Kompetenzzentrum Rechtsextremismus

Kompetenzzentrum Rechtsextremismus der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena  (FSU) hat im November 2012 das Kompetenzzentrum Rechtsextremismus (KomRex) öffentlich vorgestellt. Unterstützt wird es aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft sowie des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport. Es sollen die vorhandenen Kompetenzen der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der FSU vorgestellt, gebündelt und neue Forschungskooperationen, gern auch zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, angeregt werden.

Auf der Website des Kompetenzzentrum Rechtsextremismus finden Sie einen Expertenwegweiser mit einer Zusammenstellung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, eine Bibliographie sowie eine Konkordanz mit Stichwortsuche zu einzelnen wissenschaftlichen Beiträgen. Gegenwärtig werden zwei Projekte des KomRex durch das Thüringer Minsiterium für Bildung, Jugend und Sport gefördert:

Die Stärken-Schwäche Analyse der politikbildnerischen und demokratiepädagogischen Bildungslandschaft soll exemplarisch Bereiche der vorschulischen, schulischen, außerschulischen und universitären Bildung umfassen und die folgenden Themen fokussieren: Den Ausbildungsstand der Fachkräfte, die Einbeziehung demokratiepädagogischer Lernkonzepte in Weiterbildungsangebote für Fachkräfte, den Entwicklungsstand der Organisationen und auch die strukturellen Bedingungen von Demokratie- und politischer Bildung. Auf der Grundlage der Analyse entsteht eine Expertise, die Hinweise für die Entwicklung von politischer und Demokratiebildung in Thüringen und Handlungsempfehlungen vorlegt.

Das Projekt „Topographie des Rechtsextremismus“ besteht in einer regional differenzierten Auswertung von Daten auf der Einstellungs- und Verhaltensebene (Thüringen-Monitor, Landeswahlleiter, statistisches Landesamt, Ezra, Mobit etc.) des Rechtsextremismus. Es entsteht eine Metaanalyse, die regionale Profile zueinander in Bezug setzt, etwaige Typenbildungen ermöglicht und mit Strukturdaten der Regionen anreichert, um Faktoren für die Ausbildung des rechtsextremen Angebots und Einstellungspotentials zu benennen.