Mitarbeitende in Beratungsdiensten

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in Beratungsdiensten

Nachfolgend finden Sie konkrete Angebote für Mitarbeitende in Beratungsdiensten zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Umgang mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz
  • Interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen

Angebot-Nr. 6-1-3: wahrnehmen * verstehen * reagieren. Aktive Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit

Träger: Drudel 11 e.V.

Rechtsextremismus ist längst kein gesellschaftliches Randphänomen mehr. Menschenfeindliche Einstellungen können Ihnen überall begegnen und vor konkrete Fragen oder notwendiges Handeln stellen. Sie äußern sich durch Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus oder Behindertenfeindlichkeit und stehen für Ausgrenzung, Abwertung und Diskriminierung. Daraus ergeben sich viele Herausforderungen an Ihre berufliche Praxis und den Alltag des demokratischen Zusammenlebens.

Seminarziele

Das Fortbildungsangebot ist als Theorie- und Praxisseminar angelegt. In einem einführenden Teil werden grundlegende Kenntnisse über den aktuellen Rechtsextremismus (Ideologie, Strategien, Ursachen) und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, ihren Erscheinungsformen und Hintergründen vermittelt. Es wird zu Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit informiert und sensibilisiert, um diese im beruflichen Alltag wahrzunehmen. Hierzu gehört auch, sich mit der „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ auseinanderzusetzen und zu verstehen, welcher Attraktivitätswert von rechtsextremen Szenen ausgeht und welche Anwerbestrategien rechtsextreme Organisationen einsetzen. Dabei werden nicht nur allgemeine Informationen vermittelt, sondern stets konkrete Bezüge zu Ihrem Handlungsfeld hergestellt. Mit Hilfe von praxisnahen Übungen, Inputs und berufsspezifischen Fragestellungen werden mögliche Reaktionen analysiert und Ansätze zur Konfliktlösung eröffnet.

Inhalte

  • Ideologie, Strategien, Ursachen von Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Erscheinungsformen und Hintergründe
  • Alltags- und Erlebniswelt Rechtsextremismus u.a. Symbole, Codes, Kleidungsmarken, Musik, Internet
  • Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus
  • Praxisnahe Übungsinhalte und berufsspezifische Fragestellungen
  • Möglichkeiten und Grenzen des Handelns
  • Einblicke in die Praxis: Handlungsempfehlungen im Umgang mit rechtsextrem orientierten Menschen

Methoden

Präsentation mit Musik-, Video- und Textbeispielen, Kurzfilme, Aufklärungskoffer „Gefährliche Exemplare?!“, Diskussionsrunden, moderierter Erfahrungsaustausch, Fallgespräche, Thementische

Trainer(in)

Dr. Andreas Krause oder Alexandra Göpel, Drudel 11 e.V. Jena

Die Trainer(innen) mit pädagogischer, juristischer, politik- und geschichtswissenschaftlicher Ausbildung weisen langjährige Erfahrungen in der Rechtsextremismusprävention u. -intervention auf.

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Angebot-Nr. 6-1-10: Wir übernehmen Verantwortung und gestalten lebendige Demokratie. Eine Fortbildung für Beratungsdienste im Umgang mit der extremen Rechten

Träger: MOBIT e.V.

Extrem rechte Gruppierungen unternehmen regelmäßig gezielte Versuche, Initiativen oder Vereine zu unterwandern, an gesellschaftliche Diskurse anzuknüpfen und somit Einfluss zu gewinnen. Proteste gegen vermeintlich unverdächtige Themen wie beispielsweise eine anvisierte Schulschließung vor Ort oder eine geplante Müllverbrennungsanlage kann Neonazis auf den Plan rufen, sich kurzerhand an die Spitze bürgerlichen Protests zu setzen.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie erlangen Handlungssicherheit, um in Ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen und festigen Ihren demokratischen Standpunkt.

Inhalte

  • Die extreme Rechte in Thüringen
    Begriff „Rechtsextremismus“ / Zahlen und Statistiken / Wahlergebnisse / Organisation und Strukturen der extrem rechten Szene / NPD – Strategie und Aktionen / Personal der extremen Rechten / Immobilien / RechtsRock / Neonazistische Versände / Rechte Erlebniswelten
  • Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene
    Kennenlernen der inneren Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften / Vermittlung von Symbolen, Logos, codierten Botschaften, die Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um)-Deutung in diesen Kontexten / Chronologische Darstellung von Versatzstücken aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und national-sozialistischen Bezugsrahmen sowie diverse Einflüsse durch Subkulturen und Moden
  • Frauen in der extrem rechten Szene – Zwischen Mütterkult und Emanzipation
    extrem rechte Einstellungsmuster von Frauen / Aufzeigen der widersprüchlichen Positionen zum weiblichen Rollenverständnis in extrem rechter Szene / Beleuchtung realer Betätigungsfelder und deren Bedeutung / Filmbeitrag „Rechte Brutpflege“ / Ziel: klischeebeladenes Bild von extrem rechter Szene als reine Männerbastion soll aufgebrochen werden; stabilisierende Rolle der Frau wird in den Blick genommen
  • Vermittlung von Handlungskompetenzen
    Blick auf rechtliche Möglichkeiten und sich daran ableitende Handlungsmöglichkeiten / im Austausch untereinander Handlungssicherheit erlangen / Chancen und Grenzen im gemeinsamen Gespräch herausarbeiten / Gemeinsame Handlungsziele für Zukunft verabreden / Austausch über best-practise-Beispiele

Methoden

Arbeitsgruppen, Einsatz von Multimedien, Blitzlicht, Arbeit mit Metaplankarten, Brainstorming, Zurufabfragen oder moderierte Plenumsdiskussion. Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild vom MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“.

Trainer(in)

N.N., MOBIT e.V. Erfurt

Die Trainer(innen) verfügen über umfangreiche Kenntnisse im Bereich extreme Rechte und im Bereich zivilgesellschaftlicher Prozesse sowie in der Beratungsarbeit. Die Trainer(innen) (Sozialpädagogik, Politikwissenschaft, Pädagogik, Jugend- / Erwachsenenbildung) weisen langjährige Erfahrungen in der Weiterbildung auf.

Ziel der Arbeit von MOBIT ist die Stärkung des bürgerlichen, demokratischen Engagements in Thüringen u. die konkrete Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Darüber hinaus informiert MOBIT über aktuelle Entwicklungen in der rechtsextremen Szene.

Buchung

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Angebot-Nr. 6-2-5: Eine Kultur der Beteiligung entwickeln. Weiterbildung zur Stärkung der Demokratie und demokratischen Alltagskultur

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Demokratie funktioniert nicht ohne Demokrat(inn)en!“, lautet eine These in Erklärungsansätzen von Fort- und Weiterbildungen. Wie aber kann ich Demokrat(in) sein und welche demokratischen Schlüsselkompetenzen sind dafür wichtig?

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen Funktions- und Wirkungsbereiche von Demokratie vermittelt sowie Partizipationsräume auch für Ihre Organisation mit Hilfe demokratischer Kommunikations- und Organisationsstrukturen entdeckt. Rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Gefahren für den demokratischen Prozess. Sie entwickeln im Seminar Visionen, um demokratische Veränderungen zu ermöglichen und reflektieren über das Selbstverständnis von Netzwerkpartner(inne)n. Anhand von praxisorientierten Fallbeispielen leiten Sie Instrumente und Lösungen für Ihren Arbeitsalltag ab.

Inhalte

  • Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Zivilgesellschaftlichen Bildung“
  • Beschäftigung Demokratie verstanden als Prozess
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Institution und Rolle in der Demokratie
  • Einordnung von Gefahren für die Demokratie
  • Beispiele zur Mitbestimmung und Entscheidungsfindung im Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussion, Positionierung, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen, prozessorientierte Simulationen

Trainer(in)

Maria Gehre oder Christian-Friedrich Lohe, EJBW und Kathrin Schuchardt, freiberufliche Referentin

Maria Gehre studierte an der Universität Jena Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie und verfügt über langjährige Erfahrungen in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Sie führte zahlreiche Fortbil-dungen in den Bereichen Demokratiebildung, „Kommunikation und Konfliktmanagement“, „Sensibilisieren zu Vorurteilsbewusstem Handeln“ sowie im Bereich Rechtsextremismusprävention durch. An der EJBW ist sie für die Fortbildungen im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit zuständig.

Christian-Friedrich Lohe studierte u.a. Politikwissenschaft an der Universität Jena und verfügt über Erfahrungen in der internationalen Jugendarbeit besonders im Umgang mit Benachteiligung. Als Bildungsreferent an der EJBW leitet er Seminare im Themenbereich „Demokratische Kompetenzen“, „Wertekommunikation“ und „Soziale Gerechtigkeit“. Zudem führt er seit mehreren Jahren Fortbildungen zu den Themen „Vorurteile und Rassismus“, „Interkulturelles Lernen“ und „Rechtsextremismus“ durch.

Kathrin Schuchardt studierte Deutsch und Geschichte auf Diplom an der Universität Jena. Darüber hinaus arbeitet sie als freiberufliche Beraterin, Mediatorin, Fortbildnerin und Referentin in der politischen und soziokultur-ellen Jugend- und Erwachsenenbildung. In Kooperationen mit zahlreichen Thüringer Schulen, Kitas, Jugendhilfe-einrichtungen, Jugend- und Schulämtern, Bildungsträgern sowie dem ThILLM und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen referiert sie zu Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Gewaltprävention.

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Angebot-Nr. 6-3-5: Vom Umgang mit Anerkennung. Fortbildung zur Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, lautet der erste Artikel der UN-Menschenrechtserklärung. Doch wir neigen dazu, nach Unterschieden zu fragen, statt über Gemeinsamkeiten zu sprechen. Durch die Verwendung von Klischees können „andere“ besser gefasst werden und wir uns abgrenzen. Dies birgt aber auch die Gefahr des Ausschlusses „anderer“. Offene Gesellschaften hingegen leben vom Austausch über unterschiedliche Werte und Normen, die hinter Überzeugungen und Lebensweisen stehen. Gerade in Bezug auf die aktuelle Migrationsthematik ist ein diesbezüglicher Perspektivwechsel unumgänglich.

Seminarziele

Zum Seminarbeginn steht der Begriff „Vielfalt“ im Mittelpunkt: Was steckt dahinter? Was verlangt es & was hat es mit Werten zu tun? Daran schließt sich das Thema „Diskriminierung“ an: Wie erlebe oder erlebte ich Diskriminierung? Welche Gefühle sind damit verbunden? Welche persönlichen Strategien habe ich im Umgang mit Diskriminierung entwickelt? Grundlegend für diese Sensibilisierungsübungen ist das Hinterfragen der eigenen Haltung, um so die Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten zu schärfen und „Normalität“ zu hinterfragen. Sie lernen einen professionellen Ansatz kennen, der Diversität im Arbeitsalltag produktiv berücksichtigt sowie eine Kultur der Anerkennung pflegt. Des Weiteren werden im Seminar vielfaltsbewusste und diskriminierungskritische Handlungsstrategien nicht nur im Umgang miteinander, sondern auch in Bezug auf Geflüchtete entwickelt und erprobt.

Inhalte

  • Chancen und Herausforderungen von Vielfalt
  • Auseinandersetzungen mit Wertvorstellungen in der Institution
  • Auseinandersetzungen mit eigenen Werten
  • Stereotype und Diskriminierungsformen
  • Möglichkeiten der (Selbst-)Reflexion
  • Fallbeispiele

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen

Trainer(in)

Maria Gehre und Christian-Friedrich Lohe, EJBW und Kathrin Schuchardt, freiberufliche Referentin

Maria Gehre studierte an der Universität Jena Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie und verfügt über langjährige Erfahrungen in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Sie führte zahlreiche Fortbildungen in den Bereichen Demokratiebildung, „Kommunikation und Konfliktmanagement“, „Sensibilisieren zu Vorurteilsbewusstem Handeln“ sowie im Bereich Rechtsextremismusprävention durch. An der EJBW ist sie für die Fortbildungen im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit zuständig.

Christian-Friedrich Lohe studierte u.a. Politikwissenschaft an der Universität Jena und verfügt über Erfahrungen in der internationalen Jugendarbeit besonders im Umgang mit Benachteiligung. Als Bildungsreferent an der EJBW leitet er Seminare im Themenbereich „Demokratische Kompetenzen“, „Wertekommunikation“ und „Soziale Gerechtigkeit“. Zudem führt er seit mehreren Jahren Fortbildungen zu den Themen „Vorurteile und Rassismus“, „Interkulturelles Lernen“ und „Rechtsextremismus“ durch.

Kathrin Schuchardt studierte Deutsch und Geschichte auf Diplom an der Universität Jena. Darüber hinaus arbeitet sie als freiberufliche Beraterin, Mediatorin, Fortbildnerin und Referentin in der politischen und soziokulturellen Jugend- und Erwachsenenbildung. In Kooperationen mit zahlreichen Thüringer Schulen, Kitas, Jugendhilfeeinrichtungen, Jugend- und Schulämtern, Bildungsträgern sowie dem ThILLM und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen referiert sie zu Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Gewaltprävention.

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Angebot-Nr. 6-3-8: Giraffen und Elefanten in einem Haus? Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Seminarziele

Im Seminar werden Sie für die kulturelle und ethnische Vielfalt Ihrer Klient(inn)en sensibilisiert. Sie lernen das Potenzial kennen, das sich hinter dieser Vielfalt verbirgt. Des Weiteren erarbeiten Sie tragfähige Handlungsansätze zur Nutzung der Potenziale Ihrer Teilnehmer(innen) und Klient(inn)en.

Seminarinhalte

  • Grundlagenwissen zu „Diversity“
  • Reflexion der eigenen Arbeitskultur unter „Diversity“-Aspekten
  • Informationen über Migrant(inn)engruppen in Thüringen
  • Ansätze für das erfolgreiche Nutzen der Potenziale von Vielfalt am Arbeitsplatz

Methoden

Eine große Methodenvielfalt verspricht einen abwechslungsreichen Lernprozess: Interaktives Erstellen einer Arbeitskulturlandkarte, Gruppenarbeit, Simulationsübungen, theoretische Inputs, Reflexionsrunden

Trainer

Radoslaw Romanczuk, JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Der Trainer studierte Politikwissenschaften und Soziale Arbeit. Im Rahmen seiner Arbeit für das Dom Spotkań im Angelusa Silesiusa in Breslau sammelte er vielfältige Erfahrungen im Bereich der politischen Bildung und Diversität (Menschenrechte) mit Jugendlichen und Erwachsenen.

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Angebot-Nr. 6-3-13: Wo liegt die Krise in der „Flüchtlingskrise“? Einstellungsfragen, Praxisanalysen, Handlungsstrategien

Träger: Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

Die Wirklichkeit einer Migrationsgesellschaft und die aktuell geführten Debatten um Flucht und Asyl stellen viele gesellschaftliche Akteurinnen und Akteure vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Beratungsdienste sind im Besonderen gefordert und benötigen unter anderem Wissen um die Rahmenbedingungen von Flucht und Asyl, Wirkung von Traumatisierungen und Intoleranz, Stimmungslagen und Vorbehalte der aufnehmenden Gesellschaft sowie Möglichkeiten der Diskriminierungsprävention im eigenen Handlungs- und Arbeitsfeld.

Seminarziele

Die Fortbildung geht auf folgende Fragen ein: Was bedeutet es in einer Migrationsgesellschaft zu leben? Welche Selbst- und Fremdbilder gehen damit einher? Was verstehen wir unter Diskriminierungsschutz und welche Strategien sind dabei von besonderer Bedeutung? Welche Praxisideen haben sich bewährt und können auf die aktuellen Herausforderungen übertragen werden? Das eintägige Seminar bietet Ihnen Raum für thematische Auseinandersetzungen, kollegialen Erfahrungsaustausch und fallbezogene Praxisanalysen.

Inhalte

  • Aufnahmebedingungen sowie Flucht- und Asylerfahrungen
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Vorurteile und Ressentiments
  • Diskriminierung und Diskriminierungsprävention
  • Sprache im Kontext von Flucht und Asyl
  • (Trans-)Interkulturelle Kompetenz

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung ist bedarfsorientiert und kann im Gruppenprozess Ihren Fragen und Anliegen flexibel angepasst werden. Der thematische Fokus bleibt erhalten, aber die Trainerin hält sich und Ihnen die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen zu folgen und diese in den Seminarablauf zu integrieren.

Methoden

Interaktive Übungen, Gruppenarbeit, Beratung und Supervision, Fallbesprechungen

Trainerin

Christiane Friedrich oder Judith Steinkühler, ZWST e.V. Projekt „Perspektivwechsel Plus“ Thüringen/Berlin

Christiane Friedrich studierte Philosophie und Geschichte in Leipzig und Lyon (M.A.), ist Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache. Von 2007 bis 2010 war sie Lehrkraft für Sekundarstufe I und II in Lyon, Yaoundé (Kamerun) und Berlin. Seit 2011 arbeitet sie als freie Bildungsreferentin und Trainerin beim Projekt „Perspektivwechsel+“ in den Schwerpunkten Inklusion und Diversität.

Judith Steinkühler ist Diplom-Politologin (M.A.). Sie arbeitet als freiberufliche Dozentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung für verschiedene Träger. Seit 2011 ist sie freie Bildungsreferentin im Projekt „Perspektiv-wechsel+“. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte sind historisch-politische Bildung, diskriminierungskritische und vielfaltsbewusste Bildungsarbeit, Anti-Bias-Ansatz.

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Angebot-Nr. 6-4-8: Interkulturelle Öffnung – eine bereichernde Option oder schlichte Notwendigkeit?

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Viele Menschen, Institutionen und Unternehmen schätzen die Vielfalt unserer Gesellschaft. Sie sehen die Unterschiede in Werten, Kommunikationsstilen, Bedürfnissen und Interessen, aber auch die vielen Gemeinsamkeiten, die die Bestimmung gemeinsamer Ziele und Wege ermöglichen, die wiederum von großer Bedeutung für alle Beteiligten sind. Die Spezifik des Beratungsdienstes fordert ein besonders hohes Diversitäts-Bewusstsein und im Rahmen dessen eine hohe kulturelle Sensibilität.

Seminarziele

In der Impulsfortbildung wird Ihr Handlungsfeld aus einer vielfaltsensiblen Perspektive beleuchtet. Sie werden die Aspekte untersuchen, die Menschen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe (z. B. Geschlecht, Altersgruppe) prägen, gleichzeitig aber auch kulturelle oder milieuspezifische Aspekte betrachten. Es geht um einen geschärften Blick auf die Vorgänge und Entscheidungen in der Beratungspraxis, damit Sie aufgrund Ihrer differenzierten Sicht Ratsuchende professionell und gleichzeitig diversitätsbewusst und kultursensibel bei der Lösung von Konflikten unterstützen können. Vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa, gewinnt dieses Thema immer mehr an Bedeutung für Ihren beruflichen Alltag. Die Fortbildung wird Ihr Verständnis von Interkulturalität und wirkungsvoller interkultureller Organisationsentwicklung erweitern.

Inhalte

Die Kernfragen sind:

  • Was steht gegenseitigem Respekt und gelingender Kommunikation während einer Beratung entgegen?
  • Inwieweit beeinflussen kulturelle Aspekte die Inhalte und den Verlauf einer Beratung?
  • Wie erkennen Sie die durch Heterogenität geprägten Einflüsse auf den Kommunikationsprozess und wie gehen Sie damit um?
  • Welche Hilfsinstrumente vor dem Hintergrund der kulturspezifischen und kulturübergreifenden Aspekte der Beratungspraxis gibt es?
  • Wie gehen Sie mit Mehrsprachigkeit um?
  • Wie interkulturell kompetent fühlen Sie sich?

Methoden

Impulsreferate, Wechsel von Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Präsentationen, Filme, Diskussionen, Fotoarbeit, aktivierende Methoden

Trainerin

Ines Gast, JugendSozialwerk Nordhausen e.V .

Die Trainerin ist Diplom-Sprachmittlerin und anerkannte Fachkraft in sozialpädagogischen Handlungsfeldern, Dozentin für den Kompetenznachweis International und in vielfältigen Zusammenhängen erfahren in der Arbeit mit internationalen und interkulturellen Gruppen. Sie ist externe Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Nordhausen in den Studiengängen Gesundheit und Soziales sowie Sozialmanagement.

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