Sommertagung
Sommertagung
Die Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit findet jährlich statt und hat einen besonderen Stellenwert für die Vernetzung der Akteur:innen der Thüringer Demokratiearbeit. Die Veranstaltung lädt haupt- und ehrenamtliche Aktive sowie Interessierte aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft ein, sich mit einem thematischen Schwerpunkt auseinanderzusetzen. Fachdiskurse, Workshops und die Vorstellung von Projekten im Rahmen eines Markts der Möglichkeiten runden das Programm ab.
Themen vergangener Veranstaltungen waren beispielsweise:
- Digitale Räume, Reale Folgen: Strategien gegen Radikalisierung Jugendlicher (2026)
- Wirksamkeit in der Demokratiearbeit (2025)
- Rassismus entgegentreten. Herausforderungen, Handlungsansätze, Perspektiven (2024)
- Bewegung in der Zivilgesellschaft (2023)
- Professionalisierung der Demokratiearbeit in Thüringen (2022)
- Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter (2021)
Die nächste Sommertagung findet voraussichtlich im Frühsommer 2027 statt.
Sommertagung 2026
Die Sommertagung fand am 23. Juni 2026 im Volkshaus in Sömmerda statt und setzte sich inhaltlich mit den Folgen der Digitalisierung und damit verbundener Tendenzen der Radikalisierung junger Menschen auseinander. Der Erste Beigeordnete des Landkreises Sömmerda, Heiko Koch, eröffnete die Veranstaltung. Im daran anschließenden Input „Scrollen, zweifeln, widerstehen: Ansatzpunkte digitaler Präventionsarbeit mit Jugendlichen“ stellte Maik Fielitz (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft) digitale Plattformen und dortigen Content vor. Der ursprünglich geplante Input musste aufgrund von Krankheit kurzfristig abgesagt werden.
Mit dem Programmpunkt „Kurz & knackig – Thüringer Präventionsprojekte stellen sich vor“ erhielten erstmalig Projekte, die eine jährliche Förderung über das Landesprogramm erhalten, die Gelegenheit sich vorzustellen. Im Pecha-Kucha-Stil präsentierten sie ihre Arbeit innerhalb von drei Minuten, unterstützt von Bildern oder Schlagworten. So stellten beispielsweise der Thüringer Volkshochschulverband das Projekt „Gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation von Bildungsbenachteiligten in Thüringen stärken“ sowie Mo:Lab e.V. „Werde Dialogbotschafter:in“, Spreu Weizen das Projekt „Thüringen fit gegen Desinfos und Influencing“ und der Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V. „Tacheles mit Simson – die Erfahrtour über Jüdisches Leben in Thüringen“ vor.
Mit einem Grußwort eröffnete Katharina Schenk den Markt der Möglichkeiten, der den individuellen Austausch und vertiefte Gespräche ermöglichte. Nach der Mittagspause wurde die inhaltliche Arbeit zum Tagungsthema in fünf Workshops fortgesetzt. Vertieft wurden beispielsweise Dynamiken der Online-Radikalisierung von Jugendlichen, die Rolle sozialer Medien bei der Formierung einer neuen Generation des Rechtsextremismus: Perspektiven für die Prävention und Intervention in Thüringen sowie Handlungsansätze aus der Praxis.
In einem lyrischen Protokoll fasste Marsha Richarz schließlich die Veranstaltung mit Poetic Recording zusammen und die Moderatorin Hanna Kunze verabschiedete die Teilnehmenden.
Sommertagung 2025
Mit einem Grußwort eröffnete Ministerin Katharina Schenk die Sommertagung am 23. September 2025 in der Festhalle in Ilmenau zum Thema „Wirksamkeit in der Demokratiearbeit“. Die anschließende Keynote „Wirkung beim Wort genommen: Anspruch und Alternativen der Wirkungsanalyse in der Demokratiearbeit“ von Prof. Dr. Jan Ulrich Hense betrachtete das Spannungsfeld rund um den Wirkungs-Begriff in der Demokratieförderung. Der Referent stellte heraus, dass Wirkungen in komplexen, gesellschaftlichen und sozialen Lagen häufig nicht eineindeutig zu fassen sind und unterschiedliche Erwartungen, Anforderungen und Regierungsebenen aufeinandertreffen. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Thüringer Projekten vertiefte Prof. Dr. Hense den Diskurs um Wirkungsorientierung in Anträgen und dem Alltagsgeschäft.
Die Mittagspause wurde vom Markt der Möglichkeiten begleitet, sodass individuelle Gespräche geführt und Kontakt zueinander aufgenommen werden konnte. Am Nachmittag setzten Workshops zu Wirkungsmodellen in der Projektarbeit, die Vorstellung bereits evaluierter Modelle sowie Möglichkeiten der Selbstevaluation die Arbeit fort. Mit einem kurzen Resümee und Ausblick verabschiedete das Fachreferat die Teilnehmenden.
Die Kurzdokumentation der Sommertagung 2025 finden Sie hier zum Download.
Sommertagung 2024
Die Kurzdokumentation der Sommertagung 2024 steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.
Sommertagung 2023

Die diesjährige Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit fand am 29. Juni 2023 im Congress Centrum Suhl statt und widmete sich dem Thema „Bewegung in der Zivilgesellschaft“. Nach einer Eröffnung durch Bildungsminister Helmut Holter folgte der Hauptvortrag von Dr. Elias Steinhilper (DeZIM – Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung) zum Thema „Chancen und Herausforderungen für ‚Politik von unten‘“ mit einer Betrachtung von Protest und sozialen Bewegungen in Deutschland. Anhand von Analysen der Entwicklung dieser Phänomene, ihrer Auswirkungen und der Bedeutung des lokalen Kontexts wurden Proteste und soziale Bewegungen einerseits als wichtige Elemente einer Demokratie und andererseits als Indikatoren für gesellschaftliche Probleme benannt.
An den Vortrag schlossen sich ein Markt der Möglichkeiten sowie Workshops am Nachmittag an, in denen sich die Teilnehmenden unter anderem zu den Ergebnissen der KomRex-Herbstumfrage 2022, Methoden der Reflexion und des Perspektivwechsels zu Filterblasen, migrantischen Perspektiven auf Engagement in Thüringen sowie der Sicht der demokratischen Zivilgesellschaft auf Engagement in Ostdeutschland austauschen und vernetzen konnten. Mit einem Mini World Café zu Diskussionsgruppen an zehn verschiedenen Thementischen und anschließender Zusammenfassung des Tags in Form eines Poetic Recordings endete die Tagung.
Die Dokumentation der Tagung sowie die Folien der Präsentationen stehen Ihnen an dieser Stelle zum Download zur Verfügung.

Sommertagung 2022
Die Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit widmete sich 2022 dem Thema „Professionalisierung der Demokratiearbeit in Thüringen“.
Am 11. Juli 2022 waren Akteurinnen und Akteure des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sowie Interessierte aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft eingeladen, einander kennenzulernen, sich zu vernetzen und miteinander zu diskutieren.
Den Impulsvortrag übernahm Prof. Dr. Barbara Schäuble (Alice Salomon Hochschule Berlin) mit dem Thema „Woher nehmen? Quellen der Demokratieentwicklung“. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutierte sie mit Minister Helmut Holter, Thomas Heppener (Leitung der Unterabteilung Demokratie im Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und dem Landrat des Landkreises Gotha, Onno Eckert, die unterschiedlichen Perspektiven des Bundes, des Landes sowie der Kommunen und Landkreise. Auch die Teilnehmenden der Tagung brachten Diskussionsbeiträge ein.
Bevor die Mittagspause eingeläutet wurde, bot der Markt der Möglichkeiten Gelegenheiten zur Vernetzung. Träger, Projekte und Initiativen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stellten sich und ihre Arbeit vor und kamen mit den Teilnehmenden der Fachtagung ins Gespräch.
Am Nachmittag konnten Facetten der Professionalisierung in vier Workshops vertiefend diskutiert werden. Die Teilnehmenden setzten sich mit Schutzkonzepten für Engagierte, Qualitätsstandards, Wirkungsmodellen sowie Herausforderungen im/für den ländlichen Raum in der Demokratiearbeit intensiv auseinander.
Schließlich fassten die Workshopmoderatorinnen und -moderatoren die Ergebnisse der Fachtagung zusammen. Begleitet von der Geraer Band Strom-Ton-Terzett fand die Veranstaltung im CJD Berufsbildungswerk Gera ihren Abschluss.
Sommertagung 2021
Die Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit nahm die Veröffentlichung des 16. Kinder- und Jugendberichts zum Anlass die jährlich stattfindende Sommerstagung dem Themenschwerpunkt Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter zu widmen. Am 30. September und 1. Oktober 2021 waren Akteurinnen und Akteure der Kinder- und Jugendhilfe und des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sowie Interessierte aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft eingeladen, einander kennenzulernen, sich zu vernetzen und miteinander zu diskutieren.
Den Hauptvortrag am 30.9. übernahm Dr. Christian Lüders (ehem. Deutsches Jugendinstitut München) mit dem Thema „Der 16. Kinder- und Jugendbericht: Herausforderungen für die Bildungspraxis“. Prof. Dr. Ulrich Lakemann (Professor Lakemann GmbH Sozialforschung und Beratung) ordnete die Ergebnisse in die Thüringer Bildungslandschaft ein. Daran anschließend konnten die Teilnehmenden eigene Diskussionsbeiträge einbringen. Der erste Veranstaltungstag schloss mit der Möglichkeit zur Vernetzung. Träger des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sowie der Thüringer Kinder- und Jugendarbeit stellten sich und ihre Arbeit vor und kamen mit den Teilnehmenden der Online-Fachtagung ins Gespräch.
Am zweiten Veranstaltungstag, 1.10.21, fanden neun Workshops u. a. zur Beteiligung junger Menschen, zu werthaltiger politischer Bildung, Demokratie in der Kita, Möglichkeiten der politischen Bildung und Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung sowie zu Potentialen demokratischer Bildung in der Schulsozialarbeit, Medienkompetenz als Demokratiekompetenz, Betrachtung der Aufträge zwischen Sozialer Arbeit und Sicherheitsbehörden in der Extremismusprävention und Politischer Bildung als Querschnittsaufgabe statt. Schließlich fassten Dr. Christian Lüders (ehem. DJI) und Christian Weis (Deutscher Bundesjugendring) die Fachtagung inhaltlich zusammen. Ein besonderes Highlight kam zum Abschluss: Friedrich Herrmann, Poetryslammer aus Jena, nahm die Tagungsteilnehmenden mit auf einen Flug über die vergangenen beiden Veranstaltungstage und brachte künstlerisch-kulturell die Perspektive junger Menschen zur demokratischen Bildung und damit verbundener Möglichkeiten in Thüringen ein.

Sommertagung 2019
Die diesjährige Sommertagung wird am 19. August im Augustinerkloster zu Erfurt stattfinden. In der Zeit von 9.30 bis 16.30 Uhr werden wir gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Akteure des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sowie mit Interessierten aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft zum Thema „Erinnerungskultur – welche Rolle spielt die Vergangenheit in der Gegenwart?“ diskutieren.
Im Anschluss an einen einführenden Vortrag von Herrn Dr. Jonas Rees (Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld) zur Studie „MEMO Deutschland – Multidimensionaler Erinnerungsmonitor“ und einer Podiumsdiskussion folgt am Nachmittag eine Workshop-Phase. Mit dem „Markt der Möglichkeiten“ wird es darüber hinaus auch in diesem Jahr eine Plattform geben, um Projekte des Landesprogramms kennenzulernen und mit den verantwortlichen Akteuren ins Gespräch zu kommen.
Den detaillierten Programmablauf inkl. Anmeldeformular finden Sie hier.
Sommertagung 2018
Die diesjährige Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit widmete sich am 21. Juni 2018 im Augustinerkloster zu Erfurt dem Themenfeld Demokratiestärkung und Menschenrechtsbildung. Im Anschluss an den Hauptvortrag von Herrn Prof. Dr. Hermann Veith (Leibniz Universität Hannover) zu „Demokratiebildung als Mündigkeitsbildung – die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit?“ fanden am Nachmittag verschiedene Workshops u.a. zum Stand der Demokratiebildung in Professionalisierungsprozessen, Demokratiebildung im verbandlichen Kontext, zur Initiative Thüringen 19_19 und zur Demokratiebildung in der Erwachsenenbildung. Beim Markt der Möglichkeiten kamen die über 120 Teilnehmenden mit Projekten des Landesprogramm ins Gespräch und konnten neue Netzwerke knüpfen. Die Dokumentation der Tagung steht Ihnen an dieser Stelle zum Download zur Verfügung.
Sommertagung 2017

Die Zunahme von Rechtspopulismus in Europa und Deutschland stellt die tägliche Arbeit für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit vor neue Herausforderungen. Unter Bezugnahme der Kritik an „political correctness“ scheint eine Legitimation von rassistischen und nationalistischen
Aussagen stattzufinden. Die Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit widmete sich der Frage, wie Zivilgesellschaft in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus gestärkt werden kann. Frau Dr. Stine Marg (Göttinger Institut für Demokratieforschung) und Herr Frank Richter (Stiftung Frauenkirche Dresden) unterstützten dabei mit interessanten Einblicken über die Ländergrenzen Thüringens hinaus. Am Fachtag nahmen mehr als 100 haupt- und ehrenamtliche Akteure des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sowie an Interessierte aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft teil. Das Programm der Sommertagung finden Sie hier.
Sommertagung 2016
Die Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stand 2016 ganz im Zeichen der Fortentwicklung des Programms. Neben der Präsentation der gegenwärtigen Strukturen, kamen der Chef der Staatskanzlei, Benjamin-Immanuel Hoff, die Staatssekretärin des TMBJS, Gabi Ohler sowie Oberkirchenrat Christhardt Wagner und der stellvertretende Chef des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt, mit mehr als 100 Teilnehmenden ins Gespräch über die Weiterentwicklung des Landesprogramms. Das Programm und die Dokumentation der Tagung steht an dieser Stelle zum Download zur Verfügung.
