Ehren- und Hauptamtliche in Vereinen

Fortbildungsangebote für Ehren- und Hauptamtliche in Vereinen

Nachfolgend finden Sie konkrete Angebote für ehren- und hauptamtlich Tätige in Vereinen zu den Qualifizierungsbereichen:

  • Umgang mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Stärkung der Demokratie und der demokratischen Alltagskultur
  • Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz
  • Interkulturelle Öffnung, interkulturelles und internationales Lernen
  • Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit

Angebot-Nr. 8-1-3: wahrnehmen * verstehen * reagieren. Aktive Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit

Träger: Drudel 11 e.V.

Rechtsextremismus ist längst kein gesellschaftliches Randphänomen mehr. Menschenfeindliche Einstellungen können Ihnen überall begegnen und vor konkrete Fragen oder notwendiges Handeln stellen. Sie äußern sich durch Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus oder Behindertenfeindlichkeit und stehen für Ausgrenzung, Abwertung und Diskriminierung. Da solche Einstellungen überall in der Gesellschaft vertreten sein können, spielen sie auch in der Arbeits- und Vereinswelt eine Rolle. Daraus ergeben sich viele Herausforderungen an die berufliche Praxis und den Alltag des demokratischen Zusammenlebens. In solchen Fällen sollten ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter(innen) nicht nur die Situation richtig einschätzen können, sondern auch über geeignete Handlungsmöglichkeiten verfügen.

Seminarziele

Das Fortbildungsangebot ist als Theorie- und Praxisseminar angelegt. In einem einführenden Teil werden grundlegende Kenntnisse über den aktuellen Rechtsextremismus (Ideologie, Strategien, Ursachen) und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, ihren Erscheinungsformen und Hintergründen vermittelt. Es wird zu Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit informiert und sensibilisiert, um diese im beruflichen Alltag wahrzunehmen. Hierzu gehört auch, sich mit der „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ auseinanderzusetzen und zu verstehen, welcher Attraktivitätswert von rechtsextremen Szenen ausgeht und welche Anwerbestrategien rechtsextreme Organisationen einsetzen. Dabei werden nicht nur allgemeine Informationen vermittelt, sondern stets konkrete Bezüge zu Ihrem Handlungsfeld hergestellt. Mit Hilfe von praxisnahen Übungen, Inputs und berufsspezifischen Fragestellungen werden mögliche Reaktionen analysiert und Ansätze zur Konfliktlösung eröffnet.

Inhalte

  • Ideologie, Strategien, Ursachen von Rechtsextremismus und Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
  • Erscheinungsformen und Hintergründe
  • Alltags- und Erlebniswelt Rechtsextremismus u.a. Symbole, Codes, Kleidungsmarken, Musik, Internet
  • Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus
  • Praxisnahe Übungsinhalte und berufsspezifische Fragestellungen
  • Möglichkeiten und Grenzen des Handelns
  • Einblicke in die Praxis: Handlungsempfehlungen im Umgang mit rechtsextrem orientierten Menschen

Methoden

Präsentation mit Musik-, Video- und Textbeispielen, Kurzfilme, Aufklärungskoffer „Gefährliche Exemplare?!“, Diskussionsrunden, moderierter Erfahrungsaustausch, Fallgespräche, Thementische

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Angebot-Nr. 8-1-10: Wir übernehmen Verantwortung und gestalten lebendige Demokratie. Ein Fortbildungsangebot für Vereine, Initiativen und Zivilgesellschaft im Umgang mit der extremen Rechten

Träger: MOBIT e.V.

Extrem rechte Gruppierungen unternehmen regelmäßig gezielte Versuche, Initiativen oder Vereine zu unterwandern, an gesellschaftliche Diskurse anzuknüpfen und somit Einfluss zu gewinnen. Proteste gegen vermeintlich unverdächtige Themen wie beispielsweise eine anvisierte Schulschließung vor Ort oder eine geplante Müllverbrennungsanlage kann Neonazis auf den Plan rufen, sich kurzerhand an die Spitze bürgerlichen Protests zu setzen.

Seminarziele

Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt. Sie erlangen Handlungssicherheit, um in Ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen des Rechtsextremismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen und festigen Ihren demokratischen Standpunkt.

Inhalte

  • Die extreme Rechte in Thüringen
    Begriff „Rechtsextremismus“ / Zahlen und Statistiken / Wahlergebnisse / Organisation und Strukturen der extrem rechten Szene / NPD – Strategie und Aktionen / Personal der extremen Rechten / Immobilien / RechtsRock / Neonazistische Versände / Rechte Erlebniswelten
  • Zeichensprache der extremen Rechte – Symbolik, Codes und Outfit, visuelle Identifikation von Angehörigen der extrem rechten Szene
    Kennenlernen der inneren Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften / Vermittlung von Symbolen, Logos, codierten Botschaften, die Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um)-Deutung in diesen Kontexten / Chronologische Darstellung von Versatzstücken aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und national-sozialistischen Bezugsrahmen sowie diverse Einflüsse durch Subkulturen und Moden
  • Frauen in der extrem rechten Szene – Zwischen Mütterkult und Emanzipation
    extrem rechte Einstellungsmuster von Frauen / Aufzeigen der widersprüchlichen Positionen zum weiblichen Rollenverständnis in extrem rechter Szene / Beleuchtung realer Betätigungsfelder und deren Bedeutung / Filmbeitrag „Rechte Brutpflege“ / Ziel: klischeebeladenes Bild von extrem rechter Szene als reine Männerbastion soll aufgebrochen werden; stabilisierende Rolle der Frau wird in den Blick genommen
  • Vermittlung von Handlungskompetenzen
    Blick auf rechtliche Möglichkeiten und sich daran ableitende Handlungsmöglichkeiten / im Austausch untereinander Handlungssicherheit erlangen / Chancen und Grenzen im gemeinsamen Gespräch herausarbeiten / Gemeinsame Handlungsziele für Zukunft verabreden / Austausch über best-practise-Beispiele

Methoden

Vortrag, Zurufabfragen, Arbeit mit Metaplankarten, moderierte Plenumsdiskussion, Arbeitsgruppen, Brainstorming, Präsentation, Austausch in Kleingruppen (Murmelgruppen), Fallbesprechung und –beratung, Blitzlicht.

Die Herangehensweise im Seminar orientiert sich am Leitbild vom MOBIT e.V., dem Dreiklang „Erkennen – Deuten – Handeln“.

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Angebot-Nr. 8-2-5: Eine Kultur der Beteiligung entwickeln. Weiterbildung zur Stärkung der Demokratie und demokratischen Alltagskultur

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Demokratie funktioniert nicht ohne Demokrat(inn)en!“, lautet eine These in Erklärungsansätzen von Fort- und Weiterbildungen. Wie aber kann ich Demokrat(in) sein und welche demokratischen Schlüsselkompetenzen sind dafür wichtig?

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen Funktions- und Wirkungsbereiche von Demokratie vermittelt sowie Partizipationsräume auch für Ihren Verein mit Hilfe demokratischer Kommunikations- und Organisationsstrukturen entdeckt. Rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Gefahren für den demokratischen Prozess. Sie entwickeln im Seminar Visionen, um demokratische Veränderungen zu ermöglichen und reflektieren über das Selbstverständnis von Netzwerkpartner(inne)n. Anhand von praxisorientierten Fallbeispielen leiten Sie Instrumente und Lösungen für Ihren Arbeitsalltag ab.

Inhalte

  • Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Zivilgesellschaftlichen Bildung“
  • Beschäftigung mit der Demokratie, verstanden als Prozess
  • Diskussion und Reflexion der eigenen Institution und Rolle in der Demokratie
  • Einordnung von Gefahren für die Demokratie
  • Beispiele zur Mitbestimmung und Entscheidungsfindung im Arbeitsalltag

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussion, Positionierung, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen, prozessorientierte Simulationen

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Angebot-Nr. 8-3-1: Vielfalt ist das ganze Leben – Querschnitt der Theorie und Praxis von Diversity bis Anti - Bias

Träger: Arbeit und Leben Thüringen e.V.

Die Begriffe Vielfalt, Inklusion und Diversity werden oft benutzt, um dem Zusammenleben einen normativen Rahmen zu geben. Eine Klärung der Begriffe soll die damit verbundenen Aufgaben näher beschreiben. Dazu wird sich mit dem Verständnis von Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform auseinandergesetzt.

Innerhalb der Gesellschaft existieren unterschiedliche Machtverhältnisse, Privilegien und Diskriminierungen. Methoden aus dem Anti-Bias, Bezavta und dem Social Justice sensibilisieren für gesellschaftliche Ungleichgewichte, Diskriminierungen und Machtverhältnisse und motivieren zum Hinterfragen und zur Solidarität mit Betroffenen.

Seminarziele

  • Die Teilnehmenden wissen um die Bedeutung der Begriffe Demokratie, Vielfalt, Diversity und Inklusion.
  • TN kennen Ansätze der Antidiskriminierungsarbeit: Anti-Bias, Bezavta und social justice.
  • TN wissen, dass soziale Kategorien und gesellschaftliche Machtverhältnisse Diskriminierung und Privilegien mit sich bringen.
  • TN erleben die Wirkung der Methoden der Ansätze und werten diese aus.

Seminarinhalte

  • Überblick zu den Begriffen Demokratie, Vielfalt, Diversität und Inklusion
  • Kennenlernen demokratiepädagogischer Ansätze: Anti-Bias und Betzavta
  • Vorstellung und Anwenden von Methoden zur Sensibilisierung
  • Bedeutung sozialer Kategorien, Privilegien und Machtverhältnissen für Diskriminierung
  • Aufzeigen von Möglichkeiten zum positiven Erleben von Diversität im Alltag

Methoden

Präsentationen, Murmelgruppen, Inputs, stumme Diskussionen, Bildergalerie, Kleingruppenarbeit, Positionierungen, Mind Map

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Angebot-Nr. 8-3-5: Vom Umgang mit Widersprüchen. Fortbildung zur Förderung von Vielfalt, Diversität und Toleranz

Träger: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, lautet der erste Artikel der UN-Menschenrechtserklärung. Doch wir neigen dazu, nach Unterschieden zu fragen, statt über Gemeinsamkeiten zu sprechen. Durch die Verwendung von Klischees können „andere“ besser gefasst werden und wir uns abgrenzen. Dies birgt aber auch die Gefahr des Ausschlusses „anderer“. Offene Gesellschaften hingegen leben vom Austausch über unterschiedliche Werte und Normen, die hinter Überzeugungen und Lebensweisen stehen. Gerade in Bezug auf die aktuelle Migrationsthematik ist ein diesbezüglicher Perspektivwechsel unumgänglich.

Seminarziele

Zum Seminarbeginn steht der Begriff „Vielfalt“ im Mittelpunkt: Was steckt dahinter? Was verlangt es & was hat es mit Werten zu tun? Daran schließt sich das Thema „Diskriminierung“ an: Wie erlebe oder erlebte ich Diskriminierung? Welche Gefühle sind damit verbunden? Welche persönlichen Strategien habe ich im Umgang mit Diskriminierung entwickelt? Grundlegend für diese Sensibilisierungsübungen ist das Hinterfragen der eigenen Haltung, um so die Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten zu schärfen und „Normalität“ zu hinterfragen. Im Seminar wird gemeinsam das Handeln in der Rolle als Mitarbeiter(in) eines Vereins, unter Berücksichtigung der Spezifika von Vereinsstrukturen reflektiert. Sie lernen einen professionellen Ansatz kennen, der Diversität im Arbeitsalltag produktiv berücksichtigt sowie eine Kultur der Anerkennung pflegt. Des Weiteren werden im Seminar vielfaltsbewusste und diskriminierungskritische Handlungsstrategien nicht nur im Umgang miteinander, sondern auch in Bezug auf Geflüchtete erprobt.

Inhalte

  • Chancen und Herausforderungen von Vielfalt
  • Auseinandersetzungen mit Wertvorstellungen im Verein
  • Auseinandersetzungen mit eigenen Werten
  • Stereotype und Diskriminierungsformen
  • Möglichkeiten der (Selbst-)Reflexion
  • Fallbeispiele

Methoden

Multimediale Vorträge und Plenumsdiskussionen, Positionierungen und Aufstellungen, Erfahrungsaustausch zu Fallbeispielen

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Angebot-Nr. 8-3-8: Vielfalt am Arbeitsplatz – Belastung oder Chance?

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Regeln und Normen in Vereinen entsprechen hauptsächlich den Bedürfnissen der jeweiligen Mehrheit, damit sie in ihrem organisatorischen „Zuhause“ optimal agieren kann. Von Minderheiten wird gemeinhin erwartet, dass sie sich anpassen sollten, um gemeinsam arbeiten zu können. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Organisationen viel mehr gewinnen, wenn die Vielfalt der Mitwirkenden als Potenzial betrachtet wird, als eine Chance für eine Bereicherung und Ergänzung des organisatorischen Alltags. Dies ist von besonderer Bedeutung, da fast alle Vereine im besonderen Maße auf die freiwillige Mitwirkung von Menschen angewiesen sind. Das Diversitiy-Konzept hilft dabei, das Potenzial der Vielfalt zu erkennen und zugunsten sowohl der Organisation als auch der einzelnen Mitarbeiter(innen) zu nutzen. Dies ist vor allem als eine Querschnittsaufgabe zu sehen, die persönliche Einstellungen der Arbeitenden, die Organisationskultur, die Kommunikation und das Organisatorische tangiert. Vereine können nur dann gemeinsam mit ihrer „bunten“ (=vielfältigen) Belegschaft erfolgreich werden, wenn sie die Verschiedenartigkeit von Menschen auf ihre Organisationen wirken lassen. Mit Hilfe des Diversity-Konzepts kann das, was vorher als Belastung gesehen wurde, eine Chance für erfolgreiche Zusammenarbeit ergeben.

Seminarziele

Das Seminar hat diesbezüglich zum Ziel:

  • für das Thema „Umgang mit Vielfalt“ zu sensibilisieren,
  • allgemeine Auskünfte über das Konzept Diversity zu vermitteln und
  • Ihnen Raum für die gemeinsame Reflexion zur Vielfalt im Arbeitsalltag anzubieten.

Inhalte

Die Kernfragen sind:

  • Was bedeutet eigentlich „Diversity“?
  • Wie sieht die Arbeitskultur in Ihrer Organisation aus?
  • Wie können Sie Vielfalt wahrnehmen und reflektieren?
  • Wie können Vorurteile im Arbeitsalltag hilfreich sein?
  • Wie können Sie Vielfalt an Ihrem Arbeitsplatz konstruktiv nutzen?

Methoden

Eine Methodenvielfalt garantiert Abwechslung im Lernprozess. Neben theoretischen Inputs mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation werden die Teilnehmer vorrangig interaktiv im Plenum oder in Kleingruppen arbeiten. Im Mittelpunkt steht Lernen auf der Erfahrungsebene – Wissen, das Sie direkt an Ihrem Arbeitsplatz umsetzen können.

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Angebot-Nr. 8-4-8: Interkulturelle Öffnung – eine bereichernde Option oder schlichte Notwendigkeit?

Träger: JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Die bewusste Gestaltung von Vielfalt in Vereinen und zivilgesellschaftlichen Initiativen kann einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Teilhabe und Mitbestimmung – insbesondere auch bislang davon weitgehend ausgeschlossener Personen – leisten und fester Bestandteil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sein. Vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa, gewinnt dieses Thema immer mehr an Bedeutung für Ihren Alltag.

Seminarziele

Mitarbeitende sind zunehmend mit vielfaltbezogenen Chancen und Herausforderungen konfrontiert. Deren Bewältigung erfordert eine kontinuierliche Reflexion sowohl der eigenen Haltung, als auch konkreter Handlungen. Erleichtert wird die emphatische Sicht auf die neuartigen Anforderungen durch ein erweitertes kulturübergreifendes und kulturspezifisches Wissen. Allgemeingültige Patentlösungen für den konstruktiven Umgang mit Vielfalt gibt es nicht. Das Seminar vermittelt jedoch Grundlagen für ein kultursensibles Handeln und Handwerkszeug für die kontinuierliche Reflexion im operativen Tagesgeschäft. Es gibt einen Einblick in kulturübergreifendes und kulturspezifisches Wissen.

Inhalte

Die Kernfragen sind:

  • Möchten Sie die vorhandenen Konzepte und Strategien in Ihrem Arbeitsfeld im Hinblick auf den bewussten Umgang mit der kulturellen Vielfalt überprüfen?
  • Sind Sie auf der Suche nach tragfähigen Handlungsoptionen?
  • Möchten Sie interkulturelle Lernprozesse in Ihre Arbeitspraxis nachhaltig integrieren?
  • Sind Sie daran interessiert, neue Felder wie zum Beispiel internationale Zusammenarbeit zu erschließen?
  • Wie interkulturell kompetent fühlen Sie sich?

Methoden

Impulsreferate, Einzel-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Reflexionsrunden, Filme, Fotoarbeit, die Arbeit an konkreten Fallbeispielen und Plenumsdiskussionen

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Angebot 8-41-6: Islamophobie: Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch?

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Das Phänomen der Islamophobie ist ein Element der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF). Der gemeinsame Kern ist eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. In Thüringen beträgt die Zustimmungsrate islamfeindlicher Einstellungen 47 % (vgl. Thür. Monitor 2014).

Seminarziele

Im Seminar wird Ihnen Wissen zur Entstehung und Manifestierung von Islamophobie vorgestellt, um Vorurteile und Ängste zu erkennen. Zusätzlich geht es um das Erkennen islamophober Argumentationsweisen, mit dem Ziel, sich Strategien zur Auflösung und/oder Entschlüsselung dieser anzueignen.

Seminarinhalte

  • GMF und seine Elemente, insbes. Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit
  • THÜGIDA – Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch? Ursachen von Abwertungstendenzen und gesellschaftliche Folgen
  • Umgang mit Informationen und Medien: „Von PI zu Pierre Vogel“ Informationsquellen und -inhalte verstehen, einordnen und bewerten
  • Gesprächstechniken: Klassische Argumentationsmuster und Gegennarrative, Verunsicherungspädagogik
  • Genderreflektierte Ansätze als Querschnittsthema

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

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Angebot 8-42-6: Islam: Theologische Grundlagen und religiöse Alltagspraxis

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

Für viele Muslime ist Religion ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität, der ihnen Orientierung und Halt vermittelt. Oft haben sie jedoch das Gefühl, nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Das Arbeitsfeld kann damit zum Austragungsort interreligiöser Konflikte werden. Nicht selten sind diese von gegenseitigen Vorurteilen und mangelndem Wissen um das Gegenüber geprägt.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen islamische Grundkenntnisse vermittelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen wird Ihnen mit Hilfe interaktiver Übungen Wissen vermittelt und zur Selbstreflexion angeregt.

Seminarinhalte

  • Islam in Deutschland: Strömungen und kulturelle Hintergründe
  • Religiöse Alltagspraxis
  • Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
  • Frauen und Islam

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Buchung

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Angebot 8-43-6: Religiös oder extremistisch? Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierung

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an. Die Seminare können einzeln oder auch gesamt gebucht werden.

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

 

 

In Ihren Arbeitsbereichen kann es zu Situationen kommen, in denen Sie mit extremistischen bzw. fundamentalistischen Einstellungen und Verhaltensweisen Ihrer Klient(inn)en konfrontiert sind. Dabei ist es meist schwierig, angemessen darauf zu reagieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Extremismus und Fundamentalismus. Mit der Fortbildung wird ein weiter entwickeltes Verständnis der eigenen Berufsrolle angestrebt, das einen Dialog mit Menschen, die extremistische Denkmuster aufzeigen, ermöglicht. Der Schwerpunkt wird deshalb auf praxisrelevante pädagogische Denk- und Verhaltensweisen gelegt.

Seminarinhalte

  • Merkmale von Ideologie
  • Begriffsbestimmung: Religion, Tradition, Kultur, Fundamentalismus
  • Salafismus und Dschihadismus (Verhältnismäßigkeiten = Fakten und Zahlen) sowie Rolle und Nutzung der Medien
  • Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre Gegennarrative

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

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Angebot-Nr. 8-5-7: Heimat(los)?! Ambivalenzen des Heimatlichen

Träger: Heimatbund Thüringen e.V.

Heimat ist in aller Munde. Durch den Zuzug vieler Geflüchteter und dem Erstarken rechts-populistischer Bewegungen sind Diskussionen um Heimat und Heimatlosigkeit in der Gesellschaft präsent. Doch was genau meint der Begriff der Heimat?

Heimat meint Herkunft und Zuhause-Sein, ist konkret an Orte und Lebensgeschichten gebunden, wird also erfahren und bleibt zugleich eine Sehnsucht in einer Welt ständiger Umbrüche. In der Konfrontation des Individuums mit einer immer komplexer erscheinenden Welt und der Erfahrung des Zerfalls sozialer Gemeinschaften verspricht die idealisierte Heimat Wärme, Geborgenheit und eine stabile soziale Ordnung. So artikulieren sich im Reden über Heimat auch Bedürfnisse nach Bindung, Zugehörigkeit und Herkunftsgewissheit und hat damit auch eine kompensatorische Funktion.

Dabei schließt der Begriff über Zugehörigkeiten bestimmte Menschen ein und zugleich andere aus. Heimat gründet sich also stets zwischen dem Eigenen und dem vermeintlich Anderen.

Seminarziele

Das Seminar will genau diese Ambivalenz aufgreifen und ihre Grundlagen betrachten. Woher kommt der Begriff der ‚Heimat‘ und wie ist seine historische Entwicklung? Dabei soll auch sein Missbrauch von der „Germanischen Tradition“ bis zu aktuellen rechtspopulisti-schen Verwendungen nachgezeichnet werden. Gemeinsam soll der Frage nachgegangen werden, wie im Alltag ‚Heimat‘ hergestellt wird? Was passiert bei dem Verlust der Heimat? Wie wird sich ihrer erinnert und welche Bedeutung haben in diesem Kontext auch Erinnerungs- und Gedenkobjekte des Heimatlichen?

Inhalte

  • Begriffliche Basis (Heimat, Erinnerung, Gedenken, kollektives Gedächtnis, Identität)
  • Heimatpflege und Gedenkkultur in Deutschland (vor 1989, nach 1989)
  • Anmerkungen zum Kontext europäischer Erinnerung
  • Denkmalstypen und Formen des Umgangs (auch mit „unbequemen“ Denkmälern)
  • Gedenkkultur in der (jeweiligen) Region, Umgang mit Denkmälern vor Ort (z.B. Kriegerdenkmäler), Vorstellung einiger Beispiele und Arbeit an konkreten Beispielen (Wünsche der Teilnehmenden werden berücksichtigt)
  • Diskussion der Möglichkeiten zur Anwendung und Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse, Hinweis auf Kooperations- und Beratungsmöglichkeiten

Methoden

Impulsreferate, Gruppenarbeit mit Bildern und Texten, Diskussion, Erfahrungsaustausch

Buchung

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