Mitarbeitende der Polizei

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende der Polizei

Nachfolgend finden Sie 12 Seminare zu den Qualifizierungsbereichen

  • Umgang mit Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen und menschenrechtsorientierten Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt und Toleranz, interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen
  • Förderung von Akzeptanz vielfältiger sexueller Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Beziehungsformen

2-1-7: Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen

Träger: DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

„Das sind doch eh alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, die sich hier ein schönes Leben machen wollen.“ Wie gehe ich mit tatsachenwidrigen Behauptungen und diskriminierenden Parolen um, wenn mein Gegenüber Argumente vielleicht gar nicht hören will? Wie entlarve ich Widersprüchlichkeiten, unlauteres Argumentieren und Befindlichkeiten, die möglicherweise hinter diesen Parolen stehen? Warum ist eine Entgegnung – auch der sympathischen Kollegin gegenüber – so wichtig und welchen „Kniff“ gibt es, damit mir die beste Erwiderung nicht erst abends beim Schlafen gehen einfällt?

In einem Argumentationstraining bieten wir für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei eine Auseinandersetzung mit dieser Problematik an. Im Workshop erarbeiten wir anhand von Beispielsituationen aus dem Polizeialltag, was möglicherweise hinter diskriminierenden Äußerungen stehen kann und wie sinnvolle Entgegnungen aussehen können. Wir diskutieren, wann eindeutiger Widerspruch unumgänglich ist, wo eine inhaltliche Debatte Sinn machen kann und wann Grenzen des Argumentierens erreicht sind. Mit Informationen, Rollenspielen und Auswertungen zu Argumentationsstrategien werden Sie für die Auseinandersetzung mit diskriminierenden Äußerungen gestärkt.

Seminarziele

Sie:

  • erkennen diskriminierende Äußerungen (auch als Teil Ihres Arbeitssettings und Alltags)
  • reflektieren über Bedeutung und Notwendigkeit von Entgegnungen und finden ein bzw. bestärken Ihr Standing
  • lernen diskriminierende Situationen zu analysieren und erkennen relevante Aspekte für die Strategieauswahl
  • lernen Argumentationstechniken kennen und können Reaktionsstrategien diskutieren
  • entwickeln, erproben und bewerten eigene Argumentations- und Reaktionsstrategien

Inhalte

  • Kennzeichen von diskriminierenden Äußerungen
  • Schwierigkeiten im Umgang mit diesen
  • Argumentationsstrategien und Reaktionsmöglichkeiten
  • Ausprobieren am Beispiel von Situationen aus dem eigenen Berufsalltag

Methoden

Gruppenarbeit in verschiedenen Formaten, Kurz-Input, angeleitetes Rollenspiel, moderierte Diskussion zur Reflexion und Ergebnissicherung, Feedbackmethoden

Trainerin

Melanie Pohner, DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

Die Trainerin ist langjährig als Bildungsreferentin in der Erwachsenenbildung tätig und leitet seit vielen Jahren Argumentationstrainings für die verschiedensten Zielgruppen.

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2-1-10: Der Demokratie verpflichtet - Ein Fortbildungsangebot für Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte

Träger: MOBIT e.V.

Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind auf vielfältige Weise mit neonazistischen, rassistischen, antisemitischen und menschenverachtenden Vorkommnissen konfrontiert: Beispielsweise begleiten und sichern sie Aufmärsche ab, haben mit Propagandadelikten zu tun und bearbeiten entsprechende Anzeigen. Insbesondere sind sie in Thüringen im Themenfeld „RechtsRock“ gefordert, sei es anlässlich eines öffentlichen RechtsRock-Open-Airs oder einer RechtsRock-Veranstaltung in einer der zahlreichen für Konzerte genutzten Immobilien der Neonazi-Szene.

MOBIT begleitet eine kritische Zivilgesellschaft und unterstützt deren Aktionsformen, die oftmals im Rahmen des Versammlungsrechts ausgeübt werden. Der Bildungstag stellt ein Angebot dar, aus nicht-staatlicher, zivilgesellschaftlicher Perspektive mit dem Themenfeld extreme Rechte umzugehen.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie werden befähigt, in Ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen sowie Ihren demokratischen Standpunkt zu festigen.

Inhalte

Die extreme Rechte in Thüringen

  • Vermittlung eines gesamtgesellschaftlichen Blicks auf Rechtsextremismus: Definitionen des Begriffs, Vorstellung von Studien und des Thüringen-Monitors
  • Darstellung von Struktur(en), Relevanz sowie Ideologie und strategische Ausrichtung von Parteien, Organisationen und Gruppierungen der extrem rechten und neonazistischen Szene in Thüringen
  • Darstellung von neurechten und rechtspopulistischen Bewegungen und Akteurinnen und Akteuren
  • Immobilien und deren Nutzung durch die extrem rechte Szene

Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene

  • Kennenlernen der inneren Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften
  • Vermittlung von Symbolen, Logos, codierten Botschaften, die Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um)Deutung in diesen Kontexten
  • Chronologische Darstellung von Versatzstücken aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und nationalsozialistischen Bezugsrahmen sowie diverse Einflüsse durch Subkulturen und Moden

Erlebniswelt RechtsRock

  • umfassende Darstellung rechter Musik als wichtiges Rekrutierungsinstrument der extremen Rechten
  • Kennenlernen, Interpretation und Einordnung von Kennzeichen, Inhalten und Funktionen neonazistischer Musik

„Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“

  • Überblick über die sogenannte „Reichsbürger“-Gruppierungen und deren Schnittstellen zur extrem rechten Szene in Thüringen
  • Ideologie und Aktivitäten der „Reichsbürger“

Methoden

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild von MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“.

Trainer(in)-Team

Ziel der Arbeit von MOBIT ist die Stärkung des bürgerlichen, demokratischen Engagements in Thüringen und die konkrete Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Darüber hinaus informiert MOBIT über aktuelle Entwicklungen in der rechtsextremen Szene.

Die Trainerinnen und Trainer (Sozialpädagogik, Politikwissenschaft, Pädagogik, Jugend- / Erwachsenenbildung) verfügen über umfangreiche Kenntnisse im Bereich extreme Rechte und im Bereich zivilgesellschaftlicher Prozesse sowie in der Beratungsarbeit. Sie weisen langjährige Erfahrungen in der Fortbildung auf.

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2-2-5: Tatort Demokratie - Was heißt Demokratie & in welchen Bereichen tritt sie auf?

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Wie können sich Polizei sowie Bürgerinnen und Bürger als Pfeiler der Demokratie unterstützen? Welche Interessen verfolgen sie? Welche Absichten liegen in ihrem Handeln? Diese und andere Fragen sind nicht selten von Vorurteilen geprägt, die festzustehen scheinen und kaum noch reflektiert werden. Dem möchte die Fortbildung entgegenwirken.

Seminarziele

Einsteigend wird geklärt, was es bedeutet, Demokratie nicht nur als Herrschaftsform zu verstehen. Dazu gehört, sich der eigenen Vorstellung und Rolle in der Demokratie bewusst zu werden und über Demokratisierungsmodelle bei der Polizei zu diskutieren. Kenntnisse über pluralistisch-demokratische Grundorientierungen, deren Werte sowie mögliche Gefahren werden zudem vermittelt. Des Weiteren tauschen Sie sich über Formen für gelingende Kommunikation und Partizipation sowohl nach innen als auch nach außen aus.

Inhalte

  • Demokratie und Gesellschaft
  • Demokratie, Hierarchie und Polizei
  • Gesellschaftliche Grundorientierungen und Gefahren für die Demokratie
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Rolle in der Demokratie
  • Beispiele zur Partizipation und Kommunikation im Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen, Kleingruppengespräche, Auseinandersetzung mit Praxisbeispielen

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwach-senenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommu-nikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

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2-2-12: Stark in Sachen Demokratie - demokratiebewusst Handeln im Polizeialltag

Träger: toolpool

In einer Demokratie sind Respekt, freie Meinungsäußerung, Gewaltfreiheit, Menschenrechte, Minderheitenschutz wichtige Bausteine für das Miteinander. Unter diesen Bedingungen hat jedes Individuum die Möglichkeit, sich im Rahmen demokratischer Grundrechte frei zu entfalten und selbstbestimmt seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Jedoch stand die Demokratie schon lange nicht mehr so auf dem Prüfstein wie aktuell. Das Erstarken des Rechtspopulismus, das Ansteigen rechter Gewalttaten und die Verzerrung von Fakten in den öffentlichen Medien sind besorgnis-erregende Entwicklungen. Das aktive Eintreten für Demokratie ist daher so wichtig wie nie. Daher lädt dieses Seminar Polizistinnen und Polizisten sowie weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei ein, sich neu zu versichern und Wissen darüber aufzufrischen, wie wichtig das Einüben demokratischer Handlungsweisen bzw. das sich Aneignen einer demokratischen Grundhaltung ist.

Seminarziele

Der erste Seminarteil regt die Reflexion zu demokratischen Prinzipien sowie positiven und negativen Seiten der Demokratie an. Die „Achillesferse der Demokratie“ kommt zur Sprache, aber es werden auch die Möglichkeiten, die die Demokratie als demokratisches Gesellschaftssystem für das Gemeinwohl bietet, beleuchtet und diskutiert. Der zweite Teil wirft einen kritischen Blick auf das eigene (berufliche) Umfeld. Leitfragen zu Strukturen und Rahmenbedingungen führen zu einer vertieften Analyse Ihrer Rolle und Ihren Handlungsmöglichkeiten in Sachen Demokratie.

Inhalte

  • Bedeutung von Demokratie für das Miteinander im beruflichen Alltag
  • Demokratieanalyse zur Identifizierung von Entwicklungspotenzialen
  • Handlungs- und Wirkungsmöglichkeiten für Polizistinnen und Polizisten als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Demokratie
  • Elemente von Menschenrechtsbildung, Demokratiepädagogik, Betzavta
  • Konzept der „informierten Bürgerin“ / des „informierten Bürgers“ für die eigene, aufgeklärte Meinungs- und Entscheidungsfindung und das demokratische Handeln

Methoden

Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Übungen aus dem Bereich Menschenrechtsbildung, Demokratiepädagogik und Betzavta, Selbstreflexion, Inputs, Austausch

Trainerin

Christin Voigt, toolpool Erfurt

Die Trainerin ist Sozialpädagogin (FH) und Konfliktmanagerin (FH). Sie arbeitet seit neunzehn Jahren im Bereich der non-formalen Bildungsarbeit und verfügt über intensive Erfahrungen in der Qualifizierung von Fachkräften auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Seit 2014 ist die Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt aktiv und hat mehr als 50 Weiterbildungsveranstaltungen erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sind Fortbildungen zum Thema „Inter- und transkulturelles Lernen“ und „Demokratie“. Ihre Erfahrungen, die sie in diesem Zusammenhang seit zehn Jahren als internationale Trainerin und aktuell als Projektberaterin für das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION gesammelt hat, bereichern das Seminar. Des Weiteren ist sie vertraut mit dem Anti-Bias- und Diversity-Ansatz sowie in der Moderation von Partizipations-prozessen. Seit 2013 ist die Trainerin mit eigener Firma toolpool selbstständig.

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2-3-5: Vom Umgang mit Gleichwertigkeit – Was heißt Diversität und wo lassen sich Verknüpfungen mit dem Polizeialltag entdecken?

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Wir müssen‘s richten“, lautet eine Selbsteinschätzung der Polizei. Denn auch sie ist in unserer Gesellschaft damit konfrontiert, dass Verschiedenheit zur Normalität und Gleichheit zur Ausnahme wird. Dabei scheint es schwierig, alle Akteurinnen und Akteure – unabhängig von Aussehen, Herkunft und Haltung – gleichwertig zu behandeln.

Seminarziele

Zum Seminarbeginn steht der Begriff „Vielfalt“ im Mittelpunkt: Wo kommt das Konzept her? Was steckt dahinter? Was verlangt es? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es? Daran schließt sich das Thema „Diskriminierung“ an. Hier wird auch auf die Definition von politisch motivierter Kriminalität eingegangen. In realistischen Fallbeispielen werden abschließend Verhaltensoptionen reflektiert. Durch einen Wechsel von wissenschaftlichen Impulsen und praktischen Übungen schafft das Seminar Erfahrungsräume der Empathie, sodass Sie sich als wichtiger Akteur und Partner der Zivilgesellschaft in einer pluralistischen Welt wahrnehmen können.

Inhalte

  • Wissen über die Ursachen von Vielfalt und Diversität (Sozialer Wandel)
  • Nachdenken über Normalität und Diskriminierung
  • Kennenlernen von Diversitätskonzepten und Aspekten der gruppenbezogenen Menschfeindlichkeit
  • Kenntnisse über Zusammenhang von Kommunikation und Diversität
  • Praxisbeispiele aus dem Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen, Kleingruppengespräche, Biographiearbeit

Trainerin

Maria Gehre, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Die Trainerin studierte Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Jena und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erwach-senenbildung. Als zertifizierte „Pädagogische Organisationsberaterin“ ist sie erfahren bei der Prozessbegleitung in unterschiedlichen sozialen Institutionen. Sie führte zahlreiche Seminare in den Bereichen Demokratiebildung, Kommu-nikation und Konfliktmanagement, Sensibilisieren zu vorurteilsbewusstem Handeln und Rechtsextremismus-Prävention durch. Seit zwei Jahren ist sie Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt und führt Fortbildungen im Bereich „Stärkung der Demokratie“, „Förderung von Vielfalt“ und „Akzeptanz von LGBTI*Q“ durch.

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2-3-8: Giraffen und Elefanten in einem Haus - Chancen und Herausforderungen vielfältiger Gesellschaften

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Unsere Gesellschaft wird bunter. Vielfältige Menschen mit unterschiedlichen Prägungen, Ideen und Vorstellungen vom Zusammenleben müssen für dieses einen Konsens im Rahmen der geltenden Gesetze finden. Das ist oft konfliktbehaftet, fühlt sich doch jeder mit seinen Ansprüchen im Recht. Der Polizei, den Sicherheitsorganen und der Justiz kommen dabei eine Schlüsselrolle zu. Sie müssen einen bedeutenden Beitrag für das friedliche Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger sowie die Einhaltung von Recht und Ordnung leisten. Sie sind gefordert in oft undurchschaubaren und emotionsgeladenen Situationen vorurteilsbewusst und kulturell sensibel zu handeln. Das setzt sie oft unter großen psychischen Druck. Um dem entgegenzuwirken benötigen Mitarbeitende der Polizei und Sicherheitsorgane interkulturelle Handlungskompetenz und einen Überbau, der ihnen interkulturell kompetentes Handeln auch ermöglicht.

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, Hintergrundwissen für irritierende oder problematische Situationen im Polizeialltag aufzuzeigen und zu verdeutlichen, welche professionellen Haltungen und Herangehensweisen hilfreich für ein friedliches Zusammenleben und Konfliktlösen sind. Vorhandene positive Praktiken und Erfahrungen werden gewürdigt und darauf aufbauend weitere Maßnahmen auf dem Weg zu inklusiven Kulturen, Leitlinien und Praxis erarbeitet. Dabei wird der Selbstreflexion besondere Bedeutung zugemessen.

Inhalte

Die konkreten Seminarinhalte werden im Vorfeld mit Ihnen anhand Ihrer konkreten Bedürfnisse abgestimmt. Hier eine mögliche Auswahl:

  • Grundbegriffe der interkulturellen Kommunikation, z.B. die Kulturgebundenheit unseres Wahrnehmens, Denkens und Handelns, der Umgang mit Fremdheit, Kulturschock, interkulturelle Kompetenz …
  • Die Dimensionen von Vielfalt – auch in der eigenen Belegschaft – und praktische Anregungen für den Arbeitsalltag
  • Aspekte, die dem gegenseitigen Respekt und gelingender Kommunikation während eines Polizeieinsatzes entgegenstehen
  • Reflektion der eigenen Kulturgebundenheit als Basis zur Entwicklung von Verständnis für die Akkulturationsleistungen zugewanderter Menschen
  • Gemeinsame Erarbeitung hilfreicher Haltungen und Handlungen in multikulturellen Settings

Methoden

Impulsreferate, Rollenspiele, Reflexionsrunden, Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Fallarbeit, Filme, Fotoarbeit, Diskussionen, Übungen zur Selbsterfahrung. Sie erleben eine wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Fortbildung, jedoch keine, aus der Sie ohne die persönliche Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Ihrer eigenen Prägung und mit Ihrem Arbeitsumfeld Lernerfolge erzielen werden.

Trainer(in)

Ines Gast, Franz Funkel oder Radoslaw Romanczuk, JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Ines Gast ist Diplom-Sprachmittlerin und anerkannte Fachkraft in sozialpäda-gogischen Handlungsfeldern, Trainerin für den Kompetenznachweis International und in vielfältigen Zusammenhängen erfahren in der Arbeit mit internationalen und interkulturellen Gruppen. Sie ist externe Lehrbeauftragte an der Hochschule Nordhausen in den Studiengängen Gesundheit und Soziales sowie Sozialmanagement. Seit 2015 ist sie Referentin im Landesprogramm Denk Bunt.

Franz Funkel studierte Public Management und öffentliche Betriebswirtschafts-lehre. Als Projektverantwortlicher und Koordinator des Freiwilligenmanage-ment, insbesondere des europäischen Freiwilligendienstes im JugendSozialwerk Nordhausen e.V., konnte er vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen sammeln. Zudem war der Trainer Koordinator des Nordhäuser Netzwerks zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und ist Projektmitarbeiter im Inklusionsprojekt „Bildung und Freizeit für ALLE“. Seit 2016 ist er Referent im Landesprogramm Denk Bunt.

Radoslaw Romanczuk studierte Politikwissenschaften und Soziale Arbeit und Sozialmanagement. Im Rahmen seiner Arbeit für das Dom Spotkań im Angelusa Silesiusa in Breslau sammelte er vielfältige Erfahrungen im Bereich der politischen Bildung und Diversität (Menschenrechte) mit Jugendlichen und Erwachsenen. Als Pädagoge eines Jugendfreizeitprojektes und eines Jugendgästehauses arbeitet er mit vielfältigsten Zielgruppen und konnte besonders im internationalen Bereich viele Erfahrungen sammeln. Seit 2016 ist er Referent im Landesprogramm Denk Bunt.

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2-3-12: Inter- und transkulturelles Lernen – Basiskompetenzen für eine erfolgreiche Verständigung

Träger: toolpool

Mit der zunehmenden Diversität unserer Gesellschaft kommt der Polizei eine Schlüsselrolle zu. Sie ist gefordert eine gewaltfreie und rechtschaffene Interaktion zwischen Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft zu gewährleisten. Gleichzeitig sind sie selbst gefragt, vorurteilsfrei und kulturell sensibel zu handeln. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei sind die Situationen in denen unterschiedliche kulturelle Bezüge eine Rolle spielen nicht immer einfach, da sie durch besondere emotionale und psychische Stressfaktoren gekennzeichnet sind. Für ein zeitgemäßes Polizeihandeln sind daher inter- und transkulturelle Kompetenzen unerlässlich.

Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei, die in ihrem beruflichen Kontext mit Menschen unterschiedlicher Herkunft in Kontakt stehen.

Seminarziele

Inter- und transkulturelles Lernen ist ein personaler Entwicklungsprozess, in dessen Verlauf sich der Umgang mit der eigenen und fremden Kultur verändert. Ziel des Seminars ist es, Ihre persönlichen Handlungsoptionen zu erweitern und Sicherheit für das eigene Wirken zu gewinnen. Erfahrungen aus Ihrem Arbeitsalltag werden aufgegriffen und bearbeitet.

Inhalte

  • Inter- und transkulturelle Sensibilisierung
  • Vermittlung von Basiskompetenzen im Bereich des inter- und transkulturelle Lernen
  • Reflexion des eigenen Identitätsverständnisses, von Rolle und Handlungsmöglichkeiten in einer kulturell diversen Gesellschaft
  • Anregung zum Perspektivwechsel
  • Tipps und Hilfestellungen zur Förderung inter- und transkultureller Öffnung in Polizeizusammenhängen

Methoden

Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Interkulturelle Übungen, Selbstreflexion, Inputs, Austausch

Trainerin

Christin Voigt, toolpool Erfurt

Die Trainerin ist Sozialpädagogin (FH) und Konfliktmanagerin (FH). Sie arbeitet seit neunzehn Jahren im Bereich der non-formalen Bildungsarbeit und verfügt über intensive Erfahrungen in der Qualifizierung von Fachkräften auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Seit 2014 ist die Trainerin im Landesprogramm Denk Bunt aktiv und hat mehr als 50 Weiterbildungsveranstaltungen erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sind Fortbildungen zum Thema „Inter- und transkulturelles Lernen“ und „Demokratie“. Ihre Erfahrungen, die sie in diesem Zusammenhang seit zehn Jahren als internationale Trainerin und aktuell als Projektberaterin für das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION gesammelt hat, bereichern das Seminar. Des Weiteren ist sie vertraut mit dem Anti-Bias- und Diversity-Ansatz sowie in der Moderation von Partizipations-prozessen. Seit 2013 ist die Trainerin mit eigener Firma toolpool selbstständig.

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2-4-16: Polizei unterm Regenbogen. Kultursensible Kommunikation mit besonders schutzbedürftigen Personengruppen und Subkulturen

Träger: Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Interkulturelle Kompetenzen sind für professionelles Handeln bei der Polizei unerlässlich. Bedienstete brauchen nicht nur genaue Kenntnis von Gesetzen und Ausführungsbestimmungen – sondern auch eine weltoffene Kommunikationshaltung im Umgang mit der zunehmend bunter liebenden und lebenden Bevölkerung. Das Gleichbehandlungsprinzip erfordert, Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund als auch einheimischen Personengruppen und Subkulturen angemessen zu begegnen. Daher bekennt sich der Freistaat Thüringen auch zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in Art. 2 Abs. 3 der Verfassung: „Niemand darf wegen… seines Geschlechtes oder seiner sexuellen Orientierung bevorzugt oder benachteiligt werden.“

In allen Kulturen sind sog. „sexuelle Minderheiten“ von vorurteilsmotivierten Übergriffen betroffen. Sie brauchen den besonderen Schutzes des Staates. Die Zahl der Straftaten gegen Schwule, Lesben und Trans*Personen ist 2016 in Deutschland stark angewachsen. Latente Vorurteile gibt es überall – auch bei Polizeibediensteten. Dienststellen tragen Verantwortung für eine diskriminierungsfreie Bürgerkommunikation als auch für ein internes Arbeitsklima ohne „Versteckspiel“. Vielfalt wird nur sichtbar, wenn offen über alle Identitäten und Lebensweisen gesprochen sowie der Nutzen für ein modernes und attraktives Polizeiimage erkannt wird.

Seminarziele

  • Sensibilisierung für das Themenfeld „Sexuelle, geschlechtliche und kulturelle Vielfalt“ im Polizeieinsatz
  • Vermittlung von Hintergrundwissen über schutzbedürftige Personengruppen und Subkulturen (LSBTTQI*-Community, „Club Cultures“, „Cruising Areas“, Trans* und Inter*Personen, Queer-Refugees in Asylunterkünften)
  • Aneignung von angemessenen Kommunikationsstrategien bei der Identitätsfeststellung, Durchsuchung von Personen, Ermittlung und Zeugenvernehmung – insbesondere nach homo- und transfeindlichen Übergriffen und bei der Intervention in interkulturellen und religiösen Konflikten

Inhalte

  • Welcher besonderen Situation sind sog. „sexuelle Minderheiten“ in Deutschland als auch in den verschiedenen Herkunftsländern ausgesetzt?
  • Welche Rechtsgrundlagen gibt es für Gender-Vielfalt? (Inter*Personen im Personenstandsgesetz/PStG, Geschlechtsangleichung im Transsexuellen-gesetz/TSG, Homosexuelle im Lebenspartnerschaftsgesetz/LPartG,
    „Ehe für alle“ u.a.)
  • Was ist kultursensible Kommunikation? Wer durchsucht z.B. eine Trans*Person und wie wird eine Inter*Person angesprochen? Wie kann polizeiintern Vorurteilen begegnet werden? Wo sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Polizei und Zivilgesellschaft?

Methoden

interaktive und multimediale Inputs (Powerpoint und Videos), moderierte Diskussionen, Kleingruppenarbeit an Praxisbeispielen und Fallanalysen

Trainerin

Kathrin Schuchardt, Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Seit 2003 arbeitet die studierte Diplomlehrerin als freiberufliche Bildungs-referentin und Demokratiepädagogin für verschiedene Bildungsträger in Thüringen und anderen Bundesländern. Ihr praktischer Horizont als Sozial-arbeiterin erstreckt sich von Erfahrungen in der Stationären Jugendhilfe, Offenen Jugendarbeit/Streetwork über Konfliktmanagement/Mediation sowie Antigewalt- und Kompetenztrainings im Strafvollzug (AKT®). Als „Queer“-Akti-vistin setzt sie sich seit den 90er Jahren für die Rechte von LSBTTIQ*-Menschen ein.

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Ansprechpartner

2-41-16: Das Vielfaltsspiel. Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt bei der Polizei

Träger: Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

„Dein Körper gehört dir … und deshalb hast du auch das Recht, über deine Sexualität frei zu bestimmen“ heißt es auf einer Ratgeberseite der Polizei im Internet. Im Strafgesetzbuch steht die Missachtung des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung unter Strafe. Häusliche Gewalt umfasst alle Formen physischer, sexueller und/oder psychischer Gewalt auf das Geschlecht als auch auf die sexuelle Orientierung. Bei einem geschätzten Bevölkerungsanteil von ca. 10 % der sogenannten LSBTTIQ*-Gruppe (Homo-, Bi, Trans- und Intersexuelle) ist es für Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten wichtig, zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ausreichend informiert zu sein, selbstsicher aufzutreten und sensibel mit von Gewalt betroffenen Minderheiten umzugehen.

Auch innerhalb der Polizei prallen vielfältige Werte, Rollen und Regeln aufeinander. Das wirkt oft als Störung und sorgt für Ängste und Verunsicherungen. Neben kulturell-religiösen Unterschieden wird auch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt immer mehr sichtbar. Wenn Menschen ihre Energien darauf verschwenden, lebenswichtige Merkmale der eigenen Identität und Lebensweise zu verstecken oder andere für deren Merkmale zu diskriminieren, gehen mitunter entscheidende Ressourcen verloren.

Das Konzept „Vielfalt“ („Diversity“ bzw. „Diversität“) sieht eine längerfristige Stärkung der Organisationskultur der Polizei vor – hin zu mehr Offenheit und wertschätzendem Umgang. Diversity wird häufig mit einer Reise verglichen: Organisationen sowie einzelne Personen machen sich auf, ihr Bewusstsein für Vielfalt zu schärfen und deren Bedeutung besser zu verstehen.

Seminarziele

Der Seminarschwerpunkt liegt auf einem reflektierten Umgang mit dem vermeintlichen „Anderssein“ im Themenfeld Homosexualität, Geschlechterrollen bis Transgender/Transidentität und dessen praktischen Nutzen für eine weltoffene Polizei und andere Sicherheitsorgane. Sie erhalten Hintergrundwissen zur geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt sowie Handlungsansätze. Zudem lernen Sie Selbstsicherheit bei der Argumentation im Arbeitsalltag und können im Hinblick auf eine nachhaltige Prozessbegleitung in ein bundesweites Netzwerk eingebunden werden.

Inhalte

  • Aktivierung und Sensibilisierung für das Themenfeld
  • „Versteckspiel“ – Ursachen, Formen und Folgen von Diskriminierung
  • „Managing Diversity“ – Konzept und Methodik
  • Handlungsansätze im Arbeitsalltag, rechtliche Grundlagen, Beratungsangebote und Vernetzungswissen

Methoden

interaktiver Input mit Videos und Diskussion, Vermittlung von praktischen Methoden und Coaching-Werkzeugen, Gruppenarbeit an Fallbeispielen

Trainer

Marcus Urban, Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V.

Der Trainer ist studierter Diplom-Ingenieur für Stadt- und Regionalplanung, praktizierender freiberuflicher Referent, Berater und Coach – ausgebildet und zertifiziert im Netzwerk des Verbandes für Coaching und Training (dvct) e.V. Seine Erfahrungen als homosexueller Ex-Profifußballer beim FC Rot Weiß Erfurt, mehrere Studien- und Arbeitsaufenthalte in Italien und die Betreuung von Menschen mit Behinderung in Hamburg ermöglichten ihm einen authentischen Zugang zum Thema Vielfalt. Als Fach- und Medienexperte kooperierte er auf Bundesebene mit Institutionen wie dem Deutschen Bundestag, dem DFB oder der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Ansprechpartner

2-31-17: Islam: Theologische Grundlagen und religiöse Alltagspraxis

Träger: Violence Prevention Network e.V.

Für viele Musliminnen und Muslime ist Religion ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität, der ihnen Orientierung und Halt vermittelt. Oft haben sie jedoch das Gefühl, nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Das Arbeitsfeld kann damit zum Austragungsort interreligiöser Konflikte werden. Nicht selten sind diese von gegenseitigen Vorurteilen und mangelndem Wissen um das Gegenüber geprägt.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen Grundkenntnisse über Begriffe des Islam vermittelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen wird Ihnen mit Hilfe interaktiver Übungen Wissen vermittelt und zur Selbstreflexion angeregt.

Inhalte

  • Theologische Grundlagen des Islam und religiöse Alltagspraxis
  • Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
  • Rolle der Frau im Islam
  • Islamische Strömungen und ihre kulturellen Hintergründe

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.

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Ansprechpartner

2-32-17: Religiös oder extremistisch? Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierung

Träger: Violence Prevention Network e.V.

In Ihren Arbeitsbereichen kann es zu Situationen kommen, in denen Sie mit extremistischen bzw. fundamentalistischen Einstellungen und Verhaltensweisen konfrontiert sind. Dabei ist es meist schwierig, angemessen darauf zu reagieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Extremismus und Fundamentalismus. Es wird ein weiter entwickeltes Verständnis der eigenen Berufsrolle angestrebt, das einen Dialog mit Menschen, die extremistische Denkmuster aufzeigen, ermöglicht. Der Schwerpunkt wird deshalb auf praxisrelevante pädagogische Denk- und Verhaltensweisen gelegt. Mit handlungsreflektierten Methoden geben wir Ihnen Orientierung und Sicherheit im Themenfeld.

Inhalte

  • Überblick über die salafistische Szene und ihre differenzierten Erkennungsmerkmale
  • Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre Gegennarrative
  • Begriffsbestimmung: Religion, Traditionalismus und Fundamentalismus

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, (mediale) Fallanalysen

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.

Buchung

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Ansprechpartner

2-33-17: Muslim(innen)feindlichkeit und Islamkritik

Träger: Violence Prevention Network e.V.

Zuweilen gibt es auch in Thüringen Anflüge von Feindlichkeit gegenüber Musliminnen und Muslimen. Die Bandbreite reicht von abschätzigen, menschenverachtenden Äußerungen bis hin zur Eskalation von Gewalttaten. Die Grenzen zwischen der Islamkritik und dem Phänomen der Feindlichkeit gegenüber Musliminnen und Muslimen (Antimuslimischer Rassismus – GMF-) sind dabei oft fließend.

Seminarziele

  • Verhaltenssicherheit im Sinne einer Kompetenzerweiterung, Aktivierung und Professionalisierung für den Umgang mit vorurteilsmotivierten Menschen
  • Eigenständigkeit bei der Erarbeitung konkreter Strategien in der Auseinandersetzung mit radikalen, demokratiefeindlichen sowie islamophoben Phänomen in Thüringen
  • Nachhaltigkeit im Sinne einer dauerhaften Ansprechperson für den Themenbereich vor Ort

Inhalte

  • Islam und Menschen islamischen Glaubens in der Alltagswahrnehmung und in den Medien
  • Klärung und Einordnung von Begrifflichkeiten (GMF)
  • Analyse von islamkritischen und -feindlichen sowie rassistischen Positionen und ihre Gegennarrative
  • „Das Fremde und das Eigene“ – Haltung zwischen Verständnis und Grenzziehung

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Trainerinnen und Trainer

Trainerinnen und Trainer der Beratungsstelle Thüringen von Violence Prevention Network e.V.