Mitarbeitende der Justiz

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in der Justiz

Nachfolgend finden Sie konkrete Angebote für Mitarbeitenden in der Justiz zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Umgang mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz
  • Interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen

Angebot-Nr. 4-1-3: wahrnehmen * verstehen * reagieren. Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Strafvollzug begegnen

Träger: Drudel 11 e.V.

Immer wieder werden Rechtsextreme zu Haftstrafen verurteilt. In der Fortbildung geht es darum, wie die Entstehung rechtsextremer Netzwerke in Vollzugsanstalten verhindert werden kann. Im Mittelpunkt steht die Analyse subkultureller Strukturen und Normen innerhalb der Anstalten. Als Grundlage dafür bietet das Seminar zunächst einen Einblick in die „Erlebniswelt Rechtsextremismus“. Neben einem Überblick über rechtsextreme Strukturen, Zeichen, Symbole und Musik geht es auch um zentrale Ideologieelemente wie Fremdenfeindlichkeit oder Homophobie.

Seminarziele

Im Seminar werden grundlegende Kenntnisse über den aktuellen Rechtsextremismus (Ideologie, Strategien, Ursachen) und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, ihren Erscheinungsformen und Hintergründen vermittelt sowie sensibilisiert, diese im beruflichen Alltag wahrzunehmen. Hierzu gehört auch, sich mit der „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ auseinanderzusetzen und zu verstehen, welcher Attraktivitätswert von der rechtsextremen Szene ausgeht und welche Anwerbestrategien rechtsextreme Organisationen einsetzen. Dabei werden nicht nur allgemeine Informationen vermittelt, sondern immer auch konkrete Bezüge zu Ihrem Handlungsfeld hergestellt. Mit Hilfe von praxisnahen Übungen, Inputs und berufsspezifischen Fragestellungen werden mögliche Reaktionen analysiert sowie Ansätze zur Konfliktlösung eröffnet.

Seminarinhalte

  • Ideologie, Strategien, Ursachen von Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Erscheinungsformen und Hintergründe
  • Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus
  • Anwerbestrategien rechtsextremer Organisationen
  • Berufsspezifische Fragestellungen und Handlungsempfehlungen
  • Ansätze zur Konfliktlösung

Methoden

PowerPoint-Präsentationen (mit Musik-, Video- und Textbeispielen), Kurzfilme, Diskussionsrunden in verschiedenen Gruppensettings, moderierter Erfahrungsaustausch, Aufklärungskoffer „Erlebniswelt Rechtsextremismus“

Buchung

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Angebot-Nr. 4-1-10: Der Demokratie verpflichtet

Träger: MOBIT e.V.

Justizbeamte sind wiederholt mit der extremen Rechten konfrontiert, beispielsweise bei öffentlichen Aufmärschen oder Verhandlungen im Gerichtssaal. Wir möchten die Beamten durch unsere Bildungsangebote in vielfältigen Themenbereichen unterstützen.

Seminarinhalte

„Die extreme Rechte in Thüringen“  Mit dem Ziel einen allgemeinen Überblick im Themenfeld zu geben, wird Ihnen durch sozial-wissenschaftliche Definitionen des Begriffs „Rechtsextremismus“ und diversen Studien ein gesamtgesellschaftlicher Blick vermittelt, weg von der Wahrnehmung als reines Kriminalitäts-, Jugend- oder Regionalphänomen.

„Zeichensprache der extremen Rechten – Symbolik, Codes und Outfit“  Ziel ist die Sensibilisierung und Kompetenzvermittlung in der visuellen Identifikation von Angehörigen der extrem rechten bzw. neonazistischen Szene. Sie lernen die innere Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften kennen.

„Autonome Nationalisten – Eine militante Strömung der Freien Kameradschaftsszene“  Dieser Teil vermittelt genaueres Wissen über die mit militantem Gestus auftretenden sogenannten Autonomen Nationalisten (AN). Dargestellt werden Dresscode, öffentliches Auftreten und Werdegang dieser Gruppierungen. Am Beispiel thüringer AN-Gruppen werden Einschätzungen zu Funktion, Militanz und Bedeutung für die extrem rechte Szene getroffen.

„‘RechtsRock‘ – Identitätsangebot und Schlagwortgeber für junge Menschen“  Ziel ist die umfassende Darstellung rechter Musik als wichtigstes Rekrutierungsinstrument der extremen Rechten. Im vorpolitischen, kulturellen Raum überwindet RechtsRock oft Berührungsängste von jungen Menschen mit der extrem rechten Szene. Sie lernen Kennzeichen neonazistischer Musik kennen, deuten und einzuordnen.

Methoden

Arbeitsgruppen, Einsatz von Multimedien, Blitzlicht, Arbeit mit Metaplankarten, Brainstorming, Zurufabfragen oder moderierte Plenumsdiskussion

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild vom MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“.

Buchung

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Angebot-Nr. 4-2-5: Tatort Demokratie. Fortbildung zur Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Die Meinungsfreiheit ist laut Bundesverfassungsgericht ein „konstituierendes Funktionselement der repräsentativen Demokratie“ (BverfG). Die Versammlungsfreiheit ist ein damit unmittelbar verbundenes Grundrecht. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, welch hoher Stellenwert dementsprechend der Justiz im demokratischen Gemeinwesen zukommt. Besonders auf Demonstrationen lässt sich das beobachten. Unterschiedliche Gruppen bestehen auf ihre Meinungs- und Versammlungsfreiheit, die Wahl ihrer Mittel zwingen die Justiz jedoch zu einer immer währenden Prüfung der Verfassungsmäßigkeit.

Seminarinhalte

  • Unter der Frage: Was gefährdet und was schützt die Demokratie? werden Meinungsbildungsprozesse, Menschenbilder und Ideologien von Akteur(inn)en hinsichtlich ihrer Demokratiefähigkeit analysiert.
  • Was hat sich in der rechtsextremen Szene verändert? Woran können neue Bewegungen erkannt werden? Wie treten sie auf? Welche Ziele verfolgen sie? Über verschiedene methodische Zugänge, wie z.B. diverse Vorträge zu Rekrutierungsstrategien demokratiefeindlicher Gruppierungen als auch zur aktuellen Verbreitung und Wirkung legaler und illegaler Symbole erfahren Sie mehr über moderne Formen des Rechtsextremismus.
  • Ein weiteres Ziel soll es sein, Gemeinsamkeiten zwischen Akteur(inn)en aus der Zivilgesellschaft, sowie der Justiz hervorzuheben. Ausgehend vom jeweiligen Selbstverständnis und gesellschaftlichen Leitbildern werden folgende Fragen aufgegriffen: Wie können sich Bürger(inne)n und Justiz als Pfeiler der Demokratie unterstützen? Welche Interessen verfolgen sie? Welche Absichten liegen in ihrem Handeln? Wie funktioniert die Information und Kommunikation zwischen und in den beiden Bereichen? Was heißt Partizipation?
  • Auf Wunsch können auch Seminareinheiten in Zusammenarbeit mit Bürger(innen)-Bündnissen und Initiativen gegen Rechts integriert werden.

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Biographiearbeit

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Angebot-Nr. 4-3-5: Vom Umgang mit Wertschätzung – Was heißt Vielfalt und was bedeutet das für den Justizalltag?

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Im Zusammenhang „Vielfalt“ oder „Toleranz“ steht zumeist der Ruf nach Wertschätzung. Gerade im formal-hierarchischen Justizsystem, wo es nach mehrheitlich-gesellschaftlichem Verständnis um Strafe bzw. Sühne geht, fällt es schwer, dies zu glauben. Doch auch Vollzugsanstalten, Gerichte und Staatsanwaltschaften sind zunehmend immer stärker mit ethnischer, kultureller, religiöser und sexueller Vielfalt konfrontiert. Auch wenn die Legislative die formal-rechtliche Gleichheit des Menschen vorgibt oder noch anstrebt, so bestimmen doch Vorurteile und Stereotype über „Fremde“ die Kommunikation im Alltag. Wer mit dem Gesetz und/oder mit der Justiz in Konflikt kommt, erwartet Wertschätzung genauso – wie die Mitarbeiter(innen) aufseiten der Exekutive und Judikative. Besonders im Hinblick auf die Integrations- und Resozialisierungsfunktion des Justizvollzuges sollte der wertschätzende Umgang mit Vielfalt stärker als Chance zur Verbesserung des Klimas in den Institutionen angesehen werden.

Seminarziele

Ziel des Seminars ist es, auf folgende Fragen Antworten zu finden: Was bedeutet „Vielfalt“ in der Institution? Wie zeigt sie sich als Wert rechtlich im Gesetz und konzeptionell im Leitbild? Welche Formen der Diskriminierung gibt es? Wie kann ihr durch wertschätzende Kommunikation entgegengetreten werden? An Fallbeispielen aus dem Arbeitsalltag sollen lösungsorientierte Ansätze erarbeitet und ihr Transfer in die Praxis diskutiert werden.

Seminarinhalte

  • „Sozialer Wandel und Kulturkampf“: Wissen über die Ursachen von Vielfalt
  • „Normal oder fremd?“: Nachdenken über Normalität und Diskriminierung
  • „Vorurteile und Stereotype“: Kennenlernen von Vielfaltskonzepten und Aspekten der Gruppenbezogenen Menschfeindlichkeit sowie empirischen Befunden (z.B. Thüringen Monitor)
  • „Leitbild und Wertschätzung“: Kenntnisse über Zusammenhang von Kommunikation, Werten und Vielfalt
  • „Was tun?“: Transfer in den Berufsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen, Kleingruppengespräche, prozessorientierte Simulationen, Biographiearbeit

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Angebot-Nr. 4-3-8: Vielfalt am Arbeitsplatz – Belastung oder Chance?

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V .

Sie haben gelegentlich Verständigungsschwierigkeiten mit Bürger(inne)n, Zeugen, Tatverdächtigen, Kooperationspartner(inne)n, Kolleg(inn)en, Vorgesetzten, Mitarbeiter(inne)n, kurz den Personen, die Ihnen im Arbeitsalltag begegnen? Sie denken, Sie drücken sich klar und deutlich aus, aber die Botschaft kommt beim Gegenüber ganz anders an, als es Ihre Absicht war?

Organisationen, Regeln, Normen … sind für die Bedürfnisse der Mehrheit geschaffen, die hier optimal agieren kann. Von Minderheiten wird gemeinhin erwartet, dass sie sich verändern, um teilhaben zu können. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass WIR viel mehr gewinnen, wenn wir Vielfalt als Potenzial betrachten, die uns alle bei gezielter Nutzung bereichern kann.

Seminarziele

Im Seminar wird gemeinsam die Vielfalt in Ihrem Arbeitsalltag analysiert und Strategien entwickelt, wie Sie diesen potenziellen Reichtum konstruktiv nutzen können. Im Mittelpunkt steht Lernen durch eigene Erfahrung – Wissen, das Sie direkt an Ihrem Arbeitsplatz umsetzen können.

Seminarinhalte

  • Was bedeutet eigentlich „Diversity“?
  • Wie sieht die Arbeitskultur bei Ihnen aus?
  • Wie können Sie Vielfalt wahrnehmen und reflektieren?
  • Wie können Vorurteile im Arbeitsalltag hilfreich sein?
  • Wie können Sie Vielfalt an Ihrem Arbeitsplatz konstruktiv nutzen?

Methoden

Eine große Methodenvielfalt verspricht einen abwechslungsreichen Lernprozess: Interaktives Erstellen einer Arbeitskulturlandkarte, Gruppenarbeit, Simulationsübungen, theoretische Inputs, Reflexionsrunden

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Angebot-Nr. 4-3-13: Wo liegt die Krise in der „Flüchtlingskrise“? Einstellungsfragen, Praxisanalysen, Handlungsstrategien

Träger: Zentrale Wohlfahrtstelle der Juden in Deutschland

Wir leben in einer Migrationsgesellschaft, die eine Bandbreite an Weltanschauungen und Erfahrungswelten, Sprachen und Identitäten, Milieus und soziokulturellen Hintergründen mit sich bringt. Durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen geraten an vielen Orten bundesweit und auch in Thüringen, Fragen nach Bedingungen gelebter Pluralität zunehmend in den Blick. Neue Aspekte müssen bedacht und im Arbeitsalltag berücksichtigt werden, z.B. der achtsame Umgang mit Mehrsprachigkeit, Fluchterfahrung und Traumatisierung.

Seminarziele

Im Seminar wird Ihnen Wissen um die Rahmenbedingungen von Vertreibung, Flucht und Asyl vermittelt. Zudem werden Sie für Ressentiments und Vorbehalte der aufnehmenden Gesellschaft sensibilisiert. Das Seminar schafft Raum für einen kollegialen Austausch und eine Praxisanalyse. Zum Seminarbeginn wird es zunächst darum gehen, in den Blick zu nehmen, was den unvoreingenommenen Umgang mit gesellschaftlicher Pluralität erschwert. Des Weitern stehen die Stärkung Ihrer Handlungskompetenz und die Bündnisfähigkeit aller Kooperationspartner im Seminarmittelpunkt.

Inhalte

In selbstreflexiver Weise werden mitgebrachte und beobachtete Hürden im Arbeitsalltag aufgespürt sowie ein flexiblerer Umgang angestoßen. Zudem werden gesellschaftliche und strukturelle Bedingungen analysiert, um herauszufinden ob sie die eigene Arbeit befördern oder behindern und welche Umgangsweisen mit ihnen noch möglich sind. Leitende Fragen sind dabei: Welche geteilten Bilder über uns und die anderen liegen dem eigenen Handeln zu Grunde? Was hat das Thema Diskriminierung mit mir zu tun? Welche Bedeutung haben die Themen Flucht und Asyl individuell und gesellschaftlich? Was motiviert mich zur Beschäftigung damit und was hemmt mich in meinem alltäglichen Tun?

Methoden

gruppendynamische Interaktionsformen, Elemente der Beratung und Supervision, Beantwortung von Fragen, Input, Rollenspiele, Fallbesprechungen, Diskussionen, Arbeit mit Medien

Buchung

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Angebot-Nr. 4-4-8: Interkulturelle Öffnung – eine bereichernde Option oder schlichte Notwendigkeit?

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Viele Menschen, Institutionen, Organisationen und Unternehmen schätzen die Vielfalt unserer Gesellschaft. Sie sehen die Unterschiede in Werten, Kommunikationsstilen, Bedürfnissen und Interessen, aber auch die vielen Gemeinsamkeiten, die die Bestimmung gemeinsamer Ziele und Wege ermöglichen, die wiederum von großer Bedeutung für alle Beteiligten sind.

Die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft spiegelt sich auch unter Ihren Mandant(inn)en, Angeklagten, Kläger(inne)n, Zeug(inn)en oder Verurteilten wider. Daraus ergeben sich für alle Personen, die im Polizeidienst, an Gerichten, in der Rechtspflege, in der Sozialarbeit, im Strafvollzug tätig sind, spezifische Herausforderungen. Vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa gewinnt dieses Thema immer mehr an Bedeutung für Ihren beruflichen Alltag.

Die Kernfragen des Seminars sind:

  • Inwieweit beeinflussen kulturelle Aspekte das Tätigkeitsfeld der Justiz?
  • Was steht gegenseitigem Respekt und gelingender Kommunikation während eines Polizeieinsatzes oder in Gerichtsverfahren entgegen?
  • Möchten Sie die vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten in Hinblick auf den bewussten Umgang mit der Vielfalt in Ihrem Arbeitsalltag überprüfen?
  • Sind Sie auf der Suche nach tragfähigen Handlungsalternativen für veraltete Strategien?
  • Suchen Sie Ideen zur erfolgreichen Umsetzung interkultureller Öffnungsprozesse?
  • Wie interkulturell kompetent fühlen Sie sich?

Seminarziele

Im Seminar wird Ihr Verständnis zu Interkulturalität und für eine wirkungsvolle interkultureller Organisationsentwicklung erweitert. Im Seminarverlauf wird ein Bogen von anspruchsvoller Theorie zu einer nachhaltigen Intervention gespannt. Sie erleben eine wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Fortbildung und setzen sich mit Ihrer kulturellen Prägung auseinander.

Methoden

Impulsreferate, Rollenspiele, Arbeit an Fallbeispielen, Reflexionsrunden, Plenumsdiskussion

Buchung

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Angebot-Nr. 4-4-12: Interkulturelles Lernen – eine erfolgsversprechende Basiskompetenz

Träger: toolpool

Der Arbeitsalltag der Justiz hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Die zunehmende Diversität (Vielfalt) in unserer Gesellschaft spiegelt sich auch in den Wirkungsbereichen der Justiz wieder. Für Mitarbeiter(innen) der Justiz können interkulturelle Begegnungen Situationen darstellen, die durch besondere emotionale und psychische Stressfaktoren gekennzeichnet sind und in denen interkulturelle Missverständnisse weitreichende Folgen haben. Daher benötigen die Mitarbeitenden verstärkt interkulturelle Handlungskompetenzen, um in unterschiedlichsten Situationen angemessen reagieren zu können. Dies erfordert Lernprozesse auf persönlicher und organisatorischer Ebene.

Seminarziele

Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiter(innen), die in ihrem beruflichen Kontext mit Menschen unterschiedlicher Herkunft in Kontakt kommen bzw. mit ihnen längerfristig zusammenarbeiten. Ziel ist es, die persönlichen Handlungsoptionen in interkulturellen Zusammenhängen zu erweitern und Sicherheit für das eigene Wirken zu gewinnen. In praktischen Übungen setzen Sie sich mit vermeintlichen „Fettnäpfchen“ auseinander. Erfahrungen aus Ihrem Arbeitsalltag fließen in die Handlungsorientierung des Seminars ein.

Inhalte

  • Interkulturelle Sensibilisierung
  • Bedeutung der kulturellen Dimension im Arbeitsalltag
  • Vermittlung von Basiskompetenzen im Bereich des Interkulturelles Lernens
  • Umsetzungsstrategien und Lösungsansätze

Methoden

Selbstreflexion, inhaltliche Anregungen, Austausch und Berücksichtigung Ihrer Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag

 

Buchung

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Angebot 4-41-6: Islamophobie: Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch?

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Das Phänomen der Islamophobie ist ein Element der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF). Der gemeinsame Kern ist eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. In Thüringen beträgt die Zustimmungsrate islamfeindlicher Einstellungen 47 % (vgl. Thür. Monitor 2014).

Seminarziele

Im Seminar wird Ihnen Wissen zur Entstehung und Manifestierung von Islamophobie vorgestellt, um Vorurteile und Ängste zu erkennen. Zusätzlich geht es um das Erkennen islamophober Argumentationsweisen, mit dem Ziel, sich Strategien zur Auflösung und/oder Entschlüsselung dieser anzueignen.

Seminarinhalte

  • GMF und seine Elemente, insbes. Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit
  • THÜGIDA – Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch? Ursachen von Abwertungstendenzen und gesellschaftliche Folgen
  • Umgang mit Informationen und Medien: „Von PI zu Pierre Vogel“ Informationsquellen und -inhalte verstehen, einordnen und bewerten
  • Gesprächstechniken: Klassische Argumentationsmuster und Gegennarrative, Verunsicherungspädagogik
  • Genderreflektierte Ansätze als Querschnittsthema

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

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Angebot 4-42-6: Islam: Theologische Grundlagen und religiöse Alltagspraxis

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Für viele Muslime ist Religion ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität, der ihnen Orientierung und Halt vermittelt. Oft haben sie jedoch das Gefühl, nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Das Arbeitsfeld kann damit zum Austragungsort interreligiöser Konflikte werden. Nicht selten sind diese von gegenseitigen Vorurteilen und mangelndem Wissen um das Gegenüber geprägt.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen islamische Grundkenntnisse vermittelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen wird Ihnen mit Hilfe interaktiver Übungen Wissen vermittelt und zur Selbstreflexion angeregt.

Seminarinhalte

  • Islam in Deutschland: Strömungen und kulturelle Hintergründe
  • Religiöse Alltagspraxis
  • Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
  • Frauen und Islam

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Buchung

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Angebot 4-43-6: Religiös oder extremistisch? Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierung

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

In Ihren Arbeitsbereichen kann es zu Situationen kommen, in denen Sie mit extremistischen bzw. fundamentalistischen Einstellungen und Verhaltensweisen Ihrer Klient(inn)en konfrontiert sind. Dabei ist es meist schwierig, angemessen darauf zu reagieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Extremismus und Fundamentalismus. Mit der Fortbildung wird ein weiter entwickeltes Verständnis der eigenen Berufsrolle angestrebt, das einen Dialog mit Menschen, die extremistische Denkmuster aufzeigen, ermöglicht. Der Schwerpunkt wird deshalb auf praxisrelevante pädagogische Denk- und Verhaltensweisen gelegt.

Seminarinhalte

  • Merkmale von Ideologie
  • Begriffsbestimmung: Religion, Tradition, Kultur, Fundamentalismus
  • Salafismus und Dschihadismus (Verhältnismäßigkeiten = Fakten und Zahlen) sowie Rolle und Nutzung der Medien
  • Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre Gegennarrative

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Buchung

Alle mit * markierten Felder müssen ausgefüllt werden.

Wo soll das Seminar stattfinden?

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