Verantwortliche in der Politik

Fortbildungsangebote für Verantwortliche in der Politik

Nachfolgend finden Sie konkrete Angebote für Verantwortliche in der Politik zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Umgang mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz
  • Interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen
  • Erinnerung- und Gedenkstättenarbeit

Angebot-Nr. 9-1-3: wahrnehmen * verstehen * reagieren - Aktive Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit

Träger: Drudel 11 e. V.

Rechtsextremismus ist längst kein gesellschaftliches Randphänomen mehr. Menschenfeindliche Einstellungen begegnen uns überall. Sie äußern sich durch Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus oder Behindertenfeindlichkeit und stehen für Ausgrenzung, Abwertung und Diskriminierung. Da solche Einstellungen überall in der Gesellschaft vertreten sind, spielen sie auch in der Arbeits- und Vereinswelt eine Rolle. Daraus ergeben sich viele Herausforderungen an die berufliche Praxis und den Alltag des demokratischen Zusammenlebens. Wie ist mit menschenfeindlichen Sprüchen, Aussagen und Handlungen umzugehen und wie kann darauf angemessen reagiert werden?

Das Tageseminar möchte interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern hierzu eine konkrete Hilfestellung bieten. Darin werden ihnen aktuelle Erscheinungsformen und Phänomene des Rechtsextremismus erläutert und anhand praxisnaher Konfliktpunkte mögliche Reaktionen analysiert sowie Ansätze zur Konfliktlösung eröffnet.

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Angebot-Nr. 9-1-10: Parlamente – Keine Bühne für extrem rechte Parteien

Träger: MOBIT e. V.

Extrem rechte Parteien verfolgen das Ziel, das System der parlamentarischen Demokratie zu stürzen. Die extrem rechte Strategie soll dabei von der Kommune in den Bundestag führen. Für Kommunal-Abgeordnete demokratischer Parteien ist es oft eine große Herausforderung, mit Vertreter_innen extrem rechter Parteien in Kommunalparlamenten umzugehen.

Ziele

Der Bildungsbaustein beabsichtigt eine Sensibilisierung der demokratischen Funktionsträger_innen für extrem rechte Ideologien und Strategien, welche besonders in Parlamenten anzutreffen sind. Im Vordergrund steht der Erwerb von Handlungssicherheit im Umgang mit Vertreter_innen extrem rechter Parteien und deren parlamentarischen Initiativen.

Inhalte

„Extrem rechte Parteien in Thüringen. Strukturen – Ziele – Strategien“

  • Begriff „Rechtsextremismus“
  • Strukturen und Wahlergebnisse
  • Ausrichtungen/Ideologie-Elemente und Ziele
  • Strategie der kommunalpolitischen Verankerung
  • Wahlkampfthemen

Umgang mit extrem rechten Parteien im Wahlkampf – Gemeinsame Erarbeitung von Strategien zu folgenden Fragen:

  • Was tun bei Infoständen und Kundgebungen extrem rechter Parteien?
  • Wie kann ich eine „Wortergreifungsstrategie“ auf meiner Veranstaltung verhindern? Wie kann ich einer Instrumentalisierung der Errichtung von Flüchtlingsunterkünften durch extrem rechte Parteien vorbeugen?Umgang mit extrem rechten Parteien im Parlament – Handlungsleitend sind folgende Schwerpunkte
  • Vorkehrungen der Verwaltung für öffentliche (Dienst-)Gebäude
  • Erste Schritte nach Bekanntwerden des Einzuges extrem rechter Mandatsträger_innen
  • Umgang mit parlamentarischen Initiativen extrem rechter Parteien

Methoden

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild von MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“. Vortrag, Zurufabfragen, Arbeit mit Metaplankarten, moderierte Plenumsdiskussion, Arbeitsgruppen, Brainstorming, Präsentation, Austausch in Kleingruppen (Murmelgruppen), Textarbeit, Blitzlicht

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Angebot-Nr. 9-2-5: Eine Kultur der Beteiligung entwickeln - Weiterbildung zur Stärkung der Demokratie und demokratischen Alltagskultur

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Demokratie funktioniert nicht ohne Demokrat_innen!“, lautet eine These in Erklärungsansätzen von Fort- und Weiterbildungen. Wie kann ich Demokrat_in sein und welche demokratischen Schlüsselkompetenzen sind dafür wichtig? Wie entwickle ich für meine Organisation/Institution eine Kultur der Beteiligung? Wie animiere ich meine Mitarbeiter_innen Visionen zu entwickeln und demokratische Veränderungen zu ermöglichen? Welches Selbstverständnis meiner Partner_innen muss ich berücksichtigen? Wie wirkt meine Organisation/Institution am besten in das gesellschaftliche Umfeld? Wie können wir gemeinsam die Demokratie stärken? Wie begeistern wir Menschen dafür?

Der Bildungsbaustein möchte demokratische Schlüsselkompetenzen trainieren. Es geht darum, sich seiner Einstellungen bewusst zu werden, einen inneren Werte-Kompass zu erstellen und demokratische Fähigkeiten, wie Sprachfähigkeit, Empathie-Fähigkeit, Konfliktfähigkeit und Gestaltungswille zu trainieren. Die gemeinsame Entwicklung demokratischer Leitbilder, z.B. durch eine Zukunftswerkstatt, kann dazu beitragen, das Gelernte mitzunehmen.

Es geht auch darum innovative und / oder künstlerische Formen und Instrumente des Engagements wie z.B. Community-Coaching und Liquidfeedback kennenzulernen und einzuüben. Es ist wichtig, alle Demokrat_innen zu stärken und zusammenzuarbeiten! Der Bildungsbaustein möchte das intensiv unterstützen, indem er demokratische Kommunikations- und Organisationsstrukturen vermittelt.

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Angebot-Nr. 9-3-5: Vom Umgang mit Widersprüchen - Fortbildung zur Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Am Anfang waren wir uns alle einig!“ – so starten viele Vorhaben. Aber warum kommt es dann immer wieder zu Konflikten, Missverständnissen und Unklarheiten? Heute – im Rahmen der Globalisierung – verlieren traditionelle Zuschreibungen und Kategorisierungen an Wert. Das führt allerdings selten zu einer globalen Gleichheit, sondern eher zu einer Zunahme von Vielfalt, die auch Auswirkungen auf das Lokale hat. Offene Gesellschaften zeichnen sich durch ein hohes Maß an Vielfalt bzw. Diversität aus, der sich sowohl zivilgesellschaftliche Akteur_innen wie z.B. Beratungsdienste, Initiativen oder auch Arbeitgeber_innen als auch die Lokalpolitik stellen müssen. Welche Interessen werden wo gebündelt? Wie treten die Akteur_innen in einen Dialog miteinander? Warum kommt es immer wieder zu Konflikten, Missverständnissen und Unklarheiten?

Im Bildungsbaustein „Vom Umgang mit Widersprüchen“ soll sich diesem Thema anhand folgender Fragen genähert werden: Was bedeutet Diversität? Was hat das mit mir und / oder meiner Institution zu tun? Welches Selbstverständnis bzw. Leitbild von zivilgesellschaftlichen und politischen Akteur_innen liegt dem zu Grunde? Wen wollen wir wie ansprechen? Wie wirken unsere Veröffentlichungen und Aktionen auf andere?
Das Seminar gibt Raum, konkret nach den Adressat_innen des eigenen Handelns zu fragen und bestehende Strukturen und Ansprache-Konzepte zu prüfen. Durch verschiedene Methoden werden die Teilnehmenden sensibilisiert, tolerant, vorurteilsbewusst und wertschätzend mit verschiedenen Lebensweisen und -entwürfen umzugehen. Ziel ist es, Chancen von Vielfalt bzw. Diversität aufzuzeigen und gegenseitiges Vertrauen zu schaffen.

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Angebot-Nr. 9-3-8: Vielfalt am Arbeitsplatz – Belastung oder Chance?

Träger: Jugendsozialwerk Nordhausen

Betriebe und öffentliche Verwaltungen sind durch die ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen (Vielfalt der Kundenbedürfnisse, Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, „bunte“ Mitarbeiterschaft, ….) zunehmend mit einer allumfassenden Vielfalt konfrontiert, auf die sie im Interesse ihrer Standortattraktivität flexibel reagieren müssen. Diversity Management schätzt diese Vielfalt als strategische Ressource und betrachtet gleichzeitig auch die Gemeinsamkeiten, welche Menschen in Organisationen und Gruppen zusammenhalten. Diversity ermöglicht die Erweiterung von Handlungskompetenzen und –alternativen, um Aufgaben im Interesse aller Beteiligten gut und mit vertretbarem Aufwand zu lösen.

Wir werden gemeinsam die Vielfalt in IHREM Arbeitsalltag betrachten und Strategien entwickeln, wie Sie diesen potenziellen Reichtum konstruktiv nutzen können. Eine große Methodenvielfalt garantiert Abwechslung im Lernprozess. Neben kurzen theoretischen Inputs werden wir vorrangig interaktiv im Plenum oder in Kleingruppen arbeiten. Im Mittelpunkt steht Lernen durch eigene Erfahrung – Wissen, das Sie direkt an Ihrem Arbeitsplatz umsetzen können. Folgenden Fragen werden wir gemeinsam auf den Grund gehen:

  • Was bedeutet eigentlich „Diversity“?
  • Wie sieht die Arbeitskultur in Ihrem Unternehmen/ Bereich/ Büro … aus?
  • Wie können Sie Vielfalt wahrnehmen und reflektieren?
  • Wie können Vorurteile im Arbeitsalltag hilfreich sein?
  • Wie können Sie Vielfalt an Ihrem Arbeitsplatz konstruktiv nutzen?

Unser konkretes Fortbildungsangebot richten wir nach Ihren spezifischen Bedürfnissen aus. Wir bieten sowohl eine kurze Einführung zu allen genannten Punkten an als auch eine vertiefende Beschäftigung mit einzelnen Themenfeldern.

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Angebot-Nr. 9-4-8: Interkulturelle Öffnung – eine bereichernde Option oder schlichte Notwendigkeit?

Träger: Jugendsozialwerk Nordhausen

Viele Menschen, Institutionen, Organisationen und Unternehmen schätzen die Vielfalt unserer Gesellschaft. Sie sehen die Unterschiede in Werten, Kommunikationsstilen, Bedürfnissen und Interessen, aber auch die vielen Gemeinsamkeiten, die die Bestimmung gemeinsamer Ziele und Wege ermöglichen, die wiederum von großer Bedeutung für alle Beteiligten sind. Die interkulturelle Öffnung von öffentlichen Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen von Inklusion, sie fördert eine nachhaltige Entwicklung und sichert die Attraktivität des Standortes, der Region bzw. des Landes. Experten betonen, dass der bewusste Umgang mit kultureller Vielfalt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Teilhabe und Demokratie und zur Bereicherung Aller leisten kann. Jedoch gibt es keine allgemeingültigen Patentlösungen für den konstruktiven Umgang mit Vielfalt. Darauf basiert unsere Impulsfortbildung. Sie soll eine neue Perspektive sowohl auf das operative Tagesgeschäftes als auch auf die Metaebene der langfristigen, strategischen Planung vermitteln.

  • Sind in Ihrem Arbeitsumfeld Aspekte des Umgangs mit kultureller Vielfalt verankert?
  • Möchten Sie die vorhandenen Konzepte und Strategien in Ihrem Arbeitsfeld im Hinblick auf den bewussten Umgang mit der kulturellen Vielfalt überprüfen?
  • Sind Sie auf der Suche nach tragfähigen Handlungsalternativen zu veralteten Strategien?
  • Suchen Sie Ideen, wie interkulturelle Öffnungsprozesse nachhaltig umgesetzt werden können?
  • Wie interkulturell kompetent fühlen Sie sich?

Die Fortbildung wird Ihr Verständnis von Interkulturalität und wirkungsvoller interkultureller Organisationsentwicklung erweitern. Durch Impulsreferate, Rollenspiele, Reflexionsrunden, die Arbeit an konkreten Beispielen und Plenumsdiskussionen wird das Thema hautnah erlebbar. Wir werden einen Bogen von anspruchsvoller Theorie zu nachhaltiger Intervention spannen. Sie erleben eine wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Fortbildung, jedoch keine, aus der Sie ohne die persönliche Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Ihrer eigenen kulturellen Prägung, mit Ihrem Arbeitsumfeld Lernerfolge erzielen werden.

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Angebot-Nr. 9-5-7: Spezialbaustein "Heimatbegriff und lokale Gedenkkultur"

Träger: Thüringer Heimatbund

In welcher Heimat leben wir? Was hatte eigentlich die rechtsextreme Organisation „Thüringer Heimatschutz“ mit Heimat zu tun? Darf ich heute noch meine Heimat lieben und sie pflegen? Und ganz grundsätzlich: Was ist Heimat überhaupt, was kann Heimat sein?

Diesen und anderen Fragen wollen wir nachgehen. Dabei werden wir den sehr emotional besetzten Begriff Heimat hinsichtlich seiner Geschichte und seiner Facetten diskutieren. Darauf aufbauend wird ein wichtiges Element der Heimatpflege, das Gedenken, genauer in den Blick genommen und in seinem Bezug zum Heimatbegriff beleuchtet. 2014 jährt sich der Beginn des 1. Weltkrieges zum 100. Mal. Dies soll als Ausgangspunkt dienen, um weitere Fragen zu verfolgen: Wie können und sollten wir damit umgehen? Wie können wir verhindern, dass dabei eine Vereinnahmung durch Rechtsextreme erfolgt? Wie gehen wir mit „unbequemen“ Denkmälern um, dem zentralen Thema des Tages des offenen Denkmals 2013?

Inhaltliche Aspekte des Bausteins

  • Begriffliche Basis
  • Allgemeiner Teil: Heimatpflege und Gedenkkultur in Deutschland, Arten von Denkmälern sowie Beispiele für den Umgang mit ihnen (auch mit sogenannten „unbequemen“ Denkmälern)
  • Spezieller Teil: Gedenkkultur in der (jeweiligen) Region, Umgang mit Denkmälern vor Ort (z. B. Kriegerdenkmäler), Vorstellung einiger Beispiele und Arbeit an konkreten Beispielen (nach Möglichkeit in Abstimmung mit den Kreisheimatpflegern sowie entsprechend der Wünsche der Teilnehmenden)
  • Zusammenfassung/Ausblick: Diskussion der Möglichkeiten zur Anwendung und Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse, Hinweis auf Kooperations- und Beratungsmöglichkeiten (z. B. andere Veranstaltungen aus dem Fortbildungskatalog des Landesprogramms, Volkskundliche Beratungsstelle etc.)

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