Aktuelles Konzeptauswahlverfahren

Konzeptauswahlverfahren für „Präventive Angebote an Schulen“ im Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport beabsichtigt, für die im Rahmen der Überarbeitung des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit beschriebenen Strukturprojekte ein Konzeptauswahlverfahren zur Auswahl der Träger vorzunehmen.

Entsprechend Kapitel 4.6 werden mit der Förderung präventiver Angebote an Schulen folgende Ziele verfolgt:

Von besonderer Bedeutung ist die Bildung junger Menschen für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit. Ein wichtiger Ort, an dem dies geschehen kann, ist die Schule. Vorrangig werden Vorhaben unterstützt, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit an der Schule zu lernen und zu leben. Dabei sind selbstgesteuerte, selbstbestimmte und selbstorganisierte Bildungsprozesse, in denen mit- und voneinander gelernt und gehandelt wird (peergroup-education), besonders geeignet. Zudem ist darauf zu achten, dass möglichst alle Schulformen und auch Schülerinnen und Schüler niedrigerer Klassenstufen einbezogen werden, weil in frühen Jahren entscheidende Prägungen stattfinden und auch demokratiefeindliche Gruppierungen verstärkt versuchen, Kinder zu erreichen.

Die Landesregierung stellt für präventive schulbezogene Angebote bedarfsgerechte Ressourcen zur Verfügung, wenn diese nicht durch die Regelarbeit der Schule abgedeckt oder gewährleistet werden können beziehungsweise wenn diese einen besonderen Impulscharakter haben.

Konzepte für die oben beschriebenen Aufgaben sind formlos mit folgender Gliederung einzureichen:

1)         Kurzdarstellung des Antragstellers und der Erfahrungen im Themenfeld
2)         Beschreibung der Ausgangslage in Thüringen
3)         Ziele und Zielgruppen des Angebots
4)         Arbeitsweisen und Methoden des Angebots
5)         Beschreibung der notwendigen Ressourcen (Personal, fachliche Anforderungen, strukturelle Voraussetzungen)
6)         Kostenkalkulation nach Jahresscheiben
7)         Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen
8)         Maßnahmen zur Sicherung der fachlichen Anforderungen und der Qualitätsentwicklung
9)         Konzept zur Umsetzung von Gender-, Diversity Mainstreaming und Inklusion

 

Die Laufzeit des Projektes ist zunächst vom 1. Juli 2018 bis zum 31. Dezember 2018 befristet und soll – vorbehaltlich der Bereitstellung und tatsächlichen Verfügbarkeit entsprechender Mittel des Landes – jeweils jährlich für maximal fünf Jahre verlängert werden.

Bei der Entscheidung über die Förderung werden die oben dargestellten Punkte durch externe Gutachter und die Gremien des Landesprogramms bewertet.

Bitte reichen Sie Ihre Konzeptvorschläge rechtsverbindlich unterschrieben bis zum 12. März 2018 im

Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Referat 42 – Jugendpolitik
Werner-Seelenbinder-Straße 7
99096 Erfurt

ein.

Für weitere Fragen steht Frau Anja Zachow, per Mail unter
Anja.Zachow@tmbjs.thueringen.de oder telefonisch unter 0361 57 3411 422 gern zur Verfügung.

Die Ausschreibung hier noch einmal zum Download: Konzeptauswahlverfahren Schulprojekte

Verleihung der Thüringer Demokratiepreise 2017

05/12/2017 - Erfurt: Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, am 5. Dezember 2017 zu seinem Antrittsbesuch in Thüringen. Die Verleihung des Thüringer Demokratiepreises im Erfurter Augustinerkloster. Alle Preisträge zusammen mit dem Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow, der Frau des Thüringer Ministerpräsidenten, Germana Alberti vom Hofe, dem Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, der Frau des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Elke Büdenbender, und dem Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter. / _________________ Foto: Jacob Schröter (017623787412)
Alle Preisträge zusammen mit dem Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow, der Frau des Thüringer Ministerpräsidenten, Germana Alberti vom Hofe, dem Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, der Frau des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Elke Büdenbender, und dem Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter. Foto: Jacob Schröter

Thüringens Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter, hat am 5. Dezember 2017 den Thüringer Demokratiepreis verliehen. Damit wurden nun zum fünften Mal Initiativen, Vereine und Einzelpersonen für ihr gesellschaftliches Engagement für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit in Thüringen ausgezeichnet.

Holter macht deutlich: „Wir müssen uns klar machen: Wenn es niemanden gibt, der sich für die Demokratie einsetzen, wird sie nicht bestehen können. Deshalb gehört denen, die die Werte unserer demokratischen Grundordnung Tag für Tag verteidigen, unser aller Respekt. Im Einsatz für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft steht die Thüringer Landesregierung fest an der Seite der zivilgesellschaftlich engagierten Menschen in Thüringen. Wir danken den diesjährigen Ausgezeichneten und allen, die sich für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit einsetzen, herzlich für ihr Engagement.“

Die Preisverleihung fand im Augustinerkloster Erfurt, in Anwesenheit des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier und des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow statt.

Preisträgerinnen und Preisträger Thüringer Demokratiepreises 2017:

Den mit 3.000 Euro dotierten 1. Hauptpreis erhielt in diesem Jahr die Initiative „Kein Platz für Nazis – Themar bleibt bunt“. Seit mehreren Jahren etabliert sich im  Landkreis Hildburghausen ein Schwerpunkt der europäischen Rechts-Rock-Szene. Die Stadt Themar war in diesem Jahr gleich mehrmals Austragungsort rechtsextremer Veranstaltungen. Für ihr Engagement haben sich Bürgerinnen und Bürger, die Stadtverwaltung Themar sowie weitere Partnern und Bündnisse aus dem Landkreis Hildburghausen vernetzt. Durch diese Zusammenarbeit konnten in dem kleinen Ort vielfältige Gegenaktionen stattfinden und damit ein klares Zeichen für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit gesetzt werden.

Der mit 2.000 Euro dotierte 2. Preis ging an den „Erfurter Frühstücksbus“. Das von Studierenden der Erfurter Universität entwickelte und umgesetzte Projekt lädt Bürgerinnen und Bürger etwa vor Einkaufsmärkten zum Frühstück ein, um so zu politischen Themen ins Gespräch zu kommen.

Mit dem 3. Preis und 1.000 Euro wurden die Macherinnen und Macher der Wanderausstellung „Mit unseren Augen – Gedanken in Bildern“ geehrt. In dem von der Migrationsberatungsstelle des Thepra Landesverbandes Thüringen e. V. und vom Sömmerdaer Jugendtreff B 27 getragenen Projekt wurde eine Fotoausstellung von und mit geflüchteten Jugendlichen erstellt.

Die Anerkennungspreise und damit je 500 Euro erhielten in diesem Jahr:

  • Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra,
  • Projekt „Oberbürgermeister-Jugendwahl in Nordhausen“ des Kreisjugendrings Nordhausen e. V.
  • Rock am Berg Merkers e. V. für sein Open Air „Rock am Berg“ Merkers
  • Gisela Reinhardt für ihr langjähriges Engagement für die Belange von Menschen mit Behinderung sowie für die Unterstützung der Freiwilligenagentur mit innovativen Ideen

Der Thüringer Demokratiepreis wird seit dem Jahr 2013 verliehen. Er wurde geschaffen, um langfristigen Einsatz und innovative Arbeit für Demokratie anzuerkennen. Er soll Unterstützung und Kraft für die weitere Arbeit geben, die oft in einem sehr schwierigen und häufig gefährlichen Umfeld geleistet wird. Der Thüringer Demokratiepreis ist Teil des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit. Eine Jury hat aus dem Kreis der 33 nominierten Projekte, Initiativen und Einzelpersonen Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Es werden drei Hauptpreise und vier Anerkennungspreise verliehen. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt 8.000 Euro dotiert.

Eine Bildergalerie zur Preisverleihung findet sich hier: Bildergalerie der Thüringer Staatskanzlei

 

Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit [17.8.2017]

Am 17. August 2017 wird im Augustinerkloster zu Erfurt die Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stattfinden. In der Zeit von 9.30 bis ca. 16.00 Uhr widmet sich die Tagung in diesem Jahr dem Themenfeld Rechtspopulismus und Demokratieverständnis.

Als Hauptreferentin konnte Frau Dr. Stine Marg vom Göttinger Institut für Demokratieforschung gewonnen werden. Im Anschluss an ihren Vortrag „Gute Seiten, schlechte Seiten: Pegida und NoPegida als Produkt der Zivilgesellschaft: über die Protestierenden und ihre Motive.“ werden  in verschieden Workshops Thesen des Umgangs mit Rechtspopulismus debattiert. In der abschließenden Podiumsdiskussion wird die Frage diskutiert, wie Zivilgesellschaft in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus gestärkt werden kann.

Den Programmablauf entnehmen Sie bitte hier. Anmeldungen sind bis zum 4. August 2017 über info@denkbunt-thueringen.de möglich.

[Konzeptauswahlverfahren] Förderung eines Modellprojektes zur Prävention von Islamismus

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport beabsichtigt, im Rahmen einer Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, am Demokratiezentrum bzw. an der Landeskoordinierungsstelle des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit ein Modellprojekt zur Prävention von Islamismus zu fördern.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Ergebnisse des aktuellen Thüringen-Monitors, mit hohen Zustimmungswerten zu islamfeindlichen Einstellungsmustern, und gleichzeitig vereinzelt aufgetretener Beispiele einer Hinwendung zu einem gewaltorientierten Islamismus, soll ein landesweit verfügbares, mobiles Informations- und Fortbildungsangebot für Multiplikator/innen und die Etablierung einer Empowermentstruktur für muslimische Jugendliche gefördert werden.

Aufgaben der Anlaufstelle sind:

  • Bereitstellung eines Bildungsangebotes zur Radikalisierungsprävention für Zugewanderte, insbesondere Geflüchtete
  • Bereitstellung eines Fortbildungs- und Coachingangebotes zur Prävention von Islam- und Muslimfeindlichkeit für Multiplikator/innen
  • Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes mit den Thüringer Moscheegemeinden
  • Etablierung einer Empowermentstruktur für muslimische Jugendliche
  • Bereitstellung eines Interventionsangebotes bei einer vermuteten oder tatsächlichen Hinwendung zum gewaltorientierten Islamismus

 Auf Basis der Leitlinien des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ kann das Angebot mit bis zu 163.000 € pro Jahr gefördert werden. Bei einem geplanten Beginn des Projektes zum 1. September 2017 ist eine Förderung von bis zu 55.000 € bis zum Jahresende 2017 möglich.

Die Laufzeit des Projektes endet zunächst am 31. Dezember 2017 und soll – vorbehaltlich der Bereitstellung entsprechender Mittel des Bundes und des Landes – jeweils jährlich bis maximal zum 31. Dezember 2019 verlängert werden.

Anträge auf Förderung der o.g. Maßnahme reichen Sie bitte unter Verwendung des in der Anlage befindlichen Formblatts des Bundes ein.

Bei der Entscheidung über die Förderung werden seitens des TMBJS folgende Kriterien zugrunde gelegt:

  • fachliche Eignung und Erfahrungen des Trägers,
  • fachliche Beurteilung des eingereichten Konzeptes,
  • Wirtschaftlichkeit des Angebotes

Bitte reichen Sie Ihre Konzeptvorschläge formgebunden und rechtsverbindlich unterschrieben bis zum 26. Juli 2017 im

Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Referat 42 – Jugendpolitik
Werner-Seelenbinder-Straße 7
99096 Erfurt

ein.

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Zachow, per Mail unter Anja.Zachow@tmbjs.thueringen.de oder telefonisch unter 0361 57 3411 422 gern zur Verfügung.

Bildungsministerium lobt Jugendbeteiligungspreis aus

Preis will „Ideen junger Menschen Wirklichkeit werden lassen“

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport lobt einen Jugendbeteiligungspreis aus. Mit dem erstmals zu vergebenden Preis sollen vier Projekte gefördert werden, in denen sich junge Menschen engagieren. Ziel ist es, junge Menschen, die sich für gesellschaftliche Themen einsetzen möchten, zu unterstützen.

In Thüringen gibt es vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten und -gremien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie wirken an der Gestaltung ihrer Region mit und setzen sich vor Ort aktiv für eine lebendige Demokratie ein. Das Spektrum reicht von Initiativen für eine Skaterbahn, über örtliche Jugendparlamente bis hin zu Onlineprojekten. Auch Kunstaktionen, Hilfsprojekte oder Bildungsinitiativen werden von jungen Menschen maßgeblich geprägt. Häufig entstehen sie aus kleinen Ideen und wachsen zu praktischen Initiativen heran.

Jugendstaatssekretärin Gabi Ohler macht deutlich: „Das was diese jungen Menschen leisten, ist wichtiger Kitt für die Gesellschaft. Mit dem Jugendbeteiligungspreis erhalten junge Menschen die Möglichkeit ihre eigenen Projekte zu realisieren. Der Preis verfolgt dabei eine sehr praktische Idee. Zum einen ermöglicht er, Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Zum anderen ist der Preis auch eine öffentliche Wertschätzung und Anerkennung für das wichtige Engagement junger Menschen.“ Zu den Besonderheiten des Preises gehöre, so Ohler, dass es die jungen Leute selbst sind, die die Preisträger küren.

Alle vorgeschlagenen Projekte können Vertreterinnen und Vertreter zu einer ganztägigen Ideenwerkstatt entsenden. Dort können die eigenen Ideen beworben werden. Alle Teilnehmenden stimmen dann darüber ab, welche Ideen weitergeführt, finanziell gefördert und umgesetzt werden sollen. Die Regeln zur Entscheidungsfindung bestimmen dabei die Teilnahmenden gemeinsam. Die Ideenwerksatt findet am 5. August 2017, ab 10:00 Uhr in Erfurt statt.

Insgesamt stehen 4.000 Euro für die Umsetzung von bis zu vier Projektideen zur Verfügung. Der Thüringer Jugendbeteiligungspreis 2017 will so selbstorganisierte Entscheidungsprozesse stärken und den Austausch aktiver junger Menschen in Thüringen fördern.

Die so entstanden Projekte werden im Rahmen der feierlichen Verleihung des „Thüringer Demokratiepreises“ Ende des Jahres öffentlich präsentiert.

Auf der Internetseite jugendbeteiligungspreis.mitbestimmung.online stehen weiterführende Informationen zum Bewerbungsverfahren bereit. Projektideen sind einzureichen bis zum 31. Juli 2017 an jugendbeteiligungspreis@mitbestimmung.online

Antrags- und Vorschlagsrunde für den Thüringer Demokratiepreis eröffnet

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport lobt auch im Jahr 2017 den „Thüringer Demokratiepreis“ aus. Mit dem Preis werden Initiativen und Personen ausgezeichnet, die kontinuierliche und innovative Arbeit für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit leisten.

Thüringens Bildungs- und Jugendstaatssekretärin Gabi Ohler macht deutlich: „Der Preis ist ein Beitrag für die öffentliche Wertschätzung und Anerkennung von Menschen, Vereinen und Initiativen, die aktiv für ein demokratisches Miteinander eintreten und dabei neue Ideen umsetzen.“ Vorgeschlagen werden können Vereine, Netzwerke und Bürgerbündnisse, Jugendinitiativen sowie regionale Projekte insbesondere aus den Lokalen Aktionsplänen in Thüringen. Auch Bewerbungen sind möglich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Einzelpersonen zu nominieren.

Die drei Hauptpreise sind mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Zusätzlich werden vier mit 500 Euro dotierte Anerkennungspreise verliehen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury unter Vorsitz von Staatssekretärin Gabi Ohler.

Für die Auswahl werden insbesondere folgende Kriterien zu Grunde gelegt:
• Die Umsetzung von innovativen bzw. kreativen Ideen in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus bzw. gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
• Besondere Erfolge, die in der Arbeit für eine demokratische und offene Alltagskultur erzielt wurden.
• Die Arbeit von Personen oder Projekten die sich in einem besonders schwierigen Umfeld gegen Rechtsextremismus engagieren.
• Personen oder Projekte die auf ein langjähriges kontinuierliches Engagement im Themenfeld verweisen können.

Der Bewerbungs- bzw. Vorschlagsbogenbogen steht auf der Website des Landesprogramms unter der Rubrik „Demokratiepreis“ zum Download bereit. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2017.

[Öffentliche Ausschreibung] Konzeption und Produktion Imagebroschüre

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport schreibt aktuell die Konzeption und Produktion einer Publikation mit dem Arbeitstitel „Imagebroschüre Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ aus. Ausschreibungsfrist ist der 6. Juni 2017. Detaillierte Informationen sowie einzureichende Unterlagen finden Sie auf der Website des Ministeriums.

[Öffentliche Ausschreibung] Wissenschaftliche Begleitung der Thüringer Partnerschaften für Demokratie

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport schreibt aktuell die wissenschaftliche Begleitung der Lokalen Partnerschaften für Demokratie im Rahmen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit aus. Ausschreibungsfrist ist der 2. Mai 2017. Detaillierte Informationen sowie einzureichende Unterlagen finden Sie auf der Website des Ministeriums.

Überarbeitetes Landesprogramm für Demokratie, Toleranz uns Weltoffenheit vorgestellt

Staatssekretärin Ohler: „Deutliche Weiterentwicklung unter breiter zivilgesellschaftlicher Beteiligung“

Staatssekretärin Ohler bei der Präsentation
Staatssekretärin Ohler bei der Präsentation

Staatssekratärin Gabi Ohler hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz das überarbeitete „Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ vorgestellt. Als Konsequenz aus den Ergebnissen des ersten NSU-Untersuchungsausschusses des Thüringer Landtags hatten sich die rot-rot-grünen Regierungspartner in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die inhaltliche Ausrichtung des Programms weiterzuentwickeln.

„Ohne ein breites zivilgesellschaftliches Engagement aller demokratischen Kräfte kann ein solches Programm keine Wirkung entfalten. Deshalb haben wir besonders großen Wert auf eine möglichst vielfältige Beteiligung im Überarbeitungsprozess gelegt. Neben einem interministeriellen Arbeitskreis beschäftigte sich eine breit aufgestellte zivilgesellschaftliche Arbeitsgruppe aus Vertretern unterschiedlicher Religionsgemeinschaften, von Bürgerbündnissen und Verbänden sowie Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und der Thüringer Wirtschaft mit dem Programm. Der nun vorliegende Text bildet den Konsens aller Diskussionsteilnehmer.“

Dies betonte auch der stellvertretende Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt, der den Prozess über ein Jahr lang als einer der Moderatoren der zivilgesellschaftlichen Arbeitsgruppe begleitete: „Das ausgearbeitete Programm bietet einen guten Rahmen, um sich für Teilhabe und Veränderung und damit für die Demokratie stark zu machen. Wir laden zivilgesellschaftliche Organisationen dazu ein, von den zahlreichen Angeboten des Landesprogramms Gebrauch zu machen. Nur gemeinsam können wir menschenfeindliche Einstellungen zurückzudrängen und Wege aufzeigen, wie eine zukunftsorientierte aktive Teilhabe möglich ist. Das Landesprogramm ist unter breiter Beteiligung von Verbänden, Initiativen und Gewerkschaften überarbeitet worden, um es auf eine ebenso breite Basis zu stellen und für möglichst viele Menschen Angebote und Orientierung bereitzuhalten. Deshalb freuen wir uns auch, dass fortan die öffentliche Verwaltung viel stärker und konkreter in das Programm eingebunden ist. “

Das überarbeitete Landesprogramm unterstützt wie bisher alle zivilgesellschaftlich Engagierten, beschreibt aber nun auch die Felder notwendigen staatlichen Handelns und führt beide Ebenen in einer Gesamtstrategie zusammen. Die wichtigsten Veränderungen im Überblick:

  1. Die neue inhaltliche Schwerpunktsetzung liegt auf einer Strategie gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und will den damit verbundenen Ungleichwertigkeitsvorstellungen begegnen. Dabei rückt in den Fokus, dass diskriminierende, menschenfeindliche und antidemokratische Einstellungen ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht nur an den Rändern zu finden sind.
  1. Die Handlungsfelder des Programms sind zukünftig nach primärer, sekundärer und tertiärer Prävention, nach den verschiedenen Bereichen der Landespolitik und des Regierungshandelns strukturiert. Damit ist das neue Programm klarer gegliedert und bietet den Projektträgern gleichzeitig die Freiheit, in Eigenverantwortung spezifische Konzepte und Maßnahmen umzusetzen.
  1. Das Themenfeld Bekämpfung von „Homo- und Transphobie“ soll im derzeit unter Federführung der Thüringer Staatskanzlei erarbeiteten „Landesprogramm für Akzeptanz und Vielfalt“ behandelt werden. Um dabei vorhandene Ressourcen zu bündeln und sie in ihrer Wirkweise zu optimieren, werden die beiden Landesprogramme aufeinander abgestimmt.
  1. Die bereits bestehenden Strukturprojekte wurden um präventive Angebote in der Schule, der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung sowie um die Förderung begleitender Dokumentation und Forschung erweitert.
  1. Nicht zuletzt wurden die Rollen und Aufgaben des federführenden Ministeriums, des interministeriellen Arbeitskreises und des Programmbeirates klarer beschrieben.

„Damit hat das neue Programm eine deutliche Entwicklung genommen. Denn eines steht fest: Die Herausforderungen an Demokratiebildung, Toleranz und Weltoffenheit werden nicht weniger. Mit dem Landesprogramm bringen wir einmal mehr unsere Unterstützung und Ermutigung für das bedeutende Engagement vieler Einzelpersonen, Vereine und Verbände zum Ausdruck, die sich fortwährend und oft unter hohem persönlichem Einsatz für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen“, schließt Ohler.

Die überarbeitete Fassung des Landesprogrammes wurde am 13. Dezember 2016 vom Kabinett der Thüringer Landesregierung beschlossen und wird nun dem Thüringer Landtag zugeleitet.

Das überarbeitete Programm können Sie hier downloaden:

Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit

Ministerin Klaubert erschüttert über Angriff auf Begegnungsstätte in Weida

Mit großer Betroffenheit hat Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert, die Nachricht vom Anschlag auf eine interkulturelle Begegnungsstätte in Weida (Landkreis Greiz) aufgenommen. In der Nacht zum 2. Oktober hatten Unbekannte die Scheiben und Türen der Begegnungsstätte in der Weidaer Schlossstraße eingeschlagen.

„Das gesellschaftliche Klima hat sich in den letzten Monaten zunehmend verschlechtert. Immer häufiger werden aus kalten Worten brutale Taten. So wird versucht, ein Klima der Angst zu schüren. Das aber können und wollen wir nicht hinnehmen“, macht Klaubert deutlich. Deshalb, so die Ministerin, habe man mit dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit eine unverzichtbare Unterstützung für zivilgesellschaftliches Engagement. Hier können sich Ehrenamtliche, Vereine und Projekte miteinander vernetzen und auch finanzielle Hilfen erhalten.

Dieser Übergriff reihe sich in eine zunehmende Zahl von Bedrohungen und Diffamierungen auf Projekte und Engagierte des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit ein. Erst im Februar dieses Jahres wurde ein Brandanschlag auf den Demokratieladen in Kahla verübt.

Auch auf einem heute in Erfurt stattfindenden Vernetzungstreffen berichteten die Koordinatorinnen und Koordinatoren der Lokalen Aktionspläne von einer verstärkten Zahl persönlicher Angriffen auf ihre Arbeit. „Diese Frauen und Männer setzen sich für ein menschenfreundliches Thüringen ein. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle politisch Verantwortlichen mit den Betroffenen solidarisch erklären und ihnen Unterstützung zukommen zu lassen“, so Klaubert weiter.

Ministerin Klaubert kündigte an, sich persönlich für konkrete finanzielle Hilfe für die Weidaer Begegnungsstätte, der vom Verein „MIG – Migrations- und Integration Gemeinschaft e.V.“ getragen wird, einzusetzen. „Ich bin den Mitgliedern des MIG-Vereins in Weida dankbar, dass sie sich nicht einschüchtern lassen.“