Medieninformationen

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Nachfolgend finden Sie Pressemitteilungen im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit in chronologischer Reihenfolge.

3. Februar 2017 - Staatssekretärin Ohler stellt das überarbeitete Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit vor

Staatssekretärin Ohler: „Deutliche Weiterentwicklung unter breiter zivilgesellschaftlicher Beteiligung“

Staatssekretärin Ohler bei der Präsentation
Staatssekretärin Ohler bei der Präsentation

Staatssekratärin Gabi Ohler hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz das überarbeitete „Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ vorgestellt. Als Konsequenz aus den Ergebnissen des ersten NSU-Untersuchungsausschusses des Thüringer Landtags hatten sich die rot-rot-grünen Regierungspartner in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die inhaltliche Ausrichtung des Programms weiterzuentwickeln.

„Ohne ein breites zivilgesellschaftliches Engagement aller demokratischen Kräfte kann ein solches Programm keine Wirkung entfalten. Deshalb haben wir besonders großen Wert auf eine möglichst vielfältige Beteiligung im Überarbeitungsprozess gelegt. Neben einem interministeriellen Arbeitskreis beschäftigte sich eine breit aufgestellte zivilgesellschaftliche Arbeitsgruppe aus Vertretern unterschiedlicher Religionsgemeinschaften, von Bürgerbündnissen und Verbänden sowie Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und der Thüringer Wirtschaft mit dem Programm. Der nun vorliegende Text bildet den Konsens aller Diskussionsteilnehmer.“

Dies betonte auch der stellvertretende Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt, der den Prozess über ein Jahr lang als einer der Moderatoren der zivilgesellschaftlichen Arbeitsgruppe begleitete: „Das ausgearbeitete Programm bietet einen guten Rahmen, um sich für Teilhabe und Veränderung und damit für die Demokratie stark zu machen. Wir laden zivilgesellschaftliche Organisationen dazu ein, von den zahlreichen Angeboten des Landesprogramms Gebrauch zu machen. Nur gemeinsam können wir menschenfeindliche Einstellungen zurückzudrängen und Wege aufzeigen, wie eine zukunftsorientierte aktive Teilhabe möglich ist. Das Landesprogramm ist unter breiter Beteiligung von Verbänden, Initiativen und Gewerkschaften überarbeitet worden, um es auf eine ebenso breite Basis zu stellen und für möglichst viele Menschen Angebote und Orientierung bereitzuhalten. Deshalb freuen wir uns auch, dass fortan die öffentliche Verwaltung viel stärker und konkreter in das Programm eingebunden ist. “

Das überarbeitete Landesprogramm unterstützt wie bisher alle zivilgesellschaftlich Engagierten, beschreibt aber nun auch die Felder notwendigen staatlichen Handelns und führt beide Ebenen in einer Gesamtstrategie zusammen. Die wichtigsten Veränderungen im Überblick:

  1. Die neue inhaltliche Schwerpunktsetzung liegt auf einer Strategie gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und will den damit verbundenen Ungleichwertigkeitsvorstellungen begegnen. Dabei rückt in den Fokus, dass diskriminierende, menschenfeindliche und antidemokratische Einstellungen ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht nur an den Rändern zu finden sind.
  1. Die Handlungsfelder des Programms sind zukünftig nach primärer, sekundärer und tertiärer Prävention, nach den verschiedenen Bereichen der Landespolitik und des Regierungshandelns strukturiert. Damit ist das neue Programm klarer gegliedert und bietet den Projektträgern gleichzeitig die Freiheit, in Eigenverantwortung spezifische Konzepte und Maßnahmen umzusetzen.
  1. Das Themenfeld Bekämpfung von „Homo- und Transphobie“ soll im derzeit unter Federführung der Thüringer Staatskanzlei erarbeiteten „Landesprogramm für Akzeptanz und Vielfalt“ behandelt werden. Um dabei vorhandene Ressourcen zu bündeln und sie in ihrer Wirkweise zu optimieren, werden die beiden Landesprogramme aufeinander abgestimmt.
  1. Die bereits bestehenden Strukturprojekte wurden um präventive Angebote in der Schule, der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung sowie um die Förderung begleitender Dokumentation und Forschung erweitert.
  1. Nicht zuletzt wurden die Rollen und Aufgaben des federführenden Ministeriums, des interministeriellen Arbeitskreises und des Programmbeirates klarer beschrieben.

„Damit hat das neue Programm eine deutliche Entwicklung genommen. Denn eines steht fest: Die Herausforderungen an Demokratiebildung, Toleranz und Weltoffenheit werden nicht weniger. Mit dem Landesprogramm bringen wir einmal mehr unsere Unterstützung und Ermutigung für das bedeutende Engagement vieler Einzelpersonen, Vereine und Verbände zum Ausdruck, die sich fortwährend und oft unter hohem persönlichem Einsatz für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen“, schließt Ohler.

Die überarbeitete Fassung des Landesprogrammes wurde am 13. Dezember 2016 vom Kabinett der Thüringer Landesregierung beschlossen und wird nun dem Thüringer Landtag zugeleitet.

Das überarbeitete Programm können Sie hier downloaden:

Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit

7. Oktober 2016 - Ministerin Klaubert eröffnet Ausstellung „Kinderträume“

Ministerin Klaubert eröffnet Ausstellung „Kinderträume“

Thüringens Jugendministerin Birgit Klaubert eröffnet am Montag (10. Oktober 2016) in Erfurt die Fotoausstellung „Kinderträume“. Gezeigt werden Werke der Fotografin Magdalena Kruse, die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Regelschule Leinefelde portraitiert hat. Den Portraits sind Interviews zugeordnet, in denen die jeweils abgebildeten Jugendlichen Fragen zu ihren Erfahrungen und Erwartungen an das Leben beantworten.

Bei aller Vielfalt der Gesichter und Antworten werde so deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen den Heranwachsenden gebe. Probleme, Wahrnehmungen und Hoffnungen lägen trotz der kulturellen und sozialen Unterschiede oft eng beieinander, so die Künstlerin. Die 29-jährige ausgebildete Fotografin hat das Projekt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern als Wanderausstellung konzipiert

Das Projekt wurde mit 900 Euro aus Mitteln des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk bunt!“ und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ unterstützt. Die Umsetzung erfolgte im Rahmen des Lokalen Aktionsplans zur Stärkung der Zivilgesellschaft. Hier entwickeln Kommunen und engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Strategien gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen vor Ort und setzen sie in Aktionen und Projekte um.

Zeit: 10. Oktober 2016, 12:30 Uhr
Ort: Erfurt, Rotunde im Regierungsviertel, Werner-Seelenbinder-Straße 7

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

7. Oktober 2016 - Ministerin Klaubert erschüttert über Angriff auf Begegnungsstätte in Weida

Ministerin Klaubert erschüttert über Angriff auf Begegnungsstätte in Weida

Mit großer Betroffenheit hat Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert, die Nachricht vom Anschlag auf eine interkulturelle Begegnungsstätte in Weida (Landkreis Greiz) aufgenommen. In der Nacht zum 2. Oktober hatten Unbekannte die Scheiben und Türen der Begegnungsstätte in der Weidaer Schlossstraße eingeschlagen.

„Das gesellschaftliche Klima hat sich in den letzten Monaten zunehmend verschlechtert. Immer häufiger werden aus kalten Worten brutale Taten. So wird versucht, ein Klima der Angst zu schüren. Das aber können und wollen wir nicht hinnehmen“, macht Klaubert deutlich. Deshalb, so die Ministerin, habe man mit dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit eine unverzichtbare Unterstützung für zivilgesellschaftliches Engagement. Hier können sich Ehrenamtliche, Vereine und Projekte miteinander vernetzen und auch finanzielle Hilfen erhalten.

Dieser Übergriff reihe sich in eine zunehmende Zahl von Bedrohungen und Diffamierungen auf Projekte und Engagierte des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit ein. Erst im Februar dieses Jahres wurde ein Brandanschlag auf den Demokratieladen in Kahla verübt.

Auch auf einem heute in Erfurt stattfindenden Vernetzungstreffen berichteten die Koordinatorinnen und Koordinatoren der Lokalen Aktionspläne von einer verstärkten Zahl persönlicher Angriffen auf ihre Arbeit. „Diese Frauen und Männer setzen sich für ein menschenfreundliches Thüringen ein. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle politisch Verantwortlichen mit den Betroffenen solidarisch erklären und ihnen Unterstützung zukommen zu lassen“, so Klaubert weiter.

Ministerin Klaubert kündigte an, sich persönlich für konkrete finanzielle Hilfe für die Weidaer Begegnungsstätte, der vom Verein „MIG – Migrations- und Integration Gemeinschaft e.V.“ getragen wird, einzusetzen. „Ich bin den Mitgliedern des MIG-Vereins in Weida dankbar, dass sie sich nicht einschüchtern lassen.“

25. Februar 2016 - Land unterstützt Beratungsangebote für Opfer rechter Gewalt

Land unterstützt Beratungsangebote für Opfer rechter Gewalt

Angesichts der heute veröffentlichten Chronik rechter Gewalt in Thüringen macht Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert, deutlich: „Wir lassen die Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen nicht allein. So bietet unser Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene an. Sie können etwa psychosoziale und rechtliche Beratung in Anspruch nehmen oder zu Behörden und Gerichten begleitet werden.“

Die Opferberatung sei, so die Ministerin, neben der Mobilen Beratung und der Ausstiegsberatung ein wichtiger Baustein des Landesprogrammes. Das unter dem Namen EZRA laufende Projekt wird aus dem Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit und aus dem Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ gefördert. Das Projekt befindet sich in Trägerschaft der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Landeszuschuss um über zehn Prozent auf 228.000 Euro erhöht.

Die Mobile Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (EZRA) berät Betroffene, deren Angehörige, Freunde und Zeugen von Straf- und Gewalttaten aus Motiven gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Das Projekt EZRA bietet psychosoziale und juristische Beratung, Krisenintervention, Begleitung von Betroffenen sowie Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Ärzten, Therapeuten, Rechtsanwälten und bei der Beantragung finanzieller Unterstützung an.

8. Februar 2016 - Kompetenzzentrum Rechtsextremismus stellt Analyse zu Gefährdungen der demokratischen Kultur vor

Kompetenzzentrum Rechtsextremismus stellt Analyse zu Gefährdungen der demokratischen Kultur vor

Ohler: Landestrategie für Demokratie und Weltoffenheit wird weiterentwickelt

Vertreter des Kompetenzzentrums Rechtsextremismus der Friedrich-Schiller-Universität Jena stellen am Montag in Erfurt eine aktuelle Analyse zu „Gefährdungen der demokratischen Kultur in Thüringen“ vor. Erstellt wurde sie im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport als Grundlage für die anstehende Diskussion zur Fortschreibung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit. Die rot-rot-grüne Koalition hat sich die Fortschreibung für die laufende Legislaturperiode vorgenommen.

Bildungsstaatssekretärin Gabi Ohler unterstreicht: „Für die Entwicklung einer wirksamen Strategie zur Stärkung von Demokratie und Weltoffenheit ist eine wissenschaftlich fundierte Problemanalyse von entscheidender Bedeutung. Mit dem Kompetenzzentrum Rechtsextremismus der Universität Jena haben wir einen erfahrenen Partner gewinnen können, der mit dem Thüringen-Monitor bereits verschiedene Untersuchungen in diesem Bereich durchgeführt hat.“

Die Vorstellung der Analyse dient gleichzeitig als Auftakt für den Fortschreibungsprozess des Landesprogramms unter Einbeziehung der Thüringer Zivilgesellschaft. Unter Federführung des Programmbeirates wird im Laufe des Jahres eine aktualisierte Landesstrategie zur Förderung von Demokratie und Weltoffenheit und zum Schutz der Menschenrechte erarbeitet.

Zeit:
Montag, 08. Februar 2016, 15.30 Uhr

Ort:
Erfurt, Werner-Seelenbinder-Straße, Rotunde des Regierungsviertels

14. November 2015 - Erste Thüringer Courage-Schule feiert 20-jähriges Jubiläum

Erste Thüringer Courage-Schule feiert 20-jähriges Jubiläum

Bildungsministerin Klaubert gratuliert dem Gymnasium Georgianum Hildburghausen

Anlässlich der heutigen Festveranstaltung zum 20-jährigen Titeljubiläum „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Gymnasiums Georgianum in Hildburghausen übermittelt Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert herzliche Glückwünsche. „Die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium setzen seit nunmehr zwei Jahrzehnten deutliche Zeichen gegen Rassismus und alle Formen der Diskriminierung. Gerade vor dem Hintergrund, dass derzeit viele Menschen bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, ist der Einsatz für ein tolerantes und weltoffenes Miteinander und gegen Rassismus und Diskriminierung so wertvoll wie notwendig. Ich habe größten Respekt vor dieser Leistung. Ganz herzlichen Dank dafür“, so Klaubert.

Das Georgianum Hildburghausen war die erste Thüringer Bildungseinrichtung, die 1995 den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhielt. Das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit unterstützt die Landeskoordination von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aus Mitteln des Programms.

Hintergrund:
Bundesweit besteht das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ seit 20 Jahren und ist deutschlandweit mit inzwischen mehr als 1.500 beteiligten Schulen das größte Schulnetzwerk. In Thüringen gibt es bisher 34 beteiligte Schulen, in Kürze kommen weitere Schulen hinzu.

Erfurt, 14. November

22. September 2015 - 440.000 Euro zusätzlich aus Landesprogramm für Stärkung der Willkommenskultur

440.000 Euro zusätzlich aus Landesprogramm für Stärkung der Willkommenskultur

Klaubert: „Ehrenamtliches Engagement unterstützen“

Zur Stärkung der Willkommenskultur stellt das Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit den 22 lokalen Aktionsplänen zusätzlich insgesamt 440.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden unter anderem Patenschaftsprojekte, Ehrenamtskoordinatoren und  die Einrichtung von Begegnungsräumen mit bis zu 20.000 Euro pro Region.

Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert, unterstreicht: „Die große Bereitschaft der Bevölkerung, Flüchtlinge zu unterstützen, die in den vergangenen Wochen in Thüringen ankamen, ist überwältigend. Das ehrenamtliche Engagement wird auch durch die lokalen Aktionspläne des Landesprogramms unterstützt, die bereits seit 2014 einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Förderung der Willkommenskultur in Thüringen legen.
Kommunen und engagierte Bürgerinnen und Bürger entwickeln hier gemeinsam Strategien gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen und setzen sie in Aktionen und Projekte um. Das wollen wir mit zusätzlichen Landesmitteln unterstützen.“

Die lokalen Ansprechpartner sind auf der Website des Landesprogramms zu finden. Dort gibt es auch Informationen über die konkreten Aktivitäten vor Ort.

Siehe auch unter:
www.denkbunt-thueringen.de

Erfurt, 22. September 2015

24. August 2015 - Bildungsministerin Klaubert gratuliert Weimarer Musäus-Schule zur Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Bildungsministerin Klaubert gratuliert Weimarer Musäus-Schule zur Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Anlässlich der Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an die Staatliche Regelschule „Carl August Musäus“ Weimar übermittelt Thüringens Bildungs- und Jugendministerin Birgit Klaubert herzliche Glückwünsche. „Die Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium haben sich intensiv mit dem Thema und den Gefahren des Rassismus auseinander gesetzt, die notwendigen Unterschriften gesammelt und mit ihrem Engagement letztlich überzeugen können. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung.“ Der Preis wird vergeben durch die Bundeskoordination „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

„Gerade vor dem Hintergrund, dass derzeit so viele Menschen bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, ist der Einsatz für ein tolerantes und weltoffenes Miteinander und gegen Rassismus und Diskriminierung so wertvoll wie notwendig“, unterstreicht Klaubert.
Das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit unterstützt die Landeskoordination des Programms „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dafür geht heute ein Bewilligungsbescheid über 61.500 Euro an den Träger, die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar.

Bundesweit besteht das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ seit 20 Jahren und ist mit mehr als 1.500 beteiligten Schulen inzwischen das größte Schulnetzwerk deutschlandweit. In Thüringen gibt es bisher 34 beteiligte Schulen.

Erfurt, 24. August 2015

17. April 2015 - Klaubert ruft zur Unterstützung der Proteste gegen fremdenfeindliche Aufmärsche auf

Klaubert ruft zur Unterstützung der Proteste gegen fremdenfeindliche Aufmärsche auf

„Flüchtlinge sind in Thüringen willkommen“

Angesichts der von Thüringer Rechtsextremen angekündigten Demonstrationen am 18. April in Gotha und am 20. April in Eisenberg ruft Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert, zur Unterstützung der Gegenproteste auf. „Es ist unerträglich, wenn 70 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wieder rassistische und menschenverachtende Parolen auf Thüringens Straßen skandiert und Flüchtlinge bedroht werden. Die Demokraten sollten dem ein entschlossenes Signal entgegen setzen.“

Die Ministerin ruft die Thüringerinnen und Thüringer auf, die Protestveranstaltungen der Bürgerbündnisse zu unterstützen. „Ich bin sehr dankbar, dass Woche für Woche immer wieder viele Menschen Zivilcourage zeigen und deutlich machen, dass Thüringen ein weltoffenes und vielfältiges Land ist und bleiben wird. Menschen, die vor Krieg und aus Krisenherden flüchten mussten, sind bei uns willkommen“, so Klaubert.

Mit dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit bietet das Land zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten für die Akteure an.

Erfurt, 17. April 2015

23. März 2015 - Klaubert ruft zur Zivilcourage auf

Klaubert ruft zur Zivilcourage auf

Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit bietet Unterstützung gegen Fremdenfeindlichkeit

Angesichts der andauernden Aktivitäten diverser „*gida“-Gruppen ruft Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert, die Thüringerinnen und Thüringer zur Unterstützung der zivilgesellschaftlichen Initiativen für ein weltoffenes und buntes Thüringen auf. „Wir brauchen nicht Abschottung und Diffamierung, sondern ein von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägten Dialog mit allen Religionen und eine für Flüchtlinge und Zuwanderung offene Gesellschaft“, so Klaubert mit Blick auf die angekündigten Demonstrationen und Aktionen verschiedener Gruppen beispielsweise heute in Erfurt.

Es sei besorgniserregend, dass es in Südthüringen Rechtsradikalen gelungen ist, unter dem Deckmantel von vermeintlichen Sorgen und Nöten der Menschen Stimmungsmache gegen Flüchtlinge zu betreiben. „Das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit bietet Engagierten in den vielfältigen Bündnissen Unterstützung gegen diesen Spuk“, unterstreicht Klaubert. So stehe mit der Mobilen Beratung ein Angebot für alle interessierten Bündnisse zur Beratung und Vernetzung zur Verfügung. Die Beratungsstelle kann auf langjährige vielfältige Erfahrung zurückgreifen und biete konkrete Unterstützung vor Ort. Auch die lokalen Aktionspläne können mit ihren regionalen Netzwerken die zivilgesellschaftlichen Initiativen unterstützen. Nicht zuletzt biete der Interventionsfonds des Landes die Möglichkeit, schnell und flexibel auch eine finanzielle Unterstützung von Veranstaltungen und zur Herstellung von Materialien zur Verfügung zu stellen.

Erfurt, 23. März 2015

5. März 2015 - Thüringer Opferberatungsstelle ezra registriert Zunahme rassistischer Gewalt

Thüringer Opferberatungsstelle ezra registriert Zunahme rassistischer Gewalt

2014: ein rechter Angriff pro Woche

58 Angriffe rechter Gewalt in Thüringen verzeichnet die Mobile Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen (ezra) für das Jahr 2014. Damit habe es durchschnittlich jede Woche einen rechten Angriff gegeben. Betroffen waren davon insgesamt 106 Menschen. Im Vergleich zum Jahr 2013, in dem 44 rechte Angriffe gezählt wurden, bedeute dies einen Anstieg um fast ein Drittel.

„Alarmierend ist, dass insbesondere rassistisch-motivierte Angriffe in den vergangenen beiden Jahren weiter zugenommen haben“, so Christina Büttner, stellvertretende ezra-Projektkoordinatorin. ezra führt dies auch darauf zurück, dass seit Sommer 2013 vor allem die extreme Rechte verstärkt gegen Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge mobilisiert. „Mit öffentlich ausgetragenen Ressentiments gegen Asylsuchende sinkt offenbar auch die Hemmschwelle für rassistische Gewalt“, so Büttner.

Bei rassistisch-motivierter Gewalt geht ezra zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Viele Angriffe würden nicht bekannt, weil Flüchtlinge aufgrund von Erfahrungen in ihren Herkunftsländern, aber auch in Deutschland, staatlichen Behörden gegenüber misstrauisch seien und die Angriffe deshalb nicht anzeigen. Auch Sprachbarrieren oder eine eingeschränkte Mobilität erschweren den Zugang zu Hilfen.

Die von ezra angebotene Opferberatung haben 2014 insgesamt 174 Personen genutzt. Darunter seien zahlreiche Personen, die bereits Jahre zuvor angegriffen wurden und bei denen eine längere Beratung notwendig sei. Für rund drei Viertel der 58 Angriffe des Jahres 2014 konnte die Opferberatungsstelle den Betroffenen ein Hilfsangebot machen. Auf zahlreiche Anfragen von Menschen, die aus Motiven gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit diskriminiert werden, konnte nicht nachgegangen werden, da ezra nur für Betroffene von Gewaltstraftaten zuständig sei. „Wir halten es für dringend geboten, eine unabhängige Antidiskriminierungsstelle im Freistaat zu schaffen“, fordert Büttner. „Menschen, die diskriminiert werden, brauchen eine Anlaufstelle.“

ezra arbeitet in Trägerschaft der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Seit April 2011 unterstützt sie Menschen, die angegriffen werden, weil Täter sie einer von ihnen abgelehnten Personengruppe zuordnen. Finanziert wird die Opferberatungsstelle über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk bunt“.

Rückfragen an Christina Büttner, 036202-7713511 oder 0177-865275

www.ezra.de

Erfurt, 5. März 2015

23. Juni 2014 - Taubert hat Thüringer Demokratiepreis 2014 verliehen

Taubert hat Thüringer Demokratiepreis 2014 verliehen

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat heute in Weimar den Thüringer Demokratiepreis 2014 verliehen. Die Verleihung fand im Rahmen der Sommertagung des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit statt. Die „Ballstädter Allianz gegen Rechts“ wurde von der Jury in diesem Jahr für den Hauptpreis ausgewählt.

Die Preisträger:

Der mit 2.000 Euro dotierte Hauptpreisgeht an die „Ballstädter Allianz gegen Rechts“. Das mutige Eintreten der Ballstädterinnen und Ballstädter gegen Rechtsextremismus, die sich trotz des brutalen Überfalls in der Nacht zum 9. Februar 2014 nicht in ihrem Engagement entmutigen lassen, hat die Jury überzeugt. Gleichzeitig soll dem Bündnis mit dem Preis noch einmal der Rücken für die weitere Arbeit gestärkt werden.

Der zweite Preis (1.000 Euro) geht an Herrn Besong Agbor für sein beispielhaftes Engagement in der Arbeit mit Migranten und für Flüchtlinge. Mit einer Vielzahl von Aktivitäten und Veranstaltungen versteht es Herr Agbor Orte der Begegnung und des Kennenlernens zwischen neuen und alten Einwohnern im Landkreis Greiz zu schaffen und somit zu gegenseitigem Verständnis und Respekt beizutragen.

Die Anerkennungspreise (je 500 Euro) erhalten mit dem Bündnis „Kirchheimer gegen Rechts“ und der Initiative „Rock für ein buntes Vogtland“ zwei langjährig zivilgesellschaftlich engagierte Bündnisse, die aufgrund ihrer kontinuierlichen und kreativen Arbeit in einem schwierigen Umfeld herausragen.

Hintergrund:
Der Thüringer Demokratiepreis wurde zum zweiten Mal ausgelobt. Nach Abschluss der Bewerbungsrunde im Frühjahr hat eine Jury die Preisträger der 1. Kategorie ausgewählt. Diesem Gremium gehören MDR-Redakteur Axel Hemmerling, M.A. Matthias Quent (Universität Jena), Harald Zeil und Ute Bach (beide für die Thüringer Bürgerbündnisvernetzung) und Sozialministerin Heike Taubert an. Im vergangenen Jahr erhielten Lothar König, der Weimarer schulübergreifende Projekttag, Uwe Adler und das Eisenacher Bürgerbündnis die Auszeichnung.

Erfurt, 23. Juni 2014

20. Mai 2014 - Taubert: Am Sonntag die Demokratie stärken!

Taubert: Am Sonntag die Demokratie stärken!

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat heute in Erfurt alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, zur Kommunal- und Europawahl am kommenden Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und der Demokratie den Rücken zu stärken.

Sozialministerin Heike Taubert sagte: „Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaats auf: Gehen Sie wählen. Nutzen Sie ihr Wahlrecht zur Kommunal- und Europawahl. Stärken Sie der Demokratie den Rücken. Verhindern Sie so, dass Demokratiefeinde die Freiheit und den Wohlstand hierzulande gefährden.“

Laut Taubert wird eine hohe Wahlbeteiligung dafür ausschlaggebend sein, ob es gelingt, demokratiefeindliche Kräfte von den Parlamenten fernzuhalten. „Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahr wissen wir: Je höher die Wahlbeteiligung, umso geringer sind die Chancen antidemokratischer Parteien. Sie schaden einem guten Zusammenleben in unseren Städten und Dörfern. Deshalb gehen Sie zur Wahl und wählen Sie demokratisch“, sagte Heike Taubert.

Hintergrund:
Das Sozialministerium ist federführend für das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit verantwortlich und weiß um die vielen Initiativen vor Ort bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus und für die Stärkung der Demokratie.

Erfurt, 20. Mai 2014

10. März 2014 - Taubert: Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit verfolgt richtige Strategie

Taubert: Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit verfolgt richtige Strategie

Evaluationsbericht zur Aufbauphase des Programms vorgestellt

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat am Montag in Erfurt den Evaluationsbericht zum Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit vorgestellt. Die Evaluation der Aufbauphase des Programms wurde vom Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) durchgeführt.

Sozialministerin Heike Taubert sagte: „Das Ende 2010 vom Thüringer Kabinett verabschie-dete Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit ist erfolgreich auf- und ausgebaut worden. Die Evaluation belegt deutliche Fortschritte bei der Arbeit gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in Thüringen. Positiv zu bewerten ist die strukturelle Verankerung der Arbeit der mobilen Beratung, der Opferberatung und der Ausstiegsberatung. Vor allem die Anlage und der Zuschnitt des Landesprogramms haben sich bewährt. Die Präven-tionsmaßnahmen sind wirksam und verfolgen die richtige Strategie.“

Laut Taubert wird das Landesprogramm gut angenommen und als wichtiger Baustein in der Arbeit für Demokratie im Freistaat akzeptiert. „Es hat sich ausgezahlt, dass in einem breit angelegten Prozess beim Aufbau des Programms konkrete Ziele festgelegt wurden. Die Evaluation zeigt nun, dass wir in Umsetzung auf dem richtigen Weg sind“, sagte Heike Taubert.

Nach Ansicht der Sozialministerin hat sich die flächendeckende Bereitstellung von Präventions- und Informationsangeboten in Thüringen deutlich verbessert. „Knapp zwei von drei Akteuren bewerten die mittlerweile landesweiten Angebote als gut. Die Programmbeteiligten schätzen ein, dass alle für die Prävention von Rechtsextremismus notwendigen Bausteine mit dem Landesprogramm zur Verfügung stehen. Das Programm ist passgenau auf den Bedarf ausgerichtet. Deutliche Fortschritte sind auch in der Zusammenarbeit der Akteure und bei der Verzahnung der Programmelemente erzielt worden“, sagte Heike Taubert.

Hintergrund:
Das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit wird seit Beginn der Umsetzung vom Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) evaluiert. Anfang 2013 wurde der Bericht über die Implementation des Landesprogramms abgeschlossen. Dieser Bericht und die Zwischenberichte 2011 und 2012 sind auf der Programmhomepage www.denkbunt-thueringen.de/denkbunt/landesprogramm/evaluation abrufbar.

Erfurt, 10. März 2014

3. März 2014 - Pressemitteilung der Mobilen Beratung in Thüringen

Pressemitteilung der Mobilen Beratung in Thüringen

RechtsRock-Bilanz 2013

Die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) hat im vergangenen Jahr 2013 insgesamt 25 RechtsRock-Konzerte gezählt. Im Jahr 2012 waren es noch 23 Konzerte. Vier extrem rechte Musikveranstaltungen wurden von der Polizei aufgelöst, im Vorfeld konnte kein Konzert verhindert werden.

Auffällig ist der derzeitige Zuwachs an Liederabenden. Insgesamt elf sind von MOBIT im Jahr 2013 gezählt worden. Dabei rückt die „Kammwegklause“ auf dem Erfurter Herrenberg besonders in den Blickpunkt. Anfang des Jahres erst öffentlich geworden, fanden dort mit fünf Konzerten die landesweit meisten Liederabende statt. Die besondere Attraktivität von Konzerten mit Liedermacher_innen liegt dabei in ihrer Einfachheit. Benötigen Bands zumeist eine Bühne mit Platz für alle vier bis fünf Bandmitglieder, deren Instrumente und die notwendige Tontechnik, ist der Aufwand für Liederabende mit Gitarre und Notenständer vergleichsweise gering. Daraus ergibt sich eine große Flexibilität. Ob im Vereinsheim, Gaststättenhinterzimmer, im Nachgang einer Wanderung oder zur Abrundung eines Kameradschaftsabends – die örtlichen Voraussetzungen sind nebensächlich. Nicht zuletzt ist das geschäftliche Risiko eines Liederabends überschaubarer, als wenn Saal- und Technikmiete sowie Bandgage anfallen.

Neben den Veranstaltungen in der „Kammwegklause“ bildete die Immobilie der „Hausgemeinschaft Jonastal“ in Crawinkel mit fünf RechtsRock-Konzerten einen zweiten Schwerpunkt. Hier setzten die Neonazis um die RechtsRock-Band SKD („Sonderkommando Dirlewanger“) ihre Konzerte mit bundesweit bekannten Bands der Szene bis zum September fort. Dieser Personenkreis rund um die Band bewohnt mittlerweile die Immobilien in Ballstädt. Der Frontmann der Band wurde nach dem brutalen Überfall vor drei Wochen als Tatverdächtiger festgenommen.

„Durchschnittlich jedes zweite Wochenende bietet die extrem rechte Szene Konzerte in Thüringen an“ resümiert Mikis Rieb, Berater bei MOBIT. Dabei reiche die Spanne vom lokalen bis zum überregionalen Rahmen. Nicht zu vergessen sind jedoch auch für das Jahr 2013 die drei etablierten Großveranstaltungen im öffentlichen Raum. Der „Eichsfeldtag“ in Leinefelde, der „Thüringentag der nationalen Jugend“ in Sömmerda und das „Rock für Deutschland“ in Gera sind auch im Jahr 2014 bereits terminiert und beworben.
Rückfragen an:

MOBIT e.V.
Pfeiffersgasse 15
99084 Erfurt
Tel. 0361 – 2192694

Erfurt, 3. März 2014

21. Februar 2014 - Taubert lobt den Thüringer Demokratiepreis 2014 aus

Taubert lobt den Thüringer Demokratiepreis 2014 aus

Projekte und Initiativen können ab sofort Vorschläge einreichen

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat den „Thüringer Demokratiepreis 2014“ ausgelobt. Mit dem Preis sollen wie im vergangenen Jahr gute Praxisbeispiele und innovative Ansätze in der Arbeit für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit ausgezeichnet werden, um diese Arbeit anzuerkennen und das zugrunde liegende Anliegen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Der Preis wird in zwei Kategorien ausgelobt. In der ersten Kategorie können sich Vereine, Netzwerke und Bürgerbündnisse, Jugendinitiativen, Jugend- und Bürgerinitiativen aus Thüringen bewerben oder vorgeschlagen werden. Es können aber auch Einzelpersonen empfohlen werden. Der Hauptpreis in dieser Kategorie ist mit 2.000 Euro dotiert. Zusätzlich gibt es vier Anerkennungspreise die mit je 500 Euro dotiert sind. Die Bewerbungsfrist für diese Kategorie ist der 31. März 2014.

In der zweiten Kategorie, dem regionalen Demokratiepreis, können sich bewilligte Projekte aus den Lokalen Aktionsplänen in Thüringen bewerben. Es wird jeweils ein Preis je Thüringer Planungsregion (Nord-, Südwest-, Mittel- und Ostthüringen) vergeben, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Die Bewerbungsfrist für diese Kategorie ist der 31. August 2014.

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury. Für die Auswahl werden insbesondere folgende Kriterien zu Grunde gelegt:

  • Die Umsetzung von innovativen bzw. kreativen Ideen in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus bzw. gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
  • Besondere Erfolge, die in der Arbeit für eine demokratische und offene Alltagskul-tur erzielt wurden.
  • Die Arbeit von Personen oder Projekten die sich in einem besonders schwierigen Umfeld gegen Rechtsextremismus engagieren.
  • Personen oder Projekte die auf ein langjähriges kontinuierliches Engagement im Themenfeld verweisen können.

Auf Homepage des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit www.denkbunt-thueringen.de steht ein Bewerbungs- bzw. Vorschlagsbogen zum Download bereit.

Bewerbungen und Vorschläge können auch postalisch eingereicht werden und zwar an das:

Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Stichwort Demokratiepreis
Referat 32
Werner-Seelenbinder-Straße 6
99096 Erfurt

Erfurt, 21. Februar 2014

10. Februar 2014 - Taubert verurteilt Überfall in Ballstädt

Taubert verurteilt Überfall in Ballstädt

Sozialministerin informiert sich vor Ort

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat mit großer Bestürzung auf den in Ballstädt verübten Überfall im Gemeindezentrum reagiert und die unfassbare Brutalität scharf verurteilt. Die Ministerin wird sich morgen Vormittag vor Ort über die Geschehnisse informieren.

Termin: Dienstag, 11. Februar 2014
Uhrzeit: 8:30 Uhr
Ort: Ballstädt, Gemeindezentrum

Heike Taubert sagte: „Mit dieser Bedrohung und Gewalt zeigt der Rechtsextremismus einmal mehr seine ungeschminkte Seite. Der Angriff gilt allen Demokratinnen und Demokraten und allen, die sich für Toleranz und Weltoffenheit einsetzen. Ich verurteile diesen Überfall auf das Schärfste und fordere eine umfassende Aufklärung der Tat.“

Laut Taubert müssen nun vor allem die Betroffenen unterstützt werden. „Dieser Schock sitzt tief und wird nicht so schnell überwunden werden. Wichtig ist, dass die Ballstädter jetzt nicht allein gelassen werden und in ihrem Kampf für Werte wie Toleranz und Weltoffenheit unterstützt werden.“

Sozialministerin Taubert forderte dazu auf, endliche eine nachhaltige Reform des Thüringer Verfassungsschutzes auf den Weg zu bringen. „Erst ziehen Rechtsextremisten durch Weimar. Stunden später werden in Ballstädt friedlich feiernde Menschen von mutmaßlichen Neonazis verprügelt. An Vorfällen wie diesen wird wiederholt deutlich, dass Thüringen einen Verfassungsschutz braucht, der sich auf seine Kernaufgaben konzentriert und die Aufklärungsarbeit zu rechtsextremen Umtrieben wirksam unterstützt.“

Hintergrund:
Am Wochenende hatte in Ballstädt bei Gotha eine Gruppe vermummte Personen eine Feier des ortsansässigen Kirmesvereins gestürmt und zehn Personen zum Teil schwer verletzt. Bei den mutmaßlichen Tätern soll es sich um Rechtsextremisten gehandelt haben. Am selben Tag waren wenige Stunden zuvor rund 80 Neonazis durch Weimar gezogen.

Erfurt, 10. Februar 2014

4. Februar 2014 - Bescheidübergabe an die Beratungsprojekte des Landesprogramms

Bescheidübergabe an die Beratungsprojekte des Landesprogramms

Sozialministerin Heike Taubert (SPD): „Bund und Länder brauchen langfristige Strategie für Kampf gegen Rechtsextremismus“

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat im Rahmen der Regierungsmedienkonferenz über die Sicherung der Strukturprojekte des „Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ informiert. Die Thüringer Sozialministerin übergab zudem Bewilligungsbescheide an die Mobile, die Opfer- und die Ausstiegsberatung.

Heike Taubert sagte: „Leider hat es die vorherige Bundesregierung versäumt, rechtzeitig für die finanzielle Absicherung der Strukturen der Beratungsarbeit zu sorgen. Nun wurden aufgrund des noch nicht beschlossenen Bundeshaushaltes nur Teilbewilligungen bis Ende April ausgesprochen. Dies ist eine enorme Belastung für die fachliche Arbeit der Träger, die wir nicht hinnehmen wollen.“

Die Thüringer Sozialministerin stellt sich jetzt vor die Träger und sichert die Arbeit bis zum Jahresende. „Gleichzeitig werde ich mich dafür einsetzen, dass beim Bund so schnell wie möglich Klarheit über die Fortsetzung des auslaufenden Programms ‚Toleranz fördern – Kompetenz stärken‘ hergestellt wird. Was wir brauchen sind verlässliche Finanzierungszu-sagen und eine langfristige Strategie für die Arbeit im Kampf gegen Rechtsextremismus, die Bund und Länder gemeinsam erarbeiten sollten“, sagte Heike Taubert.

Laut Thüringer Sozialministerin ist ein erster wichtiger Schritt für eine verbesserte Zusam-menarbeit die Abschaffung der Extremismusklausel. „Damit konnte Bundesministerin Manuela Schwesig ein wichtiges Zeichen an die zivilgesellschaftlich Engagierten senden. Endlich hört dieses Grundmisstrauen auf und die Träger können sich auf ihre Arbeit konzentrieren.“

Hintergrund:
Die Mobile, Opfer- und Ausstiegsberatung werden durch Bundes- und Landesmittel finanziert. Da das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ ursprünglich am 31. Dezember 2013 ausgelaufen wäre und erst auf Druck der Öffentlichkeit verlängert wurde, wurden keine Verpflichtungsermächtigungen im Bundeshaushalt festgeschrieben. Derzeit erhalten alle darüber finanzierten Träger nur Teilbewilligungen bis Ende April 2014 aus Restmitteln der Vorjahre. Die Mobile Beratung (Mobile Beratung in Thüringen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus – MOBIT) erhält für das Jahr 2014 349.187,26 Euro. Die Opfer-beratung (Mobile Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen – Ezra) erhält 185.235,44 Euro. Die Ausstiegsberatung (Thüringer Beratungsdienst Ausstieg aus Rechtsextremismus – Drudel 11) erhält 180.033,17 Euro. Die Fördermittel sind zur Finanzierung der Personal- und Sachkosten der Beratungsdienste bestimmt.

Erfurt, 4. Februar 2014

31. Januar 2014 - Taubert begrüßt Verzicht auf Extremismusklausel

Taubert begrüßt Verzicht auf Extremismusklausel

Sozialministerin Heike Taubert (SPD): „Erfolg für demokratische Kräfte in unseren Städten und Gemeinden“

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat die heutige Entscheidung der Bundesregierung begrüßt, auf die sogenannte Extremismuserklärung zu verzichten. Verbände, Initiativen und Träger von Projekten, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, müssen diese künftig nicht mehr abgeben, wenn sie für ihre Arbeit Bundesmittel in Anspruch nehmen wollen.

Heike Taubert sagte: „Das ist ein großer Erfolg für die demokratischen Kräfte in unseren Städten und Gemeinden. Das unterschwellige Misstrauen gegenüber allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern in den vielfältigen Initiativen gegen Rechtsextremismus hat damit ein Ende. Der Ausbau von Präventionsangeboten gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und rechte Gewalt wird nun nicht mehr behindert. Ich freue mich über dieses klare Signal.“

Laut Taubert wurden Gefahren des Rechtsextremismus von der letzten Bundesregierung unterschätzt. „Die Förderung von bürgerschaftlichem und zivilgesellschaftlichem Engagement war sehr stark ideologisch bestimmt. Angesichts des Versagens der Behörden in der Aufklärung der NSU-Morde und der Ergebnisse der Untersuchungsausschüsse in Bund und Ländern hat nun offensichtlich in der CDU ein Umdenken stattgefunden“, sagte Heike Taubert.
Erfurt, 31. Januar 2014

30. Oktober 2013 - Regionale Projekte erhalten Thüringer Demokratiepreis

Regionale Projekte erhalten Thüringer Demokratiepreis

Sozialministerin Heike Taubert (SPD): „Gute Ideen bekannter machen“

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), wird vier regionale Projekte und vielfältiges Engagement für unsere demokratische Gesellschaft mit dem Thüringer Demokratiepreis ehren. Die Preise werden im Rahmen der in den kommenden Wochen stattfindenden Regionalkonferenzen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit verliehen.
Sozialministerin Heike Taubert sagte vorab: „In Thüringen gibt es seit vielen Jahren ein vielfältiges Engagement gegen Rechtsextremismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit. Viele gute Projekte leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag für unser demokratisches Gemeinwesen. Mit dem regionalen Demokratiepreis wollen wir diese Projekte bekannter machen und weitere Akteure ermutigen sich zu engagieren.“
Die Preisträger im Einzelnen:

Für die Region Mittelthüringen:
„Aktionstag für Demokratie – Crawinkel zeigt Gesicht“ Die Preisübergabe findet am 4. November 2013 um 16:30 Uhr in Erfurt in der Rotunde der Cafeteria des Sozialministeriums (Werner-Seelenbinder-Straße. 6) statt.

Für die Region Nordthüringen:
„Verschwiegene Vergangenheit des Blau Weiß Greußen“ Die Preisübergabe findet am 12. November 2013 um 17:30 Uhr in Nordhausen beim Kreisjugendring Nordhausen (Käthe-Kollwitz-Straße 10) statt.

Für die Region Ostthüringen:
Toleranz-Festival „IDAHOT“ Jena
Die Preisübergabe findet am 18. November 2013 um 17:00 Uhr in Bad Klosterlausnitz im Holzlandsaal (Markt 9) statt.

Für die Region Südwestthüringen:
„Augen auf – eingreifen statt wegsehen“ Meiningen Die Preisübergabe findet am 19. November 2013 um 17:00 Uhr in Sonneberg im Stadtteilzentrum Wolkenrasen (Friesenstraße 14) statt.

Die Preise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert.

Hintergrund:
Der Thüringer Demokratiepreis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobt. Im Juni wurden in Kahla die Preise der ersten Kategorie vergeben. Hier erhielten Lothar König, der Weimarer schulübergreifende Projekttag, Uwe Adler und das Eisenacher Bürgerbündnis die Auszeichnung. Die Preisträger werden von einer Jury ausgewählt. Diesem Gremium gehören MDR-Landesfunkhausdirektor Werner Dieste, M.A. Matthias Quent (Universität Jena), Harald Zeil und Ute Bach (beide für die Thüringer Bürgerbündnisvernetzung) und Sozialministerin Heike Taubert an.

Erfurt, 30. Oktober 2013