Veranstaltung

„Die Welt im Umbruch – Wie geht(’s) miteinander?“ – Demokratiekonferenz der lokalen Partnerschaft für Demokratie Saalfeld-Rudolstadt

02. Dezember 2021–02. Dezember 2021
15-19:30 Uhr

Worum geht’s?
Es scheint als leben wir in einer Zeit in der die Zukunftsfragen beinahe täglich größer werden. Klimawandel, Corona-Pandemie, Migration, Digitalisierung, die Liste globaler Herausforderungen ließe sich noch weiter fassen. Wie gehen wir, wie geht unsere Gesellschaft damit um? Die Sehnsucht nach einfachen Antworten ist groß, wohl ähnlich groß wie die Gewissheit, dass es diese nicht gibt. Was kann uns dennoch Orientierung, Halt und Zuversicht geben? Was kann uns Mut machen? Momentan scheinen diese Fragen noch weitgehend unbeantwortet, obwohl es doch auf der Hand liegt, dass es nur im Miteinander funktionieren kann. Nur gemeinsam wird es uns gelingen die großen Zukunftsfragen zu meistern. Tatsächlich scheint sich unsere Gesellschaft dem im Moment noch nicht bewusst zu sein. Wir beobachten viel mehr, wie sich Menschen immer mehr voneinander entfernen, sei es inhaltlich, gedanklich oder auch persönlich. Wie sich Sprache und Gesten verändern und die Gemeinschaft schwächer wird. Dies spielt den Kräften in die Hände, die kein Interesse an konstruktiven Lösungen haben, sondern vor allem verunsichern, polarisieren und spalten wollen, um unsere demokratische Gesellschaft ins Wanken zu bringen. Die Auswirkungen bekommen wir auch im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt immer deutlicher zu spüren. Tagtäglich werden Menschen diskriminiert, ausgegrenzt, bedroht oder angegriffen, sei es aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihres Alters, einer Beeinträchtigung, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Engagements für Demokratie und Vielfalt. Was macht das mit den Betroffenen? Was sagt das über den Zustand unserer Gesellschaft aus? Wie gehen wir damit um? Was können wir dagegen unternehmen?
Diesen Fragen widmen wir uns in unserer diesjährigen Demokratiekonferenz.

Was ist geplant?
Wir haben drei regionale Akteur:innen eingeladen, die sich in diesem Jahr auf unterschiedliche Art und Weise mit den Themen Diskriminierung, Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auseinandergesetzt haben. Sie haben dabei eigene und bemerkenswerte Erfahrungen gesammelt. Diese machen deutlich, wie problematisch die Situation in unsrer Region tatsächlich ist. Ihre Erfahrungsberichte bilden den Einstieg in die diesjährige Demokratiekonferenz.
Im zweiten Veranstaltungsteil wollen wir gemeinsam darüber diskutieren, wie es gelingen kann dieser Entwicklung entgegenzuwirken, Betroffene zu unterstützen und unsere demokratische Gesellschaft zu stärken. Dabei stellen Schüler:innen zwei Projektvorhaben vor, die genau das zum Ziel hatten und deren Umsetzung die Partnerschaft für Demokratie in diesem Jahr fördern durfte. Anschließend sollen die Gespräche und Diskussionen in vier Diskussionsräumen intensiviert und vertieft werden.
Wir freuen uns sehr, dass wir dafür die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) und das neu gegründete Thüringer Antidiskriminierungsnetzwerk (Thadine) gewinnen konnten.
Nach der Vorstellung der Ergebnisse aus den Diskussionsräumen und den Ausblick auf das kommende Jahr, endet die diesjährige Demokratiekonferenz.

Was gilt es zu beachten?
Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens müssen wir die diesjährige Demokratiekonferenz erneut in Form einer Zoom-Konferenz durchführen. Wenn Sie sich per Mail angemeldet haben (siehe unten), erhalten Sie am 01.12.21 den Zugangslink zur Veranstaltung.

Programm und Zeitplan:

Moderation: Carsten Völtzke (Trainer/Berater)

15:00 Uhr Begrüßung und Eröffnung der digitalen Konferenz

15:30 Uhr Thematischer Einstieg
Input: „Thüringer Zustände“ (MOBIT e.V.)

Berichte regionaler Akteur:innen:
o „Wie kann man zuhören, wenn keiner spricht? - der persönliche Umgang mit
Diskriminierung“ (Alina Häselbarth/Rustem Curolli)
o Projektvorhaben „Gespräche auf Schloss Schwarzburg“ (Michaela Blei/Johannes Warda,
Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e.V.)
o „Darf ich Dich was fragen? – Interviewprojekt im Rahmen des Theaterprojektes „Kein
Schlussstrich!“ zum NSU-Komplex (Judith Zieprig, Dramaturgin Theater Rudolstadt)

17:00 Uhr Pause

17:15 Uhr Austausch, Diskussion und Lösungsfindung
Kurzvorstellung und Erfahrungsberichte vor Ort:
o Theaterpädagogisches Projekt „Act now 21“ an der Regelschule Friedrich-Fröbel
Oberweißbach
o Ausstellungsprojekt: „Deine Anne – Ein Mädchen schreibt Geschichte“ an der Regelschule
Friedrich-Schiller, Rudolstadt

18:00 Uhr Diskussionsräume (mit integrierter Pause)

1) Vorstellung und Weiterentwicklung Projektvorhaben 2022
o „MOTHEK- Ausstellung und Fahrbibliothek“
o „Kein schöner ____ in dieser Zeit“

2) "Gemeinsam gegen Rechts - Was können wir vor Ort tun?" (MOBIT)

3) "Diskriminierung und Rassismus in Thüringen und was man dagegen tun kann" (Thadine)

4) Offener Raum zum freien Austausch selbstgewählter Themen

19:00 Uhr Vorstellung der Diskussionsergebnisse, Absprachen und Verabredungen

19:30 Uhr Abschluss der Demokratiekonferenz

Die Demokratiekonferenz lebt vom Engagement der Teilnehmenden. Sie hat zum Ziel den Austausch lokaler und regionaler Akteure zu unterstützen, Projektideen zu entwickeln und neue Partnerschaften zu initiieren. Gemeinsam wollen wir das Miteinander im Landkreis fördern und die Zivilgesellschaft als Ganzes stärken! Klicken Sie sich rein und machen Sie mit. Sie sind herzlich willkommen!

Senden Sie Ihre verbindliche Anmeldung bis zum 30. November 2021 einfach per Mail an zukunftsladen@diakonie-wl.de oder geben Sie uns telefonisch Bescheid: 0175-1407393.
Für Nachfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung!

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine fruchtbare sowie spannende Diskussion!

Die Veranstaltung findet als Zoom-Konferenz online statt

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

0175-6463975


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