen bzw. fundamentalistischen Einstellungen und Verhaltensweisen Ihrer Klient(inn)en konfrontiert sind. Dabei ist es meist schwierig, angemessen darauf zu reagieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Extre-mismus und Fundamentalismus. Mit der Fortbildung wird ein weiter entwickeltes Verständnis der eigenen Berufsrolle angestrebt, das einen Dialog mit Menschen, die extremistische Denkmuster aufzeigen, ermöglicht. Der Schwerpunkt wird deshalb auf praxisrelevante pädagogische Denk- und Verhaltensweisen gelegt.

Seminarinhalte

  • Merkmale von Ideologie
  • Begriffsbestimmung: Religion, Tradition, Kultur, Fundamentalismus
  • Salafismus und Dschihadismus (Verhältnismäßigkeiten = Fakten und Zahlen)
    sowie Rolle und Nutzung der Medien
  • Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen)
    und ihre Gegennarrative

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Buchung

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