Beratungsstelle Islam und Islamismusprävention in Thüringen

Beratungsstelle Islam und Islamismusprävention in Thüringen

Die Maßnahmen der Beratungsstelle zielen darauf ab, ein gemeinsames Grundverständnis für Prinzipien wie Demokratie, Gewaltfreiheit, Menschenrechte und Toleranz zu schaffen und als Werte der eigenen Religion zu verstehen. Zugleich soll es Fundamentalismus und Radikalisierung präventiv entgegenwirken. Das erreichen wir mit Fortbildungen für Multiplikator*innen, Schulworkshops zur Radikalisierungsprävention und Beratung für Betroffene und deren Umfeld.

Für wen wir da sind

  • Fachpersonal der Kinder- und Jugendhilfe sowie Lehrkräfte und Pädagog*innen
  • Jugendliche in Schulen und Jugendeinrichtungen
  • Eltern, Angehörige und Bezugspersonen bei einer vermuteten oder tatsächlichen Hinwendung zum (gewaltorientierten) Islamismus im Familien- bzw. Bekanntenkreis
  • Menschen, die gefährdet sind, sich islamistisch zu radikalisieren oder die bereits radikalisiert sind

Unser Angebot

Ziel der Fortbildungen für Fachkräfte ist das Erkennen islamophober Argumentationsweisen, um sich Strategien zur Auflösung bzw. Entschlüsselung dieser anzueignen.

In den Schulworkshops werden Vorurteile aufgearbeitet, es werden Wissen über Manipulationsversuche von destruktiven Szenen und Handlungsstrategien vermittelt, wenn in der Peer-Group Anzeichen einer Radikalisierung zu erkennen sind.

Hauptziel der Beratung für Angehörige ist es, die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit der Eltern zu stärken, damit wieder belastbare Beziehungen zu den Kindern entstehen und Deradikalisierungsprozesse möglich werden.

Mobile Beratung und Begleitung für radikalisierungsgefährdete Jugendliche, Szene-Angehörige und Rückkehrer*innen aus Kriegsgebieten durch persönliche Ansprache und Aufbau eines Vertrauensverhältnisses für die konkrete Beziehungsarbeit.

Die Angebote sind kostenlos.

Das können wir besonders gut

Zuhören und miteinander ins Gespräch kommen. Handlungssicherheit im eigenen Berufsfeld geben – wir passen bei Bedarf unsere Inhalte dem entsprechenden Beratungsfall an. Sensibilisierung für schwierige Thematiken wie Geschlechterrollen oder Antimuslimischer Rassismus. Umsetzung spezieller Formate auf Wunsch (bspw. Ehrbegriff innerhalb des Islam).